Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 20 (14.5.1915)
- Date
- 1915-05-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3020846-3022142-3022163--24129-3049362- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr 20 Seite 375 Dr. Bloch's Wochenschrift 2. Bericht über die finanzielle Gebarung im Jahre 1914; 3. Wahl von fünf Vorstandsmitgliedern mit vierjähriger Funktionsdauer an Stelle der turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder; 4. Etwaige Anträge der p. t‘ Mitglieder (§ 8 der Statuten). Der Jahresbericht wird in den nächsten Tagen an die Mitglieder in Wien direkt, an die auswärtigen Mitglieder durch Vermittlung der Leitung der Filialen und Vertrauensmänner übersandt. Für die außerhalb Wiens wohnenden Mitglieder gilt die Bekanntmachung in den Blättern zugleich als Einladung und die Mitgliedskarte als Legitimation. Das Jüdische Kriegsarchw, ein Institut, dessen Arbeiten der jüdischen Sache in ganz besonderem Maße zugutü kommen sollen, kann diese nur dann in ihrem, ganzen Umfange durchführen, wenn sich überall jüdische.^Kräfte freiwillig in seinen Dienst stellen. Vor allem ist es nötig, daß sich solche für die Tätigkeit am Sitze des Archivs melden. Hiezu wird namentlich die Jugend aufgefordert, die in Anbetracht eines für die jüdische Gemeinschaft so lebenswichtigen Werkes dem Rufe, es zu fördern, sicherlich gerne folgen wird. Gefällige Anmeldungen — am besten persönlich — an das Bureau des Jüdischen Kriegsarchivs, Wien, 2. Bezirk, Zirkusgasse 33. ' Liebesgaben für Verwundete und Kranke im Felde. Wir veröffentlichen eine Reihe uns bekanntgewocdener Adressen von Feldrabbinern, denen Liebesgaben für die Soldaten' zugesendet werden mögen: Feldräbbiner Adler, Feldpost 99. Feldrabbiner Dr. Schweiger, Divisionsseelsorger. Feldpost 26. Feldrabbiner Dr. Tauber, Divisionsseelsarger- Feldpost 6. Feldrabbiner Dr. Templer, Divisionsseelsorger, Feldpost 86. Feldrabbiner Dr. Lemberg er, Feldpost .70. Dr. Leopold Weinsberg, Festungsseelsorger in Krakau. Andere Feldrabbiner wollen zu diesem Zwecke ihre Feldpostadressen der Redaktion unseres Blattes mitteilen. Als Liebesgaben sind vor allem Zigaretten. Schokolade, Kakes, Seife, ferner jüdische Zeitschriften erwünscht. * * * Bei Frau Dr. Grün Wald sind für Liebesgaben zuhanden der Herren Feldrabbiner folgende Spenden eingegangen: 25 Kr. Herr Dr. Alfred Berger; 3 Kr. Herr Korn streich er; 2 Kr. Herr Rudolf G oldste in; 1 Paket Schokolade von Fräulein Gisa Heim; 1 Paket Tabak Frau Adele K r i e g l e r. Br§ünzun§8kursus kür israeliliscde Religionslehrer an Volks- und Bürgerschulen aus Galizien. (I., Seitenst’ettengasse 4, II. Stock). 12. Mai bis 14. Juni 1915. Der Lehrkörper der Bildungsanstalt für isr. Religionslehrer in Lemberg eröffnet mit Genehmigung des galiz. Landesschulrates (Erl. von 29./IV. 1915, ZI. 3297/111) einen einm onatliehen Ergänzungskursus für israelitische Religionslehrer an Volks- und Bürgerschulen. Die Vorträge werden in dem vom Vorstande der. israelitischen Kultusgemeinde in bereitwilligster Weise belassenen Saale der Religionsschule täglich von 8 bis 11 Uhr, resp. 8—12 Uhr stattfinden. Zur Anteilnahme — die unentgeltlich ist — sind alle Religionslehrer an öffentlichen und Privatschulen (Gemeinde-Baron Hirsch-Schulen) berechtigt, sie müssen sich aber vorher schriftlich beim Mitglied des k. k. galizischen Landesschulrates, dem Herrn Universitätsprofessor Dr. Leo Ster n b ä c h (IX., Alserstraße 32, Pension Astra), anmelden. Es werden in diesem Kursus folgende Herren dozieren ‘ 1. Professor Hirsch Bad. Die Ethik des Judentums, 2 Stunden der Woche. 2. Professor Dr. Majer Balaban: a) Kurzer Abriß der jüd. Geschichte* 1 Stunde wöchentlich; b) Geschichte der Juden im XIX! Jahrhundert, 2 Stunden wöchentlich; c) Rechte und Pflichten des Religionslehrers, 1 Stunde wöchentlich. 3. Professor Dr. .Lewi Freund : a) Einleitung in den Talmud, 1 Stunde wöchentlich; b) Ausgewählte Mischnatraktate, 2 Stunden wöchentlich. 4. Rabbiner Dr. Samuel Gut tm ann: Homiletik, 3 Stund, wöchentl. 5. Dozent Professor Dr. Moses S c h o r r : a) Einleitung in die Bibel, 2 Stunden wöchentlich; b) Interpretation ausgewählter Prophetenreden, 2 Stunden wöchentlich. 6. Professor Sigm. Taubes: a) Methodik des Religionsunterrichtes^ Stunden wöchentlich; b) Praktische Übungen, 1 Stunde wöchentlich. Die feierliche Eröffnung des Kursus fand Mittwoch am 12. Mai, um 10 Uhr vormittags, in der Religionsschule, Wien, I., Seitenstettengasse 2, statt. Am Donnerstag begannen die regulären Vorträge. Fast alle Religionslehrer aus Galizien nehmen am Kursus teil. Wien. (Todesfal l.) Unter überaus zahlreicher Beteiligung fast aller Kreise der Bevölkerung fand am Freitag, den 7. d. M., das Leichenbegängnis der durch ihre hervorragenden weiblichen Vorzüge allgemein beliebten und verehrten Frau Regine Brod statt. Sie war die Gattin des Herrn Kultusvorstehers S. Brod, Präsidenten des Vereines zur Hebung der Gewerbe wie vieler anderer humanitärer Körperschaften, mit dem sie durch 43 Jahre in glücklichster Ehe lebte. Es fanden sich zur Ehrung der Dahingeschiedenen u. a. auch die Präsidenten und Präsidentinnen fast aller größeren Vereinigungen ein, ebenso Reichsrats- und Landtagsabgeordnete, Gemeinde- und Bezirksräte, zahlreiche Vertreter der Kunst, der Industrie und der Gewerbe, die der Familie der Dahingeschiedenen, insbesonders dem allgemein hochgeachteten und beliebten Gatten derselben Worte des Trostes zusprachen. Die Wiener isr. Kultusgemeinde war durch würdige Mitglieder des Kultusvorstandes, des Rabbinates, der Lehrer- und Beamtenschaft vertreten. Nachdem Oberkantor Don Fuchs mit Chor die Trauergesänge meisterhaft zum Vortrage gebracht, hielt Rabbiner Dr. F e u ch t w a n g, der die Verstorbene aus ihrem Wirkungskreise persönlich gekannt, einen warmen, alle Anwesenden tief erschütternden Nachruf. Hunderte mündliche und schriftliche Teilnahmskundgebungen ehrten die trauernden Familienmitglieder. Möge der so allgemein geschätzten und verehrten Verstorbenen die Erde leicht werden! Wien. (Spende.) Herr S. Brod, Chef der Firma S. Brod & Cie. und Präsident des Vereines zur Hebung der Gewerbe, spendete statt eines Kranzes zum Andenken an seine verstorbene Gattin, der Frau Regine Brod, 1000 Kronen, und zwar je 100 Kronen für die Hilfsaktion der Frau Anitta Müller, für die Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, für das israel. Blindeninstitut. 19. Bez., Hohe Warte, und für die Wohltätigkeitsvereine Talmud-Thora, 2. Bez., Malzgasse, Chewra-Kadischa, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, Isr. Kinderbewahranstalt, 2. Bez., Schiffamtsgasse, Philanthropia, 13. Bez., Ferienheim, 9. Bez.. Einheit, 2. Bez., Malzgasse 12, Handwerkerverein, 9. Bez., Grüne Torgasse, und Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchenhort, 2. Bez., Malzgasse. Di? Brockensammlung für jüdische Arme hat ihr neues Lokal im Hause Alserstraße Nr. 42 bezogen. Der Besitzes des Hauses, Herr Dr. Maximilian H i r s ch, hat das Lokal in großherziger Weise dem Ver-