Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-09-10 · 37 (10.9.1915) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
37 (10.9.1915)
Date
1915-09-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022142-3022180--24453-3049703
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mr. 37 Dr. Bloch’s Jahrgang XXXII Zentraloroan kür die gesamten Interessen des Judentums. --~-ooc- Wien, 10. September 1015 LrscbeLnt jeden zfrettag. Brief-Adresse: Wien, II/i. Praterstraße 9. Telegramm-Adresse: Bloches Wochenschrift, Wien. OG=-—— —=DO p K. ft. Postsparft-lssenanir Q Clearing -Verkehr Mr. S10.976. Redaktion und Administration: Wien II,i. Pratcrftraße 9. j Telephon 45.359. <1 QP --Oo OCr .==- ~ =0 o Vr;ugsprris für Oesterreich: Halbjährig 8 Kronen. Einzelexemplare 5>0 Heller. Für da« Ausland: Halbjährig 10 Kronen. Ganzjährig 20 Kronen. Anzeigen: Die 2mal gefpaltene Petitzeile 48 Heller. _ oP . --Oo Inhalt: Leitartikel: Aufruf der Hilfskommission für Palästina — Ein Jahr. — Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere und Soldaten. Sonstige Auszeichnungen. — Tapferkeitsmedaille erster Klasse. — Große silberne Tapferkeitsmedaille. — Wertere Auszeichnung. — Beförderrrngen in der österr.-ungar. Armee. — Jüdische Familien iiu Felde. — Cpfer des Krieges. — Alexander Bihar. — Erne Familientragödie. — Ein Feldpostbrief. — Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eiseriren Kreuze. — Befördert. —. — Ter Flugapparat in der altjüdischcn sage. — Korrefpon denzen: Palästina-Hilfskommission. Kaiserfeier im Kaiser Franz Josefs-Ferienbeim in Tischnowitz. Dosrat Adam Politzer. Sommeraktionen der Krndernrrsorge (Sektion der „Weiblichen Fürsorge"). Das Hilfswerk für Palästina.. Die Einweihung eines k. u. k. Militärftiedhofes. Präsidentenwahl in der israelitischen Religionsgemeinde Pozsony. Kriegslager in Palästina. — Vermischtes. — Feuilleton: 'Aus der russischen Hölle. — Literatur. — Jnseraie. — Aufruf! Unsere Glaubcnsbrüder im Heiligen Lande sind infolge des Krieges und einer verheerenden Heuschreckenplage in die bitterste Not geraten. Besonders schwer sind Tausende österreichischer und ungarischer Juden betroffen, denen ihre Heimat (Galizien, Bukowina und Marmaros) gegenwärtig, da selbst hart mitgenommen, keine Unterstützung gewähren kann. In erster Reihe diesen Aermsten der Armen rasche Hilfe zu bringen, hat sich die unterfertigte Hilfskommission für Palästina zur Aufgabe gemcuA. 25.000 Kronen, in Anbetracht jenes Elends nur ein bescheidener Anfang, haben wir bereits durch das hohe k. k. Ministerium des Aeußern nach Palästina gesandt und durch, unsere Vertrauensmänner an Ort und Stelle verteilen lassen. Wir bedürfen dringend weiterer Mittel und bitten alle Glaubensbrüder, bei den Spenden vor der Sefertora, besonders an den hohen Festen El' min nnotn s?"etr .mrc .tse auch unsere Hilfskommission für Palästina zu bedenken. Gott lohne jede, auch die bescheidenste Gabe! nimm n 2 n 2 Für die Hilfskommission 1915 für Palästina: Hof- und Gerichtsadvokat Kais. Rat Adolf Schrämet Dr. Gustav Kohu Wien. Vizepräsident der isr. Kultusgemeinde Wien. Rabbiner Dr. Max Grnnwald. - Den geehrten Lesern, Gönnern und Freunden wünschen wir aus Anlaß des Jahreswechsels N2'.2 no'nm rt2'r\2 Eie Redakt on der ,,Cesteireicb sehen Wochenschrift1 Dr. 10S. S. BLOCH. Girr Jahr. Betrachtung znm Rofch-Hafchonoh des Kriegsjahres 5676 (1915). Von Rrbbiner Dr. Altmaun» Meran. Ein Jahr ist um. Wiederum wendet sich der Kreislauf des ewigen Flusses. Zeit und alles Geschehen im Raume ist nun wieder bei dem gedachten Punkte angelangt, den wir Menschen nun einmal haben müssen, um uns im Wirrsal der Unendlichkeit nicht zu vertieren. Ein Jahr, welch einfaches und gewohntes Wort! Wieviele solcher Jahre ziehen vorbei, ohne daß wir es gar recht merken, ohne daß sie uns mehr sind als Wellenschläge im Flusse des Alltags, die ein kurzes Halt gebieten, als Stationen unserer LebenspilgerschaN, bei denen wir uns nicht länger und ernster aufhalten, als bei gleichgiltigen Haltestellen, an denen das Dampfroß uns auf Reisen vorüberträgt. Ja, was ist uns sonst ein Jahr? Aber diesmal, wie so anders, so ganz anders hört es sich all: Rosch- Haschonoh ist da. Jedes Jahr gibt es einen Rosch- Haschonoh, einen Jahresschluß und -Anfang, der zu einem Stillestehen und Sichsarnmeln aufruft, zu einem ernsten Haltmachen mahnt, aber wer nimmt sich da Zeit und Mühe, wirklich ehrlich Einkehr zu halten und geistig und seelisch Atem zu holen. Gewöhnlich haben wir alle, alle so furchtbar viel zu tun, so durchaus keine Zeit und Muße.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.