Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 32 (1915)
- Issue
- 2 (8.1.1915)
- Date
- 1915-01-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 37 Löwenhagen. Ern st Fleischhauer, Unteroffizier im Aleranderregiment. Ludwigsburg. Kriegsfreiwilliger Sig. Wertheimer, 17 Jahre alt, Sohn des Fabrikanten S- Wertheimer, ist dem Stab eines württembergischen Feldartillerieregiments zugeteilt; erhielt außerdem die württembergischs Verdienstmedaille, sowie die Beförderung zum Unteroffizier. München. Dr. med. u. phil. Leop. Flatow im badischen Pionierbataillon 14; Unteroffizier der Reserve Mar ^Wetzlar, im Insanterie-Leibregiment, Sohn des Hofjuweliers M. T. Wetzlar, zurzeit verwundet; Oberarzt der Reserve Dr. K a r l E i s e n b e r g; Assistenzarzt Dr. Lev in. Neumarkt. Diplom-Ingenieur David Neustädter. Nürnberg. Hugo G u t m a n n, in Firma S. Gutmann, Bizewachtmeister im 6. Reserve-Infanterieregiment; Ernst Seckendorf, Sanitätsunteroffizier im bayrischen 20. Reserve- Infanterieregiment; Dr. Walter Berlin, Sohn von Frau Witwe Lina Berlin, Unteroffizier im 8. Feldartillerieregiment; Ludwig Goldschmidt, Einjährigsreiwilliger Unteroffizier im bayrischen 19. Infanterieregiment, Sohn des Hofrats und Mitglied der Gemeindeverwaltung Dr. Ferdinand Goldschmidt; Willy N e u, Einjährigfreiwilliger Gefreiter, Sohn des Kaufmanns Mar Neu. Orlitschko. Georg Lewin, im Grenadierregiment 9, Sohn des Gastwirts Ludwig Lewin, auch zum Unteroffizier befördert. Pletz, Oberschlesien. Sanilätsunt.'rosfiz'er Simon Adler, Sohn des Herrn M. Adler, Broslawitz. Rastmburg, Ostpr. Bizefeldw:bel Arthur Michalowski Sohn der Frau Lina Michalowski. Sofia. Das Mitglied des jüdischen Turnvereines „Makabi" von hier, Ignatz Strauß, beim großherzogl. hessischen Garde- Dragonerregiment 23, erhielt als Meldereiter in Frankre:ch das Eiserne Kreuz. Sprier. Philipp Fein, Unteroffizier der Reserve beim 2. Pionierbataillon, Ass. des Obrrvrrs.cherungsantes. ' Stratzburg i. E. Dr. Beckhardt, Oberarzt d. R.; R o b. Frank, Vizefeldwebel. Straßfurt. Benno E o t t h e i n e r, 66. Infcmteri.'reZi neu! (Metz), unter Beförderung vom Sergeanten zum Feldwebel-Leutnant. Strelno. Unteroffizier der Reserve Alfred Gembitz. auch zum Vizefeldwebel befördert. Stuttgart. Unteroffizier der Landwehr Alb. Neuburger, im Reserve-Infanterieregiment 247, Sohn des verstorbenen Fc^ brikanten Martin Neuburger. Treipa, Bezirk Cassel. Unterarzt Willy^Schön, beim 2. preußischen Armeekorps, Feldlazarett Nr. 10, Sohn d:s Herrn Benedikt Schön. Wattenscheid. Oberarzt Dr. Robert B o n n i n, im 2. bayr. Armeekorps, Knappschaftsarzt. Weißen,els. Bizewachtmeister Mar Joste, beim Brückentrain der 24. Reserve-Division. Wetzlar. Gefreiter Milan Rosenthal, Sohn des H:rrn Heymann Rosenthal, welcher 1870 das Eiserne Kreuz erhielt, auch zum Unteroffizier befördert. Wiesbaden. Dr. M. W i t k o w s k i, Stabsarzt, z '.rzsit i O. Willrnberg, Ostpreußen. Reservist S i e g m. S a l o m o n, im Reserve-Infanterieregiment 59, in Firma I. Marcus, bei den Kämpfen in Russisch-Polen, gleichzeitig zum Gefreiten befördert. Worms. Rechtsanwalt B a r u ch. Würzburg. Offiziersstellvertreter Steuermann; Offiz'e. sstellvertreter Katzmann. Sonstige Auszeichnungen. Gotha. Dem Assistenzarzt Dr. Kurt Berent, bereits mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, wurde jetzt der bayrische Verdienstorden mit Krone und Schwertern verliehen. Nürnberg. Leutnant der Reserve Paul Krackenbergei erhielt den bayrischen Militärverdienstorden dritter Klasse; Einjährigfreiwilliger Unteroffizier Mar Lorch, im 10. Feldartillerieregiment, sowie die Unteroffiziere Bing und Regensburger, im 8. Feldartillerieregiment, erhielten das bayrische MilitäVerdienst kreuz dritter Klasse. _ Lichtcnau, Baden. Gefreiter d. R. Louis Kaufmann, isohn des Metzgers M. Kaufmann, hat die badisch: silberne Verdienstmedaille erhalten. Kart Kokdmark. Im Alter von nahezu 85 Jahren, in kaum gebrochener Schaffenslust, ist Karl Goldmark am 2. Januar gestorben. Der Schöpfer der exotischen Opermit orientalischer Melodik, war wohl die bedeutendste Erscheinung der gegenwärtigen Musikwelt. Auf jedem musikalischen Gebiet hat er Unvergängliches geschaffen, Werke, die zum eisernen Bestand gehören. Von seinen Werken nennen wir vor allem die „Königin von Saba", das in Wien im Jahre 1875 zum erstenmal aufgeführt ivurde und durch seine glühende Farben und durch die exotische, sinnliche Melodik berauschte. Einige feingearbeitete Kammermusikstücke und die sympathische „Ländliche Hochzeit", wie seine prächtig instrumentierten Ouvertüren erhellten noch den Glanz seines Namens. Diese Werke allein wären genug, um in ihm einen Meister und einen der phantasiereichsten und feinsten Musiker seiner Feit zu verehren. Seine anderen Werke zu würdigen, muß einem Fachmanne überlassen bleiben. Bor einigen Jahren, als Kart G o l d m a r k achtzig alt wurde, da wetteiferte die ganze musikalische Welt in dem Bestreben, ihn zu erfreuen und zu ehren. Mali hatte G o l d m a r k auch persönlich allenthalben ausgesprochen gern. In der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde, deren Ehren- und langjähriges Direktionsmitglied er war, schätzte man den Künstler überaus hoch: vor wenigen Wochen erst erfolgte seine Ernennung zum Ehrenmitglied der k. k. Akademie für Musik. Karl Gold mark war am 18. Mai 1830 in dem ungarischen Flecken Keßthelp als Sohn eines Kantors geboren und bis in fein höchstes 'Alter pflegte er alljährlich nach seiner Vaterstadt zu reisen, um die Gräber seiner Eltern an ihrem Jahrzeitstag zu besuchen. Er interessierte sich auch für jüdische Angelegenheiten, war auch Vorstandsmitglied des Jüdischen Museums. Die israelitische Kultusgemeinde hatte dem berühmten Künstler ein Ehrenbegräbnis bereitet und ein Ehrengrab gewidmet. Das Leichenbegängnis hat unter zahlreicher Teilnahme der Wiener Kunst- und Musikkreise stattgefunden. Im Trauerhause waren erschienen: Gränn Misa-Wydenbruck-Esterhary der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern mit den Vorstandsmitgliedern Salo Cobn. Dr. Markus Spitzer und S. Steiner, dem ersten Sekretär kaiserl. Rat Dr Lieben und dem Amtschef Wilhelm Freistadt, der Vräsident des Journalisten- und Schriftstellervereines ..Concordia" Dr. Siegmund Ebrlich. der Direktor des Hofoperntbeaters Hans Gregor. Frau KaroUne Gomverz-Bettelheim mit ibrem Bruder Dr. Anton Bettelheim, der Direktor des Konservatoriums Wilhelm Bopp Kammervirtuose Pro'. Alsr. Grünfeld, die Schriftsteller Dr. Julius Kornaold. Mar Kalbeck, Professor Richard Robert. I. Reitler. Dr. E. Bienenfeld, Dr. Siegmund Münz. Friedrich Stern. Ignaz Schnitzer. Dr. Szekelybidy aus Budapest Hofschauspielerin Auguste Wilbrandt-Baudius. Professor Anton Door. Generalsekretär Dr. Botstieber. die Komponisten Charles Weinberaer und Oskar Straus, der Ehrenchormeister des Schubertbundes Kirchl. Hol'kavellmeister a. D. Gericke. die Professoren Sulzer und Nascher. Kunsthändler kais. Rat Artaria. Direktor Windhopp in Vertretung der Autorenqesellschaft, llniversitätsprofessor Dr. Leo Strisower. Architekt Seidl, Frau Miller v. Aichholz mit Sohn. Kommerzialrat Grab und Frau, Direktor Eisenschütz vom Carl-Tbeater mit Regisseur Hopp. Prosepor Oskar Dachs, Konzertbureauinbaber Hugo Knepler. Industrieller Karl Lemberger, Oberkantor Bauer, Oberkantor Fuchs, Kantor Löwit usw. Um 11 Uhr nahin die Trauerfeier ihren Anfang. Oberkantor M o r g e n st e r n trug einen Trauerpsalm vor. Der Trauerzug hielt vor dem Gebäude der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde, wo das gesamte musikalische Wien sich versammelt hatte. Als der Leichenzug vor dem Hauptgiebel des Gebäudes Halt gemacht halte, intonierte das Hornquartett S t i e g l e r von der Hofoper die „Klage" 'von Richter. Hierauf hielt das Direktionsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde Regierungsrat Dr. Heinrich S t e g e r die Gedenkrede, in der