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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-02-19 · 8 (19.2.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
8 (19.2.1915)
Date
1915-02-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 188 Dr. Bloch's Wochenschrift 9tr. 8 Feinde gefallen); Gefreiter Jakob Weintraub, Landw,- Jnfanteriereg. Nr. 7; Gefreiter Aladar Diamant, 41. ung. Landw.-Division. Der Dermatologe Stabsarzt Dr. Bernhard Fuchs, Wtellungsvorstand des Garnisonsspitals Przemysl, der seit Ausbruch des Krieges Kommandant des Feldspitals Nr. 4/10 war und jetzt den Spitalszug Nr. 3 kommandiert, wurde wegen aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes ausgezeichnet. Oberarzt Dr. Richard Kantor, Assistent des Professors Nobel, seit Kriegsbeginn im Felde stehend, wurde für aufopferndes und tapferes Verhalten vor dem Feinde durch Verleihung des Signum laudis ausgezeichnet. Der Kaiser hat anbefohlen, daß dem Wiener Arzt Dr. Robert Kronfeld, der seit August die Kämpfe auf dem nördlichen Kriegsschauplätze mitmacht, die a. h. belobende Anerkennung für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde bekanntgegeben werde. Dr. Kronfeld, der als Assistenzarzt eingerückt ist, anvancierte inzwischen zum Oberarzt. Advokat Dr. Rudolf Hecht, Leutnant im 6. Jägerbataillon, Sohn des Herrn Adolf Hecht, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Signum laudis. Reserveleutnant Ludwig Bach, Tierarzt in Horodenka (Galizien), seit Mitte August im Kriege, wurde am 15. Dezember 1914 zum Oberleutnant befördert. Dr. Oskar Trnka, Advokaturskandidat aus Wien, früher in der Kanzlei Dr. Viktor Rosenfeld, wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde außertourlich zum Fähnrich in der Reserve befördert. Doktor Oskar Trnka ist der Sohn des gewesenen Präses der Chewra-Kadischa und Mitgliedes der Bezirkskommission in Ottakring-Hernals, Herrn Bernhard Trnka. Tapferkeitsmedaisse erster Klasse. * Der Budapester Advokat Dr. Ernst Sagt erhielt, wie „Egyenlösseg" zu melden weiß, von seinem im Felde stehenden Konzipienten, dem Advokaturskandidaten Fähnrich Moritz Vitt, das folgende Schreiben: „Heute wurde mir die Tapferkeitsmedaille erster Klasse an die Brust geheftet. Eigentlich ist nichts anderes geschehen, als daß ich als Kompagniekommandant mit meiner Kompagnie bei einem Bajonettangriff etwa 4 Kompagnien Russen, darunter einige Offiziere, gefangengenommen und einige Maschinengewehre erbeutet habe. ... Es ist interessant, wieviele Russen nach einem Bajonettangriff mit sogenannten Schlagwunden auf unseren Verbandsplatz kommen. Die Unsrigen arbeiten mit umgedrehtem Gewehr mit dem Kolben, den sie wie einen Knüttel benützen. Mit Feldgruß Moritz Vitt/' Are jüdische akademische Aeröindung „Anitas" iw Aelde. Die vorzügliche Haltung unserer jüdischen Akademiker im Felde kommt in den vielfachen Dekorierungen der Angehörigen der jüdischen Studentenverbindungen zum Ausdruck. Unter den Mitgliedern der bereits mehrfach ausgezeichneten Verbindung „Unitas" befinden sich auch zwei Aerzte; der als Oberarzt eingerückte A. H. der genannten Verbindung Dr. Philipp Schönwald wurde in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienste vor dem Feinde zum Regimentsarzt i. R. ernannt. Ferner hat der Kaiser dem A. H. der „Unitas", dem Assistenzarzt in der Reserve Dr. Moriz Tischler, beim 106. Jnfanterie-Truppendivisionskommando, in Anerkennung vorzüglichen und aufopferungsvollen Verhaltens vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Jüdische Kekden des 5. Infanterieregiments. „Egyenlösseg" meldet: Ein Soldat vornehmen Ranges vom 5. Infanterieregiment, der uns auch seinen Namen angab, schreibt: Nach sünfmonatlichem ununterbrochenem Aufenthalt auf dem Kriegsschauplatz erhielt ich, gewissermaßen als Anerkennung, einen vierwöchigen Urlaub. So fand ich Gelegenheit, Ihre wunderschöne Chronik der jüdischen Helden zu lesen. Ich möchte dieseu herrlichen.Kranz als unmittelbarer Beobachter und aus eigener Erfahrung Noch, durch die folgende Stelle bereichern : 1. Der Reserveleutnant des 5. Infanterieregiments Dr. Jvor Weisz, ein Budapester Advokat, wurde am 28. August 1914 als Abtellungskommandant mit seiner Abteilung aus einer riesigen Waldung als Vorposten ausgesandt, während das Regiment in ziemlicher Entfernung ihnen folgte. Als er aus dem Walde heraustrat, entdeckte er vorher vorbereitete Stellungen des Feindes, der in kolossaler Uebermacht war. Diese Stellungen waren berufen, den Unseren als Falle zu dienen. Ohne seine Geistesgegenwart zu verlieren, sendet er seinem Regimente einen Bericht mit genauer Aufzeichjnung der Stellungen, während er selbst inzwischen mit feiner kleinen, aber entschlossenen Truppe den ungleichen Kampf aufnimmt. Es gelingt ihm, den nunmehr vordringenden Feind unter großen Verlusten für denselben aufzuhalten, gleichzeitig gewinnt das Regiment Zeit zur Entwicklung und der über die Uebermacht erfochtene Sieg wird von allen der Selbstaufopferung und dem Heldenmut des Leutnants Weisz verdankt. Er wurde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. 2. Aron Mayr, Einjährig-Freiwilliger, Hörer der Medizin, wurde bei Ausbruch des Krieges über sein eigenes Ansuchen mit der Waffe eingereiht. Bei verschiedenen Gelegenheiten bot er sich in den gefährlichsten Situationen und im mörderischsten Feuer freiwillig zur Uebermittlung von Berichten an. Durch die pünktliche Ausführung des* Befehles erwies er sehr große unschätzbare Dienste. Bei einem solchen Anlasse geriet er in russische Gefangenschaft, welcher er nach fünf Tagen entkam, worauf er sich sofort bei seiner Kompagnie wieder meldete. Als er später Sanitätsunteroffizier wurde, bewies er in folgendem Falle seine Unerschrockenheit und seinen Opfermut. Der Hilfsplatz wurde vom feindlichen Geschützfeuer zerschossen. Die auf demselben befindlichen Verwundeten konnten nur so gerettet werden, daß sie durch einen Wald möglichst rasch auf den Armen forttransportiert wurden. Es waren jedoch drei Schwerverwundete, welche nur auf Tragbahren fortgeschafft werden konnten, was jedoch in dem dichten Walde ausgeschlossen schien. Freiwilliger Mayr meldet sich freiwillig zu dieser Aufgabe und bringt mit Hilfe einiger beherzter Sanitätssoldaten die Verwundeten über den unter dem furchtbaren feindlichen Geschützfeuer stehenden Weg mit Umgehung des Waldes in Sicherheit. Man kann sich die Dankergüsse der Unglücklichen, unter denen gerade der am schwersten Verwundete ein Russe war, denken. Mayr wurde zum Korporal befördert und erhielt die Tapferkeitsinedaille zweiter Klasse. Später, anläßlich der Gefechte beim San, wo wir drei Wochen fast ununterbrochen den Feind im Auge behalten mußten, hielt sich Mayr ständig Tag und Nacht im Schützengraben auf. Immer dienstbereit, versieht er die Mannschaft nahezu dreier Regimenter mit der ersten Hilfeleistung. Als er einmal gerade während der Versorgung eines Verwundeten von einer durch eine Granate aufgerissenen Erdmasse mit seinem Verwundeten zusammen beinahe begraben wurde, schüttelte er gleichmütig die Erdmasse von sich ab und arbeitete wohlgemut weiter. Hiefür wurde er jetzt zur Auszeichnung mit der Tapferkeits-

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