Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 10 (5.3.1915)
- Date
- 1915-03-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Dr. Vloch's Wochenschrift Nr. IS Sette 178 fokläk, Jnf.-Reg. Rr.43; Korporal Abraham Papo, orporal Heinrich Melzer, beide beim üosn.-herzegow. Inf.-Reg. Nr. 1; Einj.-Freiw. Abraham Katz, Blessistenträger Jakob Falken sie in, beide beim Jnf.-Reg. 6; Infanterist Samuel Schwa l b und Ofsiziersdiener Abraham Kra u s, beide beim Jnf.-Reg. Nr. 86; Gefreiter Isidor Gold stein, Jnf.-Reg. Nr. 34; Fähnrich d. R. Max Geller, Feldkanonenreg. Nr. 21; Patr.-Führer Robert Gold mann, Drag.-Reg. Nr. 1; Ulanen Leib Dembaum und Jsak Sobel, Ulanen-Reg. Nr. 6); Husar David Lansch, Husaren-Reg. Nr. 10; Gefreiter Moses Vogel, Jnf.-Reg. Nr. 58; Kompagnie-Hornist Abraham Matej, Jnf.-Reg. Nr. 64; Jrrfanterist SalomonMeier Zregler, Jnf.-Reg. Nr. 20; Korporal Jakob Seewald, Jnf.-Reg. Nr. 57. Belobende ^Anerkennung des Armeeoberkommandos: Leutnant d. R. Dr. Wilhelm Strifower, Landw.-Feldkanone-Div. Nr. 43. Hiernit war meine Pflicht alt Soldat erfüllt und ich kehrle meinen Weg zu meinen Brüdern zurück. Hier angekommen erfuhr selbes der Regimentskommandant und beantragte sofort für mein tapferes Benehmen die Goldene Tapferkeitsmedaille. Dekorierung zweier Müder. Ing. Chem. Walther N e u m a n n, Leutnant i. d. R. des zweiten Regiments der Tiroler Kaiserjäger, wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse dekoriert für tapferes Verhalten vor dem Feinde in den ^waltungsrecht überraschte durch seine gründliche Behänd 'Kämpfen bei Raclawice, an denen er als Kadett teil- , : lung des Stoffes ebensosehr, als seine Artikel über das nahm. Er ist der zweite Sohn des verstorbenen Be-.'Misenb ahnrecht Aufsehen erregten. Ein Mann von aufzirkshauptmannes Dr. Rudolf Neumann. Sein älterer rechtem und tadellosem Charakter, war er auch als Be- Auf dem Iekde der Ehre gefallen. In den Kämpfen auf dem nördlichen Kriegsschauplatz ist am 24. v. M. der Adjunkt der niederösterreichischen Finanzprokuratur, Dr. Otto Back, der als Oberleutnant und Kompagniekommandant bei einem Landsturminfanterieregiment stand, gefallen. Mit ihm hat ein glänzender Jurist den Heldentod für das Vaterland gefunden. Er war das einzige Kind des in Wien lebenden Herrn Heinrich Back und hat sich schon als Student ganz außerordentlich als tüchtiger Jurist erwiesen. Als er nach Absolvierung seiner Studien und Erreichung des Doktorgrades bei der Finanzprokuratur eintrat, erkannte man in ihm einen ungemein verwendbaren und strebsamen Beamten, der sich nicht allein mit seinen dienstlichen Agenden befaßte, sondern auch in allen anderen Zweigen der juristischen Wissenschaft sattelfest war. Theoretisch und praktisch sehr gebildet, entwickelte er eine reiche fachwissenschaftliche Tätigkeit. Sein im Manzschen Verlag erschienenes Werk über Ver- Bruder, Dr. Alfred N e u m a n n, Leutnant beim k. k. Landesschützenregiment Nr. 2, erhielt im November die goldene Tapferkeitsmedaille. Aas Signum laudis für «Leutnant Adolf Schlesinger, Irain.-AiV.Mr. 5. Se. Majestät der Kaiser hat dem Leutnant Adolf Schlesinger, Train-Div. Nr. 5, für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Kiaimm laudis am Bande des Militärverdienstkreuzes (Allerhöchste belobende Anerkennung) verliehen. Leutnant Ad. Schlesinger ist ein Sohn des Herrn Kauftnannes Moritz Schlesinger, Wien. Josef Miel, Feldwebel iw 71. Inf.-Weg. erhielt die Silberne IapferüeitsMedaille l. und H Klaffe. Aus einem Feldpostbrief an seine Cousine Elsa S P e ch t a in Wien, entnehmen wir nachstehende Stelle: Bin am 24. d. M. als Patrouillenkommandant mit einer Abteilung von 28 Mann stark, als Requirierungsp .trouille entsendet worden in ein nächst gelegenes Dorf der russischen Schwarmlinie, am Eingang dieses Dorfes beim Betreten meiner Spitze erhielt ich ein mörderisches Feuer, wobei mir zwei Mann verwundet wurden, jedoch hielt ich e nige Momente aus, als ich aber ein noch heftigeres Feuer erhielt, zog ich mich zurück auf etwa-40 Schritte von wo das Feuer kam. Jedoch die 2 Verwundeten blieben an diesem Orte, es konnten die Russen den Ort nicht nehmen, so wenig wie die unseren, d> nn beid^ Parteien waren schußbereit. Das Feuer wurde für einen Moment eingestellt, ich hatte zwei Beobachtungsposten aufgestellt, wo ich mich auch persönlich dann überzeugte, was eigentlich auf diesem Punkte der Beobachtung befindet, so sah ich auf etwa 30 Schritte genau, wie sich der Ggner versammelte und diesen Moment benützte ich, und gab das Signal »Vorwärts«, besetzte ungesehen zu werden dies-n Punkt und gab ein Salvenfeuer zum zweiten Angriff. Die Russen zerstreuten sich nach allen Richtungen und hauen dabei einen Verlust von 2 toten Pferden. 5 Männern und mehreren Verwundeten, gaben dabei gleichfalls sehr grosses Feuer gegen uns, so daß ich gezwungen zum zweitenmal zu retournieren ohne die Verwundeten mitzunehmen, ich war wieder an die alte Stellung, d nn da waren wir sehr gut gedeckt. Es gab mir aber keine Ruhe, meine Kriegskameraden, die Brüder meines;lieben Vaterlandes, in russische Hände zu geben, ich ging daher zum drittenmal sehr vorsichtig vor und - das Unternehmen gelang mir, aber dabei bekam ich nochmals £ 2 Verwundete, aber mit Gotteshilfe konnte'die zwei noch gehen. amrer immer auf seinem Platze. Pflichteifrig und gewissenhaft, war er bei seinen Vorgesetzten ungemein beliebt. Dr. Back war wiederholt von der Finanzprokuratur bei Verhandlungen vor dem Verwaltungsgerichtshof als Vertreter delegiert und hat mit großer Geschicklichkeit und tiefgründiger Sachkenntnis zu plädieren gewußt. Sein Vater, Heinrich -Back, ist ein geachteter Fabrikant, seine Mutter Nina eine geborene Gomperz. Außertourliche Beförderung. Ladislaus v. Kanitz, Edler von Nagyecser, wurde für sein wiederholt heldenmütiges Verhalten und seiner Tapferkeit in vielen Treffen außertourlich zum Oberleutnant im 16. Erzherzog Salvator-Husarenregiment befördert. Am 3. August, gleich zu Beginn der Mobilisation, war er auf den nördlichen Kriegsschauplatz eingerückt, und kämpfte heldenmütig in den Schlachten Besondere Verdienste erwarb er sich als Ordonanzoffizier, wo er seine „Melderitte" oft im größten Kugelregen mit seltener Bravour durchführte, oft auf allen Vieren kriechend, trug er, im Regen, Schnee und Kot watend, mehrere Kilometer weit die ihm anvertrauten Ordonanzbefehle. Anläßlich eines großen Gefechtes bei Maggiorowa hatte er einen wichtigen Ordonanzbefehl zu übermitteln, kaum verließ er die Deckung, als ihm sein Pferd von zwei Schrapnellgeschossen weggerissen wurde, unser Held aber merkwürdigerweise unverletzt blieb. Furchtlos bestieg er gleich ein anderes Pferd und führte seine Mission erfolgreich durch. Als er bald darauf in denselben Kämpfen von einer Anhöhe aus die Stellungen des Feindes auskundschaftete, wurde auch dieses Pferd von einer Kugel tötlich getroffen. Am 21. Oktober, anläßlich einer Schlacht am Sanflusse, zeichnete er sich durch seine Standhaftigkeit aus. Das Brigadekommando nahm seinen Sitz in Dandolsky, einem kleinen Dorfe südlich von Lasst), in einem Bauernhause, das aus zwei Zimmern bestand. In dem einen hielten sich der Brigadier und von Kanitz als Ordonanz auf, im anderen die Gefechtsordonanzen, die zum