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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-11-06 · 44 (6.11.1914) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
44 (6.11.1914)
Date
1914-11-06
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 772 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 44 .... Und ich denke daran, das; lurker bcn Landsturmmannern unserer Verteidigungsarmee auch polnische Juden sind. Ein Teil der Mannschaft jener Festung, welche sie so heldenmütig „flegeit die sie bestürmenden Russen verteidigt haben, sind oberungarische polnische Juden. In jenem erbitterten blutigen Kampf, der Körper an Körper in dem unterirdischen Gange der Festung geführt wurde, kämpften langbärtige polnische Juden gegeneinander. Ich betrachte die vor mir liegenden politischen Juden und vergleiche sie in Gedanken mit jenen Landsturmhonveds, mit denen ich in der Festung sprach. Man kann sie gar nicht von einander unterscheiden. Bloß daß manche von ihnen rotbärtig sind und die anderen schwarze Bärte haben. Krieflrafterr. Dr. L. B. Sie haben die Stelle kaum genau ersaht. „Und der Kenaanite war damals schon im Lande" zeigt eben, dah der Kenaanite nicht der Ureinwohner war, vielmehr ein Eindring^ ling im Lande. Die Ureinwohner waren Semiten. Das erklärt schon Abrahams Wanderung nach Palästina, das erklärt einen Malki-Zedek, einen Priester des „höchsten Gottes" in diesem Lande. Die Ausgrabungen auf dem Boden Palästinas haben auch bewiesen, dah die Kultur Palästinas eine semitische war, trotz der hamidischen Kenaaniter. R F. Es gibt in den Vereinigten Staaten 105 jüdische Zeitschriften (65 in englischer Sprache, 35 in Jargon, 3 in hebräischer Sprache, 1 deutsch und 1 .spanisch). D. F. Die Gerüchte über angeblichen Verrat galizischer Juden sind selbstverständlich jeder Grundlage entbehrend. In den höchsten staatlichen ^reisen hat man die Ueberzeugung gewonnen von der tadellose., patriotischen Haltung der galizischen Juden, die in dieser Zeit der Not überall ohne Ausnahme staatstreu bis zum letzten Blutstropfen sich bewährt haben. F. H., Wien. In dieser schweren Zeit der Kriegsnot müssen innere Differenzen, welche Meinungsverschiedenheiten herbeiführen, vollständig ruhen._ Notiz. Unter ber Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner S. Fürst vom Vereine „Adas Jisroel" (Schiffschul) ivurde im 2. Bezirke, Im Werd 1, eine mit den modernsten Behelfen ausgestattete AkeischverschLeißstell'e eröffnet. Prima Fleischqualitäten (auf Wunsch koscher gemacht und ins Haus gestellt), billige Preise find die Ännehmlichkeiten, die geboten werden. Telephon 44.514. Danksagung! Außerstande, allen Freunden und Bekannten, die uns anläßlich des Hinscheidens meiner unvergeßlichen Mutter Beweise inniger Teilnahme gegeben haben, einzeln zu danken, spreche ich allen auf diesem Wege meinen tiefempfundenen Dank aus. Prediger Dr. A. Frankfurter. Wien, November 1914. k. k. Professor Ein ganz mittelloser jüdischer Flüchtling aus Galizien, Vater von vier Kindern, bittet inständigst, eines seiner Kinder, ein gesundes Mädchen von 12 Jahren, das in Galizien die Volksschule absolviert, während der Dauer von zwei Jahren in unentgeltllcli e Pflege zu nehmen, um ihr Gelegenheit zu geben, hier weiter die Schule besuchen zu können. Adresse in der Expediton dieses Blattes. G Advokaturskonzipient, hältnisse brotlos, sucht, um seine Familie ernähren zu können, hebräische (auch gymnas.) Lektionen, nur bei vornehmen israelitischen Familien. Sub. Dr. V. Wien, VIII., Lerchenfelderstraße Nr. 80, Tür 22. G. Konknrsausschrcibmlg. Aus dom Erträgnisse der Hermann Subakschen Brautausstattungsstiftung für die Jahre 1913 und 1914 gelangen zwei Brautausstattungen im Betrage von je Kr. 480 zur Vergebung. Anspruchsberechtigt sind nach dem Stiftsbriefe dürftige Bräute mosaischer Konfession von tadellosem Lebenswandel. Unter den Bewerberinnen um diese Stiftung hat jene den Vorzug, welche mit dem Stifter am nächsten verwandt ist; in Ermangelung einer solchen soll die Stiftung jener Person, welche mit der verstorbenen Gattin des Stifters Frau Rest Subak geb. Müller am nächsten verwandt ist und falls auch eine solche Bewerberin sich nicht melden sollte, an eine fremde Person, welche, den obigen allgemeinen Bedingungen entspricht, verliehen werden. Die mit dem Geburtsscheine, Mittellosigkeitszeugnisse, Sitte,nzeugnisse und einer Bestätigung des Rabbinats über die bevorstehende Verehelichung, eventuell auch mit einem Nachweise über die Verwandtschaft mit dem 'Stifter belegten Gesuche sind bis längstens 30. November 1914 beim Rabbinate der israelitischen Kultusgemeinde in Trebitsch einzubringen. Konkurs. In der Israel. Kultusgemeinde llng.-Hradifch gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors, Sekretärs und Religionslehrers zur sofortigen Besetzung. Bewerber, nicht über 35 Jahre alte österr. Staatsbürger, müssen beide Landessprachen in Wort und Schrift beherrschen und die Fähigkeit besitzen, den Religionsunterricht an der deutschen Volksschule und an der böhmischen Volks- und Bürgerschule zu erteilen. Auch müssen dieselben Schachet, Bodek und Koreh sein, um den Vorbeter und eigentlichen Schachet im Verhindes.ungsfalle vertreten zu können. Ledige Bewerber bevorzugt. Jahresgehalt 2800 Kronen samt Nebeneinkommen sowie ein ungarantiert-s Einkommen aus dem Privat-Religionsunter nchte am böhmischen Gymnasium. Probeoortrag Bedingung. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Zur sofortigen Besetzung gelangt ferner die Stelle eines Vorbeters, Tempeldieners und Liberers, der zugleich Schachet, Bodek und Koreh sein must. Jahresgehalt 1500 Kronen samt Nebeneinkommen. In beiden Fällen sind die selbstgeschriebenen Offerte dokumentarisch zu belegen und bis längstens 15. November d. I. an den Vorstand der israel. Kultusgemeinde Ung.-Hradifch einzusenden, llng. -Hradisch. Der Kuitusvorsteher Sigmund Fürst. Bildhübsches, gesundes Mädchen abgegeben. Mutter verlangt einmalige Abfertigung. Unter »Anständig« an die Redaktion des Blattes. G. Ein durch die Kriegsereig- TTsmflolcfanllloViror nisse brotlos gewordener XAÖillUtSlOACliUlllCllA , Flüchtling, möchte Privatimterriclit erteilen in Buchhaltung und anderen Fächern. Auch Bureaubeschäftigung erwünscht. Ziering, II., Novaragasse 19, 2. Stiege, 1/14. G. G Bitte an Eltern und Vormünder. Der Gefertigte, welcher einen Flüchtling aus Kolomea hier zurückgehalten hat, damit er seinen Studien nachkommen kann, bittet für denselben um Zuweisung von Stunden als Korrepetitor in Gymnasialfächern. Hermann Plaschkes, II., Novaragasse 28. HohräiQohp ^nraohp in Wort und Schrift- ^ibe1, rlulll dloullv Ö|J1 dvllC Talmud u. moderne hebräische Literatur unterrichtet Moses Rath, Direktor der jüdischen Volksschule und der hebräischen Schulen in Krakau, derzeit in Wien, I., Rotenturmstrasse 17, Tür 18. G. Bewährte Klavierpädagogin tSÄSLr noch einige Schüler. Zuschriften an die Administration d. Blattes. Ein bewährter hebräischer Pädagoge Ä ische Lektionen- Zuschriften an die Administr. des Blattes. G. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joses €>. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VH.

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