Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 9 (26.2.1915)
- Date
- 1915-02-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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9ir. S Dr. Moch'S Wochenschrift Seite 1&7 Beförderungen jüdischer Hffiziere. Se. Majestät der Kaiser hat ernannt: zum Oberstleutnant den Major Isidor Deutsch, Jnf.-Reg. Nr. 6; zum Hauptmann den Oberleutnant Jakob Grün seid, Jnf.-Reg. Nr. 31; zu Oberstabsärzten 2. Klasse die Stabsärzte Dr. Maximilian Prager, Sanitätschef in Bileca, Samuel Seidner, Hermann CHajes (Militärkommando Leitmeritz) und Dr. Gustav H ay, Garn.- Spital Nr. 1; zu Stabsärzten die Regimentsärzte Dr. Jakob Mandl, Jnf.-Reg. Nr. 50; Dr. Adolf Reich, Jnf.-Reg. Nr. 83; Dr. Michael Gr ab scheid, Festung Przemysl; zu Hauptmann-Rechnungsführern die Oberleutnants Moriz Rosenberg, 3. Gebirgsbrigade, und Moriz Salmen, Jnf.-Reg. Nr. 82. Vom Armeeoberkommando wurden ernannt: zum Hauptmann d. Res. der Oberleutnant d. Res. Julius Deutscher, Sapp.-Bat. Nr. 3; zu Oberleutnants d. R. die Leutnants Dr. Jakob Schmierer, Jäger-Bat. 30; Dr. Hugo Bergmann, Jnf.-Reg. Nr. 10; Josef Günsburg und Ing. Stiefel, beide Jnf.-Reg. 89. Zu Oberleutnants wurden befördert: die Leutnants i. d. R. Karl Goldschmidt, Fabrikant in Wien; Friedrich Seligmann, Fabrikant in Wien; Max Leo Popper, Kaufmann in Wien. Auszeichnungen. In den Augustkämpfen hat sich Reserveleutnant Richard Fried, Beamter der Unionbank in Wien, als Kommandant einer Kompagnie des Jiciner Landsturmbataillons auf dem nördlichen Kriegsschauplatz durch hervorragende Tapferkeit ausgezeichnet. Mehrfach verwundet, kehrte er vom Kriegsschauplatz nach Wien zurück, wo er jetzt seiner Heilung entgegengeht. Vor einigen Tagen wurde er nun in Anerkennung seines tapferen Verhaltens vor dem Feind zum Oberleutnant befördert und durch Verleihung des Militärverdienstkreuzes mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Herr Fried genießt auch in seiner bürgerlichen Betätigung unter seinen Berufskollegen großes Ansehen und wirkt seit einer Reihe von Jahren als Vorstandsmitglied in seiner Berufsorganisation, dem Reichsverein der Bank- und Sparkässenbeamten Oesterreichs. ,Döm Leutnant i. d. R. Robert K a u d e r s des Feldkanonenregiments Nr. 33, Weingroßhändler aus Wien, wurde in Anerkennung tapferen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde die belobende Anerkennung des Armeeoberkommandos ausgesprochen. Leutnant R. Kanders ist der Söhn des Kultusvorstehers kaiserl. Rates Siegm. K a u d e r s. Leutnant i. d. R. Dr. Phil. Fritz Brukner, Sohn des hiesigen Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Salomon Brukner, ist, nachdem er schon einmal aus dem Felde verwundet zurückgekehrt ist, nun das zweite Mal, und zwar schwer verwundet worden. Er wurde von Sr. Majestät mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Reserveleutnant Otto Rieden im k. u. k. Feldjägerbataillon Nr. 28 (derzeit Karpathen), wurde mit der kaiserl. belobenden Anerkennung (Signum laudis) für tapferes Verhalten vor dem Feinde ausgezeichnet. Der brave Junge hat bisher 20 Gefechte, darunter zwei Sturmangriffe glücklich mitgemacht. Der Assistenzarzt in der Reserve Doktor Moritz Tischler aus Wien wurde wegen seines aufopfernden Verhaltens auf dem nördlichen Kriegsschauplatz mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Herr Gustav Löwy, Oberbeamte der k. k. priv. Böhmischen Unionbank in Prag, wurde zum Oberleutnant im k. k. Infanterieregiment Nr. 11 ernannt. Der in der Prager Gesellschaft wohlbekannte Arzt des Sanatoriums Dr. A. Goitlieb, Herr MUDr. Viktor Stein aus Zbirow, Bataillonschefarzt im Infanterieregiment Nr. 73, wurde in Anerkennung hervorragend tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Otto Schöpkes, ein Prager, Sohn des David S ch ö p k e s, der die Feldzüge 1859, 1864, 1866 mitgemacht hat, ist Beamter der Elbe-Dampfbrotbäckerei in Altona. Zu Kriegsbeginn ist er eingerückr, hat als Ersatzreservist beim 8. Landsturmbataillon zehn Gefechte, darunter zwei schwere vor Krakau, mirgemacht und wurde wegen seiner Tapferkeit als erster des Bataillons mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet und zum Korporal befördert. K. u. k. Oberleutnant d. R. Dr. Heinrich Gans, Sohn des Redakteurs der „Linzer Tagespost", und k. u. k. Leutnant d. R. Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Ludwig Töpfer, Linz, erhielten beide das S gnum laudis. Ingenieur-Techniker Anselm Gorge aus Leipnik, Reserveleutnant im 54. Infanterieregiment, wurde mit dem Militärverdienstkreuze 3. Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. TapferkeiLsinedaisse erster Klaffe. Ignaz Pfeiffer, Kaufmann in Groß-Kanisza, zog als Gefreiter des 20. Honvedinfanterieregimentes in den Krieg. Er tat sich durch seine Tapferkeit und seinen Heldenmut so sehr hervor, daß er am 21. Januar mir der Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet wurde. Seine Frau wurde hievon, wie sie dem „Egyenlösseg" schreibt, durch folgenden Brief des Kommandanten ihres Mannes v.erständigt. Der Brief lautet: „Kriegsschauplatz, 21. Januar 1915. Hochwohlgeboren Frau Ignaz Pfeiffer! Ich kann Ihnen mit Freude mitteilen, daß Ihr lieber Gatte, der in meiner Kompagnie als Gefreiter dient, am 14. Dezember 1914 als Aufklärungspatrouillenkommandant hervorragende Dienste geleistet hat, und auch am 15. Dezember durch sein tapferes, heldenmütiges Verhalten inmitten des größten die feindlichen Geschützstellungen festgestellt hat. Bei Patrouillenmeldungen ist er der erste, der sich zur Durchführung schwerer Aufgaben freiwillig meldet. Für dieses fein tapferes und heldenmütiges Verhalten habe ich ihn für die Beförderung zum Zugsführer und zur Auszeichnung mit der Tapferkeitsmedaille erster Klasse in Vorschlag gebracht. Sein heldenmütiges Verhalten hat die Anerkennung gefunden, und so wurde Ihr geehrter Gatte am 21. d. M. mit der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet, wozu ich Ihnen unbekannterweise vom Herzen gratuliere, indem ich wünsche, daß Ihr lieber Gatte bei meiner Kompagnie sich durch sein heldenmütiges Verhalten auch fernerhin auszeichne und ich chm zur neuerlichen Auszeichnung in Vorschlag bringen könne. Kogutovitz, Oberleutnant, nt. p." Are Ketdentalen des Iekdrveßets Alexander. Bela Alexander, Einjährig-Freiwilliger, Mediziner, Titularfeldwebel des 12. Infanterieregimentes, hat - wie dem „Egyenlösseg" gemeldet wird — eine Waffentat durchgeführt, die ihresgleichen kaum finden wird. In Russisch-Polen, in der Nähe des Bsura-Flusses ge-