Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 46 (20.11.1914)
- Date
- 1914-11-20
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3020846-3022089-3022136--23619-3048827- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 46 Dr. Blvch's Wochenschrift Lellk 8«>7 Grosze Brnndkntnstrophc im IuA-nviertkl von Kvnstanli »Opel. Ai»? den verspätet hier emgelailgten Nunnnern der Konstantinopler „Aurore" ist zu ersehen, daß das Judenviertel von Konstantinopel Haskeuyill der Roschhaschonoh- Woche der Schauplatz eines großen Brandes lvar, durch welchen eure große Anzahl jüdischer Familiert obdachlos wurde und um ihre Habe gekommen ist. Die türkische Regierung hat, wie das genannte Blatt initteilt, sofort hilfreich eingegrissen und dem Großrabbinate 400 türkische Pfund als erste Hilfeleistung Lur Verfügung gestellt. Auch die Gesellschaft vom Roten Halbmond hat eine Hilfsaktion eingeleitet und sowohl für die Unterkunft wie auch für die Verpflegung der Opfer der Brandkatastrophe, welche zur ärlnstell Bevölkerungsschichte voll Konstantinopel .gehören, gesorgt. Das Verhältnis zlvischell den Juden und Muselmanen ist seit Eintritt der kriegerischen Verlvicklungen womöglich lwch freundlicher und intilner geworden wie ehedem. Die türkischen Blätter sind voll des Lobes über die patriotische Haltung der ottomanischen Juden. Vermischtes. Kcanzab ösungsipenden zugunsten der Chewra Kadischa in Wan I. Seitenstettengasie 4 für arme kranke Glaubensgenossen Dilfsitttio«» der Israelitischen Allianz zn Wien zngunstrn der JlüchUinge ans Galizien. (Dritte Spendenliste.) Der Israelitischen Allianz zu Wien sind zu den .kosten der von ihr für die gallischen Flüchtlinge eingeleiteten Hilfsaktion folgende Spenden zugegangen: Oberrabbiner Prof. Dr. H. P. CHajes Kr. 3000.— aus einer Sammlung in Triest, Israelitische Kultusgemeinde Agram (1. Rate) 3000. -, Anonym durch Herrn Notar Dr. I. N a i n e r t 600. , Israelitische Kultusgemeinde Marienbad (Tempelspenden) 206.—, Israelitische Kultusgemeinde Loschitz (Sammlung): B. Hirsch, Dr. L. Goldreich in Muglitz je Kr. 30.—, Sammlung bei der Chewra-Sude 14.30, M. Ehrlich in Müglitz 9.—, S. Motyches, E. Knöpflmacher, I. Günzig je 5.—, Josef Grotz 4.—, A. Günzig 3.—, I Fischer, Emil Langer, Siegfried Ekstein, Josef Etstein, Dr. B. Ekstein je 2.—, S. Springer, S. Weih, B. Drücker, Dr. P. Günzig, V. Weih je 1.—, zusammen 120.30, Dr. Alfred Berger (2. Rate) 100. , „Heimkeh r" 100.—, Frau Minna P i ck 100.—, kais. Nat Jonas Weil 100.—, Alfred K o h n 50.—, PH. Benedikt, Karlsbad 30.—, H. Reif 20. , N. Sperling 10 —, Pauline Leeb 2.—, zusammen Kr. 7438.30; samt dem bereits ausgewiesenen (Sammlungsergebnisse zusammen Kr. 86.408.10 und Kr. 1000/ ö st e r r. Rente. — N a t u r a l s p e u d e n (Wäsche, Kleidungsstücke, Decken, Kotzen, Bestecke, Schulbücher usw.) sendeten ein: Frau Kreilisheimer, Frau Gisela Herz, Herr Mar Pappenheim, Josef Diamant, Frau Rosa Jerusalem, Kinder Dr. Earl L i f c z i s, Fräulein 9k. B r i ch 1 a, S. Heit, Fa. Scho st a I u. Hürtlein. Weitere Geld- und Naturalspenden werden im Bureau der Israelitischen Allianz, Wien, 2. B e z., D o n a u st r. 33, dankend' entgegengenommen. Geldsendungen können auch durch die Postsparkassa (Scheckkonto Nr. 8152) übermittelt werden. Für einen schwerverwundeten Träger der Tapferkeilsmedaille und seine mittellose Familie. Anlählich des Ablebens des sel. Eduard Pick: Mar Hofsmann 20 Kronen. Anlählich des Ablebens der sel. Rosalie Rietz: Jakob Theumann 20 Kronen, Elsa Neustadt 10, K. Wessely 20, Mar Quittner 20, Robert Drucker, Josef und Gisela Stricker 20, zusammen 110 Kronen. Anlählich des Ablebens der sel. Henriette Gronner: Samuel Eronner 30 Kronen, Arnold Gronner 10, Ferdinand Gronner 10, zusammen 50 Kronen. Anlählich des Ablebens des sel. Robert Ascher: Heinrich Ascher 10 Kronen. Anlählich des Ablebens des sel. Hermann Weih: Paul Weih 10 Kronen, Paul Weih für gal. Flüchtlinge 10, Richard Weih für gal. Flüchtlinge 10, Heinrich Weih für gal. Flüchtlinge 10, Gustav Horsetzty für gal. Flüchtlinge 10, Mar Weih für gal. Flüchtlinge 10, zusammen 60 Kronen. Anlählich des Ablebens des sei. Hermann Freund: Mar Grohmann 10 Kronen, Regine Rindler 10, zusammen 20 Kronen. Anlählich des Ablebens der sel. Rosa Krauh: Jakob und Kathi Singer 10 Kronen, Familie Krauh 20, zusammen 30 Kronen. Anlählich des Ablebens des sel. Sigmund Singer: Familie Prager 30 Kronen. Anlählich des Ablebens der sel. Marie Arnstein: Eugen Heilpern 20 Kronen, Heinrich Haas 10, Adolf Pisko für gal. Flüchtlinge 20, Fanny Tritsch 20, Malvine Harpner für gal. Flüchtlinge 20, zusammen 90 Kronen. Anlählich des Ablebens des sel. Otto Reiser: Arnold und Johanna Fröhlich 20 Kronen, Gustav und Adele Körner 40, Aurelia Eihler 50, Sigmund und Eusti Eihler 50, zusammen 160 Kronen. s Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Lack: Hausparteien 20 Kronen. Anlählich des Ablebens der sel. Henriette Pollak: F. St. und Frieda I. 20 Kronen. Anlählich des Ablebens des fel. Otto Reiser: Hugo Popper 20 Kronen, Hugo Hausen 30, Heinrich Eisler 20, Emil Reisch 10, zusammen 80 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Arnstein: Martin und Mathilde Cohn 20 Kronen, Salo Camilo Cohn 30, Marianne Schick 20, zusammen 70 Kronen. Anlählich des Ablebens des sel. Helene Rittermann: I. Rittermann 20 Kronen, Dr. W. Rittermann 10, Ing. I. Rittermann 10, Adolf Jakobsohn 10, zusammen 50 Kronen. Wien. Dieser Tage feierte der bekannte Geschäftsmann und Wohltäter Herr Jacques Balog, 2. Bez.,' Praterstraße 57, sein zehnjähriges Hochzeitsjubiläum. Derselbe benützte auch diesen Anlaß zu einer Reihe von Wohltätigkeitsakten größeren Stiles. Das Ehepaar erhielt von allen Seiten herzlichste Glückwünsche. Auf den Aufruf in der Nummer 44 dieses Blattes sind weiter eingegangen von Herrn Jacques Balog, Chef der Fa. „Olla", Gummizentrale, Wien 10 Kronen. Dem gütigen Spender fei im Namen der Unterstützten bestens gedankt! Rabbiner Dr. Max Grün w a l d. Eventuelle Spenden an die Adresse des Herrn Juwelier Salomon Herzl, 1. Bezirk, Spiegelgasse 14. Zeichnung für die Kriegsanleihe. Der Wiener Synagogensänger-Verein hat aus seinem .Krankenunterstützungsfonds 2000 Kronen für die Kriegsanleihe gezeichnet. Wien. (Todesfall.) Sonntag, den 15. November, starb hier Frau Johanna Fischer, die Witwe des ehemaligen, allgemein geschätzten Kantors in Wien und Borstandsmilgliedes des österreichisch-ungarischen Kantorenvereines Adolf Fischer, eine edle Frau von vornehmer Denkweise und wohltätigem Sinn, im 79. Lebensjahre. Ihre Söhne sind der Bureauvorstand-Stellvertreter der Länderbank Hugo Fischer und Hofmusiker Paul Fischer, ihre Schwiegersöhne Direktor Schönteil in London und Adolf Ritter von Nassau in Wien. Beim Leichenbegängnisse funktionierte der erste Kantor Mathias mit dem Chor und Religionsprofessor Emil F r ä n k e l, der seit seiner Jugend mit Familie Fischer befreundet war, hielt einen ergreifenden Nachruf. Allgemeiner Kranken- und Unterstützungsverein „Montefiore". Nachstehende Beträge wurden von obengenanntem Verein gespendet : Dem Roten Kreuz Kr. 1000.— Der Bezirksvertretung des 2. Bezirkes für Arme ., 200.— Dem Vereine „Einhei t" zur Ausspeisung von Flüchtlingen aus Galyien und der Bukowina „ 130.— Dem Vereine „Zufluch t" für denselben Zweck „ 100.— Dem Interkonfessionellen Komitee zur Verabreichung von Frühstück an Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina „ 100.— Dem Komitee zur Verabreichung von Tee und Milch an Kinder der Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina „ 50.— Der ist. Kultusgemeinde Wien für die Kriegsfürsorge „ 200.— Dem Komitee zur materiellen Unterstützung an Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina, 2. Bez., Große Mohrengasse 5 „ 100.— Zusammen Kr. 1880.—