Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 36 (4.9.1914)
- Date
- 1914-09-04
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 36 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 633 Betty Tapezierersche Mädchenausstattungs-Stiftung zum immerwährenden Andenken an deren Eltern Herson und Lotte Spitz. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kronen 209. Vewerbungsberechtigt sind: Arme, sittsame jüdisch: Mädchen, welche das 18. Lebensjahr bereits zurückgelegt haben und sich im Brautstande befinden. Bevorzugt sind: a) in erster Linie solche Bewerberinnen, welche mit den Eltern der Stisterin, dem Ehepaare Gerson (Gideon) Spitz und Lotte Spitz geb. Beer in einem nicht entfernteren als dem 7. Grade der Seitenlinie, von der Stifterin gerechnet, verwandt sind. b) In Ermangelung von Bewerberinnen der vorbezeichneten Kategorie solche Bewerberinnen, welche aus der Vaterstadt der Stifterin, d. i. Butschowitz in Mähren, gebürtig sind, wobei solche, welche seit mindestens drei Jahren in Wien das ordentliche Domizil besitzen, vor anderen berücksichtigt werden. c) In Ermangelung von Bewerberinnen aus den Kategorien a) und b) endlich solche Bewerberinnen, welche in einem der in Wien bestehenden israelitischen Mädchenwaisenhäuser erzogen worden sind. Verleihungstag: 9. Dezember 1914. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sitten^eugni , Brautstandsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. September 1914. Cinreichstelle: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Eiureichungsprototoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage der Stiftung (9. Dezember 1914) verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Bewerbungsberechtigte Bräute, welche einen der oben angeführten Vorzüge geltend machen können, haben die entsprechenden Nachweise zu erbringen. FreHrrrlich von Rothschildsch: Knnstler-Siifiunn. Das Kuratorium der Freiherrlich von Rolh,childschen Künstler- Stiftung verlautbart, daß aus den Erträgnissen derselben mehrere Stipendien im Mindestbetrage von je Kronen 860 für das Jahr 1914 zur Verleihung gelangen. Kompetensberechtigt für diese Stiftung erscheinen mittellose jüdische in Oesterreich wohnhafte Künstler oder Künstlerinnen österreichischer oder ungarischer Staatsbürgerschaft, die ihren Beruf auf dem Gebiete der Architektur, der Bildhauerei, der graphischen Künste, der Malerei oder der mujitalischen Komposition selbständig auszuüben befähigt sind. Unter den den obigen Erfordernissen entsprechenden Kompelenteu genießen jene den Vorzug, welche bereits Beweise ihres Talentes und ihres schöpferischen Wirkens gegeben haben. Von der Verleihung erscheinen diejenigen Bewerber ausgeichlofsen, die sich auf anderen Kunstzweigen als den angeführten betätigen, ferner Kunsteleven sowie überhaupt im Stadium der Vorbereitung für einen künstlerischen Beruf befindliche Personen. Die an das Stiftungskuratorium gerichteten Gesuche sind bis längstens 12. Oktober 1914 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock, zu überreichen. Die Gesuche sind mit dem Geburts- und dem Heimatsschein sowie mit LFachzeugnissen und einem ••m rit ulnm \itmwelches den Skndiengang, die derzeitige Beschäftigung, die Vermögens- und Familienverhältnisse des Bewerbers in klarer Weise darzustellen hat, zu belegen. Die Bewerber werden ihre Kunstbeilagen — insofcrne solche gefordert werden — erst über Verlangen des Kuratoriums zu erbringen haben. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskünfte werden im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde (Stiftungsamt) erteilt. Professor Rosa Goldenthal-Stiftung für arme Waisen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Kronen 20. Vewerbungsberechtigt find: Arme, alte allLinstehende, gebrechliche Witwen jüdischer Konfession. Bevorzugt sind: Derartige Witwen aus der Familie und Verwandtschaft der Stifterin. Verlcihungstag: 31. Oktober 1914 (11. Eheschwan). Gesuchsbrilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Gatten, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. September 1914. Einreichstelle: 1. Bez., Seitenslettengasse 4, 2. Stock (Linreichungsprotokoll). Opl|-j4lp-p von 10—12 Jahren findet streng religiöse Pension OOIUUCI und pädagogische Beaufsichtigung bei Doktor R. Faerber in Mähr.-Ostrau. Mittelschulen in der nächsten Nähe der Wohnung. BETSITZ-KÄRTEN für die Gemeinde-Tempel Stadt und Leopoldstadt Die für die Gemeinde - Tempel Wl*n, I., Seite ns'ettmgasse 4 und II., Tempelgasse 3 verfügbaren Betsitz-Karlen sii d an der Kassa dor israelitischen Kultusgemeinde, I., S itcnstettengasse 4, I. Stock links, täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags (ausgenommen Samstag und israelitische Feiertage) erhältlich Israelitische Kltnsgeifieinde Wien KUNDMACHUNG Es wird hiermit z jr Kenntnis gebracht, dass an den hohen Festtagen im Grossen Soüen-'siale, lil., Marxergasse 13, Grossen Musik Vereins Saal, I., Dnmbagasse 3 eventuell Hotel Contintntal, 11., Taborstrasso 4, feierliche Gottesdienste stattfinden werden. Jene Parteien, welche auf die Sitzplätze, die sie im Voriah re inne hatten, auch heuer reflektieren, können die beti eilenden Karten vom 3. September bis 9. September an der Betsilzkarten-Kassa der Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock täglich \^on 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags beheben. Ab 13. September a. c gelangen die nicht im Vorverkaufe behobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. Wien, im August 1914. Israel. Kultusgemeinde Wien Verein Kr unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon 40.316) Am 31. August 1914 standen in Vormerkung I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 5 Ansti sicher 6 Autpapper 1 Bäcker 1 Bianntweinverschl. und Sch.tnkbu sehe 6 rtuc ibinder 3 Buchdrucker 2 Drechsler 3 Klekiiomonteur — Fassbinder I Fleischhauer 1 Friseuie 5 Gas- und Wasserleitungs-Installateure 2 Gia er 10 Gold u.Si berat beiter 2 Gürtler 23 Hausknechte, Geschäfts u. Bui eaudien. 55 Hi fsar beiter und Taglöhner 3 Huimacher 1 Kartonnagearbeiter 1 Kellner — Korbflechter 6 Kürschnei u. Kappen inacher 2 Kutscher 5 Lautbursche 2 Lederzurichter 1 Lehrling 5 Magazineute — Maschinist u. Heizer — Mechaniker 2 Metallarbeiter — Monteure — Riemer und Sattler 1J Schlosser 35 Schneider 2 Schriftsetzer 3 Schuhmacher Selcher 5 Spengler Steinmetze 2 Tapezierer 2 Taschner 25 Tischler 10 Uhrmacher 1 Zeichner 4 Zimmermalet 1 Zuckerbäcker TQohtlga und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 15 Buchhalter u. Korrespondenten 2 Manipulanten und Expedienten 4 Inkassanten _ 15 Platz-Agenten und Vertreter 14 Kanzlisten und Schreiber 1> Praktikanten 49 Kommis diverser Branchen 5 Reisende 30 Komptoristen und Strazzisien Weibliche Abteilung. 4 Bonnen u. Kindergärtnerinnen 2 Buchhalterinnen 26 Expedientinnen u. Manipulant. 38 Hiltsarbeiteiinne.i 1 Kassafräulein 3 Koch nnen Kindermädchen 84 Komptoiristi.ii en u. Kanzlisiin. 56 « Aniängtrinnen — Lehrmädchen 10 Maschin- und Handnäherirnen 7 Modistinnen 8 Praktikantinnen 43 Schneiderinnen Sitzkassierm 48 V. rkäuterinnen Weissnäherir. 3 Warschauerinnen und Stützen der Hausira i 1 K-awattenzuschneiderin tll. Klasse: Qaistlgs Arbalt: — Hauslehrer und Hofmeister (rmistens Hoch schülcr, welc e G-mnasiasten und Realschüler unterrichten! — Lehrerinnen und Erzieherinnen. Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 31- August 1914, 43950 Vermittlungen dnrchgefnbrt. Ein infolge des Krieges ina,^rrSwf;„ zustärd'ger frommer Mann, bittet edle Menschenfreunde um irgendwelche Beschäftigung. Adolf Pudl?s, XVI., Hubergasse 12, Tür 15. G In feiner israel. Lehrerfamilie "^7°"°"^ Mädchen aus gutem Hause vollständige Verpflegnss, über Wunsch auch Nachhilfe. Gefl. Anträge unter *H. D « an die Expedition dieses Blattes.