Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 35 (28.8.1914)
- Date
- 1914-08-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 85 Seite 607 Dr. Bloch's Wochenschrift unwürdig -(etwa im Sinne des Zwiegesprächs zwischen T. Rufus und R. Akiba, B. Bathra 10 a); vielmehr erweise ihm ohne jegliches Bedenken deine Wohltätigkeit. Denn vielleicht hat ihn Gott nur aus Liebe gezüchtigt. Das entzieht sich aber deiner Einsicht, darum ve.härte dein sonst mitfühlendes Herz nicht, sondern lasse deiner Herzensregung freien Lauf. — Zn Deuter. 15, 17: Will der Sklave nach sechs Dienstjahren weiter dienen — „so nimm den Pfriem und stich durch sein Ohr und durch die Türe". Es ist eine Holztüre gemeint, denn es ist besser, auf Holz als auf Stein das Ohr zu durchstechen. - — Wie man sieht, wertvolle Reminiszenzen! Unter Benützung der einschlägigen Literatur (Geiger, Güdemann, Antoine Levy, Ludwig Levy, Porges) und gestützt auf selbständiger Untersuchung gelang e; ferner unserem Herausgeber, die auf B. Sch's. Leben und Wirken bezüglichen divergierenden Ansichten gegen einander abzuwägen und dir Zeitfrage bis zur historischen Gewißheit zu lösen. Zur Feststellung unstcherer Relationen wird schließlich ein kli.i cher Apparat aus spüle.en Büchern, in welchen B. Ach. teils mit Namen, teils anonym angeführt ist, als Fußnote, wo auch dis häufig vorkommenden allfranzösischen Wörter treffend gedeutet werden, in prüzi'er Fassung geboten. Im ganzen ist diese Erstlingsarbrit Zweigs ein schönes sp cill'.e:, oruUiluiins. M ü hr. - Ostra u. Dr. R. Faerber. Iung-Juda. Illustrierte Zeitsch.ist für unsere Jugend. 15. Jahrgang. Nr. 14. Prag, den 21. August 1914. (29. Ab 5674.) Redaktion und Administration: Prag, II., Stejansgafse 629. — Inhalt: Der Krieg. — W. Reich: Zum 18. August 1914. Das Iudenelend in Warschau. — Hugo Lüw: Eine Fahrt nach Erez Israel. — Das jüdisch-chazarische Reich. (Schluß.) - Oskar Baum: Freund Einfuß. (Fortsetzung.) Guck in die Welt. — Ilebersetzungs-Ausgabe. — Rätsel. Krieskasten. Stud. K. Benjamin FranUin erzählt in seiner Lebensbeschreibung von den Verlegenheiten, die es her gesetzgebenden Versammlung des Staates Pennsyloanien, die meist aus Quäkern bestand, bereitete, wenn sie von der Regierung das Ansuchen erhielt, Geld für Kri g: bedarf zu bewilligen; - denn der Krieg widersprach den "Grundsätzen der Quäker.- Aber sie fanden immer eine Form, die weder die Regierung durch eine Verweigerung, noch ihre Religion durch eine Bewilligung verletzte. Wenn Geld für Schießpulver gefordert wurde, dann bewilligten sie es für „Weizen und anderes Korn", denn „anderes Korn" braucht doch nicht gerade Pulverkorn zu sein. Wenn Geld für sKanonen gefordert wurde, dann bewilligten sie es für Feuerspritzen, denn eine Feuerspritze braucht doch nicht gerade ein Ding zu sein, das Feuer spritzt, es kann doch ein Gegenstand sein, der Wasser spritzt. Einige liberale Zeloten, die den Quäkern nicht grün waren, rieten zwar dem! Gouverneur zu protestieren, da weder Korn noch Feuerspritz,en verlangt worden seien. Aber der Gouverneur war einsichtsvoll genug, zu verstehen, kaufte Pulver und Kanonen und die Quäker erhoben dagegen keinen Einspruch. Eres. Ihr Schreiben haben wir an die zuständige Stelle weitergegeben. Dr. H. Bezüglich der Notiz in Nr. 34 der „Oesterr. Wochenschrift" wird uns authentisch festgestellt, daß Oberleutnant Heinrich (vormals genannt Hugo) Weiß, jüdischer Abstammung, aus Eibenschitz in Mähren, vor 14 Jahren aus. dem Judentum ausgetreten ist. „Malbim." Bezugnehmend auf meinen Artikel: „Der Weltkrieg" vom 7. dieses. Monats in dieser „Wochenschrift", in welchem die überraschenden Erklärungen des Malbim über Kap.8, 9 und 12 des Buches Daniel angeführt erscheinen, sind mir mehrere Zuschriften,.zugekommen mit der Anfrage: „Wer ist Malbim?", welche hiermit in Kürze beantwortet werden soll. Meier Leibisch Malbim (geb. 1809, gest. 1879) war Rabbiner in Hohenems, Bukarest, Cherson, zuletzt in Königsberg in Preußen. Er starb, nachdem er in Bukarest vielen Verfolgungen von seiten der eigenen Gemeinde ausgesetzt gewesen, auf seinem Wege von Cherson — zum Antritte seines neuen Rabbinates — in Kiew im 70. Lebensjahre - am Neujahrstag 5640. Von seinen hinterlassenen Werken ist unter anderem ein hebräisches Drama religiös-moralischen Inhaltes „Maschal und Meliza", Warschau 1877, zu nennen. Eines seiner Hauptwerke ist sein Bibelkommentar, ausgezeichnet durch seine grammatikalischen und exegetischen Ausführungen. Das Welk erschien in Warschau im Jahre 1874. . W. R e i ch, Oberrabbiner. Aufruf desJüdischenHandlungsgehilfen-Verbandes,Wien Viele unserer Kollegen sind zu den Waffen berufen worden! Vhle sind jedoch auch durch den Stillstand von Geschäften und Fabriken arbeitslos. Diesen stellenlosen Kollegen und Kolleginnen zu helfen, erachten wir als Ehrenpflicht! Den erwerbslosen Mitgiedern des Verbandes wurden die statutenmässig festgesetzten Unterstützungen gewährt. In dieser überaus schweren Zeit wenden sich aber auch zahlreiche dem Verbände nicht angt-hörtnde Angestellte an uns um Hilfe. Um den an uns gestellten Anforderungen wenigstens einigermassen entsprechen zu köt.nen, ergeht daher an alle, die in der Lage sind, das Elend der postenlosen Angesellten zu lindern, die dringende Bitte 1. den Stellenlosen-Unterstützungsfonds unseres Verbandes durch Zuweisung von Spenden zu stärken, 2. alle zu * Besetzung gelangenden Stellen für kaufmännisches Personal uns schriftlich zu melden. Wir hoffen, bei keinem, der diesen Aufruf liest, eine Fehlbitte getan zu haben. Es handelt sich um d e Rettung von Existenzen! Für jede in oberwähntem Sinne gewährte Unterstützung im voraus herzlichsten Dank. Jüdischer Handlungsgehilfen-Verband Ortsgruppe Wien, II., Taborstrasse 11 B Adresse für Geldsendungen: Isidor Blatt, Wien, IX., Wasagasse 23 Postsparkassenkonto Nr. 82633 KUNDMACHUNG Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass an den hohen Festtagen im Grossen Sotien-Saale, Ul., Ufarxergasse 13, Grossen Musikvereins-Saal, I., Dumbagasse 3 eventuell Hotel ('outinen* tal, 11., Taborstrasse 4, feierliche Gottesdienste stattfinden werden. Jene Parteien, welche auf die Sitzplätze, die sie im Voriahre inne hatten, auch heuer reflektieren, können die betreffenden Karten vom 3. September bis 1). September an der Betsitzkarten-Kassa der Knltnsgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock täglich von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags beheben. Ab 13. September a. cgelangen die nicht im Vorverkäufe b hobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. Wien, im August 1914. Israel. Kultusgemeinde Wien B EXSITZ-KARTEN für die Gemeinde-Tempel Stadt und Leopoldstadt Die für die Gemeinde - Tempel Win, I., Seitenstettengasse 4 und II., Tempelgasse 3 verfügbaren Betsitz-Karlen sind an der Kassa der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock links, täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags (ausgenommen Samstag und israelitische Feiertage) erhältlich Israelitische Knltnsgemeinde Wien J ahrzeitt abellen billigst Artur Tannenbaum, in schönster Ausführung verfertigt Pressbnrg, Schlossgrundg. 52 Selbständige Buchhalterin perfekt in doppelter Buchhaltung mit Bilanz, Korrespondentin, flotte Stenographin und Maschinschreiterin mit Sprachenkenntnissen, sucht der sofort Stelle als selbständige, verläßliche Kraft in größeres oder Einzelunternehmen. Gefällige Zuschriften erbeten an Hermine W., Wien, II., Franzensbrückenstraße 22 Tür 21.