Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 42 (22.10.1915)
- Date
- 1915-10-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Sette 782 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 42 sönliche Vorzüge die Wertschätzung /seiner Vorgesetzten und Kameraden erwarb. Noch als Kadett wurde er für seine Leistungen als Artillerieaufklärer und Beobachter bei den Kämpfen von Jwangorod Mt der silb. Tapferkeitsmedaille 2. Kl-, sodann als Fähnrich für dieselbe Tätigkeit in den Kämpfen vom San bis Brest-Litevski mrt der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und am 1. September Zum Leutnant ernannt. — Der Großvater des wackeren Offiziers war der seinerzeit um die Stadt Czernowitz verdiente, dort sehr angesehene Kaufmann Ignaz Rechenberg. ' Dreimal ausgezeichnet. Der Ingenieur Jakob As ch n e r, Reserveleutnant, wurde jetzt, wie „Egyenlöseg" berichtet, zum drirtenmale ausgezeichnet. Die erste Auszeichnung, das Signum laudis, erhielt er vor ungefähr vier Monaten, tvährend er jetzt fast zu gleicher Zeit mit dem silbernen Verdienstkreuz und dem deutschen Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. Ingenieur Aschner versieht von dem, ersten Tage des Krieges an ununterbrochen den Militärdienst. Mit der goldenen Tapfertieitsmedaiü'e ausgezeichnet. Der Fähnrich i. d. R. Viktor Skr ein, ein Sohn des hiesigen Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Alfred S k rein, wurde für eine kühne Wassentat auf dem russischen Kriegsschauplatz mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er hatte am 11. August durch seine Geistesgegenwart, Entschlossenheit und Tapferkeit das Signal zu einem allgemeinen Angriff feines Regimentes auf eine russische Stellung gegÄen, der die Eroberung eines feindlichen Stützpunktes zur Folge hatte. Fähnrich Skr ein, der mit vier Mann seines Zuges als erster in einen russischen Schützengraben eingedrungen war, machte dabei selbst zwanzig Gefangene (Tataren) und erbeutete große Munitionsmengen. Weitere Auszeichnungen. In Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde wurde Herrn Assistenzarzt Dr. Ernst Ritter das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Herr Dr. Ernst Ritter ist ein Sohn des pensonierten Staatsbahnarztes Dr. Em. Ritter in Oberhollabrunn. Herr Techn. Ferdinand Black, Prag, Leutnant i. d. Res. des Infanterieregimentes Nr. 91, wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit dem Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Landesgerichtsrat Dr. Ernst Bettelheim aus Wien, der seit Kriegsbeginn bei einem Feldkanonenregiment als Oberleutnant eingerückt ist, wurde für sehr gute militärische Dienstleistung mit der lobenden Anerkennung des Militärkommandos in Agram ausgezeichnet. Dem Leutnant i. d. R. Max Oblath, zugeteilt dem Landwehrregiment Nr. 37, wurde für seine vorzüglichen Dienstleistungen vor dem Feinde die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben. Karl Schindler, Feldwebel im k. u. k. Ldst.- Jnfanterieregiment Nr. 1, der bis zu seiner Erkrankung ununterbrochen durch 13 Monate im Felde war, wurde mit dem silbernen Verdienstkreuze mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille und mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Der Leutnant des bosnischen Feldjägerbataillons Johann Kohn, der sich auf dem nördlichen Kriegsschauplätze in mehreren Gefechten durch seine Bravour hervortat und schwer verwundet wurde, ist mit dem Militärverdienstkreuz dritter Klasse am Bande der Kriegsdeköration ausgezeichnet worden. Im Zivil ist Leutnant Kohn Beamter der Unionbank und wegen seiner Tüchtigkeit sehr geschätzt. Erzherzog Franz Salvator hat an die im Pollak v. Rudinschen Rekonvaleszentenhause seit Kriegsbeginn ununterbrochen tätigen Damen Auszeichnungen verliehen, und zwar erhielten Frau Louise Pollak von Rudin das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration, die Damen Elda Pollak v. Rudin und Klara und Margit v. Baiersdorf die silberne Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration. Fräulein Melitta Taußky, seit Kriegsbeginn freiwillige Pflegerin, früher Reservespital Elisabethspital, zuletzt Reservespital Gartenbau tätig, ist mit der silbernen Medaille vom Roten Kreuz mit der Dekoration ausgezeichnet worden. Der Oberin des Kaiserin Elisabeth-Instituts für israelitische Krankenpflegerinnen Emma Levy wurde das Ehrenzeichen zweiter Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Aus Prag wird uns mihgeteilt: Erzherzog (Franz Salvator als Protektor-Stelwer,reter des Röten Krwrzes in vom Kaiser übertragenen Wirkungskreise hat in Anerkennung für besondere Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege taxfrei verliehen das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration dem Chefarzt der k. u. k. Staatsbahnen kars. Rat Dr. Jul. Braun-Prag; dem Bahnoberarzt 1. Kl. der k. u. k. Staatsbahnen Dr. R. Back-Wien; dem Bahnoberarzt 2. Kl. der k. u. k. Staatsbahnen Dr. Ar n stein-Böhm.-Trübau; dem Bahnarzt 1. Kl. der k. u. k. .Staatsbahnen Dr. Staub es-Prag; dem Chefarzt der Außig-Teplitzer Bahn Dr. Leopold S ch neider- Außig. Herr Leopold Wiener, Hotelbesitzer in Oderberg- Bhf., Kultusrat und Ausschußmitglied der Ortsgemeinde, wurde zufolge seiner Verdienste, die er sich um das Rote Kreuz erworben hat, von Sr. k. u. k. Hoheit dem Erzherzog Franz Salvator mit der bronzenen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Ausgezeichnete Arzte. Dr. Salomon Maizler, Oberarzt des 5. Honvedhusarenregimentes, wurde für seine aufopfernden Dienste vor dem Feinde mit dem goldenen Verdienstkreuze nur der Krone am 'Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Dieselbe Auszeichnung erhielt puch der Klausenburger Arzt Dr. Mathias M a t y a s, welcher seit Ausbruch des Krieges als Regimentsarzt des 5. Infanterieregiments auf den: Kriegsschauplätze tätig ist. Die gleiche Auszeichnung wurde dem Oberarzt Dr. Emil Kellerman n zuteil, welcher seit Kriegsausbruch als Kommandant des 2. Reservemobilspitales mit Aufopferung und Tapferkeit seinen schweren und oft gefährdeten Dienst versieht. („Egyenlöseg.") Jüdische Aamit'ien im Jel'de. Frau David I z s a k, eine Greislerin in Werza (Ungarn), hat acht Söhne auf dem Kriegsschauplätze, und zwar Samuel, Adolf, Ignatz auf dem serbischen, Jakob, Leopold, Desider, Alexander und Isidor auf dem russischen Kriegsschauplätze, überdies sind auch fünf ihrer Schwäger im Kriege. Die acht Brüder Jzsak sind alle tapfere Soldaten. Leopold Ungar, Bäckermeister in Steinamanger, hat sechs Söhne beim Militär. Einer derselben, Ernst Ungar, Leutnant, wurde vor vier Wochen für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. . . .