Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-10-15 · 41 (15.10.1915) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
41 (15.10.1915)
Date
1915-10-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022142-3022184--24544-3049798
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Sette 764 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 41 Vpn den Erwähnten ist Erfterer Sohn, Letzterer Schwiegersohn des verstorbenen 'Bahnhossrestaurateurs Herrn H. Tramer in Bielitz. Ing. Karl Wrba, Prag-Lautschin, welcher zum drittenmale im Felde weilt und vor einem Monat zum Oberleutnant im 13. Feldjägerbataillon befördert wurde, erhielt kürzlich für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis. Herr Dr. Joses Kohn aus Prag, A. H. des Vereins jüdischer Hochschüler Bar Kochba in Prag und Kurarzt in Meran, erhielt in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille. Eine schöne Ehrung für dem Roten Kreuz geleistete Dienste ist dem Schüler der vierten Gymnasialklasse Josef Weszel, Sohn des Oberrabbiners Dr. S. Weszel in Sarajevo, zuteil geworden. Josef Weszel, der schon einmal von Seiner Majestät Kaiser Franz Joses I. anläßlich seines Besuches in Sarajevo im Jahre 1910 bei der Begrüßung durch das Präsent einer goldenen Uhr ausgezeichnet wurde, erhielt jetzt in Anerkennung seiner während der ganzen Kriegszeit ununterbrochen geleisteten Dienste die bronzene Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration. Der Oberin des Reservespitals Nr. 11 der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz Frau Cäcilie Frankl und der Frau kaiserlichen Rat Hermine Krüger wurde für ihre ausgezeichnete Tätigkeit seit Kriegsbeginn in dem obgenannten Spitale das Ehrenzeichen zweiter Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Schwester Grete Blau, Tochter des Herrn Leopold Blau, Religionslehrer in Wsetin, die seit vier Jahren im Rothschild-Spitale tätig ist, und seit Kriegsbeginn, zuerst in Bosnien, gegenwärtig in Krainburg, dem Roten Kreuz als Schwester zugeteilt ist, erhielt für ihre aufopfernde Tätigkeit die bronzene Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration. Die Ueberreichung derselben erfolgte unter einer besonders ehrenden Ansprache des Chefarztes des Reservespitals Zavidovic in Krainburg. Der Frau Dr. Alois Schweiger, der Gattin des Oberrabbiners zu Eger (Erlau), wurde für ihre Verdienste, die sie um die militärische . Krankenpflege im Kriege erworben, die silberne Ehrenmedaille des "Roten Kreuzes mit der Kriegsdekoration 'taxfrei huldreichst verliehen. Seit 'Ausbruch Des Krieges ist Frau Dr. Schweiger als freiwillige Pflegerin Des Roten ^Kreuzvereines in dem Erlauer neuerbauten Spitale der Barmherzigen Bruder tätig. In Diesem Spitale wurden zumeist die schwierigen Operationen vollzogen und hat sich dieselbe um die .Pflege der 'schwerverwundeten Helden besondere Verdienste erworben. Besondere Auszeichnung eines jüdischen Militärarztes. Oberarzt Dr. Leopold Sofer, Kommandant der Krankenhaltstation am Hauptbahnhof in Krakau, der sich um die Organisierung und Leitung dieser hochwichtigen sanitären Institution große Verdienste erworben hat, wurde vom Armee-Oberkommando außertourlich zum Regimentsarzt ernannt. Dr. Sofer, der vor kurzem von Seiner Majestät mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone, vom Generalinspektorat der Sanitätspflege mit dem Ehrenzeichen zweiter Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet worden war, ist ein treugesinnter Nationaljude. Kriegsauszeichnungen jüdischer Eisenbahner. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen für vorzügliche Dienste im Kriegsverkehre das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes den Staatsbahnräten Alfred B o n d y, Adolf F i s ch l, Joachim G o l d st e i n; dem Oberstaatsbahnrat Gustav P o l l a k; den Inspektoren Jsak Neiger und kaiserlichen "Rat Emil Brusztyn; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille den Oberkommissären Moses F ü r g a n g und Arnold K ö n i g st e i n; den Oberrevidenten Julius Glaser, Maximilian Blumenstock und Moriz Bernfeld; dem Kommissär Abraham Wasser ström; das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Oberrevidenten Alexander Huß; den Revidenten Otto Pick, Ignaz L> keiner; den Adjunkten Max Finger Hut und Emanuel Pollak. Sonstige Auszeichnungen. Erzherzog Franz Salvator als Generalinspektor der freiwilligen Sanitätspflege hat für besondere Verdienste auf diesem Gebiete verliehen das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration dem Oberstabsarzt 1. Klaffe Dr. Julius Rottenberg und dem Oberstabsarzt 2.Kl. Dr. Simon Popiel, Garn.-Spital Nr. 26; dem Sanitätsrat Dr. Bernhard Zauderer, Res.-Spital Travnik; den Assistenzärzten Dr. Max Horn und Dr. Wilhelm Landau, Res.-Spital Usora; dem Stabsarzt Dr. Hugo Zuzak und dem Med. Dr. Alfred Kohn, Fest.- Spital Sarajevo. _ Kerteihung reichsdeutscher Kriegsdekorationen. Kaiser Wilhelm hat verliehen das Eiserne Kreuz zweiter Klasse den Stabsärzten Dr. Moriz Friedmann, Kommandant des Feldspitales 11/2, und Dr. Abraham Stepler, San.-Chef der 3. Kanonendivision; den Regimentsärzten Dr. Rudolf T a u s s i g, Chef des Feldspitales 11/14; Dr. Hermann Trawinski, Kav.- Div.-Sanitätsanstalt; Dr. Oskar Adler, Cholerabaracke Dsieditz; den Oberleutnants Heinrich Spitz, Traindiv. Nr. 2; Wilhelm Fried mann, 30 Zentimeter-Batt.; die deutsche Kriegerverdienstmedaille dem Feldwebel Hersch BaruchLehrer, Infanterieregiment Nr. 77; dem Leutnant d. R. Bertold Beer, Infanterieregiment 85; dem Oberfeuerwerker Selig Reißmann und dem Feuerwerker Friedrich Tramer, Feldkanonenregiment Nr. 32; dem Kadett d. R. Kurt Bloch, Sappeur-Komp. 4/4; dem Infanteristen Jsak Silber st ein und dem Gefreiten! Abraham Fertig, Infanterieregiment Nr. 13; dem Infanteristen Josef Silber er, Infanterieregiment 10; Zugsführer Maurice Wachtel und Korporal Pinje Bernsohn, Infanterieregiment Nr. 15; dem Feldwebel Josef Zucker, Infanterieregiment Nr. 20; dem Tit.-Feldwebel Eugen Großmann, Infanterieregiment Nr. 34; dem Leutnant d. R. Geza Engelmann und dem Zugsführer Dionysius Löwy, Infanterieregiment Nr. 4; dem Korporal Bernhard Schwarzkopf, Infanterieregiment Nr. 75. Zugsführer Morih Machtet. Vor einigen Tagen fand im k. u. k. Reservespital Nr. 21, Wien, 13. Bezirk, Astgasse 3, die feierliche Dekorierung des dort in Pflege befindlichen verwundeten 'Zugsführers Moritz Wachtel statt. Wachtel, der bereits zweimal schwerverwundet aus dem Felde zurückgekehrt war, hatte damals schon für sein tapferes Verhalten und seine hervorragenden Leistungen beim Bataillonsstab die große silberne Tapferkeitsmedaille erhalten. Als unsere Mai-Offensive wie ein Frühlings-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.