Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 19 (7.5.1915)
- Date
- 1915-05-07
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seile 362 Nr. 19 Dr. Bloch's Wochenschrift Sitzungsberichte der Kaiser!. Akademie der Wissenschaften in Wien. Philosophische Historische Klasse. 175. Band, 5. Abhandlung. Die hcbrä.scheu Handschriften d r k. r. HofbMiochek z i W: n. (Erwerbungen seit 1851.) Von Dr. Arthur Zacharias Schwarz. (Mit 1 Tafel.) Borg lrgt in d:r Szitzung am 4. Februar 1914. Wien, 1914. Zn Kommission bei Alfred Holder, k. u. k. Hos- und Universitäts-Buchhändler. Buchhändler der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, 1. Bez., Rotenturmstraße 25. Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XVI. Jahrgang, Nr. 8. Prag, den 30. April 1915. (16. Jjar 5675). Redaktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. — Inhalt: HI. Buch Moses, Kap 25, V., 22. — ,Ben Iehuda: Die Sephira. — Ernst Erdmann. — Josef Hart: Krieg und Frieden. (Forts.) — I. L. Peretz ist gestorben, i— Die alten Tore von Jerusalem. (Jllustr.) — Der Tempel in Stanislau. (Jllustr.) — Karl Pereles: Die Musik der alten Juden. (Schluß). — Fritz Simon-Neumann: Aksah. (Forts.) — Moritz AntscherI: Moses und Lehrer. — Aus unserem Leserkreise. — Uebersetzungs-Aufgabe. — Rätsel. Jeschurvn. Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum. Herausgeber: Dr. I Wohlgemut h. II. Jahrgang. Heft 4. Verlag des Jeschurun, Berlin N. 24. — Inhalt: H. Levy: Als Jude im Felde. — I. Barth: Sprüche XII, 27. — I. Carlebach: Der Psalter Davids im Wechsel der Tage. ,— I. Unna: Die Ehrerbietung vor dem Brote. — S.!Kaatz: Noch einmal über den Tierschutz. — Jakob Barth. Kriefkafterr K. F. Es ist richtig, daß Baron Herbert Reuter, der Direktor des Reuter'schcn Büros, einer deutschen Judenfamilie entstammt. Die geheuchelte Entrüstung ab?r über seine antideutsche Haltung ist sehr deplaciert. Wir könnten zahlreiche Fälle verzeichnen, in denen „echte" Deutsche ihr Deutschtum preisgegeben und die deutsche Sache in der Stunde der höchsten Gefahr in Stich gelassen haben. Da ist in erster Reihe der amerikanische „Stahlkönig" Charles Schwad zu nennen, der an unsere Feinde, die Engländer, Kriegsmaterial für Hunderte von Millionen Dollars liefert. Weiter führen wir den Professor an der Harvard-Universität in Cambridge bei Boston, Dr. Kuno Francke, an, der in Kiel geboren, in München promoviert und 1834 an die Harvard-Universität berufen wurde, wo er sich dann. naturalisieren ließ. Er ist seinen Landsleuten, die in ihrer Adoptivheimat das alte Vaterland nicht vergessen haben, in den Rücken gefallen. Auf den 30. Januar hatte, wie der „Voss. Ztg." berichtet wird, ein Mitglied des Kongresses und des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Richard Bartholdt, eine Versammlung nach Washington berufen j,zur Bildung einer nationalen Organisation, Um die wahre Neutralität Amerikas wiederherzustellen und sie sreizuhalten von kommerzieller, finanzieller und politischer Willfährigkeit gegen fremde Mächte". Zu dieser Versammlung hatte er auch Kuno F r a n ck e eingeladen. Kuno F r a n ck e hat nicht nur seine Beteiligung abgelehnt, sondern er hat seine Ablehnung in einem ausführlichen Schreiben motiviert, das er am 3. Februar in der „New Park Times" veröffentlichte, einer Zeitung, die in jeder Nummer die gehässigsten Angriffe gegen die Deutschen bringt. Ferner sei Herr Alerander Siemens erwähnt, der Träger eines Namens, auf den Deutschland stolz ist. Unter der Ueberschrift sHanoverian’s syrapatbies with tbe Albes* („Hannoversche Sympathie für die Alliierten") druckten die „Times" vom 2. Februar ein Schreiben des Herrn Alerander S i em e n s ab, kdas der „berühmte Ingenieur und Sekretär" des .„Königlichen britischen Instituts", an dieses Institut gerichtet hat, um tzu versichern, daß er zwar aus deutschem Boden, in Hannover, geboren sei und zu seinem Leidwesen 1870 gegen Frankreich kämpfen mußte, dann aber nach London zurückkehrte und, wie er sich ausdrücklich rühmt, im Jahre 1678 seine Entlassung aus der deutschen Staatsangehörigkeit und feine Aufnahme in den englischen Untertanenverband erwirkte. Dieser Herr beteuert am Schluß seines Schreibens: Alle seine Sympathien seien bei den „Verbündeten", und er finde keinen Ausdruck, der stark genug sei, um „seine Empörung gegen Deutschlands Verletzung internationaler Verträge und Abmachungen zu verdeutlichen." In diese Kategorie gehört auch Herr Johann Mathias von B e r n u t h, Angehöriger eines bekannten deutschen Adelsgeschlechts, der an die Redaktion des in Antwerpen erscheinenden Blattes „La Metropole" ein Schreiben folgenden Inhalts gerichtet hat: „Keine Verwechslung, bitte! Heute morgen von Ostende zurückgekehrt, mache ich meine Mitbürger, um jedes Mißverständnis zu vermeiden, darauf aufmerksam, daß ich ^Belgier bin, da ich schon seit vielen (Jahren das ioolle Bürgerrecht erlangt habe (syant oblenu la gründe Naturalisation). Ich bin unter den: Namen de B e r n u t h in den belgischen Adelstand ausgenommen, ich habe stets meine Pflichten als belgischer Bürger erfüllt und im Juni als Geschworener an der Tagung des Schwurgerichts teilgenommen. Ich ergreife die Gelegenheit, um zu versichern, daß ich seit Beginn des Krieges aus wärmsten Herzen für den Sieg unserer gerechten Sache bete." . Solche Renegaten finden. sich eben in allen Klassen, Berufen, Ständen, Konfessionen. Und ist nicht H. Sr. Chamberlain nach seinem Blute und seiner Abstammung ein Engländer? Notizen. Jüdische Bühne. Dir. M. Siegler. Regie S. Leresku. Hotel Stefanie, 2. Bez., Taborstraße 12. Freitag, den 7. (Mai, Wohltätigkeitsvorstellung und Großer I. L. Perezabend: „S'b rent und Sch weste r". Samstag, den 8. und .Sonntag, den 9. Mai: Zum erstenmale das sensationelle Stück ^Zurück vom Krieg". — Sonntag, den 9. Mai, nachmittags halb 4 Uhr: „Der lustige V o g e l". — Montag, den 10. Mai: Goldfadens letztes Meisterwerk „Ben Ami". — Dienstag, den 11. Mai: „D i e goldene Hochzei t", — Mittwoch, den 12. Mai: „D e r jüdische Hamlet". — Donnerstag, den 12. Mai: „Al Naharojs BuweI". ( Oesterreijchffche Zrntral-Bodenkreditbank. In der am 23. April 1915 abgehaltenen Verwaltungsratssitzung dieser Bank wurde die Bilanz für das Jahr '1914 festgestellt. Dieselbe schließt nach entsprechenden Abschreibungen an dem Effektenbesitze und nach Einstellung einer Kriegsverlustreserve im Betrage von Kr. 400.000.— mit einem Gewinne von Kronen 754.984-— (— Kr. 427.187— gegen 1913) und nach Abrechnung des Gewrnnvortrages von 1913 mit einem Reingewinne von Kr. 509.034.— (— Kr. 435.856.^-). Es wurde beschlossen, der- Generalversammlung vorzuschlagen, nach statutenmäßiger Dotierung des ordentlichen Reservefonds mit 10 Prozent und des Hypothekarreservefonds mit Kr. 100.000.— wie int Vorjahre, dem Pensionsfonds der Angestellten Kr. 40.000.— zu widmen, die Dividende pro 1914 mit 6 Prozent, das ist Kr. 24.—'(gegen 8 Prozent, das ist Kr. 32— im Vorjahre) zu bestimmen und den Rest von Kr. 107.726.:— (— Kr. 138.223.—) aus Rechnung des Jahres 1915 vorzutragen. Kundmachung. Der Kultusvorstand bringt hiemit zur Kenntnis, daß in Gemäßheit des § 91 des Statutes der israelitischen Kultusgemeinde Wien, die Rechnungsabschlüsse über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher unter Gemeindeverwaltung stehender Fände und Anstalten für das Jahr 1914 vom 29. April 1915 ab, durch 14 Tage im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde Wien, 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 3. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zur Einsicht der Gemeindemitglieder aufliegen. Die Eemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist ihre Erinnerungen schriftlich einzubringen. Der Vorstand der israel. Kultusgememde Wien. Ettel GüldfchmW-Stiftung für Schüler der Wiener höheren Gewerbeschulen. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Kr. 200.—. Vewerbungsber^chtigt sind: Israel. Schüler der Wiener höheren Gewerbeschulen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Schulzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Albert MnKLffStiftung für israelitische Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen im Betrage von Kr. 350.—. Bewerbungsberechtigt find: Arme, würdige Israeliten. Bevorzugt sind: Bewerber, welche mit der .Familie des am 9. Juli 1896 verstorbenen Herrn Albert Gansl oder mit den Nachkommen des Ehepaares Heinrich und SÄtz'ne Kohn, geb. Gansl, verwandt sind. Berleihungstag: 10. Juli 1915 (28. Thamus). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll), '