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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-05-14 · 20 (14.5.1915) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
20 (14.5.1915)
Date
1915-05-14
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 376 Dr. Bloch'! eine gratis überlassen. Die erste Verteilung in dem neuen Lokal fand Freitag, den 7. Mai, um 2 Uhr statt. Die Vereinsdamen konnten viel verteilen, aber noch immer fehlte es an Wäsche, Schuhzeug, Decken usw. Mehr als dreihundert Gesuche liegen vor, in denen Flüchtlinge um Zuwendung von entbehrlichem Hausrat bitten. Die Not unter , diesen Armen, ist groß. Edle Menschen werden gebeten, der von Haus; und Hof Vertriebenen zu gedenken; eine Karte an den Obmann des Vereines, Herrn Bauer, 7. Bez., Lerchenfelderstraße 71, genügt, und die Sachen werden abgeholt. Die Verteilungen finden jetzt stets Dienstag und Freitag, um 2 Uhr, im neuen Lokale statt. Kaiser Franz Josef I.-Hulöigungstcmpel. 2. Bez., Pazmanitengasse 6. - Samstag, am. 15. Mai (Parscha Bamidbar), wird Herr Rabbiner Dr. Salomon Funk aus Boskowitz im Kaiser Franz Josef I.°-Huldigungstempel beim Morgen- Gottesdienste Predigt halten. Herr Rabbiner Funk, detn der Ruf eines guten Kanzelredners vorangeht, gibt seit Jahren gemeinsam mit Hofrat Professor Dr.- Wilhelm Neumann und anderen Gelehrten die großangelegten „Monumenta Hebraica" heraus und ist Mitarbeiter der Sammlung Göschen (Berlin-Leipzig). Nebst feinem großen Werke über „Bibel und Babel" hat er sich durch grundlegeirde Arbeiten, wie „Die Juden in Babylonien" und „Die Entstehung des Talmuds", rühmlichst bekanntgemacht. Aufruf? Der Wiener Zionistische Mädchenverein „Moriah" leitet eine Aktion ein zugunsten der jüdischen Kriegsverwundeten, die sich in Wiener Krankenanstalten befinden. Die kranken jüdischen Soldatensollen an. bestimmten Tagen besucht und mit kleinen Aufmerksamkeiten, wie Zeitungen, Zigaretten, «Büchern, kleftrm Erfrischungen, -bedacht werden. Der Mädchenverein „Moriah" appelliert an die jüdische Oeffentlichkeit Wiens und bittet jurn kleine Geld- oder Sachspenden für unsere jüdischen Verwundeten. Spenden find zu richten an Fräulein Frieda Orender, per Adr.: Zionistisches Zentralbureau, Wien, 2. Bezirk, Zirkusgassc 33, 1. Stock. Spenden-Ausweis für die notleidenden flüchtigen Kantoren. Für die geflüchteten notleidenden Kantoren sind ferner eingelaufen : Bei Oberkantor Don Fuchs, 1. Bez., Postgafse 16: Ä. k. Kommerzialrat David F a n t o, Wien, 1. Bez., Kr. 200.— Kolisch, Sti aßny & C o., Wien, 1. Bez „ 20.— I. Goldstein, Wien, 2. Bez. „ 20.— Ignaz S leier, Wien, 4. Bez. „ 20.— Samuel Bluch, Wien, 6 Bez. „ 20.— Familie Josef ll-, in freundschaftlichem Gedenken an den verewigten kais. Rat Oberkantor Josef Singer „ 25.— Moritz Selinko, Wien, 1. Bez. „ 10.— Kutscher Mihaly, Nagy-Tapolcsany, Kr. 10.—; Rabbiner Dr. G. Rosenmann,' Mahr.-Schönberg, Kr. 6.—; Sigmund Berger, Mähr.-Schönberg, Kr. 3.—; Ignaz Ziegler, Mähr.- Schönberg, Kr. 2.—;, Moritz Thaler, Mähr.-Schönberg, Kr. 1.—. Durch Herrn Dr. Grunwald von Herrn Samson Reischer, Wien, Kr. 3.—. i . Das Komitee drückt den geehrten Spendern seinen besten Dank aus und bittet an die unglücklichen Errlisrten auch fernerhin nicht.zu vergessen- , ,, Das Komitee: Don Fuchs Oberkantor der israelitischen Kultusgemeinde im Stadt-Tempel. M. M a t y a s, MB. K a u f m a n n, I. Schleifer, G. Margulies, Erste Kantoren. L. Müller, S. Löwy, Oberiantoren.: I. Löwit, Kantor und Chordirigent. I. S m o t r i tz k y, B. I l m e r, M. Harendors, M. Weißmann, Kantoren. Wochenschrift Nr. 20 Nachahmenswert! Die von uns an dieser Stelle ausgewiesenen Spenden für hungrige Menschen haben abermals Nachahmung gefunden. Das.Ehepaar Hermann und Therese König (Chef der Firma. Hermann König, Ges. m. b. H., Wien, 7. Bez., Seidengasse 28), haben uns aus Anlaß ihres 41. Hochzeitstages beauftragt, für ihre Rechnung an beiden Schabuoth-Feiertagen je 100 Arme auszu-veisen. In der an uns ergangenen Zuschrift heißt es: „Hoffentlich erinnern sich noch viele Leute an derartige Feste, gedenken der Armen, die in der „Einheit" auf solche Wohltätigkeitsakte warten." Wir sprechen dem hochherzigen Spenderpaare namens der Armen, denen diese Wohltat zugute kommt, öffentlich unseren innigsten Dank aus. Jüdischer Verein „Einheit". Wien. (Ehrung eines Schulmannes.) Beim Jngendgottesdienste in der Leopoldstadt benützte der Inspektor Prof. M, K a n i tz die Gelegenheit, um in einer formvollendeten, ergreifenden Erhörte d'en städtischen Lehrer und israelitijchen Religionslehrer Adolf Ehrenfest zu ehren. Anschließend an den Wochenabschnitt besprach ei‘ die Bedeutung des Kidusch haschem und erwähnte, 'brife das ganze Leben dös 70jährigen Jubilars ein Kidusch haschem ist, da er durch seinen Pflichteifer, durch seine Hingebung an sein Amt gezeigt hat, welch mächtigen, sittlichen Einfluß die jüdische Erziehung auf ihre Bekenner übt. Mit einem Amen, in welches alle Erwachsenen und lÄhüler ernstimmten, beschloß er seine 'Rede. Anläßlich stines Jubiläums erhielt der Gefeierte von seinen Freunden, Schülern und Verehrern zahlreiche Glückwünsche. Der Vorstand der israelischen Kultusgbmeinde ehrte-' ihn durch eine besondere Gratulation: Unter den Anwesenden bemerkte man die Vorsteher: W. Bandler, H. Ehrenfeld, Dr. M. K o h n, B. Pick, Ing. Architekt Jgn. Reiser u. v. a. Wien. („Mazmiach Jeschua") Sonntag, den 16. Mai 1915, um 3 Uhr" nachmittags; findet im Sitzimgssaale der Synagoge, 2. Bez., Leopoldsgasse 29, die ordentliche Generalversammlung statt. In Würdigung der wichtigen Beratungsgegenstände werdet: die Mitglieder ersucht, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Wien. (S p e n d e.) 30 Kronen für einen bestimmten Zweck, zur Verwendung am Jahrzeitstage seines seligen Vaters, sandte uns Herr Arthur Herz-Sonnenthal. Verein „ölaelisike hadath“ II. Wien. Ob. Augartenstraße 40. Dem Verein „Machsike hadath" sind zur Ausspeisung der notleidenden Flüchtlinge nachstehende Spenden zugekommen: Frau G. Hauptmann; durch Rabb. Mayersohn Kr. 200.—, Löbl. Israelitische Allianz-zu Wien 100.— Jakob Splitter 100.—, Jsak Balter 36.—, S. Lubasch 24.—, Klara Werk, Lemberg 20.'— Leopold Blum durch Frl. Agnes Blum 20.— Sammlung Frau Wiener 25.— , Sammlung Frau Anni Miesto, je Kr. 10.—, 40.—, Kadett Rappaport durch Zugsführer Leopold Frommer 10.—, Frau I. Frommer durch Frau Abend 10.—, Jsak...Weißmann 10.—, Ingenieur Gastfreund, k. k. Ministerialbeamler, 10.—, Dr. Josef Brust, Hof- und Gerichtsadvokät, Mödling, 10.—, Frl. ©enger 6.60, Frl. Blum 5.—, Moritz Eger 5.—, Ludwig Blum 5.— Moritz Bäum 16.—, A. Beamt u. Söhne durch Frl. Agnes Blum 5.—, Robert Altschul 4.—, Dr. Jul. Herz 5.— Lustig 4.—, Erna Wiener 3.—, Wilh. Klapp 2.—, Grete Kalman 2.—, Grünberg^s Nachf. 2.—, Adolf Aufrichtig durch Frl. Agnes Blum 2.—; zusammen Kr. 681.60. Spenden .werden gebeten zu überweisen durch Erlagschein des Postsparkassenamtes Nr, 106.318. , Wien (Spenden). Zwecks Beschaffung von Ritualien (Gebetriemen, Schaufädenkleider, Taschengebeibücher) für verwundete israelitische Soldaten sind cingegangen bei Frau Dr. Ludwig Rieß, 9. Bez., Alserstraße 50: Prof Roth namens ,bes Israelitischen Humanitätsverein B'nai Berith „Eintracht Loge" 175 Taschengebetbücher;-' Rosa Schlesinger 1 Paar Tefilin; Ungenannt 25 Schaufädenkleider; N. N. 2 Paar Tefilin durch den Patriotischen Hilfsverein vom Roten Kreuze.

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