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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-10-08 · 40 (8.10.1915) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
40 (8.10.1915)
Date
1915-10-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 738 Nr. 40 Dr. Bloch's Wochenschrift der Erde zu Gericht geht; „liajom jaamaud banrisckpot kol jezureii olumim“ und daß der Allmächtige das russische Reich wegen der furchtbaren Greueltaten, die es besonders dem Judentume zugesügt, bestrafen und daß -der endgültige Sieg auf unserer Seite sein wird, denn der Dichter cer Welt..scuofet koi boorexwird die »Schandtaten der Russen ahnden nnd Gerechtigkeit willfahren lassen. An einem guten Schofarbläser mangelte es uns, da der für den Gottesdienst bestimmte Schofarbläser in letzter Stunde Vermißt wurde. Auch die Gebete mußten gekürzt werden; wir verrichteten bloß die wichtigsten Gebete, da die Kranken und Verwundeten schon draußen auf die dringende ärztliche Hilfe harrterft die ihnen ja in demselben Raume zuteil werden sollte. II. Viel besser erging es uns vor dem Versöhnungstage. Es schien als wenn auch die Natur sich mit uns versöhnen wollte. Der Regen hörte auf und wenn auch frühzeitig Kälte eingetreten ist, so war es doch heiter und die Strapazen erträglicher. Es war Vorsorge getroffen, daß unsere jüdische Mannschaft am Rüsttage des Versöhnungsfestes eine unserem Ritus entsprechende Mahlzeit verzehren konnte. Auch mit den Räumlich^- keiten versöhnten wir uns. In einem schönen, modern eingerichteten Schlosse stand uns ein herrlicher Saal zu gottesdienstlichen Zwecken zur Verfügung. Es ist dunkel geworden und die jüdischen Soldaten begaben sich zur Andacht, um das Versöhnungsfest zu feiern. Das heilige Fest leitete ich mit einer Airsprache ein, indem sch» die Bedeutung des Versöhnungssestes im Felde erläuterte. Nachher wurde das „Kvl-nidre" angestimmt und das Abendgebet fortgesetzt. Am Versöhnungstage selbst haben wir die vorgeschriebenen Gebete andächtig verrichtet. Wir hatten einen guten Vorbeter und Vorsänger, da bei unserer Division kein Mangel an solchen ist und „jeder zweite jüdische Soldat ein guter „Baal tefila" ist. Im Laufe des Vormittags herrschte eine besondere Andacht und Ergriffenheit, als ich die „Haskarah" für die auf dem Felde der Ehre gefallenen Soldaten vornahm. Denn wir haben leider gar zu oft Gelegenheit, den Heldentod unserer tapferen Soldaten zu beweinen. An der Front sehen wir es ja täglich, mit welcher Hingebung und Entschlossenheit die besten ünserer Söhne ihr teuerstes Gut und Blut auf dem Altäre des Vaterlandes opfern. Am Nachmittag hielten wir Rast. Da unterbrach die Weihe des Tages die Botschaft, daß sofort Vormarsch wäre. Unsere braven und gottesfürchtigen Soldaten waren anfangs verlegen, sie wußten eigentlick nickt, wie sie fick zu verhalten haben. Inzwischen ging ich zum Kommandanten, der sein besonderes Entgegenkommen zeigte, indem er bewilligte, daß die Soldaten jüdischen Glaubens den Gottesdienst fortsetzen können und beim Morgenanbruch nachzukommen haben. Wir verrichteten also das Mincha- und Neilagebet. Als zum Schlüsse der Schofarton erschallte, dachte keiner der Soldaten ans Essen und Trinken, sondern alle. flehten einmütig zum Allmächtigen, daß le-sclionoh habooh es uns vergönnt sein möge, eines beglückenden Friedens teilhaftig zu werden, um die kommenden Feiertage gesund und wohlerhalten im Kreise der Lieben feiern zu können. Dr. Albert Schweiger, k. u. k. Feldrabbiner. Kriegsdeüorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: Das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor dem Feinde den Stabsärzten Dr. Richard Eisenschimmel, Kommandant des Feldspitales 1/3,. und Dr. Herm. Wolfen st ein, Div.-San.-Anst. 46; den Regimentsärzten Dr. Karl Gütig, Jnfanterie-Divisions-Sanitätsanstalt 46; Dr. Artur Hahn, Kommandant des Spitalzuges 9; dem Oberärzte Dozent Doktor Benjamin Lipschütz (Brückenkopfkommando Przemysl); das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants der Reserve Moriz Ul lMann, Honved-Jnfanterieregiment Nr. 19; Arthur Knöpfma.cher, Karl Singer, Infanterieregiment Nr. 17; Alexander Friedländer und dem gefallenen Oberleutnant Rudolf Glückselig, bosnisch-herzegowinisches Infanterieregiment Nr. 1; dem Leutnant der. Reserve Johann Goldscheider, Jnfanteriebataillon Nr. 11/100; dem gefallenen Leutnant Sanel Kr iß,. Infanterieregiment Nr. 49; das Offiziers-Verdienst kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde Leutnant Hugo Knüpfmacher, Festungsartillerie-Bataillon Nr. 5, Sohn des' Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Wilhelm Knöpfmacher; das silberne 8 i num 1 audi 8 am Bande des Militärverdienstkreuzes (neuerliche kaiserliche belobende Anerkennung) den Oberleutnants der Reserve Friedrich Pollak, Infanterieregiment Nr. 4, und Siegmund Engel, Landwehr-Infanterieregiment Nr. 32; dem Leutnant der Reserve Ernst Lö w, Feldkanonenreaiment Nr. 8; das 8i§uum lau di 8 am Bande des Militärverdienstkreuzes (kaiserliche belobende Anerkennung) für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants der Reserve Markus Zeimer, Infanterieregiment Nr. 77, Bahnhofskommandant in Grodek; Karl Eisenstein, Landsturm-Infanterieregiment Nr. 11; Alexander Widrich, Landsturm-Infanterieregiment Nr. 1; Josef Deutsch, ung. Landsturm-Infanterieregiment Nr. 102; Salomon Berdos, Feldkanonenregiment Nr. 20; Emil Pollak und Paul Bar dach, Traindivision Nr. 16^ Oswald Stein, Feldkanonenregiment Nr. 22; Dr. Phil. Leopold Bub er, UlanenregiMent Nr. 2; Noe Holpern, Divisions-Munitionspark Nr. 11; Oskar Helle r, Traindivision Nr. 1; Wilhelm Schall, Infanteriedivision Nr. IV/4; Viktor Frankfurter, Traindivision Nr. 6; Viktor Freiherr von Königswart er, Husarenregiment Nr. 5; Richard Pick, schwere Haubitzendivision Nr. 1; Alexander Deutsch, Infanterieregiment Nr. 72; Mauritius Strelisker, Infanterieregiment Nr. 73; Isaak Markus, Landsturm-Marschbataillon Nr. 113; Leopold Wertheim, Schützenbataillon Bondi; Rudolf Großer, Landsturm-Infanterieregiment Nr.25; den Leutnants der Reserve David Steiner, Honved- Jnfanterieregiment Nr. 7; Samuel Goösz und Adolf Schneck, Honved-Jnfanterieregiment Nr. 16; Salomon Schön und Abraham Friedmann, Honved-Jnfanterieregiment Nr. 15; Isidor Mandl, Landsturmbataillon Nr. 11/34; Emanuel Freiwillig, Landwehr- Infanterieregiment Nr. 32; Paul S chanzer und Alfred Frost, Feldkanonenregiment Nr. 11; Leib G o l d b e r g, mobiles Reservespital Nr^ 2; Josef Pollak, Eisenbahnregiment; (Adolf Holländer, Infanterieregiment Nr. 6; Ignaz Isaak, Jnfanteriebataillon Nr. IV/77; Wilhelm Zucker, Telegraphenregiment; Oskar Spira, Infanterieregiment Nr. 49; Alfred Fischer, Traindivision Nr. li; Karl Mahler, Jnfanteriebataillon Nr. IV/81; Mathias Schnur, Infanterieregiment Nr. 82; Joachim Kalkstein, Infanterieregiment Nr. 84; Johann Ornstein, reitende Artilleriedibision Nr. 10; Josef Fried, Landwehr-Infanterieregiment Nr. 13; dem Ing. Leut-

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