Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 34 (20.8.1915)
- Date
- 1915-08-20
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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«■. 34 Tr. Bloch s Wochrr.schrisr Seite 631 Zcdek", Nr. 18 bis 22 West 166 Str., repräsentierende Delegation unter Führung des Gemeindcvorsitzcudcu Dr. I. M. Rottenberg zum Jubilar in dessen Hans, Nr. 137 West 119 Str., um ihm die Glückwünsche der dankbaren Gemeinde anläßlich der 25. Wiederkehr des Tages, an dem er das Seelsorgeramt der „Ohab Zeder" antrat, darzubringen. Eine Gemeinde-Feierlichkeit ans gleichem Anlaß wurde für den Oktober in Aussicht genommen. Dr. K. wurde am 22. Mai 1848 in Baraeska (Ungarn) geboren, studierte in seiner ungarischen Heimat, wie an Deutschlands hohen Schulen und waudte sich 1890 nach Amerika. In den zehn voraufgcgaugcuen Jahren war er Rabbiner in Libau (Kurland). Das Krgeßnis der Sammlungen der amerikanischen Juden. Aus Newhork wird gemeldet: Das „American Jelvish Reliev Comittee" in Newhork, welches sich zu dem Zwecke gebildet hatte, um einen großen Hilfsfonds für die Juden in den kriegführenden Staaten sowie für die Juden in Palästina zu sammeln/ hat bis zu Arrsang Juni bereits die stattliche Summe von 760.000 Dollar, d. i. 3,800.000 Kronen, aufgebracht. In hervorragender Weise haben sich die Chikagoer Juden an dieser Sammlung beteiligt, wo 30 Juden gemeinsanr 45.000 Dollar gezeichnet haben und überdies unter gewissen Bedingungen sich verpflichteten, weitere 30.000 Dollar beizutragen. Die Zeichnungen nahmen auch in den letzten zwei Monaten einen sehr günstigen Verlauf. Die rumänischen Inden in Amerika für die Inden in den kriegführenden Ländern. Aus Newhork wird geschrieben: Der Verband beider rumänischen Juden in Newhork hielt dieser Tage unter großer Beteiligung seine achte Jahresversammlung ab. Die meisten Redner beschäftigten sich mit der Lage der Juden in den verschiedenen kriegführenden Staaten Europas. Es wurde allgemein der Standpunkt vertreten, daß es Pflicht der Mitglieder des Verbandes sei, jetzt den europäischen Juden hilfreich beizustehen. Dies gebiete schon das Dankbarkeitsgefühl, da die europäischen Juden es niemals verabsäumt haben, auch den rumänischen Juden in der Zeit der Not beizustehen. Es wurde schließlich der einstimmige Beschluß angenornmen, wonach für die Zeit des europäischen Krieges die Mitglieder des Verbandes eine freiwillige Selbstbesteuerung von 5 Cent wöchentlich aus sich nehmen und das Erträgnis dieser freiwilligen Steuer der Unterstützung der durch den Krieg in Not geratenen Juden in Europa lvidmen. Diese Besteuerung gewannt an Bedeutung, lvenn man bedenkt, daß der Verband der rumänischen Juden in Newhork allein 30.000 Mitglieder zählt. Es wurde auch beschlossen, Schritte zu unternehmen, damit die Vereine und Verbände der rumänischen Juden irr den übrigen großen Städten Amerikas dem Beispiele des Newyorker Verbandes folgen. Die Repatriierung der Juden in Spanien. (Oskar S. Strauß gegen den P l a u.) Eine im öffentlichen Leben Newyorks bekannte Persönlichkeit, Louis Friedmann, hat in der jüngsten Zeit in der amerikanischen Presse abermals das in den letzten drei Jahren wiederholt aufgetauchte Projekt, in Spanien Judenansiedlungen zu schaffen, zur Sprache gebracht. Louis Friedmann behauptete, daß seitens der spanischen Regierung in der jüngsten Zeit eine neuerliche Einladung 'an die Juden ergangen sei, sich wieder in Spanier! anzusiedeln, und es klang so, als ob diese Aufforderung nicht nur an die spaniolischen Juden im ottomanischen Reiche und in Marokko, sondern auch au europäische Juden, ürid ganz besonders an die russischen Juden, ergangen wäre. Der ehemalige amerikanische Han delsminisier und gewesene Botschafter in der Türkei, Oskar S. Strauß, hat sich nun diese Frage angelegen sein lassen und zunächst durch den spanischen Gesandten in Amerika, Senor Juan R i a n o, feststellen lassen, daß die spanische Regierung einen solchen Plan weder selbst gefaßt noch sanktioniert hat. In e'um Vortrage, welchen Oskar S.trauß vor einiger Zeit in seiner Wohnung vor geladenen Gästen hielt, wies er ihm nach, daß ein" Siedlung von Juden in Spanien dermalen.sorvohl aas politischen als auch aus rvirtschaftlichen Gründen noch unopportun erscheine, wobei er.allerdings konzedierte, daß die offizielle Politik in Spanien bereits liberale Reformen angenommen habe. Interessant ist auch die Mitteilung Oskar Strauß', daß Mar Nord au, welcher bekanntlich feit Kriegsausbruch sich irr Madrid aufhält, angeblich den Auftrag erhalten habe, diplomatische Unterhandlungen mit der spanischen Regierung in dieser Frage zu pflegen. Ob dieses Gerücht auf Wahrheit beruhe, konnte nicht festgeftellt werden. Tatsache ist jedoch, daß selbst wenn Nordau solche Schritte unternommen hätte, sie zu keinem Resultat geführt haben. vermischtes. Gratulationen anläßlich des rrptPfi U8*l-Festes zugunsten der Kriegsfürsorge Einem seit Jahren eingebürgerten Brauche folgeno, laden wir unsere p. t. Leser ein, Neujahrsgratulationen durch eine Anzeige in der „Oesterreichischen Wochenschrift an Stelle der direkten Gratulationen per Post erstatten zu wollen. Auf diese Weise verbindet der Gratulant mit der Erfüllung einer Formalität gleichzeitig die Förderung der jetzt so hochwichtigen Kriegsfürsorge. Die Einschaltung solcher Anzeigen erfolgt in der dem Roschhaschanah-F.'ste vorangehenden Nummer unseres Blattes vom -8. S 'plemler l. I. gegen Einsendung einer Spende von mindestens 4 Kronen zugunsten der Kriegsfürsorge. Letzter Termin zur Einsendung solcher Anzeigen I. September 1915. Versammlung des Oesterreichischen Landeskomitees un? der Hilfskommission 1915 für Palästina. Nicht im Sitzungssaale der Kultusgemeinde, sondern im großen Fe Male des Hotels Continental. Wien, II., Praterstraße 7 (Eingang Taborstraße), 'findet Dienstag, den 24. d. M., 3 Uhr, eine Versammlung des Oesterreichischen Landeskomitees, 5 Uhr ein- Vorbesprechung des Exekutivkomitees der Hilsslomnckfsion 1915 und h'eran anschließend um 6 Uhr die Vollversammlung der Hilfskommission 1915 statt. Die Präsidien. Sperrd n für Palästina. Musikalisch-deklamatorischer Abend in Bad Luhatschowih durch Albert Löw H. K. und L. R. je Rx. 50.—; durch Herrn Albert Löw ferner vom 21. Juni—12. Juli d. I. H. R. Kr. 30.—; durch Herrn Rabbiner Dr. Goldschmidt, Protznitz Kr. 163.14 für H. R. gesammelt durch Paul Ascher (Kr. 24.—), Rob. Fuchs (Kr. 59.14), Jos. Lederer (Kr. 56.—), jüdische Abiturienten (Kr. 24.—); durch Herrn Oberrabbiner Prof. Dr. Ghajes, Triest, H. K. Kr. 21.05 und aus Rabbi Meir Baal Hanetz-Büchsen Kr. 102.46; Wilh. Levitoch, Wolin. HK. skr. 50.—; Dr. Artur Hermann Schäfer H. K. Kr. 10.— und Jetti Schäfer Kr. 5.—. Bei der Redaktion der „Oesterr. Wochenschrift" sind eingelaufen: Durch Herrn Oberrabbiner Dr. Frankfurter, Vinkovci, von dem Militärarzt Herrn Dr. Stern, Vinkovci Kr. 10.—. „Breitenau-Brünn" Kr. 10.06.