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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-05-28 · 22 (28.5.1915) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
22 (28.5.1915)
Date
1915-05-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 400 Dr. Vloch's Wochenschrift Nr. 22 recte BeLnisch, Infanterieregiment Nr. 58; Infanterist Natan W e i ß m a n n, Infanterieregiment Nr. 95; Wachtmeister Moses Schubert, Dragonerregiment Nr. 9; Feldwebel Heinrich Sonnenschein, Landw.-Jafanterieregiment Nr. 26; Korporal Armin Weisz, Blessistenträger Samuel Roth, ung. Landw.-Regiment Nr. 16. Zum Oberarzt wurde befördert Dr. Anton Lieben, Sohn des kais. Rates Dr. Theodor Lieben. Dem k. u. k. Hofjuwelier und k. u. k. Kammerlieferanten Max Zirner und Frau Gisela Zirner-Zwieback wurde das Ehrenzeichen 2. Klasse für Verdienste um das Rote Kreuz verliehen. Silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse erhielten: Kadett d. Res. Artur Bach, Infanterieregiment Nr. 46; Leutnant o. Res. Karl Luft, Infanterieregiment Nr. 75; Ers.-Reseroift Salomon Steilt itz, Infanterieregiment Nr. 99; Zugsführer .Jakob Stromwasser, Infanterieregiment Nr. 9; Feldwebel Hermann Fellner, Jnfanterreregiment Nr. 90; Gefreiter Moriz Sch li mp er, Telegraphenregiment; Zugsführer Samuel Rintzer, Dragonerregiment Nr. 9; Wachtmeister Chune Geier, Wachtmeister Fritz P o l l a k, Mane Sigmund B r o m b e r g e r, alle drei beim Ulanenregiment Nr. 1; Fähnrich d. R. Markus^Rosenberg, Infanterieregiment Nr. 15; Infanterist Lamuel Silpe, Infanterieregiment Nr. 55; Gefreiter Max Sch merk er, Infanterist Salomon H i l s e n r a d uno Infanterist Salvmon Stendig, alle drei beim Infanterieregiment 58; Fähnrich d. R. Ignaz Wiener und Rechnungsunteroffizier Adolf Einhorn, beide Infanterieregiment 95; Assistenzarzt Dr. Samuel Armuth, Infanterieregiment Nr. 47; Kadett d. R. Franz Deutsch und Kadett Emanuel Popper, Infanterieregiment Nr. 9?; Infanterist Jakob Brüll, Landst.-Kommando.33; Infanterist Jsak Fe nn in ge r, Landwehrregiment Nr. 19; Infanterist Emil Kohn, Landsturmbataillon Nr.. 15; Oberkanonier Ignaz Friedmann, ung. Landw.-Kanonenregiment Nr. 3. Bronzene Tapferkeitsmedaille erhielten: Infanterist Jsak Raab, Landsturmregiment Nr. 16; Infanterist Salomon Schrenzel, Infanterieregiment 30; Gefreiter Josef ß ch ö n b e r g, Infanterieregiment Mr. 39; Dragoner Adolf Hirsch, Dragonerregiment Nr. 15; Ulanc Benjamin Achten tu ch, Ulanenregiment Nr. 13; Korporal Salomon Binder, Infanterieregiment Nc. 24; Korporal Elias Öfterer, Infanterieregiment Nr. 41; Korpora! Johann Rubin und Korporal Ignaz Sperling, beide beim 90. Landw.-Brigadekommando; Korporal Jakob Markt, Landsturmbataillon Nr. 15; Patrouilleführer Samuel O st i g, Landesfchützenregiment lll; Korporal Julius Oesterreicher, ung. Landwehrregiment Nr. 23. In dieser Nummer sind verzeichnet: 4 Militärverdienstkreuze 3. Klasse, 47 8igimm laudis. 1 goldenes Verdienstkreuz mit der Krone, 2 goldene Verdienstkreuze, 11 silberne Verdienstkreuze mit der - Krone, 3 silberne Verdienstkreuze, 2 goldene Tapferkeitsmedaillen, 7 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 24 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 13 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusammen 114 Auszeichnungen; davon entfallen 51 auf Offiziere und Fähnriche des Soldatenstandes, 13 auf Militärärzte und Militärbeamte urrd 50 auf Personen des Mannschafts standes. Nrkgsailkibr zeichnen! Aus russischer Gefangenschaft entkommen. Advokaturskandidat Dr. Hermann L ö w, der bei dem Wiener Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Josef Winternitz als Konzipient tätig war, ist als Reserveleutnant beim Feldjägerbataillon Nr. 12 auf den galizischen Kriegsschauplatz eingerückt, wurde im Gefechte verwuttdet und geriet in russische Gefangenschaft. Nun erhielt Herr Dr. Josef Winternitz eine vom 18. Mai datierte Ansichtskarte aus Munkacs, auf welcher Leutnant Dr. Löw schreibt: „Sehr verehrter Herr Doktor! Es gelang mir, aus russischer Gefangenschaft durchzugehen. Von hier gehe ich zu meinem Bataillon und hoffe. Sie in Wien aufsuchen zu können. Ihr ergebener Dr. L ö w." Leutnant Dr. Löw war am 7.. September als Patrouille iu eiu Dorf geraten, das bereits von den Russen besetzt war. Es entwickelte sich zwischen der Patrouille und den in großer Ueberzahl befindlichen Gegnern ein Gefecht, bei dem der Offizier verletzt urrd gefangengenommen wurde. Nun ist es ihm gelungen, in Frauenkleidern, als Bäuerin, zu entweichen: Dr. Löw ist du gebürtiger Mührisch- Ostrauer, 26 Jahre alt und seit kurzem mit einer Tochter des Wiener Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. B e.r n st e i n verheiratet. Goldene Hapserkeitsmedaisse. Einer der heldenmütigsten Soldaten des Trencsener 15. Honvedregiments ist Feldwebel Josef P o n g r a c (Fried), Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse - und der goldenen Tapferkeitsmedaille. Josef Pongrac war ehedem Leutnant, rückte am 1. August als gemeiner Soldat zu seinem Regiment ein. Anläßlich der Offensive bei Jwangorod war er bereits Zugsführer, und stürmte damals mit seiner Abteilung eine russische Kompagnie, nahm ihr die Maschinengewehre ab und indem er sie mit diesen ihren eigenen Maschinengewehren angriff, vernichtete er sie trotz hartnäckiger Verteidigung fast vollständig, während er den restlichen Teil mitsamt den Offizieren gefangennahm. Für diese seine beispiellose Heldentat erhielt er die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse und wurde zum Feldwebel befördert. Ende Januar vollbrachte er abermals eine bravouröse Tat, für welche er mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. Am 1. Mai heftete sein Oberst ihm in Gegenwart der ganzen Kompagnie diese hohe Auszeichnung mit folgenden Worten an die Brust: „Ich bin stolz darauf, daß mir das Glück zuteil wurde, diese höchste Auszeichnung demjenigen an die Brust zu heften, der der erste war in unserem ganzen Honvedbezirke, welcher,' solche einer so hohen Auszeichnung würdige Taten vollbracht hat. Der Name Josef Pongrac wird mit goldenen Lettern in der Geschichte des Vaterlandes und des Regimentes verewigt sein." („Egyenlöseg".) Aeserveleulnant Eduard Ariedt. Ein Gedenkblatt von Paul Gräber. Eine schmerzliche Erkenntnis hat uns das welterschütternde Ringen beschert, daß gerade die besten und tüchtigsten Söhne des Vaterlandes auf der Walstatt verbluten. Gelindert etwa durch das Bewußtsein, welch würdigen und erhabenen Zielen sie Gut und Blut, Leben und Gesundheit weihen. Der junge Kämpe, dem ich in wehmütiger Erinnerung diese Zeilen widme, war der Tapfersten einer. . Wohl klein von .Gestalt und jung an Jahren, aber ein wahrer Held. Von Gefahr zu Gefahr stürmte er mit nie erlahmendem Mute. Was -Wunder, daß er sich Anerkennung um Anerkennung holte, daß die große „Silberne" bald seine Brust schmückte. Am 27. Februar wurde Eduard F r i e d l im Ortsgefechte bei Pohorilec, südlich von Dolina, schwer verwunden Im Schlitten wurde der Todgeweihte nach mühsamer Reise zu Tal gefördert und nach Szatmar gebracht. Nur wenige Tage litt er. film 6. März hauchte er seine Seele in den Armen 'der Eltern aus, die von Wien an das Schmerzenslager ihres Heldensohnes geeilt

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