Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 9 (26.2.1915)
- Date
- 1915-02-26
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 172 Dr. Bloch's Wochenschrift!h. 9 Schrift ediert fyat, die „Aus der Geschichte der israelitischen Kultusgemeinde Dobris" betitelt ist. Der alte israelitische Friedhof dieser Gemeinde erweckt unser besonderes Interesse. Er soll zurzeit des dreißigjährigen Krieges an der Stelle errichtet worden sein, wo viele Juden, die vor der Pest aus Wien flohen, an derselben Krankheit starben. Auf diesem Gottesacker sieht man noch heute viele alte Grabsteine, von denen der älteste die Jahrzahl 1650, der schönste und größte die Jahreszahl 1742 aufweist. Der ursprüngliche Friedhof befand sich auf herrschaftlichem Boden; anno 1781 wurde er erweitert und 1877 abermals um ein Drittel vergrößert. Im Jahre 1745 wurde im Schutzhause des Branntweinbrenners (nandars) Moses Mayer, des ersten in Dobris dauernd ansässigen Juden eine Betstube errichtet. Das Haus ward 1756 verkauft, woraus die Juden 1777 eine eigene Synagoge erbauten. Als diese 1807 ein Brand vernichtet hatte, sammelte man in unserem Vaterlande Gelder zum Aufbauen einer neuen Synagoge, die 1868 renoviert wurde. Die jüdische Schule hatte in Dobris 1839 eigene Lokalitäten, erhielt 1870 die Konzession als israelitische Privatoolksschule mit deutscher Unterrichtssprache und ward 1907 ausgehoben. Klattau. Baum. Die Jugendlehrer der talmudischen Zeit. Die in diesen Blättern vor einiger Zeit veröffentlichten Aufsätze „Die Jugendlehrer der talmudischen Zeit" von L. Wiesnei wurden über mehrfache Anregung gesammelt und sind soeben im Verlage von R. L ö w i t erschienen. Briefkasten. Mayer Horowitz, Wien. Die Talmudstelle Sota 44 a, wo von der Kriegspflicht der Frau die Rede ist, indem es heißt: „Jeder muß ins Feld rücken, selbst der Bräutigam muß sein Ehegemach verlassen und auch die Braut ihr Trauzelt!" — hat Herr Rabbiner Dr. Erunwald in seinem Vortrag vom 10. Dezember 1914 im Ingenieur- und Architektensaal, 1. Bezirk, Eschenbachgasse 9, über das Thema: „Der Krieg in der Bibel" und in dem Vortrag vom 21. Jänner 1915 über das Thema: „Patriotismus in der Bibel" bereits eingehend behandelt und gewürdigt. jt. P. Wegen Bekanntgabe hebräischer Sprach- und Sprechschulen wenden Sie sich an den Schriftsteller A. L o u b e tz f i) Wien, 20. Bezirk, Karl Meißlstraße 12. Emil P., Wien. Ernst V e r g a n i einen Nachruf zu widmen, erachten wir nicht als dringlich: Aufgabe in dieser Kriegszeit. Konkurs. Bei der gefertigten Kultusg enternde ist per 1. April 1. J. die Stelle eines Sclioieliet ubodek köre und Dieners (Scliames) zu besetzen; derselbe muß auch an Wochentagen vorbeten können und Bai Tokeo sein. Gehalt K 1200.— und freie Wohnung als auch Nebeneinkommen, die aus Schechita und sonstigen Gebühren bei Trauungen, Beerdigungen etc. bestehen. Offerte nebst Zeugnisabschriften sind zu richten an die Israelitische Kultusgemeinde in Bjelovar, Kroatien. Bjelovar, 22 Februar 1915. Der Vorstand-Stellvertreter Edmund Plachte. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Kmrdnmchimg. In der Versorgungsanstalt der israel. Kultusgemeinde, Wien,. 9. Bezirk, Seegasse 9, ist an einen armen oder gebrechlichen den im Organisationsstatute dieser Anstalt festgesetzten Bestimmungen entsprechenden Verwandten des am 18. Oktober 1907 in Wien verstorbenen Herrn Donat T a u ß i g ein Freiplatz, eventuell an Stelle eines Freiplatzes ein Jahresbetrag per Kr. 320.— bis auf weiteres zu verleihen. Als Verwandte des Herrn Donat Taußig sind in Hinsicht aus diesen Freiplatz diejenigen Personen anzusehen, welche nicht über den sechsten Grad hinaus mit den erforderlichen Beilagen belegten Gesuche bis 20. März 1915 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, 2. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Sachdienliche Auskünfte werden im Stiftungsamte der israel. Kultusgemeinde, Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, 2. Stock, während der Ämtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vorm, erteilt. Wien, 20. Januar 1915. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Notiz. Jüdische Bühne. Hotel Stefanie, 2. Bezirk, Taborstr. 12. Direktion M. Siegler. Regie S. L e r e s k u. Freitag den 26. und Samstag den 27. Februar „A h a s v e r" von A. Goldfaden. Sonntag den 28. Februar, nachmittags, „Der wilde Mensch" von I. Gordin. Sonntag den 28. Februar, abends, und Montag den 1. März „Mischke und Moschke". Dienstag den 2. MäiZ „E s r a". Mittwoch den 3. März „E h a n a l e". Donnerstag den 4. März „Bar Kochb a" von A. Goldfaden. Klara Krasnopolsky Gebet- und W ohltätigkeitsstistung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Betrage von zusammen Kronen 106.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme Israeliten, in erster Linie Verwandte der Stifterin. Verleihungstag: 19. April 1915 (5. Jjar). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 28. Februar 1915. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Wien, 15. Februar 1915. Ausgelernte Weissnäherin auch Kinder gern, sucht Stellung in nur gutem Haus. Beste Referenz steht zur Verfügung. Zuschriften erbeten unter >treu< an die Administration des Blattes. G. lernen und Kaddisch-Gebet für die im FeldegefallenenKriegerübernimmt irommer und gelehrter Mann Anfragen erbeten unter >R.« an Tiie Expedition des Blattes. Drei arme jüdische Sanitäts-Soldaten ““ Spender um gütige Beteilung mit 3 Stück Sanitäts-Seite nüberschwungen und Extrabajonetten, da sie solche und auch Kommiss nicht ausfaßten. Die Zusendung derselben wird erbeten an die Redaktion des Blattes. G. Gesucht Gymnasiallehrkraft für Erwachsenen. (Billigst.) Unter »Zeitgeist« an die Expediton des Blattes. Ale.irtVs . | Thee iVewer Ern Herausgeber l tib verantwortlicher Redaktrur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Bcck & Sohn, Wien, VII.