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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1915-02-12 · 7 (12.2.1915) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
32 (1915)
Issue
7 (12.2.1915)
Date
1915-02-12
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 122 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 7 Frankfurt a. M. Rechtsanwalt A. H o r o w i tz, infolge hervorragender Leistungen. Königsberg i. Pr. Assessor Julius E p st e i n im Fußartillerieregiment 1. Reustadt, Wcstpreußen. Rechtsanwalt W u n d e r m a ch e r. Zum Bizewachtmcifter: Berlin. Lmanuel Röhr (K. I. V.). Halbcrstadt. Srnjt Joseph, Unteroffizier d. R. (seit August Rittter des Eisernen Kreuzes). Sonstige Auszeichnungen. Bamberg. Das bayrische Militärverdienstkreuz zweiter Klasse erhielt Feldlazarettinspektor Berthold Triest. Bruchsal. Die silberne badische Verdienstmedaille an: Bande der militärischen Karl Friedrich Verdienstmedaille erhielt Leopold K a h n I. Colmar, Elsaß. Vizefeldwcbel der Reserve G. Dreyfus, -rhielt das bayrische Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern. Dresden. Feldlazarettinspektor William Abraham, Fabriksbesitzer, Ritter des Eisernen Kreuzes, der Tapferkeilsmedaille aus Südwestafrika und des Albrechtsordens, erhielt vom König von Sachsen das Ehrenkreuz mit Schwertern. Frankfurt a. M. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Leopold Feist, Vizefeldwebel der Reserve im Infanterieregiment 81. Fürth. Unteroffizier Dr. E r n st A r n st e i n, im 6. bayrischen Reserve-Artillerieregiment, erhielt das bayrische Militärverdienst^ kreuz dritter Klasse mit Krone und Schwertern. Kappenau, Baden. Gefreiter der Reserve Hern:. Metzger wurde durch Verleihung der silbernen badischen Verdienstmedaille ausgezeichnet, die ihm vom Grohherzog von Bähen selbst überreicht wurde, außerdem zum Feldwebel befördert. Limburg. Das goldene Hessische Sanitätskreuz an Dr. L o e b, Oberstabsarzt, Sanitätsrat. Mannheim. Das bayrische Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern erhielten: Unteroffizier Carl R e i n h e i m.e r, im 8. bayrischen Landwehr-Infanterieregiment; Unteroffizier A d. R e i n h e i m e r, im 8. bayrischen Landwehr-Infanterieregiment. Mühlheim; Ruhr. Den bayrischen Militärverdienstorden vierter Klasse mit Schwertern erhielt Oberarzt der Reserve Dr. med. Blank. München. Den bayrischen Militärverdienst-Orden dritter Klasse erhielt Erich Kassel. Nürnberg. , Das bayrische Militärverdienstkreuz dritter Klasse erhielt Unteroffizier der Landwehr Hugo Kohlmann, im 3.' bayrischen Reserve-Fußartillerieregiment. Den bayrischen Militärverdienstorden vierter Klasse erhielt Oberleutnant der Landwehr Dr. Fritz Jglauer. Schwelm. Oberarzt der Reserve Dr. Kurt Herz erhielt den bayrischen Militärverdienstorden mit Schwertern und wurde zum Stabsarzt befördert. Wiesbaden. Die hessische Tapferkeitsmedaille erhielt M. I. Oppenheimer, Leutnant. ßm gemeinsames Orav. Tic „Posener Neuesten Nachrichten" enthalten einen Feldpostbrief, in welchem es' heißt: In einem heftigen Artilleriekampf waren drei von den Kameraden den Heldentod gefallen. Ihre Bestattung fand auf dem Soldatenfriedhofe in . . . statt. Zwei Särge aus roh gezimmerten Brettern und mit Tannengrün und Efeublättern feierlich umkränzt, nahmen die sterblichen Ueberreste der Braven auf. In dem einen war ein Unteroffizier, in dem anderen Sarge ein Gefreiter und ein Kanonier aufgebahrt. Der Unteroffizier gehörte der evangelischen, der Gefreite der katholischen Konfession und der Kanonier der mosaischen Religion all. Die Strahlen der untergehenden Sonne beleuchteten ein erhebendes Bild. Alle dienstfreien Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Batterie, der die Gefallenen angehörten, geleiteten ihre toten Kameraden zur letzten Ruhestätte. Hinter ihnen folgten Kameraden der Infanterie und alle anderen Abkömmlichen. . Sogar der Brigadegeneral war erschienen. Alle versammelten sich um idie offenen Gräber. Mehrere Kränze aus vorhandenen Efeublättern und Tannengrün, schlicht zusammengebunden, sogar Leinenstreifen mit letzten Widmungen zierten weihevoll die Särge. Bald erschienen der evangelische und der mosaische Divisionsgeistliche. Inzwischen war die Dämmerung hereingebrochen. Der Abendstern geblinkte am wolkenlosen Himmel und die Sichel des ^'zunehmenden Mondes senkte sich immer tiefer dem Horizont zu. Der evangelische Pfarrer wies auf den schnellen Tod der Kameraden hin. Als er steendct hatte, gedachte auch der mosaische Geistliche in kurze» Worten der Gefallenen. „Unsere Braven haben alle ihre Pflicht bis zum äußersten getan, und dies mit ihrem Tode bezahlen.müssen. Kein Unterschied der Konfession trennt sie hier, sie sind alle im Tode vereint in die andere Welt dahingegangen und in gleicher Pflichterfüllung vor ihren höchsten Richter getreten. Ganz gleich, ob Jude oder Christ, ob Protestant oder Katholik, ihr Tod gilt dem .Vaterlände, ihr Blut ist für unsere gerechte Sache geflossen. Wenn wir alle so wie sie in solch treuer Hingebung für Kaiser und unserteures Vaterland kämpfen, dann werden wir und müssen' wir siegen." Hierauf wurden die sterblicheil Hüllen der. Toten der Erde übergeben. Sigrvart Werthermer aus Ludwigsöurg. Ein christlicher Kamerad berichtete an seine Eltern über den Tod des Kriegsfreiwilligen Ligwart Weritz e im er aus Ludwigsburg: „Weitere Lieder sangen wir nicht, weil unser;Kamerad tot im Schloß lag. Unser Kamerad war ein Jude, Wertheinrer aus Ludwigsburg, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Verdienstmedaille, ein leuchtendes Vorbild von Tapferkeit und Unerschrockenheit. An dem: Unglückstuge ging er in einem Unterstand der 7. Batterie. Da schlug ein Volltreffer herein und tötete ihn. Gestern nacht holten wir' ihn ins Schloß und gruben ihm bei mondheller' Nacht ein Grab. Alle unsere Offiziere kämen heraus, der Hauptmann hielt eine Ansprache und pries seine Treue und seinen Opfermut. So wurde uns unser lieber Katnerad entrissen; er hat den Heldentod erlitten. Wir haben ihn sehr lieb gehabt." -- - Auch der Stabsarzt und der Regimentsordonnanzoffizicr haben den Eltern des Gefallenen ihre Bewunderung für den Heldenmut des Verstorbenen .ausgedrückt. Wattyer Keymarrn. In der Nacht vom 8. zum 9. Januar fiel bei einem Sturmangriff auf die französischen Stellungen beiSoissons der 32 jährige ostpreußische Dichter Walther Heym a n n aus Königsberg, der' voller Begeisterung beim Ausbruch des Krieges mit dem 8. Leibgrenadierregi- 'ment ins Feld gezogen war. Die Tagesblätter widmen dem jungen Dichter, der durch mehrere Veröffentlichungen Proben eines ungewöhnlich starken Talents an den Tag gelegt hatte, sehr sympathisch, gehaltene Nachrufe. Unter diesen zeichnet sich durch besondere Wärme ein Artikel aus, den ein Herr Siegfried-von der Trenck (Potsdam) dem Frühverstorbenen im „Berliner Tageblatt" widmet, es heißt darin: „Walther Heymann war Jude, aber er war . auch Ostpreuße, und er war vor allem anderen jetzt ein Deutscher". Der-adlige Verfasser bekundet ferner in dem Nachruf, daß ihn mit dem Verstorbenen eine innige Freundschaft verband. Es gereicht einem deutschen Adligen wahrlich nicht zur Unehre, wenn er offen für seine Freundschaft mit einem ' jüdischen

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