Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 33 (13.8.1915)
- Date
- 1915-08-13
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 617 Nr. 33 Gotthilfsmann, Tarnopol 1.—, Ismann 1.—, Nagler 1.—, Krochmal, Bursztyn 1.—, Blaustein, Cicszanoro 1.—, Dringer, Iaslo 1. — Einnehmer, Rohatyn 1.—, Silberstein, Wien 6.—, Klemer, Monasterzyska 1.—, Ameranz, Lemberg 2.—, Kornweih, Podha.ce 2. — Freund, Olejow 1.—, Öhrenstein, Podhajce 1—, Goldhase', Tarnopol 1.—, Domimtz, Lubäczow 1.—, Rothenberg, Brody 1.—, Proppers, Brody 1.—, Backjpann, Czernowitz 1.—, Protzw tz, Wien 1.—, Körner, Krakau 2.—, Königsberg, Cicszanoro 2.—, Haust, Rohatyn 1.—, Oberrabbiner Heschel, Kopyczynce 2.—, Wicliczker —.40, Silber, Tarnobrzeg 1.—, Rokoch, Brody 1.—, Stubenhaus, Grodek 1.—, Kleppel, Ulinow 1.—, Dick, Kozloro 1.—, Hirschsoh,', Choderow 2.—; Summe Kr. 75.40. Professor Dr. S. Klein. Der bekannte Ophthalmologe 1lniversitätsprose,sor Dollar S. Klein feierte am 12. d. M. seinen siebzigsten Geburtstag. In Miskolcz in Ungarn geboren, kam er im Alter von 19 Jahren im Jahre 1864 an die Wiener Universität. Seine -allgemeinen Medizinischen und chirurgischen Kenntnisse erwarb sich Professor Klein auf den Abteilungen der Professoren v. Kolisko, Dittel und Sigmund. Die Augenhei.kunde zog Klein besonders an. Im Alter von 26 Jahren erfolgte feine Promotion zum i octor med. t cinruig. foxcii zum Magister der Geburtshilfe. Rach mehrmonatiger Tätigkeit an mehreren klinischen Abteilungen des Allgemeinen Krankenhauses kam Dr. Klein als Aiststent an die Klinik Eduard v. I a e g e r s, dieses Meisters des Augenspiegels, bei dem Klein ein dankbares und reiches Gebiet für seine Studien fand. Schon nach wenigen Jahren machte sich Klein in Fachkreisen durch eine klinische Arbeit: „Augenspiegelstudim bei Geisteskranken" bekannt, die das Resultat eines beinahe fünfjährigen Studiums an der Klinik des Psychiaters Leide schorf bildete. Er hatte damals ein eigenartiges, nur bei progressiver Paralyse beobachtetes Krankheitsbild der Netzhaut festgestellt, das er Remtis paniixti. a benannte. Dies war gleichzeitig seine Habilitationsarbeit. In jene Zeit fallen auch seine Versuche über Mikroskopie und Histologie am Institut für Embryologie des Professors Schenk sowie die gemeinsam mit S v e t l i n durchgeführten Arbeiten über physiologische und erperimentalpathologische Themen im Strickerschen Institut. Sein Unterrichtstalent, seine Rednergabe liehen ihn frühzeitig als klinischen Lehrer berufen erscheinen. In den Jahren 1874 und 1887 war er auch für die betreffenden Lehrkanzeln in Klausenburg und Innsbruck vorgeschlagen gewesen,- jedoch , hie .Verhandlungen darüber kamen zu keinem befriedigenden Abschluß. So muhte sich Professor Klein in den folgenden Jahren seinen Wirkungskreis selbst schaffen. Im Jahre 1883 habilitierte sich Dr. Klein als Privatdozent der Augenheilkunde an der Wiener Universität. Elf Jahre später wurde er. persönlich und die gesamte Augenheilkunde von einem schweren Verlust betroffen. Der berühmte Ophthalmologe und langjährige Freund Kleins, Professor Ludwig v. Mauthner, erlag 24 Stunden nach feiner Ernennung zum Ordinarius einem Schlaganfall. Nachdem Klein schon vorher der Privatassistent des großen Gelehrten gewesen war, wurde ihm die Leitung der Augenabteilung an der Poliklinik und im Blindeninstitut auf der Hohen Warte und zwei Jahre später die Leitung der Augenabteilung des Rothfchild-Spitales übertragen. In diesen Stellungen ist der Gelehrte noch heute unermüdlich tätig. Im Jahre 1902 war seine Ernennung zum außerordentlichen . Universitätsprosessor erfolgt. Eine große Zahl seiner Schüler hat er zu angesehenen Kapazitäten in seinem Spezialfache herangebildet. Di; wissenschaftliche Tätigkeit Professor Kleins ist sehr umfangreich gewesen, und die große Zahl seiner Werke und Abhandlungen über die Augenheilkunde geben hievon Zeugnis. Als Operateur genießt Professor Klein einen außergewöhnlichen Ruf, wofür eine Aeußerung I a e g e r s bezeichnend ist, der einmal, auf seinen Schüler bezugnehmend, sagte, eine so glückliche Hand im Operieren habe er noch nie gesehen. Zur Illustrierung dieser Tatsache genügt, wenn man weiß, daß Professor Klein bisher etwa 3500 Staroperationen ausgeführt hat. Trotz seines Alters und seiner sonstigen anstrengenden Verpflichtungen betätigt sich Professor Klein auch in der Kriegsdienstleistung, indem er seit Beginn des Krieges im Dienste des Roten Kreuzes im Vereinsreservespital Nr. 8 segensreich wirkt. Dem bescheidenen Wesen des Gelehrten entsprach es, sich an seinem Iubeltage den ihm von Schülern, Freunden, Verehrern und ehemaligen Patienten zugedachten Ehrungen zu entziehen, indem er nach Baden übersiedelte, wo sein siebzigster Geburtstag im engsten Familienkreise gefeiert wird. Kaiser Franz Josef I.-Huldigungsternpel, 2. Bez., Pazmanitengasse 6. Die in unserem Tempel noch übrigen Tempelsitze werden in der Vereinskanzlei täglich von 2 bis 3 Uhr nachmittags und von 6 bis 7 Uhr abends abgegeben. Mit Rücksicht auf den allgemeinen wirtschaftlichen Notstand wurden die Preise entsprechend herabgesetzt. Der Vorstand. Wien. In der Vorstandssitzung des Allgem. Kranken Unterstützungsvereins „Mensch'nliebe" vom 27. Mai l. I. wurde unser Vereinsarzt Herr Dr. Emanuel Deutsch anläßlich seiner 15 jährigen aufopserungs- und verdienstvollen Tätigkeit zum Ehrenmitglieds ernannt. W i e n, 9. August 1915. Löbliche Redn'tion der Tr. Bloch'schen „Ocsterreichijchen Wochenschrift Wien. In Ihrer letzten Nummer bringen Sie unter dem Ausw.is der Kranzablösungsspendcn auch die für meinen gottseligen Vater Herrn Berthold Löwenstamm irrtümlicher Weise unter dem Flamen . der Berta Löwenstamm". Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dies gelegentlich richtigstellen würden. -Mit bestem Danke hochachtungsvoll Alfred Löwe n st a m m, Wien, X ■ X, Pyrkergasfe 40. Austritte aus dem Judentum vom 1. bis 7. August 1915. Adel Valerie, Bahnoffiziantin, geb. 4. September 1886 in Budweis, Böhmen, XIV., Sechshausergürtel 3. Blitz Stefanie, geb. Reschofsky, geb. 14. August 1889 in Wien, IV., Karolinengasse 9. Friedländer Paul, Vertreter, geb. 13. Dezember 1884 in Karolineatal bei Prag, XVI., Fröbelsasse 6. Goldberg Nacftnm, Straßenbahn-Kondukteur, geb. 20. Febr. 1885 in Brody, VI., Theobaldgasse 20. Hörtner Amalie, Kindergärtnerin, geb. 23. Juni 1888 in Wien, XIII., «ißgrillgasse 10. Loew Friedrich, geb. 13: Juni 1897 in Wien, derzeit in Vöklabruck. Losebitz Flora, Private, geb. 19. Februar 1882 in Temesvär, XIII., Gailgasse 66. Pisk Adele, geb. Kohn, Private, geb. 22. Februar 1879 in Wien, XIII., Cumberlandstraße 61. Reinfeld Wilhelmine, Buchhalterin, geb. 1. Mai 1892 in Wien, VII., Zieglergasse 34 a. Schilder Henriette, Klavierlehrerin, geb. 27. Dezember 1870 in Wien, XI., Servitengasse 13. Semel Ludwig, Schuhmachergehilfe, geb. 2. Jänner 1880 in Wien, XVII., Gschwandnergässe 15. Stern Hilda, g**b. 1. Mai 1896 in Wien, derzeit in Budapest. Witta Josef Karl, Anstreichergehilfe, geb. 9. Februar 1893, Wien, XVII., Lacknergasse 10. Amstetten. Anläßlich der silbernen Hochzeit des Herrn Erzherzogs Franz Salvator und der Frau Erzherzogin Marie Valerie, die in Walisee, welches dem Sprengel unserer Kultusgemeinde gehört, ihren Wohnsitz haben, gratulierte auch unser ehrwürdiger Herr Bezirksrabbinec Dr. Ch. Biertisch. Aus Radmer (Steiermark), wohin das hohe Jubelpaar, aus dem Kaiserhause sich zurü^og, langte an Herrn Rabbiner Bertisch folgendes Telegramm an: „Ehrw. Herrn Doktor Ch. G. B erfisch, Bezirksrabbiner, Amstetten. , Ihre kaiserlichen und königlichen Hoheiten der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Salvator und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie Valerie danken Herrn Doktor für die anläßlich höchstderen silbernen Hochzeitsfeier freundlichst dargebrachten Glückwünsche von ganzem Heiden. Freiherr von Lederer, Oberslhofmeister." Nitolsburg. Dem Herrn Rabbiner Dr. M. L e w i n wurde anläßlich der Fertigstellung hes Katasters der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, nachstehende hohe Anerkennung Sr. k. u. k. Hoheit des Herrn Erzherzog Franz Salvator, Generalinspektors der Sanitätspflege, zuteil: Nr. 2283, G. I. Wien, 2. August 1915. An Seiner Hochwohlgeboren dem Herrn Dr. Moritz L e w i n, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Nikolsburg. Ich befinde mich in der angenehmen Lage Ew. Hochwohlgeboren für den mit außerordentlichem Fleißs und Sachkenntnis verfaßten und anher vorgelegten Kataster der in den Provinzgemeinden der Monarchie weilenden Israel Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina den Dank und die volle Anerkennung Sr. k. u. k. Hoheit, des durchlauchtigsten Herrn General der Kavallerie Erzherzog Franz Salvator, Generalinspektor der freiwilligen SanÜätspflege, aussprechen zu können. Im höchsten Aufträge des k. u. k. Generalinspektors der freiwilligen Sanitätspflege G. d. K. Erzherzog Franz Salvator der Vorstand: B. E i n z c y, Oberstleutnant.