Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 14 (2.4.1915)
- Date
- 1915-04-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 360 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 14 25 Kr.: Stadtarzt Dr. Bela Rosenthal und Frau, Frau kais. Rat Malvine Schütz, 2. Spende (im ganzen 125 Kr.); 20 Mark: Silesia-Loge in Liegnitz; 10 Mark: Kirchenrat Dr. Kroner (Stuttgart), Frau Bankier Gutmann (Stuttgart); 20 Kr.: Frau Jeanette Byk, Frau Bäu ml (Jägerndors), Pini Bäuerl, Herren Leopold Pollak von Parnegg, Hermann Back von Begavar^ Ehepaar Sigmund und Jda Subak „statt eines Kranzes für den unvergeßlichen Helden Seeleutnant Jacques Hofmann", Frau Amalie L öw, Herren Rabbiner Doktor Ehrentreu (München), M. Gutmann, Abr. L. (Krakau); 15 Kr.: Herr Leon Schwanenfeld (Tarnow); 10 Kr.: Frau Rosa (Be ckstKarlowitz), Frau Dr. K a tz (Storzynecz), Mka Lilienfeld, Frau Klara Pollak, F. K., Frl. Lehmann, Frau Ingenieur Hellin, Bertha Benies, Johanna Fluß, Fanny Reicher, Thekla Beer, Camilla Weißhut, Betty Spitzer, Johanna Müller (18.), Irma Re iß und Regine Schön (Wfetin), Erna Lilien, Herren Doktor Joses Breuer, Hermann Habermann. (Czernowitz), Friedrich Pick, kais. Räte Anton Stei nhof, Raumann, H. B, Oskar 'Pollak, Professor Mannaberg, Alfred Landau, Bernhard Wachtl, «Leopold Winter, Kommerzialrat Simon, kais. Rat Sal. Prager, JosefsI. Philipp, Hofrat Prof. Dr. Politzer, Julius Singer (Czernowitz), Dr. Jacob Horowitz, Dr. Adolf Meisels (Krakau); 7 Kr.: Frau Therese Grünseld; 6 Kr.: Frau HermineSquarenina, Frl. Mathilde Cohn, Frau Hermine Modern, Herr Julius Neumann, Herr Rabbiner Dr. Spiegel (Altona), Nathan und Moses Tartakower; 5 Kr.: Frauen Klarfeld, Dr. Landes, L. M., Ella Schlesinger, Ella Seinfeld,. Rosa Samuely, Frau Dr. Kaufmann (Frankfurt a. Main), Hermine Schwarzwald (Lemberg), Frau Johanna Löw, Hermine Charmaz, Franziska Ritz, Ella Sauerbrunn, Frau Dozent Fischer, Pauline Birnbaum (Karlstadt), Regine Rufeisen, Herren Anton Beck, Armin Fleischmann, Liebeskind, Rabbiner Dr. Lazarus (Göding), M. Drucker, Emil Drucker, Paul Benzion, I. Lanzer, Leopold Kubins'ky, Gustav Pack, Otto Bleyer, Gustav König, Dr. Ludwig Sachs, Ludwig Frenkel, M. Re ich enfeld, Leopold Weiß, MorizDurlacher (Hamburg), Siegfried Mündheim (Hamburg), Moriz Mündheim (Hamburg), Moriz Schwarz, Dr. Adolf Menkes, Mauryez Horowitz (Krakau), Symon Loria, Dr. Benno Roth, Michael Margulies; 4 Kr.: Herren Joachim Eisenberg, Edmund Brüll, Robert Drucker, Josef Sachs, Doktor Senegaglia; 3 Kr.: Rabbiner Doktor Fried (Stockholm), Frau Malvine Robitschek, Frau Doktor Amalie Blech, Frauen Anna Schönberg, Bertha Bacher, Löwenschuß (Jahrzeit), Herr Josef Smetana, E. Sonnenthal, Dr. Richard Neumann, Frauen Kitty Franz, Rachele Landau, Anna Ungar, Josef Kalmus (Wygrod); 2 Kr.: Frauen Benedikt-Kolliner, Löwy, Wedeles, Anna Gentilli, Emma Frankl, Luise Eisenberger, Felicie Eisenschi tz, Herren Leopold Neumann, Lutmng Lanser, Frau Julie Lang, Simon Lang, Mathilde Sachs, Jacob Smiliovici, Dr. Norbert Handl, A. P a i m, S. D u x o r, Sigmund L i p p s ch ü tz, E. B l a u h o r n, Moriz P e r l e s, Medicus Kostmann; 1 Kr.: N. N., Nina Kellner, Filipp Fleischl, Adolf Fuchs, Karl Friedländer, Oscar Ehrm a n n, G. H., Frau K o n st a n t, Bernhard S u l z e r; 50 Heller: Unleserlich. Zusammen 2079.35 Kr. und 147 Mark, hiezu letzter Ausweis: 9016.35 Kr. und 400 Mark; insgesamt also 21.665.75 Kronen und 547 Mark. Weitere Spenden werden erst in nächster Nummer ausgewiesen. Gütige Spenden sind an Frau Rabbiner Dr. G r u wald, II., Ferdinandsstraße 23, und „Weibliche Für s o r g e", I., Schottengasse 10, zu senden und sind hochwillkommen, da infolge der Kriegsereignisse sich die Zufuhr bedeutend teurer stellt, als ursprünglich angenommen wurde. Wir behalten uns vor, nach Abschluß unserer Aktion einen Gesamtbericht der Öffentlichkeit zu unterbreiten. Are Wessach-Kartoffekveteikung der ..Weißlichen Aürsorge". Um verschiedene Anfragen aus dem Publikum zusammenfassend und eingehend beantworten zu können, zugleich auch zur Richtigstellung mancher in die Tagespreise gedrungener irriger Anschauungen über den Verlauf dieses großzügig gedachten und planmäßig durchgeführten Unternehmens, sah sich die Redaktion dieses Blattes veranlaßt, bei verschiedenen Mitarbeitern dieses Hilfswerkcs eine zuverlässige Auskunft einzuholen. Nach diesen Aufschlüssen ergibt sich der folgende Sachverhalt. Die fast ausschließlich streng rituell lebenden bedürftigen jüdischen Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina mußten aus religiösen Gründen an den Peffachfeiertagen aus das wichtigste Nahrungsmittel, das Brot, verzichten. Man wollte ihnen hierfür ein Ersatz in Erdäpfeln schaffen, die sie zu dem geringfügigen Preis von 6 Hellern für das Kilo sollten kaufen können. Zur leichteren Durchführung dieses Planes wurde die Flüchtlings-Zentralstelle um ihre Beihilfe gebeten. Alle dort eingetragenen und unterstützten Schützlinge erhielten der Kopfzahl ihrer Familie entsprechende Anweisungen zum Bezug von Erdäpfeln in 12 bestimmten Niederlagen, die, soweit es anging, auf die verschiedenen Bezirke gleichmäßig verteilt waren und in denen Damen mit bewundernswerter Hingebung der Uebernahme und. Verteilung sich widmeten. Jede dieser Niederlagen sollte täglich eine der Nachfrage angemessene Menge von Erdäpfeln zum Verschleiß erhalten. Sogleich im Stadium der Vorbereitung wandte sich die israelitische Kultusgemeinde Wien an die „Weibliche Fürsorge" mit dem Ersuchen, auf ihre Kosten die sonst auch für Peffach von ihr versorgten Gemeindearmen mitzubeteilen. Ebenso schloß sich ein zionistisches Damenkomitee, das für die nicht in der Zirknsgasse gemeldeten armen Flüchtlinge eine Paiallelaktion unternahm, der Kartoffelbeteilung an. Dank dem wohlwollenden Entgegenkommen des Herrn Bürgermeisters konnten für dieses gemeinnützige Werk von der Kommune Wien 35 Waggons Kartoffel gekauft, ein weiterer von anderer Seite beschafft werden. Es wurde von der Gemeindeverwaltung gebührend berücksichtigt, daß durch den Verzicht dieser Flüchtlinge auf Brot während der Peffachtage ein sehr bedeutendes Quantum an Mehl gespart wird. Die Lieferung der Kartoffeln erfuhr aber eine unvorhergesehene Verzögerung dadurch, daß infolge militärischer Inanspruchnahme der Strecke, auf der bereits Waggons mit Erdäpfeln nach Wien unterwegs waren, diese bis heute hier nicht eintreffen konnten. Sie hätten direkt von der Ankunftsstelle auf . dem Nordwest- Bahnhof durch die liebenswürdige Vermittlung der Firma Schenker u. Co. den einzelnen Depots zugeführt werden sollen. Ihr Ausbleiben hatte zur Folge, daß man genötigt war, den Bedarf aus den in den Kellern der Kommune lagernden