Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 36 (3.9.1915)
- Date
- 1915-09-03
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 670 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr 36 Ich danke Ihnen, sehr geschätzter Herr Doktor, im voraus für die Veröffentlichung dieser Zeilen und versichere Sie meiner ganz besonderen Hochschätzung ergebenst I o s i a s G o l d s ch m i d t, . Wien, I., Franz Josefskai 33. Aufruf! Dem Unterzeichneten Vereine ist es bisher, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, unter unsäglichen Opfern gelungen, seinem hohen Ziele nachzukommen: den Kriegsflüchtlingen in Prag um ganz billigen Prn, streng koschere Kost zu verabreichen. Das ist jetzt anders geworden: seit mehr als zwei Monaten ist die Zahl der — meist gänzlich mittellosen — streng frommen Soldaten, die als Verwundete oder Kranke in den Spitälern und als Gesunde in den Kasernen untergebracht sind und deren Koscher-Verpflegung der Verein in Ermangelung anderer Faktoren selbst ohne Entgelt übernehmen mußte, ungemein angewachsen: unsere ohnehin geringen Mittel sind bald zu Ende und wir müssen, wenn nicht bald Hilfe kommt, unsere Tätigkeit einstellen. Wir wenden uns daher an die fromme jüdische Oeffentlichkeit mit der innigen Bitte, dem Vereine durch inöglichst ausgiebige Unterstützungen, sei es durch Einzelne oder ganze Körperschaften, die Weiterführung seiner Aufgabe zu ermöglichen. Der Verein zur Errichtung von Volksküchen nach isr. Ritus in Prag. Geldspenden werden erbeten an Dr. Lieben, Prag, V., Bilekgasse 3. Ausspeisung Wien II. Rolensterngaffe 23. Roschhaschonoh unser heiliger Feiertag naht! Ein Jahr ist es nun, das; unsere verehrte Präsidentin Frau Dr. Flora K o h n einigen armen polnischen Flüchtlingen, ihren steudlosen Feiertag ein wenig besser gestalten wollte. Heimatlos, noch den ganzen Schrecken der Flucht in ihrem Körper fühlend, waren diese Armen dem Hunger preisgegeben. Frau Dr. Kohn und einige gleichgesinnte Damen, spendeten den Armen ein bescheidenes Festessen und aus diesem kleinen Anfang ist unsere Ausspeisung entstanden. Schon zu wiedcrholtenmalen hat die „Österreichische Wochenschrift" darüber berichtet, daß wir monatelang taufende Personen speisten: wir geben uns die erdenklichste Mühe, unsere Aktion bis zum Ende des Krieges durchzuführen, leider sind aber unsere Mittel sehr beschränkt, so daß wir bei der herrschenden Teuerung kaum genug haben, unsere gewohnte Kost zu verabreichen. Nun nahen die hohen Feiertage und wäre es unser innigster Wunsch, unseren Schützlingen an diesen Tagen ein besseres Mahl vorsetzen zu können. Ich bitte daher die verehrten Leser und Gönner, unserer ganz unentgeltlichen Ausspeisung durch gütige Spenden es zu ermöglichen, unseren armen Glaubensgenossen an den hohen Feiertagen ein reichliches Essen spenden zu können. Gütige Spenden wolle man an Herrn Dr. Gustav Kohn, Wien II., Rotenstcrngasse 6, senden. Therese O p l a t, Wien II., Gr. Mohrengasse 38. Vermischtes. Gratulationen anläßlich des njttfp] PX^-Festes zugunsten der Chewra Kadischa für Kriegsfrir sorge. Einem seit Jahren eingebürgerten Brauche folgend, laden wir unsere p. t. Leser ein, Neujahrsgratülationen durch eine Anzeige in der „Oesterreichischen Wochenschrift an Stelle der direkten Gratulationen per Post erstatten zu wollen. Auf diese Weise verbindet der Gratulant mit der Erfüllung einer Formalität gleichzeitig die Förderung der jetzt so hochwichtigen Kriegsfürsorge. Die Einschaltung solcher Anzeigen erfolgt in der dem Roschhaschanah-Feste vorangehenden Nummer unseres Blattes vom 8. September l. I. gegen Einsendung einer Spende von mindestens 4 Kronen zugunsten der Kriegsfürsorge. Letzter Termin zur Einsendung solcher Anzeigen 5. September 1915. Wien. (Ablösungsspenden für Neujahrsgratulationen.) Zugunsten des Badener Erholungsheimes der Chewra- Kadischa Wien sind uns als Spend n zur Ablösung für Neujahrsgrcrulation je Kr. 20.— zugekommen von: Albert Winterberg und Frau, Wien, Jacques Karpeles und Frau, Wien, Karl L e mb e r g e r und Frau, Wien. Spenden für Palästina. Michel Benies, Wien, H. K. und L. K. je Kr. 250.—; Czeczowiczka, Partfchendorf, H. K. Kr. 100.—; Joses Fischl, Aussig, durch Rabbiner Dr. Arthur Rosenzrocig, H. K. Kr. 100.—; Herm. Frank! u. Söhne, Wien, H. K. Kr. 300.—; Dr. Ernst Friedjung, Apotheker, Wien, H. K. Kr. 20.—; Israel Friedmann, Großrabbiner aus Husiatyn, derzeit Wien, H. K. Kr. 125.—; Israel. Kultusgemeinde, Innsbruck, L. K. Kr. 240.—; S. Leenmann, Wien, H. K. Kr. 135. — . Sammlung bei einer Kaiserfeier durch Feldrabbincr Dr. Sam. Leinberger H. K. Kr. 50.-. Bei der Redaktion der „Oesterr. Wochenschrift" sind eingelaufen : Bernard Grill, Bukarest Kr. 200.—; Theresia Keller, Altlengbach Kr. 5.—. _ Liebesgaben für Soldaten im Felde. Frau Dr G r u n w a l d dankt der Frau E. Barbe r aus Orlau, Schlesien, für empfangene Liebesgaben ein Paket hebräischer Bücher und Zigaretten. 9. Ausweis der Spenden für die Schulen Agudas Jisroel, Wien. «SS*-- Großrabbiner Friedmann, Husiatyn Kr. 72.—, Grohrabbiner Friedmann, Czortkow 18.—, Feuer Boleszowce 2.—, Fiederer, Podhajce 1.—, Modschein, Husiatyn 1.—, Löw, Drohobycz 2.—, Tisch, Tarnow 1—, Szudig, Brody 1.—, Einnehmer, Rohatyn 1.—, Kupferschmidt, Rarvaruska 1.—, Hermelin, Lemberg 1.—, Strum, Tarnow 2.—, Oberrabbiner Heschel, Kopyczynce 3.60, Lauterstem, Lemberg 1.—, Schlosser, Zolkiew 1.—, Doppelt, Riziankowice 2.—, Sygal, Dunajow 1.—, Rapaport, Czortkow 1. —, Schwarz, Kopyczynce 1.—, Stockhammer, Rawaruska 1.—, Brück, Jaroslau 1.—, Rabbiner Hemerling, Jaroslau 1.—, Gries, Niemierow 2.—, Ochs, Tarnopol 4.—, Barer, Grodek 1.—, Oelbaum, Wien 3.—, Rimalt, Chyrow 1.—, Kornmehl, Podhajce 2. —, Klinger, Lanycze 1.—, Seidmann, Buczacz 1.—, Zehner, Sanok 1.—, Einhorn, Sieniawa 1.—, Aberdam, Tarnow ^—, Reinholt, Brody 2.—, Erünberg, Grodek 1.—, Kern, Bircza 1.—, Zimmer, Woldzecz 1.—, Wald, Brzozow 1.—, Spieler, Wien 18.—, .Reumann, Ilscie ziel 1.—, Club, Buczacz 1.—, Leehr, Lemberg 1.—, Rotenberg, Brody 1.—; zusammen Kr. 162.60. 3. Spendenausweis für den Stellenlosen-Unterstütznrlgssonds des Jüdischen Handlungsgehilfenverbades, Wien, 2. Bez., Obere Donaustraße Nr. 65. Sammlung B. E. Kr. 50.—, Henny Reif Kr. 50.—, Dr. Hermann Spiegler, Ung.-Brod in mcmoriam) Hofrat Oser) Kr. 4.’—, Robert Euttmann, Prag, Kr. 2.—; Summe Kr. 106.—; hiezu bereits ausgewiesen Kr. 1826.—; zusammen Kr. 1932.—. Neujahrswunsch-Enthebungsspenden für diesen Zweck werden auch von der Administration der „Neuen Freien Presse" und der „Oesterr. Wochenschrift" entgegengenommen und ausgewiesen. Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaklion der notleidenden Flüchtlinge 'sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugekommen: Sammlung Frl. Miesto Kr. 50.—; Sammlung Frau Kurzer 10.—; Josef Horowitz, Dukla 10.—; König 10.—; Schriftsteller Pork Steiner 5.—; Firma Heinrich Löwy und Bruder 5.—; Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Moritz Salier 1.—; A. Barschak 5.—; zusammen Kr. 96.—. Spenden für den Verein werden entgegengenommen bei unserem Kassier Herrn Simon S t e r^ b e r g, 2. Bez., Rembrandtstraße 39, oder durch Posterlagschein Nr. 106318.