Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 34 (20.8.1915)
- Date
- 1915-08-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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!)tr. 34 Helle 624 Dr. Bloch'S Wochenschrift mann, Husarenregiment Nr. 3; Infanterist Bernhard Reicher, Landwehrregrmcnt Nr. 16; Infanterist Jach l S chäA^r, Infanterieregiment Nr. 95; Zugsführer Si- Mmürtd Handel (Feldkanonendivision. Nr. 46; Korporal Josef Sperber uüd ,Korporal Stanislan Eifermann, 2. Eskadr. poln. Legion; Legionsoffizier Sigismund P o l l ak und Infanterist Josef Ko r m a n n, 2. Regimeut poln. Legion; Gefreiter Isidor Felsner und ' Gefreiter Max Schiffer, Lanowehrregiment Nr. 3. In dieser Nummer sind ausgewiesen: 6 Militärverdienstkreuze 3. Kl., 2 silberne Verdienstmedaillen, 2 Signum laudis, 9 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 3 goldene Verdienstkreuze, 8 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 1 silbernes Verdienstkreuz, 2 goldene Tapferkeitsmedaillen, 7 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Kl, 29 silberne Tapserkeitsmedaillen 2. Kl., 31 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 1 Eisernes Kreuz 2. Kl., zusammen 121 Auszeichnungen; davon 41 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 14 an Militärärzte, Rechnungsführer und Militärbeamte, 66 an Personen des Mannschaftsstandes. Weitere Kuszeichmmtzeu. Erzherzog Franz Salvator hat als Generalinspeltor der freiwilligen Sanitätspflege verliehen für hervorragende Verdienste auf diesem Gebiete: das Offiziers- Ehrenzeichm vom'Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration den Oberstabsärzten 1. Kl. Dr. Gottlieb A r n st e t n, Sanitätschef des 15. Korps, Dr. Heinrich G o t t l i e b, Kommandant des Refervespitales Miskolcz, Dr. Leopold Deutsch, Kommandant des Garnifonsspitales 22; den Oberstabsärzten S?'Kl. Dr. Julius Reich, Korps-Sanitätschef, und D^. Jsaak ^'t i t s ch, Sanitätschef des Mil.- Kommandos Zagreb; Dr. Maximilian Herzog, Sanitätschef des Militärkommandos Budapest; Dr. Josef SVr'mamt, Kommandant des Epidemiespitales Kaßc; das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz dem Stabsarzt Dr. Karl Brenner, Sanitätschef der 106. Jnfanterie-Truppendivision; dem Regimentsärzt Dr. Wilhelm 'Eisenschimmel, Kommandant des Mob. Res.- Spitales 4/9^ dem Assistenzarzt Dr. Artur G o l d r e i ch, 6. Armee-Etappenkommando; die bronzene Ehrenmedai.le vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration den Korporalen Mendel Büchler, Chaim Szeuer und dem Gefreiten Simon Ziegenlaub, alle drei beim Janfanterieregiment Nr. 24. Fähnrich Isidor Hochfeld, Infanterieregiment 71, hat sich in vielen Schlachten ausgezeichnet, insbesondere in der Schlacht vom 12. März auf dem Berge Kobarnia, wo er sich durch seinen glänzenden Vorstoß hervorgetan hat. Er erhielt die silberneTapferkeitsmedaille erster Klasse. Hans Spitzer aus Drösing (N.-Oe.), Fähnrich des k. u. k. Feldkanonenregiments Nr. 31, ist am 6. Juli 1915 wHrend eines Aufklärungsdienstes infolge eines Volltreffers in . . . auf dem Felde der Ehre gefallen. Der erwähnte Fähnrich wurde von seinen Vorgesetzten stets als einer der tüchtigsten und vorzüglichsten Offiziere gepriesen. Er ist auch für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor. dem Feinde für die Goldene Tapferkeitsmedaille vorgeschlagen worden. Seine Kameraden waren aufs tiefste gerührt, als sie von fernem Heldentod Kunde erhielten. Fähnrich Spitzer war ein hoffnungsvoller junger Mann, erst 23 Jahre alt und Mon .elÖ^prachen mächtig. Er. war Jurist und Techniker. Mine Bestattung hat am 7. Juli 1915 unter größter Teilnahme stattgefunden. Anwesend waren: der Oberstbrigadier, der Divisions- und Regimentskommandeur und viele andere Offiziere. Dr. Albert Schweiger, k. k. Feldrabbiner der 43. Landiochr-Jrrsanterie-Division, hielt dem Verewigten einen warmen Nachruf. Nachdem die irdischen Ueberreste des in Gott Heimgegangenen zur zur ewigen Ruhe beigesetzt waren, wurden von seiner Batterie Salven abgegeben. Feldwebel A. M. Ehrlich, gebürtig aus Czernowitz, der in der Bukowina vor dem Feinde gekämpft und sich tapfer gehalten hat, erhielt bei neuer Einteilung zu einer ins Feld abgehenden Marschformation die Auszeichnung durch nachstehenden Kommandobefehl: K. k. Landsturm-Bataillon II/3 a, Bataillons-Kommandobefehl Nr. 146. Liesing, am 15. August 1915. Feldwebel A. M. Ehrlich wird einer Formation, welche,demnächst ins Feld abgeht, zugeteilt. Das Bataillon verliert dadurch einen seiner tüchtigsten, gewissenhaftesten, dienst- und pflichteifrigsten, verläßlichsten Unteroffiziere. Ich spreche dem Feldwebel E h r l i ch im Namen des Alleröhchsten Dienstes für seine vorzügliche Dienstleistung die belobende Anerkennung aus. Stöckelem. p., Oberstleutnant. Auszeichnung eines IekdraMrrers. Erzherzog Franz Salvator hat als Generalinspektor der freiwilligen Sanitätspflege dem Feldrabbiner Lorenz Adler, 3. Armee-Etappenkommando, für Verdienste auf diesem Gebiete das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Neuerliche Auszeichnung. Der Oberarzt Dr. Fritz Ehrentheil, Sobn des Hof- und .Gerichtsädvokaten,Dr,.,.,Ley ,E.h r^n sth-estst. welchem erst kürzlich das Signum laudis verliehen wurde, wurde neuerlich für seine aufopfernde Tätigkeit im Felde mit dem Ehrenzeichen 2. Klasse für Verdienste um das Rote Kreuz, ausgezeichnet._ Aer dreifach ausgezeichnete Professor des jüdischen Lehrerseminars. Dr. Eugen Lörincz, Professor für Geographie und Chemie an dem israelitischen Landesseminar in >Budapest, ist zu Beginn des Krieges als Reservekadett zum k. u. k. 6, Infanterieregiment eingerückt. Wie .,Egyenlöseg" schreibt, hat sich dieser jüdische Pädagog durch vielfache Heldentaten ausgezeichnet, deren authentische Geschichte hier folgt: Am 9. September war es bei Rumno in Galizien, Lörincz kämpfte hier als Abteilungskommandant. Sein Nachbar war ein 86 er Oberleutnant, der anläßlich des Sturmangriffes schwer verwundet wurde. Dr. Lörincz verband seinen blutenden Kameraden fünfzig Schritte vor der feindlichen Stellung, vereinigte seine Abteilung mit den führerlos gebliebenen Sechsundachtzigern und führte sie zu siegreichem Sturme an. Dr. Lörincz griff mit seiner Truppe eine russische Maschinengewehrabteilung an, welche sich in einem Hause noch verzweifelt verteidigt hatte. Er ließ das Haus anzünden, der Maschinengewehr - offizier und die Mannschaft wurden niedergemacht und seine Abteilung machte zwölf Mann zu Gefangenen. 20. Dezember: Das Regiment kämpfte in 'Russisch- Polen, Dr. Lörincz ist schon Fähnrich und Kompagniekommandant. Das Regiment lag bei Skorkovice am Czarnaflusse, es fiel der Befehl, die Gemeinde Russenice zu erstürmen. Bei unaufgeklärten' Verhältnissen', lüxldete sich Dr. Lörincz freiwillig, mit einer Abteilung den Czarnafluß zu übersetzen. Das Ergebnis seiner geschickten Führung war, daß sie sich unbemerkt den ruffi-