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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-05-07 · 19 (7.5.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
19 (7.5.1915)
Date
1915-05-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 350 Dr. Bloch's Wochenschrift 1 goldene, 3 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 6 silberne 2. Klasse, 38 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 7 belobende Anerkennungen des Armee-Oberkommandos, zusammen 75 Auszeichnungen. Kotdene Hapferkeitsmedaiü'e. Ueber die Verleihung der goldenen Tapferkeitsmedaille an bk nachgenannten jüdischen Soldaten berichtet der „Egyenlösseg'' in seiner jüngsten Nunimer. Reservefähnrich Alexander Poltak Hütte in der blutigen Schlacht bei Valjevoden Heldentod gefunden. Vorige Woche gelangte nun an den Magistrat der Stadt Baya, wo der Vater des Verblichenen, Josef Pollak, eine Möbelfabrik besitzt, vom Kommando des 86. Infanterieregimentes eine amtliche Zuschrift mit dem Ersuchen, den Eltern des Verstorbenen die chm für sein tapferes Verhalten und feine vorzüglichen Dienste verglichene große goldene Tapferkeitsmedaille zu überreichen. Der Bürgermeister jber Stadt Maya verständigte die 'Eltern in einem warmempfundenen Briefe von der Auszeichnung ihres heldenmütigen Sohnes, während Magistratsrat Dr. Geza Moder an der Spitze einer Deputation der tiefbetrübten Familie die große goldene Tapferkeitsmedaille überreichte. l. Dr. Josef Jellinek, Fähnrich im 1. 'Husarenregiment, der sich seit dem ersten Tage der Mobilisierung auf dem Kriegsschauplätze befindet, hat bei Pietrokow die goldene Tapferkeitsmedaille erhalten. Doktor Je lhinesk hat die Aerzte seines Regimentes um den Preis seines eigenen Lebens aus den Händen der Russen gerettet. Oberarzt Dr. Wiktor Gärhner, ein Söhn des Tempelvörstchers in ,Eperies, hat für seine in der Feuerlinie bewiesene aufopfernde Tapferkeit das goldene Verdienstkreuz mit der Krone erhalten. Leo Gottlieb, Möbelhändler in Eperies, wurde für seinen hervorragenden Heldenmut, den er bei Przemysl bekundete, mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. HapferLeitsmedailke erster Klasse. Georg Klein, der anfangs August als Einjährig- Freuvilligen-Kvrporal des 19. Jägerbataillons nach Galizien zog, an den Kämpfen bei Krasnik uird Lublin teilnahm und sichwiederholt auszeichnete, wurde rasch nacheinander bis zum Fähjnrich befördert Md erhielt für feine besonders heldenmütige Waffentat, durch welche er an der Spitze von 70 Mann Mehr als 600 Mann mit mehreren höheren Offizieren gefangennahm, die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse. Julius Nemeti, Sohn eines jüdischen Druckereibesitzers in sAranyosmaroth, der seit der allgemeinen Mobilisierung bei der Feldartillerie auf dem östlichen Kriegsschauplätze kämpft, hat sich dürch seine Tapfer^ feit und Unerschrockenheit so sehr ausgezeichnet, daß er für die Tapferkeitsmedaille erster Klasse vorgeschilagen wurde. Außer ihm befinden sich noch vier Brüder auf dem Kriegsschauplätze, von denen der jüngste, Rudolf NeMeti, seit September an vielen Sturmangriffen teilnahm, im Januar verwundet heimkehrte, bald darauf jedoch wieder auf den Kriegsschauplatz zurückging. In der Schlacht voM 6. und 7. März zeichnete er sich 'abermals aus, wurde befördert und für seine ganz besondere Leistung, durch welche er drei seiner Vorgesetzten, welche bereits verwundet waren, unter Gefährdung seines eigenen Lebens auf den Verbandsplatz trug und ihr Leben dadurch rettete, mit der Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. Nr. 19 Stefan Bo ros, Fähnrich des 39. Infanterieregimentes, erhielt für Heine vollführte heldeninütige Waffentat, durch welche eine feindliche Abteilung, darunter ein Generalstabshauptmann und 16 Reiter, gefangengenomMen wurden, am 11. <d. M. in Debreczin, wohin er infolge Erschöpfung beurlaubt und in den Lokaldienst versetzt wurde, die Tapserkeitsmedaille erster Klasse. Diese Auszeichnung wurde Stefan Bo ros, der ein Sohn eines Beamten bei der Finanz-Landesdirektion Lazar Boros ist, in Gegenwart einer Marschkompagnie, welche an diesem Tage auf den Kriegsschauplatz abmarschierte, feierlichst überreicht. Sigmund Pfeiffer, Angestellter einer Kaufmannsfirma in Nagy-Kanisza, Feldwebel im 19. Infanterieregiment, wurde am 10. d. M. für fein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet, welche ihm sein Oberst auf dem Kriegsschauplätze an die Brust heftete. Sein jüngerer Bruder, Ignatz Pfeiffer, Zugssührer im 20. Infanterieregiment, wurde gleichfalls aus dem Kriegsschauplätze Mit der Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. ' __ („Egyenlösseg".) Nach dem Kode ausgezeichnet, Der k. u. k. Kadett Egon Stern, ein Sohn des Budweiser Getreidehändlers Herrn Anton Stern, ist nach seinem Tode mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden. Herr Egon Stern war Kadett im 2. Bataillon des Infanterieregiments Nr. 66 und hatte sich durch Heldenmut und Tapferkeit besonders hervorgetan. Zu den schwierigsten und gefährlichsten Patrouillengängen hatte er sich stets freiwillig gemeldet. Am 11. November hatte das Bataillon den Auftrag erhalten, den höhen Berg Bresag südlich von Valjevo zu erstürmen. Der. Sturm mußte viermal wiederholt werden. Beim vierten Sturm übernahm Kadett Egon Stern das Kommando der Kompagnie und fiel vier Schritte vor den feindlichen Stellungen durch einen Kopfschuß, nachdem er 18 Gefechte und 2 Schlachten mitgemacht hatte. Bei diesem Sturm hatte das Bataillon 14 Offiziere und 532 Mann verloren. Ktto Stern Korporal II. — 75. Ersatzbataillon in Neuhaus, stand bei seinem- Regimente am rechten San-Ufer bei Jaroslan im heftigsten Kugelregen, als er bemerkte, daß sein von der Kompagnie sehr geliebter Hauptmann, von einer Kugel getroffen, niederbrach. Sofort eilte unjer jugendlicher Held zu dem Gefallenen hin, nahm ihn auf den Rücken und trug ihn aus der Gefechtslinie, uM ihn zu retten Bei diesen Bemühungen wurde Stern von Schrapnellstücken getroffen, setzte jedoch seine Rettungsarbeit fort und benützte ein am Ufer befindliches Boot, um mit seiner teuren Last das andere Ufer zu gewinnen. Leider konnte er nur die Leiche seines verehrten Kompagniechefs bergen. Stern echielt die silberne Tapferkeitsmedaille. Otto Stern ist aus Ehejnov bei Tabor gebürtig, wo dessen Eltern, von jedermann geachtet, wohnen. Km Hpfer perfider russischer Kampfesweise. Eugen Doz-sa, Beamter 'der Hypothekenbank, erlitt, nachdem er an den Kämpfen beim Uzsoker Passe teilgenommen hatte, anläßlich der jüngsten Osterfeste im Laborcztale den Heldentod. Dieser Tage erschien, wie „Egyenlösseg" berichtet, bei der jungen Witwe der Offiziersbursche des heldenmütigen Leutnants und überwachte ihv seinen Säbel sowie ein Schreiben des Kommandanten folgenden Inhaltes:

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