Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 43 (29.10.1915)
- Date
- 1915-10-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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5 il c fc02 Dr. Bloch's W-chenschrist Nr. 43 Herrn Dr. Alfred Donath, Leutnant im bosn.- herz. Infanterieregiment Nr. 1, wurde das Militärverdienstkrcuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Max Hilwort, Korporal des 12. k. k. Infanterieregimentes, erhielt dieser Tage für eine tapfere Waffentat das silberne Verdienstkreuz 2. Klasse, welches ihm der Thronfolger in Begleitung einer schönen Ansprache eigenhändig an die Brust geheftet hat. — Genannter ist der fünfte Sohn der kleinen jüdischen Gemeinde Uermeny, der seit Kriegsausbruch dekoriert worden ist. Dr. Joses Pewny, Oberstabsarzt 1. Kasse, erhielt das Öfsizierskreuz des Franz Josef-Ordens; er war Kommandant des Garnisonsspitals Nr. 19 in Pozsony und ist derzeit im Felde als Sanitätsoffizier des 5. Armeekorps. Herr Oberleutnant d. R. MudolftP achter, Sohn des kürzlich verstorbenen Industriellen Herrn Adolf Pächter in Bodenbach a. d. Elbe, wurde als Kommandant einer Train form ation aus dem nördlichen Kriegsschauplätze für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Der Sohn des Kaufmannes Heinrich B e r g m a n aus Trhov-Kamenitz (Böhmen ), Advokat in Prag, JUDr. Otto Be r gm an, Oberleutnant der 25. Jnsanterietruppendivision, wurde durch Verleihung des Signum laudis am Bande der Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Aer Instruktor des General von Arz. Edmund Ronay (Rotter), pensionierter Komitatsbeamter in Nagy-Becskerek, ein eifriges Mitglied der dortigen israelitischen Külrusgemeinde, hat, wie „Egyenlöseg" berichtet, jüngst an den Armeekommandanten General der Infanterie Artur von Arz, den sieghaften Armeeführer von Brest-Litowsk, ein interessantes Begrüßungsschreiben gerichtet: Ronay schrieb u. a. folgendes : .»Ich gehöre zu jenen, welche Eure Erzellenz die erste militärische Ausbildung zuteil werden liehen. Ich war damals Oberjäger bei dem in Hermannstadt stationierenden 23. Jägerbataillon und vielleicht geruhen Euer Erzellenz sich des „Oberjägers Rotter" zu erinnern. Damals, als Eure Erzellenz Einjähriger bei den Jägern war, wurde ich zur Ausbildung der Einjährigen dieses Bataillons kommandiert, denn ich darf es ohne lleberhebung behaupten, ich war ein hervorragend guter Soldat, und ich erinnere mich sehr gut an Eure Erzellenz, als „Artur Arz, Einjährig-Freiwilliger". Es war damals, Exzellenz — ich erinnere mich ganz genau — als ich anläßlich eines Manövers in Siebenbürgen mit einer unter meiner Führung befindlichen Einjährigen-Abteilung jenseits von Deltau, auf Umwegen durch das Gebirge marschierend, den Feind um eineinhalb Stunden früher als notwendig war, entdeckt habe. Diese Operation war von entscheidendem Einfluß aus das ganze Manöver. . . . Gebe der allmächtige große Gott, daß dieser große Weltkrieg zugunsten unseres geliebten Königs und unseres teuren Vaterlandes unter weiser Kriegführung Eurer Erzellenz mit einem glorreichen Frieden abschließe." Der Heerführer hat dieses Gedenken nicht unbeantwortet gelassen und sandte unter dem Datum des 18. September eine Feldpostkarte folgenden Inhaltes an Edmund Ronay: „Ihre lieben Zeilen haben mich sehr erfreut, denn sie erinnern mich an die Anfänge meiner militärischen Laufbahn. Ich erinnere mich, wie wenn es heute wäre, wie schneidig Sie das Bataillon zur Defilierung vordem Herrn General führten. Ich danke Ihnen für Ihre lieben Grüße und das Gedenken. Herzlichen Gruß von Ihrem Arz, General der Infanterie." Major Kiesler. Ein Regimentstommmtdübeft'hl.*) K. u. k. Infanterieregiment „Kaiser" Nr. 1. Regts.-Kmdo.-Besehl Nr. 329. Krakau, am 10. Dezember 1913. Abschied Major Kiesler: Mit der Transferierung des Herrn Majors K ie sler zum Infanterieregiment Nr. 40 verliert das Regiment einen hervorragenden Stabsossizier und liebwerten Kameraden, dessen Name und erfolgreiches Wirken seit fast 15 Jahren mit dem Geschicke des Regimentes imrig verknüpft ist. Ausgestattet mit einem reichen Wissen, von seltenem .Pflichtbewußtsein erfüllt, stellte er, auf was immer für einen Platz berufenseine hervorragenden Fähigkeiten und Kenntnisse selbstlos in den Dienst des Regimentes und leistete sowohl als Kompagnie- und Bataillonskommandant, wie auch in seinen sonstigen Verwendungeil Vorzügliches. Mit allen Diensteszweigen vertraut, rastlos tätig, war Herr Major Kiesler eine wertvolle Stütze seines Kommandanten. Sein liebenswürdiges Entgegenkommen, sein warmfühlendes Soldatenherz, stets bereis mit Rat und Tat zu helfen, machten ihn zu einem unschätzbaren Kameraden. Ich spreche aus aufrichtigem Herzen und im Namen aller Angehörigen des Regimentes, wenn ich sage, daß ich diesen ausgezeichneten Stabsoffizier und Kameraden nur "sehr schwer ans den Reihen des Regimentes scheiden sehe. Herr Major Kiesler kann die Versicherung mitnehmen, daß wir ihm alle/ ob Offizier oder Mannschaft, ein treues Andenken bewahren, und daß der Wechsel des Aufschlages für unser Zusammengehörigkeitsgefühl nur eine Aeußerlichkeit bedeutet, denn mit Recht können wir sagen: „Der Herr Major Kiesler war ein Einser, auf den wir stolz sind." Alles Glück für die Zukunft! H a i s c n b o r n, Oberst. Sonstige Auszeichnungen. Erzherzog Franz Salvator, als Generalinspektor der freiwilligen Sanitätspflege, hat für besondere Verdienste auf diesem Gebiete verliehen das Ehrenzeichen vom Roten Kreuze 2. Klasse mit der Kriegsdekoration dem Stabsarzt Dr. Joachim S p e r b e r, Kommandant des Reservespitales Nr. 16 in Wien, die silberne Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration den Feldwebeln Isaak B e n i und Daniel Deutsch, Res.-Sanitätsabteilung 10/12, dem Einj.-Freiw. Medik.-Feldwebel Moses R a b b a ch, dein Zugssührer Osias E y s e n b e r g, Reservespital Sambor. Herr Max Brodheim wurde für seine Verdienste nur das Rote Kreuz mit der Ehrenmedackle ausgezeichnet. Fräulein Hella Hof, Tochter des Schriftstellers Naftali Hof aus Krakau, freiwillige Krankenpflegerin im k. k. Reservespital Nr. 12, wurde Mit der silbernen Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Auszeichnung im Kisenvahrikriegsdienft. Se. Majestät der Kaiser hat dem Staatsbahnrat Salomon Allerhand und dem Baurat Natan Wein- *) Vorstehender Regimentskoiiiiilandobcfehl aus dem Jahre 191B betreffend Major Kiesler (gegenwärtig Oberstleutnant) ist uns durch Zufall zur Kenntnis gekommen.