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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-10-15 · 41 (15.10.1915) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
41 (15.10.1915)
Date
1915-10-15
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 776 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 41 Elisabeth Ungar-Stiftung für Rabbinatskandidaten. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, in Beträgen von Rr. 200.— dis Kr. 500.—, zusammen Kr. 2000.—. Bewerbungsberechtig» find: 1. Ordentliche Hörer: a) Der isr.- theol. Lehranstalt in Wien oder anderer isr.-theol. Lehranstalten der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder ohne Rücksicht aus die Staatsbürgerschaft; b) einer in Ungarn oder in Deutschland befindlichen isr.-theol. Lehranstalt, vorausgesetzt, daß nach dem Lehrpläne und den Einrichtungen dieser Anstalt der Unterricht des Talmuds daselbst für alle Hörer und in allen Jahrgängen einen obligaten Lehr- und Prüfungsgegenstand bildet; . 2. absolvierte Hörer der vorbezeichneten Lehranstalten, insoferne seit Ablauf der vorgeschriebenen Studienzeit in der betreffenden Lehranstalt ein Zeitraum von zwei Jahren noch nicht verstrichen ist, die Absolventen die Rabbinatsprüsung noch nicht abgelegt und das Amt eines Rabbiners, noch nicht bekleidet haben oder bekleiden; 3. sonstige israelitische Studierende, welche sich durch ein Zeugnis eines in amtlicher Stellung befindlichen Rabbiners über eingehende Kenntnisse des Talmuds, sowie mit glaubwürdigen Bestätigungen darüber auszuweisen vermögen, daß sie sich für den Beruf eines Rabbiners heranbilden. Bewerber, welche als ordentliche Hörer eine der fub 1 b bezeichneten Lehranstalten besuchen oder absolviert haben, sowie Bewerber der sub 3. bezeichneten Kategorien müssen dem österreichischen Staatsverbande angehören. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Nachweis - über -sittlich-religiösen Lebenswandel, sowie die für die Kompetenzberechtigung im Sinne der vorstehenden Bestimmungen erforderlichen Studiennachweise. Letztet Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915, EinreichsteNe: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Tr. Karl Bauer-Widmung für Rechtshörer. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Betrage von zusammen Kr. 1000.—. Bewerbungsberechtigt find: Würdige, unterstützungsbedürftige israel. Absolventen der Wiener k. k. juridischen Fakultät. Bevorzugt find: Solche Bewerber, welche sich an juristischen Seminar-llebungen hervorragend betätigt haben. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Zeugnis über die rechtshistorische Staatsprüfung, Absolutorium, Seminarzeugnisse, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Heinrich Klinger'fche Stiftung Zur Unterstützung von Handels- oder Gewerbetreibenden. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kr. 400.—. Bewerbungsberechtigt find: In Wien wohnhafte, bedürftige und der Unterstützung würdige Handels- oder Gewerbetreibende jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes. Berleihungstag: 12. Jänner 1916. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des' Betriebes eines Handels- oder Gewerbe-Unternehmens. Letzter Tag der Eimeichungsfrist: 15. November 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Ignaz Vlumenfcld-Widmung für der Musik sich widnünde israelitische Jünglinge. Anzahl der Plötze: Einer im Betrage von Kr. 1500.—. Bewerbungsberechtigt find: Der Musik sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Bevorzugt sind: Oesterreichische oder ungarische Staatsangehörige. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Fachzeugnisse; Kunstbeilagen sind erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen. Letzter Tag der Einreichungsftist: 31. Dezember 1915. Einreichstelle: 1. Bez.^ Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Dr. Viktor Zweig-Widmung. Aryahl der Plötze: Einer im Betrage von Kr. 400.—. Bewerbungsberechtigt find: Arme israelitische ordentliche oder absolvierte Hörer der juridischen Fakultät Wien. Bevorzugt find: Studierende, welche sich im Stadium der Vorbereitung für die beiden letzten Staatsprüfungen oder für die Rigorosen befinden. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Maturszeugnis, Inder, Kolloquienzeugnisse, bezw. Absolutorium, gegebenenfalls Rigorosen- oder Staatsprüfungszeugnisse. Letzter Tag der Eimeichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Jost Moriz Todesko-Stiftung für Mater, Bildhauer und Opemteurs-Zö glinge. Anzahl, der Plätze: Einer , im Betrage von Kr. 1000.—. Bewerbungsberechtigt find: Mittellose, wohlverhaltene Jsräeliten, welche in. einem. Lande des Kaisertums Oesterreich 'geboren sind und sich für die Maler- oder Bildhauerkunst heranbilden oder Operateurszöglinge sind. Gefuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Frequentationszeugnis und Nachweis der Studienerfolge. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse ß, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Adolf Ignaz und Julie Marizelline Mautner von Markhof'fche Stiftungen für Wiener Waisenkinder. Verliehen werden: 16 Stiftplätze von je Kr. 60J.— an acht Wiener Waisenknaben und acht Wiener Waisenmädchen, und zwar je vier an katholische, je zwei an 'evangelische (A. B. und H. B.) und je zwei an israelitische Waisenkinder durch Verlosung. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Waisenknaben im Alter von 12 bis 16 Jahren und arme Waisenmädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heimatsberechtigt sind. Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuche sind beizulegen: Taus(Geburts-)schein, Nachweis der Zuständigkeit und der Verwaisung, letztes Schulzeugnis, und Vormundschaftsdekret. Einreichstelle: Magistrats-Abteilung XIII. Einreichungsfrist: Bis 30. Oktober 1915. Verleihungstag: 6. Februar 1916. Michael Stmsser-Stiftung. Zu Ehren des Herrn „Michael Strasser" hat Herr Salo Cohn, Vorstandsmitglied der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, eine wohltätige Stiftung errichtet, deren Zinsen im Betrage von Kr. 244.80 anläßlich des Sabbath-Chanuka, als dem Geburtstage des verewigten Vaters des Herrn Salo Cohn, am Sonntag, den 5. Dezember 1915 durch den Vorstand zur Auszahlung gelangen. Anspruch auf diese Stiftung haben mittellose, würdige Bewohner des 8. Eemeindebezirkes in Wien, welche Israeliten seit 5 Jahren im 8. Bezirke ansäßig sind und für eine Familie zu sorgen haben. Die Bewerber haben für diese Bedingungen einen glaubwürdigen Nachweis zu erbringen. Auch Personen weiblichen Geschlechtes, welches die obige Qualifikation ausweifen, haben einen Anspruch auf diese Stiftung. Das Ansuchen um Verleihung ist an den Vorstand, Wien, 8. Bez., Neudeggergasse 12 (Tempelgebäude) zu richten. Das ordnungsmäßig instruierte Gesuch muß bis längstens 14. November 1915 eingelaufen sein. IFanny Jriteles-Theologen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 260.—. Bewerbungsberechtigt find: Rabbinatskandidaten, welche sich dem Studium jüdischer Theologie hier in Wien widmen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Moralitätszeugnis, Zeugnisse über Rabbinatsstudien, Kolloquien, Jndij^. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Mnny Jeiteles-Juristen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von je Kr. 190.—. Bewerbungsberechtigt sind: Jüdische Hörer der juridisch-politischen Wissenschaften. Vor allen anderen Bewerbern haben die aus Galizien gebürtigen Studierenden Anspruch, wenn sie die stiftbrieflichen 'Bedingungen erfüllen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Frequentationszeugnis, Inder, Maturitätszeugnis, Kolloquien-, Staatsprüfungseventuell auch Rigorosenzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Oktober 1915. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Das Kuratorium der Fanny Jeiteles-Stiftungen. Tüchtiger israeMisebsr Lehret* "ifn massiges Honorar in Religion und allen Schulgegenständen Unterricht. Zuschriften an R. Rosen, VII., Neustiftgasse 52. G. Unterrichtsbeginn. Die Vorstandsleitung der Sprach- und Bibelschule (Talmud- Thora) Kaiser Franz Josef-Huldigungstempel. U., Pazmanitengasse Nr. 6, beehrt sich anzuzeigen,"dass die Einschreibungen Sonntag, den 17. d. M. beendet und am selben Tage der Unterricht sowohl für Knaben als auch für Mädchen beginnen wird. Am selben Tage wird daselbst ein unentgeltlicher Kurs für Mittelschüler der höhe- ‘ ren Klassen (Mischna, Talmud und Geschichte) eröffnet. _Der Vorstand des Tempels II., Pazmanitengasse 6. E. Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VII.

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