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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-03-19 · 12 (19.3.1915) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
12 (19.3.1915)
Date
1915-03-19
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr- 12 Dr. Bloch's Wochenschrift Lc tc 231 „Dienstregloment. Erster Teil, in Versen." Herr Dr. Leo Popper, Wiener Hos- und Gerichtsadvokat, nebenbei gesagt ein überzeugungstreuer Glaubensgenosse, derzeit k. u. k. Oberleutnant der k. u. k. Traindivision Nr. 1, hat sich der erfolggekrönten Mühe unterzogen, die trockenen, ernsten Paragraphen des „Dienstreglements. . . . Erster Teil" in ein leicht übersehbares Poem von duftenden Versblüten zu verwandeln. Den Zweck des anmutig ausgestatteten, dem höchst humanen und verehrungswürdigen Kommandanten des Autors, Herrn k. u. k. Major Rudolf D w o r a k, gewidmeten Merkchens, dessen Gesamtertrag der Gesellschaft vom Roten Kreuz geweiht ist, gibt der Verfasser im Prolog an: „Was sonst in Prosa in dem Kopf rumorte, bedroht von ständigem Vergessensein, sollt ihr durch Reim und Kürze so gestalten, datz mühelos der Geist es kann behalten." Aber nicht nur der Militärmann, welcher das Reglemem einpauken mutz, wird sich der übersichtlichen, poetischen Repetition freuen, auch der Laie wird in unserer Zeit, wo das Heer im Brennpunkte des allgemeinen Interesses sich befindet, sich gerne aus der dichterischen Darstellung, die nicht eines schneidigen, aber stets würdigen Soldatenhumors entbehrt, Belehrung über die Prinzipien unserer Heeresorganisation holen. Welchen Anklang das Büchlein, welches um den minimalen Preis von einer Krone im Verlage „Zweigstelle Rotes Kreuz", Olmütz, zu haben ist, bei denk Militär- und Zivilpublikum findet, beweist der reißende Absatz, der den Verlag, obwohl das Bändchen vorläufig bloß in Olmütz bekannt sein dürfte, nötigte, die dritte Auflage zu veranstalten. _Feldrabbiner Dr. sicher. Jung-Juda. Illustrierte Feilschrist für unsere Jugend. XVT Jahrgang, Nr. 5. Prag den!2 Marz!9lö. (26. Adar 5875). -Hc barttoü und Admini iration: Prag. II., Srefausgafie 629. Jnhalr: Haphtarah zum Wochenabschnitt. — Ernst E r * im a u u : Moritz. Josef Hart: .strieg und Frieden (Forts.). — Äriegsbrief aus Jaffa. — Die alte Synagoge in Sadagvra (Jllnstr.). - Prof. Dr. Nathan Grün: Der Golem des hohen Rabbi Low. — Mvrih A n t i ch e r l: Merkverse. — Das Telephon in Amerika. — Die Sage vom König Salomo und Asmedai, dem König der Geister. — Uebersetzungsanfgabe. — Rätsel. Krreskasteri Dr. A B. Die Badener Zeitung nennt sich „Deutsch-freiheitlich^, scheint aber christlichsozialen antisemitischen Lesern zu Gefallen sein zu wollen. Der Artikel: „Die Ursachen der Teuerung" könnte in einem antisemitischen Hetzorgan Platz finden. Wohl kann man es nicht billigen, wenn gerade jetzt Juden Lebensmittel anfkaufen. um dieselben aufznstappeln und von der sicher eintretenden Preissteigerung zu profitieren. .Doch das tun andere mehr, die unbeschnitten sind", läßt Goethe ben Ahasverus jagen und das gilt auch heutzutage. Keinesfalls find die Inden an der Steigerung der Preise der wichtigsten Lebensmittel schuld, denn Fleisch, Milch. Eier rc. haben doch die Agrarier in der Hand. Adolf Fleischer, Lnndenburg lieber Ihren Wunsch bestätigen wir Ihnen, daß die an uns gerichtete Zuschrift betreffend die Dekorierung von H. B. eine Mystifikation war und nicht von Ihnen herrührt. Da wir das sofort vermutet haben, wurde von der Zuschrift kein Gebrauch gemacht. R. E- Ihre Zuschrift können wir leider nicht publizieren, da sie geeignet erscheint, eine Kontroverse anzuregen, für deren Anstragung unseres Bediinkens die Zeit noch nicht reif ist. A R L Die-Universität in Frankfurt a. M. besteht seit einem Jahre; die Anzahl der Hörer wurde infolge des Krieges nicht ausgegeben. In Frankfurt a M. bestehen zionistische Vereine und erscheint eine zionistische Wochenschrift. „Religionslehrer 37—42." Die Kultusgemeinde mutz die Reklamation überreichen, dann wird der aktive Religionslehrer befreit. Notiz. Jüdische Bühne. Hotel Stefanie, 2. Bezirk, Taborstratze 12. Direktion: M. Siegler. Regie: S. L e r e s k u. Freitag, den 19. März und Samstag, den 20. März 1915 „D i e M a ch t d e r Liebe", von L. Kobrin. Sonntag, den 21. März und Montag, den 22. März 1915: „Dr. Theodor Herzl." Sonntag, den 21. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Chaim in Amerika." Dienstag, den 23. März 1915, zugunsten des Vereines „Jüdische jugendl. Arbeiter": „Mit'n Strom u Masl Tow", von Schulem Aljchem. Mittwoch, den 24. März 1915: „M i s ch k e M o s ch k e". Donnerstag, den 25. März 1915, nachmittags halb 4 Uhr: „Der jüdische Hamlet". Donnerstag, den 25. März 1915 (.Abends): „Dus Pintale Jüd". Gifelaverciu, Lebensnud Ansstcuer-Berstcherungsaustalt ans Eegcuseitigkeit. Als erste unter den heimischen Versicherungsgesellschaften liegt die Bilanz des Giselavereines für das Jahr 1914 vor. Der Geschäftsabschluß zeigt, datz diese Anstalt _ auch im Kriegsjahr in ihrer kraftvollen Entwicklung weiter fortgeschritten ist. Der erzielte Bruttogewinn beträgt 1,401.000 Kr. Aus demselben werden im Hinblick auf die Zeitumstünde 360.000 Kr. zur weiteren Dotierung von Sicherheitsfonds verwendet, welche damit auf 1,561.000 Kr. anwachsen. Der verbleibende Reingewinn von 1,041.000 Kr. ist um 82.000 Kr. größer als der des Jahres 1913 und ermöglicht, den bezugsberechtigten Versicherten pro 1914 eine Dividende von 7 Prozent der Jahresprümie — gegen 6 Prozent in den Vorjahren — zu überweisen. Die wichtigsten Gebarungsziffern pro 1914 sind die folgenden: Prümieneinnahme 12,948.000 Kr., Zinseneinnahme 4,869.000 Kr., Zahlungen für Schäden und füllige Polizzen 8,933.000 Kr., für Dividenden an die Versicherten pro 1909—1913 2,307.000 Kr., Stand der Fonds zur Erfüllung der übernommenen Versicherungsoerbindlichkeiten 95,751.000 Kr., des Dividendenfonds der Versicherten 1,050.000 Kr., der «sicherheitsreferven 1,561.000 Kr., der gemeinnützigen Fonds 1,126.000 Kr.» Eesamtaktien 100,652.000 Kr. Von de n Gesamtaktiven sind 82,496.000 Kr. in erststelligen Hypotheken, 3,005.000 Kr. in Staatsschuldscheinen, 6,688.000 Kr. in Kriegsanleihe und sonstigen pupillarsicheren Werten, 3,251.000 Kr. in Polizzendarlehen, 895.000 Kronen in Hausbesitz, 1,483.000 Kr. in Guthaben bei ersten Bankinstituten angelegt. Die Verwaltung hat es verstanden, durch eine vorsichtige Anlagenpolitik ansehnliche Kursverluste zu vermeiden und durch eine sorgfältige Propaganda des Versicherungsgedankens und zweckmäßige Einrichtungen die Anstalt zum größten heimischen Gegenseitigkeitsinstitut auf dem Gebiete der Lebensversicherung zu machen. Wenn auch der Neuzugang in den letzten fünf Monaten des Jahres 1914 unter dem Einflüsse der kriegerischen Ereignisse stand, so wurde doch immerhin die ansehnliche Jahresproduktion von 26.120 Polizzen mit 30,385.000 Kr. Versicherungskapital erzielt und ergibt sich Ende 1914 ein Versicherungsstand von 220.185 Polizzen mit 277,516.000 Kr. Versicherungskapital. Aus denc im Rahmen der Anstalt bestehenden „Fonds zur Ausstattung armer Mädchen" wurden im Berichtsjahre 25.100 Kr. und seit Bestand des Fonds 471.900 Kr. an Aussteuerstipendien bar verteilt. Für öffentliche Kriegsfürsorgezwecke wurden bis 31. Dezember 1914 30.000 Kr. aufgewendet. An Stelle des im Vorjahre verstorbenen Professors Johannes B e n k wurde Hofral Emanuel E z u b e r, Professor an der Technischen Hochschule in Wien, einer der hervorragendsten Vertreter der Versicherungswissenschaften, in den Verwaltungsrat des k. k. privilegierten Giselavereines berufen. Abraham und Pauttne Elias sche Brautausstattungs- Stiftplätze. Anzahl der Plätze: 28 Plätze zu Kr. 570.— und 4 Plätze zu Kr. 525.—. Bewerbungsberechtigt sind: Tugendhafte, unbemittelte deutschisraelitische (aschkenasische) Mädchen in Wien, welche im Begriffe stehen, eine nach staatsgesetzlichen und jüdisch-rituellen Vorschriften giltige Che zu schließen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstetlengasse 4, 2. Stock (Einreichunsprotokoll). Bewerberinnen, welche vor der Verleihung heiraten, haben keineck Anspruch auf diese Stiftung. Kart und Rosalia Goldfchmidtfche Stiftung für Waistn- Unterstützung. Anzahl der Plätze: Anbestimmt, im Betrage von je Kr. 100.— bis 300.—. Bewerbungsberechtigt sind: Bedürftige israelitische eitern- oder vaterlose Kinder, welche sich nicht in Anstaltspslege befinden. Vorzugsberechtigt: In erster Linie solche Bewerber, welche nao^uweisen in der Lage sind, datz sie von jenen Bediensteten israelitischer Konfession abstammen, welche bei den Firmen „Goldschmidt & Sonnenfeld", „Goldschmidt, Kodier & Co.", „Goldschmidt & Landsinger" und „Carl Goldschmidt", sämtliche in Wien, im Denstverhältnisse gestanden sind; in zweiter Linie solche Bewerber, deren Vater bezw. Mutter Kultussteuer zahlendes Mitglied der Wiener israelitischen Kultusgemeinde war und nachträglich in Verarmung geraten jft. Gefuchsbeikagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Armutszeugnis, Verwendung^eugnis (Schulzeugnis, Bestätigung des Arbeitgebers ufw. ufw.), Verwaifungsnachweis und gegebenen Falles bei Geltendmachung des Anspruches auf ein Vorzugsrecht die entsprechenden Nachweisungen hierüber. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1915. - Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasfe 4, 2. Stock (Einreichunsprotokoll).

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