Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 35 (27.8.1915)
- Date
- 1915-08-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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'Jh. 35 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 641 In dieser Nummer sind ausgewiesen: 2 Offizierskreuze und 3 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens, 7 Militärverdienstkreuze 3. Kl., 2 silberne und 23 bronzene Verdienstmedaillen, 8 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 5 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 1 goldene Tapferkeitsmedaille, 11 silberne TapferkeitsMedaillen 1. Klasse, 18 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 20 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusammen 100 Auszeichnungen; darunter 40 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 13 an Militärärzte und Militärbeamte, 37 an Personen des Mannschaftsstandes. Weitere Auszeichnungen. Oberleutnant i. R. des Infanterieregiments Nr. 8 Dr. Alfred Braun, der auf dem serbischen Kriegsschauplätze gekämpft hat und Ende November 1914 schwer verwundet worden ist, wurde durch die allerhöchste belobende Anerkennung (Signum laudis am Bande der Tapferkeitsmedaille) ausgezeichnet. Dr. Braun, ein Wiener, ist in seinem Zivilberufe Professor an der k. k. deutschen Kaiser Franz Josefs-Handelsakademie in Brünn. Kadett Fritz Br a mm er, Infanterieregiment 69. erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse. Korporal Eduard P o l l a k bei der 24. Auto-Mörserbatterie 3/1, Sohn des Herrn Ignaz Pollak, Wien, 9. Bezirk, Georg Siglgasse 1, wurde für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Infanterist Leopold Gewürz des Landwehr-Infanterieregiments Nr. 32 nahm tapfer an einem Sturme teil und meldete sich später freiwillig als Patrouisllenführer, um lange Zeit im heftigen Feuer auszuharren, wobei von seinen sechs Mann drei verwundet wurden. Er wirkte auf die Mannschaft begeisternd ein und gab ihr durch sein mutiges Verhalten ein gutes Beispiel. Er bekam die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse. Das silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in Anerkennung besonders pflichttreuer Dienstleistung vor dem Feinde dem Stabsfeldwebel Julius Beck der Divisions-Telegraphen- und Telephonabteilung Nr. 93. Julius Beck ans Groß-Karlowitz in Mähren, im August 1914 bei der allgemeinen Mobilisierung als Zugsführer eingerückt, wurde in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistungen zum Feldwebel und kürzlich zum Stabsfeldwebel befördert. Rudolf I a n o v s k i, Ingenieur der Skodawerke in Pilsen, Leutnant des k. u. k. Feldhaubitzenregiment 6, wurde laut „Wiener Zeitung" vom 1. August mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Albert Schick, Infanterieregiment Nr. 99, ist im Vorjahre als Einjährig-Freiwilliger im 19. Jahre eingerückt, im April d. I. Ls Kadett nach Russisch-Polen gekommen, wo er bis heute im Felde ist. Im Juni d. I. erhielt er für Aufklärungsdienst die bronzene Medaille und im August die silberne Medaille zweiter Klasse und wurde außertourlich zum Fähnrich befördert. Letztere Auszeichnung für eine waghalsige- Sumpfübersetzung zwecks Aufklärung von Feindesstellung, was vollkommen gelungen war. Leutnant Ernst K n l k a, Sohn des städtischen Lehrers S. Kulka, wurde auf dem Schlachtfelde zum Oberleutnant befördert. Vom akademischen Verein „Jüdische Kultur" in Wien wurden die Mitglieder Menasche Rath, Kadett des Infanterieregiments Nr. 41, eingeteilt beim k. k. Gendarmerie-Landstnrmbataillon Nr. 1, mit der kleinen silbernen und Leib S ch a p i r a, Einjährig-Freiwilliger, Zugsführer, Mediziner, mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Weiters wurden befördert: Joses H o r o w i tz zum Leutnant beim Landwehr-Infanterieregiment Nr. 31; Ingenieur Michel Hellmann zum Landsturm-Jngenieurleutnant; Max Rappaport zum Kadett beim 6. Festungsartilleriebataillon; Jsak Steindl i n g, nachdem er von seiner schweren Verwundung genesen ist, zum Kadett. Tapferkeilsmedaiü'e erster Masse. Gustav Schlesinger, Gefreiter im 63. Infanterieregiment, wurde auf dem galizischen Kriegsschauplatz für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. Emmerich K a d a r, Jurist, Sohn des Klausenburger Kaufmannes Samuel Katz, rückte am 25. Oktober 1914 als Freiwilliger zum 51. Infanterieregiment ein. Im Mürz 1915 ging er als Feldwebel auf den galizischen Kriegsschauplatz, wo er seitdem heldenmütig kämpft. Im April wurde er zum Kadett befördert und jüngst erhielt er für sein tapferes Verhallen vor dem Feinde die Tapferkeitsmedaille erster Klasse. Gleichfalls die Tapferkeitsmedaille erster Klasse erhielt Dr. Elek Gidali, der Schwiegersohn des Oberkantors der Klausenburger israelitischen Kultusgemeinde. („Egyenlöseg".) Dr. Theodor Aakassa. Dr. Theodor B a l a s s a, Arzt, Reserveleutnant, 39 Jahre alt, Sohn des Großkaufmannes Moritz Blau in Kecskeniet, wurde auf dem galizischen Kriegsschauplätze für seine großen Verdienste von Seiner Majestät mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Wie dem „Egyenlöseg" berichtet wird, wurde Dr. B a l a s s a vom Major Alexander Kirchner von dieser allerhöchsten Auszeichnung durch das folgende überaus ehrende Schreiben verständigt: Lieber Freund! Ich danke Dir verbindlichst, dag Du meiner gedenkst, und wünsche auch Dir alles Gute. Meine Zeilen gelten dem Helden, damit ich einer der ersten sei, welche Dich zu dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille beglückwünschen. Als Dein gewesener Kommandant gedenke ich dankbar Deiner Dienste, welche jetzt an Allerhöchster Stelle Anerkennung gefunden haben. , Da ich Dein heldenhaftes, aufopferndes und tapferes Verhalten persönlich wiederholt anerkannt habe, erachte ich es jetzt als meine Pflicht, Dich zu verständigen, dag der Grund für den Vorschlag zu Allerhöchster Auszeichnung außer Deinem sonstigen hervorragenden Diensteifer ganz besonders darin lag, dag Du in den Jaroslauer Kämpfen nach lieber,etzuag des San als der einzige Arzt, welcher bei den >am östlichen Ufer befindlichen Truppen mit seinem Sanitäisdetachement den allririzen Sanitätsdienst versah, während mehrerer Tage Tag und Nacht unter ständigem feindlichem Artillerieseuer die Pflege der Verwundeten mit der größten Gewissenhaftigkeit und Hingebung versahst, wodurch Du mit Rücksicht auf die große Zahl der eigenen sowie der Verwundeten des k. u. k. gemeinsamen Heeres und der gefangenen feindlichen Verwundeten eine ganz besonders aufopfernde tapfere Haltung an den Tag gelegt hast. Gs wünscht Dir alles Gute, es grüßt Dich herzlichst und drückt Dir die im Interesse des Vaterlandes und meines Bataillons so segensreich tätig gewesene Hand, Dein Dich aufrichtig verehrender gewesener Kommandant Dein Freund Alexander Kirchner m. p. _ Major. Jüdische Jamitierr im Jetde. Dem „Egyenlöseg" entnehmen wir die folgenden Daten: Bernhard Kaufmann in Szent-Endre hat acht Söhne und einen Schwiegersohn als Soldaten. 1. Dr. Ludwig Kaufmann versieht gegenwärtig in einem Militärspital ärztlichen Dienst. 2. Desider, Buchdruckereibesitzer, war der Maschinengewehrabteilung des 32. Infanterieregiments zugeteilr, ist seit dem 23. Mai 1915 in russischer Kriegsgefangenschaft. 3. Edmund ist Tele-