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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-09-03 · 36 (3.9.1915) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
36 (3.9.1915)
Date
1915-09-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 36 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 667 Leutnant Theodor Steirrherz. Unter den vielen Hunderten und Tausenden von Juden, die in diesem Kriege für unser altes Oesterreich für Kaiser und Vaterland ihr Herzblut hingegeben haben, verdient eine rühmliche Erwähnung Theodor Steinherz, Hörer der Exportakademie in Wien und Leutnant der Reserve in einem bosnischen Jnfanterieregimente, ein Nesse des bekannten Historikers S t e i n - h e r z. Seit Beginn des Krieges im Felde stehend, hatte er im abgelaufenen Jahre alle die wechselvollen Kämpfe in Serbien mitgemacht, ein Muster von Treue und Pflichtbewußtsein. 'Dann kam der Krieg mit Italien, das Bataillon, dem er angehörte, marschierte an die italienische Grenze, kämpfte dort, wie in einem Generalstabsberichte besonders hervorgehoben wurde, auf das tapferste, und in einem dieser Gefechte fand Stein- Herz am 18. August 1915 den Heldentod. Er starb im blühenden Alter von 22 Jahren, ein junger Mann, aus einer angesehenen Laibacher Familie stammend, der durch sein ungewöhnliches Misten schon bei der Maturitätsprüfung am Laibach,er Gymnasium Aufsehen erregt hat, und von dessen Begabung uttb Strebsamkeit Großes zu erwarten war. Er war einer der besten Vertreter unserer jüngeren Generation, die Leistungen auf dem Gebiete des Geistes mit körperlicher Tüchtigkeit vereinigen -und auf jedem Platze, der ihnen zugewiesen wird, sich mit Ehren behaupten. Auszeichnung nach dem Tode. Dem vor dem Feinde gefallenen Kadettaspiranten des Feldjägerbataillons Nr. 23 Heinz Koch, Beamten der k. k. priv. österr. Kreditanstalt in Wien, wurde für tapferes Verhalten die große silberne Tapferkeitsmedaille verliehen. Der Imeile non den Sieben. Witwe Rosa Jritz in Budafok hat sieben Söhne unter den Soldaten. Von ihnen sind zwei auf den: Kriegsschauplätze gefallen. Der Heldentod des Zweiten erfolgte erst in den jüngsten Tagen. Alexander I r i v, Infanterist des 32. Infanterieregimentes, ist im Alter von 25 Jahren aus dem nördlichen Kriegsschauplatz gefallen. Die übrigen fünf Söhne der Entbehrungen ausgesetzten unglücklichen Witwe sind durchwegs auf dem Kriegsschauplätze. _ („Egyenlöseg.") Auszeichnungen jüdischer Krieger mil dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 3739 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 76, zusammen 3815. Eisernes Kreuz 1. Klaffe. Hamburg. Albert B a l l i n, Gen.-Direktor der Hambnrg-Amerika-Linie, für seine Verdienste um die deutsche Kriegsbereitschaft. Eisernes .Kreuz 2. Klaffe Altona. Julius Ascher, Unteroffizier beim Reserve-Infanterieregiment Rr. 266. Berlin. Vater und Sohn, Kurt Hahn, zurzeit in O., Zahnarzt, Leiter der Schöneberger Schulzahn-Klinik, hat das Eiserne Kreuz erhalten. Sein Vater, Sanitätsrat Dr. Ludwig H a h n, Chefarzt in einem Feldlazarett, ist Ritter des Eisernen Kreuzes und bereits zum Oberstabsarzt befördert; Dr. Emil Lev y, Feldrabbiner; Kriegsfreiwilliger, Unterarzt Alfred Rothmann; Ofsizier-Stellvertreter Walter Böhm; Sanitäts-Unteroffizier in einem Feldlazarett Kaufmann; Grenadier Kurt Brauns Sally Friedrich L i p p m a n n; Sanitätsfeldwebel stud. med. Ludwig H a n f f; Dr. Mar Iungmann; Kriegsfreiwilliger Arthur G roh, Unteroffizier in einem Referve-Garde-Feldartillerieregiment; Handelsrichter Hermann Landsberger, in Firma Hermann Rosenberg; Vizefeldwebel d?r Reserve Referendar Dr. Werner Steinitz; Sanitätsrat Dr. med. Edmund Falk, zurzeit Ober-Stabsarzt in einem Kriegslazarett, Frauenarzt; Robert Lesser, Feldunterarzt; Walter Salz, Kriegsfreiwilliger-Gefreiter, Primaner am Werner Siemens Real-Gymna,ium, Berlin; Heinrich Wittenburg, Offi zier-Stellvertreter in einem Armierungs-Bataillon, Beamter; Otto M i ch e l s o h n, Offizier-Stellvertreter, Mitglied des Sportklubs; Rudolf Lindemann, Unteroff zier in einem Jnfante.iereginent; Dr. Levy, Gerichlsastefsor d. D.; Adalbert Meyer, Vizewachtmeister in einem Futzartillerieregiment; Hellmuth U n g e r, jetzt auf dem galizischen Kriegsschauplätze, Arzt bei der Südarmee: Paul Z e i l l e r, Leutnant. Berlin-Schöneberg. Dr. Benno Oettinger, Patentanwalt, Oberleutnant in einer Feldlustschifser-Abteilung. Berlin-Tegel. Singer. Gefreiter, Beamter der Firma A. Borsig; Wiesenthal, Unteroffizier der Landweh:, Beamter der Firma A. Borsig. Berlin-Wilmersdorf. Iwan S a e n g er, Kriegsfreiwilliger. Breslau. Fritz A s ch k o w i tz, Oberapoth.kn; Harry 113 iene r, Grenadier; Referendar Dr. Hans H o r o w i tz. Cöln. Rechtsanwalt Alfred Ri atu m, Unteroffizier der Re serve im Reserve-Infanterieregiment Rr. 258; Vizewachtmeister Hermann Simon; Siegfried S t e i n m a n n, Oberleutnant. Creseld. Kantor H e s k y, Unteroffizier im 220. Re'e:ve-Jnfanterieregiment. CzenstochLU. Dr. Jaro sch, Ass srenzarzt bei einem Sanitäts transport. Dortmund. Vizefetdwrbel Hermann C a h n st e i n. Elberfeld. Dr. med. D a I! i n, Bat.-Arzt bei einem Fu'zartill-'rieregiment in der Champagne, Spezialarzt. Elbing. Artur Z e in p e l b u r g. Kriegsfreiwii! ger. Erfurt. Heinz Cerf; Vizewachtmeister Alfred Heh, Direktor der Schuhfabrik M. u. L. Heh A.-G. Frankfurt a. O. Gefreiter He l nuth Klee. Eelsenkirchen-Ueckendorf. Arthur Hey m a n n. Feldunterarzt beim Infanterieregiment Rr. 329. Gießen. Rech sanwalt Hermann M e n d e l s o h n. Göttingen. Offizier-Stellvertreter Alfred Katz; Unterarzt Alfred L ö w e n sc e i n; Privatdozent Dr B l ü h d o r n, in einein Kriegslazarett. Hamburg. Oberapotheker Marlin E f r e m. Hannover. Hugo Heine m a n n, Vizewachtmeister beim Brüklentrain; Dr. med. Plaut, zurzeit Stabsarzt bei einem bayrischen Infanterieregiment, Augenarzt. Jena. Alfred Frankenberg, Vizewachlmeister bei einem Reserve-Artillerieregiment. Jeoer. Erich Levy, beim 91. Infanterieregiment Oldenburg. Kirchherten, Kreis Bergheim. Einil Stern, Vize'eldwebei ini Reserve-Infanterieregiment Rr. 237. Konstanz. Ludwig Rothschild, Vizeseldw bei im Infanterieregiment Kaiser Friedrich Rr. 114. Lauenau a. Deister. Veterinär Dr. W i n d m ü l l e r. Liegnitz. Kriegsfreiwilliger, Sanitätsunteroff zier Ernst B e rg e r. Löcknitz in Pommern. Dr. Encil Salomo n, Assistenzarzt Lörrach (Baden). Musketier Heinrich W e i l. Lyck in Ostpreußen Isidor R o s e n t h a l. Memel. Sally M a i s e l s, Gefreiter beim Ersatzregincent Königsberg III, zurzeit verwundet im Vereinslazarett Stettin. Michelstadt. Unteroffizier Leo Frank. Netra. Unteroffizier Josef Stern, zurzeit verwundet in Stettin. Neustadt i Westpreuhen) Unteroffizier Alfred R o s e n t h a I. Nürnberg. Oberarzt Dr. Gustav Wolf; Dr. med. Kro n a ch e r, Stabsarzt. Oehringen. Assistenzarzt Dr. Julius M e r z b a ch e r. Offenburg. Feidunterarzt Fritz Weil, auch mit dem Silbernen Verdienstkreuz des Hohenzollernfchen Hausordens mit Schwertern ausgezeichnet. Plauen. Franz E l l i n g e r, Gefreiter, Buchhalter des Modenhauses I. Eottheil. Ratlbor. Georg L i e b r e ch t, Assistenzarzt in einem Feldlazarett.

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