Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 7 (12.2.1915)
- Date
- 1915-02-12
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Dr. Bloch'S Wochenschrift Seite 137 der Anerkennung. Unter den verwundeten Soldaten befindet sich ein glaubenstreuer Jude namens Siegmund Sachs, Vater dreier Kinder, der, seit Beginn des Krieges im Felde stehend, auf dem südlichen Kriegsschauplan für sein musterhaftes, tapferes Vorgehen anläßlich einer Aufklärungspatrouille zum Reserve-Zugsführer ernannt und Mit der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet wurde. Und so sind viele Glaubensgenossen hier, die im Felde ihre Pflicht voll und ganz erfüllt, und nun die heilkräftigen Schwefel-Thermen gebrauchend, Heilung und Linderung finden. Der Direktion und allen Personen,. welche sich in aufopfernder Weise in den Dienst dieser -Wohltätigkeit gestellt, sei hiermit herzlichst gedankt. Peter. Der Lazarettzug der deutschen Aue Miß-Logen. Die Logen des deutschen Ordens „Bne Briß", welche über tzanz Deutschland verbreitet sind, haben dem Vaterlande einen Lazarettzug zur Verfügung gestellt, der ungefähr am 15. Februar er. Berlin verlassen wird. Der Lazarettzug, dessen Ausrüstung das Medizinische Warenhaus in Berlin übernommen hat, wird mit allen Neuerungen, welche die Erfahrungen im bisherigen Verlaufe des Feldzuges als wünschenswert gezeitigt haben, versehen sein und Mustergiltiges in bezug auf Inneneinrichtung und Ausstattung bieten. Dabei wird er sich von jedem überflüssigen Luxus fernhakten; eine Forderung, die im Sinne der Zeit liegt. (Bei der Ausrüstung und Zusammenstellung des Zuges ist vor allen Dingen auf gute Lagerung der Verwundeten und darauf Rücksicht genommen, daß auch bei längerem Laufen des Zuges keine so starke Abnutzung der Betten und Tragen ftattfindet, daß das Liegen zur Plage wird. Wert wurde darauf gelegt, daß der Zug nicht nur bei der ersten, sondern auch bei den weiteren Fahrten bei einer längeren Dauer des Krieges seine Aufgabe in müstergiltiger Weise erfüllen kann. Der „Lüzarettzüg der deutschen Bne Briß-Logen" — so tautet dervom Feldsanitätschef genehmigte Name — wird vor seiner Ausfahrt auf einige Tage zur Besichtigung -.in Berlin ausgestellt sein. Der leitende Arzt des Zuges ist Dr. Staub in Breslau. Nach Ablauf einiger Wochen wird der Zug von dem stellvertretenden Sekretär der Großloge für Deutschland, Rechtsanwalt Dr. Ludwig Holländer in Berlin, als Rechnungsführer begleitet werden. Herr Dr. Holländer hat auch die Zusammenstellung und Ausrüstung des Zuges besorgt. Einer guten Sitte entsprechend, wird der Lazarettzug bei seiner ersten Fahrt Liebesgaben für - die hinter der Front liegenden Lazarette mitnehmen. Der Großpräsident des deutschen Distriktes des Ordens „Bne Briß", Geheimer Justizrat Timdorfer in Berlin, wird den Zug erstmals begleiten und die Liebesgaben persönlich überbringen. >So wird auch dieser Zug hoffentlich in ganz besonderem Maße den edlen Zwecken der Lazarettzüge dienen und unseren verwundeten und kränken Kriegern Erleichterung und Hilfe bringen. Vermischtes. Kranzablösungsspenden zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I., Lettenstettengaffe 4 für arme kranke Glaubensgenossen Anläßlich des Ablebens der sel. Lili Winterberg: Helene Kluilier Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Rudolf Landesberg: Ä. Landesberger Kr. 20.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosalie Wechsler: M. Adelberg Kr. 20.—, Richard Kulka 10.—, Brüder Wechsler 20.—. Zusammen Kr. 50.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Emil Eisler: Justine und Hugo Eisler Kr. 10.—. _ Vortrag aus jüdischer Geschichte. Literatur und Kultur. Donnerstag, den 18. Februar 1915, präzise V.8IIhr. abends, findet im Saale des Ingenieur- und Architekten- Vereines, I., Eschenbachg. 9, ein Vortrag des Herrn Oberrabbiners Dr. Ludwig V e n e t i a n e r aus Ujpest, Dozent au der Landes-Rabbinerschule in Budapest, statt. Thema: „Die Messiashoffnung des Judentums." Eintritt frei, ohne Karten. Spenden für die Juden unter den russischen Gefangenen. Weitere Bücher sandten Herr Doktor Arnold Hildesheimer sowie die Herren A. L. und G. L. Dr. M. Grunwald, II., Ferdinandsstr. 23. „Wiener Urania". Mittwoch, 17. Febr., punkt 1 ,-8 Uhr, findet im großen Saale der Urania ein Vortrag des Geheimrats Friedrich Delitzsch aus Berlin über „Psalmworte für die (Gegenwart" statt. Der Vortrag des berühmten Gelehrten wird auch in unseren Leserkreisen lebhaftestem Interesse begegnen. Wien. (Iosefstädter Tempel.) Die ordentliche Generalversammlung pro 1915 des Tempelbauvereines im 8. Bezirk der Stadt Wien findet am Sonntag, den 11. Februar d. I., präzise (,N Uhr vormittags, im Tempelgebäude, 8. Bez., Neudeggergasse 12, statt. Gäste willkommen. _ Wohltätigkeitskonzert zugunsten der israel. Volksküche. 2. Bezirk, Krummbaumgasse Nr. 8. Montag, 15. Februar 1915, Uhr abends, findet im Festsaale der Toynbee-Halle, XX., Denisgasse 33, ein Wohltärigkeitskonzert zugunsten der zwei israel. Volksküchen statt, in dem Frau Mela Mars, Herr Victor Heim, Frau Bertha John-Beer und H. Stojaniwits Mitwirken. Karten ü 5, 1, 3, 2 Kr. bei Frau Jenny Adler, VIII., Piaristengasse 17, VII., Lindengasse 32, Frl. Paula Roth, I., Neutorgasse 18 (Tel. 11791) zu haben. Nicht nur wegen des interessanten Programmes, sondern auch wegen des wohltätigen Zweckes verdient das Konzert alle Förderung. Die Volksküche hat in den letzten Monaten eine volle viertel Million Menschen ausgespeist und das Unmöglichste zur Linderung der Not unter den Einheimischen und Flüchtlingen getan. Die bevorstehende Pess'achaktion erfordert mehrere Tausend Kronen, die sich der Verein erst bei Gönnern verschaffen muß. ___ .Konzert Don Fuchs. Für das am 9. März l. I. im Wiener Konzert- Haus unter dem Protektorate der Gräfin Johanna von Hartenau stattfindende Konzert des Oberkantors Don Fuchs, zugunsten des Reservespitales Nr. II (Orthopädische Anstalt und Jnvalidenschule) und der notleidenden flüchtigen Kantoren aus Galizien und der Bukowina, bei dem außer dem Konzertgeber noch die Klaviervirtuosin Fräulein Margarete G e l b a r d, die Opernsängerin Fräulein Eugenie Stahl (Graz) und Gesangsmeister Artur Wolf Mitwirken, zeigt sich schon setzt ein außergewöhnliches Interesse im Publikum und sind Karten zu 10, 6, 1, 3, 2 und 1.50 Kr. im Mienen Konzerthaus, in der Hofmusikalienhandlung G u t m a nn und beim Konzertgeber Don Fuchs, I., Poftgasse 10 (Tel. Nr. 23609) erhältlich.