Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 29 (16.7.1915)
- Date
- 1915-07-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 532 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 29 Stilisten, der in seinem 40) bxnv' r^b ne’Sn -in prachtvolles Kultur- und Literaturdokument uns hinterlassen hat. Von Wohlfahrtsinstitutionen, welche die Przemysler Judengenreinde größtenteils aus jüngster Zeit besitzt, sind folgende zu nennen: eine Chewra-Kadifcha, ein Spital (Stiftung des Großindustriellen Elias Hirt s. A. und dessen Gattin Mindel); ein Siechenhaus' (Stiftung des tais. Rates Moses Hirt und dessen Gattin Chase); eine jüdische Waisenschule (Stiftung des Kaufmannes Leiser G ans); eine Talmud-Thora-Schule , (Stiftung von Frau Perl Trenner-Pasternak s. A. Die Stiftung verfügt über zwei Häuser im Werte von 60.000 Kr.); einen Unterstützungsverein für arme Volks- und Mittelschüler, den sog. „Zwei Kreuzer-Verein", der schon über 25 Jahre besteht und überaus ersprießlich für die Hebung des Bildungsniveaus der Przemysler Jüdenschaft gewirkt hat; einen Frauen-Verein; eine Volksküche und mehrere kleinere Einzel-Wohltätigkeitsvereine. Von den 18.000 Juden sind 1200 Steuerzahler im letzten Jahre gewesen. Das Jahresbudget im Jahre 1914 betrug 140.000 Kronen.44) Und nun kann der Verfasser diesen Artikel nicht schließen, ohne der Geschichte auch den Namen des gegenwärtig in dieser schweren Zeit wirkenden 'Rabbiners zu überliefern, des Herrn G e d a l j a h Schmelkes, eines Neffen des obengenannten Lemberger Rabbiners Schmelkes, der durch seine wahrhaft seelsorgerische und sozial segensreiche Wirksamkeit besonders während der kurzen, aber drückenden russischen Herrschaft seinen Namen als einen der besten in die Annalen dieser Judengeineinde eingczeichnet hat. Ihm zur Seite stand während dieser ganzen Zeit der Vizepräses der jüdischen Gemeinde, der ebenfalls sehr verdiente Herr Moses S ch e i n b a ch. Beide wurden nach Lemberg verwiesen. Möge sie wie auch alle aus der Stadt von der russischen Verwaltung vertriebenen Juden, von denen viele laut Zeitungsberichten bis nach Moskau und weiter verschleppt wurden, eine gütige Vorsehung schützen, und sie baldigst heil nach ihrer glücklich^besreiten Stadt zurückkehren lassen.4-) Das sind, in großen Strichen gezeichnet, die Schicksale der vierthalb Jahrhunderte alten Judengemeinde in Przemysl, dieser schönen Stadt am San, deren Raine heute ruhmbedeckt im Munde aller Söhne Oesterreich- Ungarns lebt. In den Lorbeer'für die heldenmütige Besatzung nicht minder wie für hie siegreichen -Wiedereroberer der Festung wird die Geschichte manch grünes 'Blatt auch denr Andenkeil speziell der tapferen jüdischen Soldaten flechten. Der jüdischen Gemeinde in Przemysl aber, als deren Sohn ich mich mit Stolz bekenne, wünsche ich: “ras» ror* -jn—irx-! “rrctc-i r.-m Aus kleinen Anfängen hervorgegangcn, nröge sic einer glänzenden, ruhmreichen Zukunft entgcgengehen? Kriegsdekoratiorren jüdischer Offiziere nnd Soldaten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Ritterkreuz 'des Franz Josef- Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes für vorzügliche und aufopferungsvolle Dienstleistung vor denr Feinde den Stabsärzten Dr. Hugo Frey, Rcservespital Ungvar, und Dr. Ernst Fischl, Kommandant der Ins.- 40) Zuletzt herausgegeben und mit einer Biographie des Verfassers versehen von R. Brajnm. (Warschau I960?) . 41) Vgl. zu diesen Daten den Kalender für Israeliten (Oesterr.- Israel, Union) 5675 (1914—1915). 4i) Durch die inzwischen (22 Junrvollzogene Befreiung Lembergs tonnten die beiden Genannten wie auch viele andere in Lemberg internierten Inden nach ihrer Heinratsstadt glücklich zurückkehren. Div.-Sanitätsanstalt Nr. 34; den Regimentsärzten Dr. Alfred Kirchenberger, Feldmarodenhaus Nr. 1/4, Dr. Alfred Weinberger, Kommandant des Choleraspitals Munlacs, und Dr. Wilhelm Gabel, Kommandant des Reservespitals Huszt (Stabsarzt Dr. Gabel ist ein Bruder des verstorbenen Reichsratsabgeordneten Dr. Heinrich Gabel); ferner dieselbe Auszeichnung demVerpslegsverwalter d. Ruhest. Samuel L-ieblein, 4. Armee- Etappenkommando; das Militärverdien st kreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten vor dem Feinde den Oberleutnants Heinrich Schlesinger, Landsturm-Marschbataillon Nr. 23, Richard Drucker, Landsturm-Marschbataillon Nr. 32, Richard Wasserm a n n,. Landwehrregiment Nr. 29, Heinrich Wein b e r g e r, Infanterieregiment Nr. 50; dem Leutnant d. N. Hermann Rosenberg, Infanterieregiment Nr. 56; angeordnet, daß neuerlich die allerhöchste belobende A n e r k e n n u n g ausgesprochen werde ^Silberne Verdienstmedaille) dem Regimentsarzt d. R. Dr. Josef König, Infanterieregiment Nr. 19; verliehen dasSignum lau dis am Bande des Milimrverdienstkreuzes für tapferes Verhalten den Oberleutnants d.. R. Alfred Weinberger, Traindivision Nr. 5, Oswald Fuchs, Infanterieregiment Nr. 77, Artur Ehrenfreund, Infanterieregiment Nr. 66, Robert Grüuwald, Landsturmbataillon Nr. 1/7, Heinrich Schlesinger, Landsturmregiment Nr. 6, Richard Heller, Traindivision Nr. 10, Heinrich Klein, Infanterieregiments -Nr. 64; den Leutnants b. R. Ludwig Mend l, Jägerbataillon Nr. 17, Walter Pick, Landwehrregiment Nr. 13, Robert Roth, Infanterieregiment 2, Otto Karpeles, mobiles Vcreinsdepot des Rot.Kreuzes, Siegmund Glücks mann, Infanterieregiment Nr.. 56, Johann B l o ch, - Landwehrregiment Nr. X;. für tapferes, und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde dem Oberarzt Dr. Rafael Mück, Infanterieregiment Nr.41: den Assistenzärzten Dr. Isidor Schieber, bosn.-herz. Jägerbataillon, Dr. Julius Weiner, Militär-Arbeitsgruppe Nr. 2/39, Dr. Desider Keszler, Gruppe Oberst Szavit, Dr. Max Hercz, ung. Landwehrregiment Nr.3; dem Regimentsarzt Dr. Aaron Szilard, Kommandant des Feldspitals Nr. 6/5; - das goldene Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde den Oberärzten Dr. Osias R a p P a p o r t, Jnf.-Div.-Sanitätsanstalt Nr. 55, Dr. Heinr. Breuer, Feld-Marodenhaus Nr. 1/10, Dr. Emil K o m i n i k, Feldspital Nr. 8/2, Dr. Heinrich H e r s ch m a n n, Infanterieregiment Nr. 22; dem Tierarzt Josef Braunstein, Div.-Trainkommando 'Nr. 25; dem Verpflegsoberoffizial Arnold Stein, 1. Landsturmbrigade; dem Rechnungsoffizial Jakob Angstreich, Feldspital Nr. 3/11; dem Hauptmamr- Rcchnungsführer Maximilian W e i n r e b, Infanterieregiment Nr. 34; den Assistenzärzten Dr. Alexander Roth, Reservespital Ungvar, und Dr. Franz Mehre r, Reservespital Huszt; das goldene Verdien st kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille für vorzügliche Dienstleistung dem Leutnant-Rechnungsführer Moriz Weinraub, Infanterieregiment Nr. 5, und dem Fähnrich d. R. Artur Fränkel, Landwehr-Ulanenregiment Nr. 4; das silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für hervorragend pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde den Rechnungsunterofsiziereu erster Klasse Desiderius Geiger, 3. Armeekommando, Osias A b e n d, Infanterieregiment Nr. 77, Meilech Ko stend au m, schwere