Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 31 (31.7.1914)
- Date
- 1914-07-31
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3020846-3022089-3022121--23339-3048532- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 542 Dr. BlöShH AgudaH. Die Verhandlungen der Kenessijo gedaulo finden im Hause des „Kaufmännischen Vereins", Frankfurt a. M., Eschenheimer Anlage 40, statt. Im großen Saale werden die Plenarverhandlungen tagen; die übrigen Säle sind für die Beratungen der Ausschüsse, Landesverbände usw., für die Presse und Bureaus der Kenesijo gedaulo reserviert, Restauration im Hause. Statistiker. In London gibt es vier jüdische Tageszeitungen, die in jiddischer Sprache gedruckt werden. Die jüngste dieser Zeitungen ist erst ungefähr 14 Tage alt. Sie ist ein Abendblatt und hat sich bereits gut eingeführt. Die älteste jüdische Zeitung Londons ist der „Daily Jewifh-Erpreß", die eine Auflage von 5500 Eremplaren hat. Die größte Auslage nimmt das „Jüdische Journal" für sich in Anspruch, das feit ungefähr 8 Jahren besteht. Diese beiden Blätter beherrschten bis vor einem halben Jahre die öffentliche Meinung vollständig. Da brachte ein unternehmender rumänischer Jude die „Jüdischen Times" heraus, die rasch einschlugen, und er ist es auch, der jetzt in den „Jüdischen Abendnachrichten" das erste Abendblatt in jiddischer Sprache geschaffen hat. Ferner gibt es noch eine jiddische Wochenzeitung, die den Titel führt: „Der Arbeiterfreund". Sie ist, wie sie in ihrem Untertitel angibt, ein sozialistisches Blatt. Die Zeitungen sind völlig in jiddischer Sprache geschrieben, und nur in dem Annoncenteil findet sich ab und zu ein englisches Wort. Italien. 1. In der italienischen Deputiertenkammer sitzen 13 jüdische Kammermitglieder. Unter ihnen befindet sich auch der frühere Ministerpräsident und Finanzminister Luzzatti. 2. Der Deputierte Barzielai ist auch Jude. 3. Im italienischen Senat befinden sich 14 Juden. . Notiz. Jüdische Bühne. Direktion M. Siegler. Hotel Stephanie, U., Taborstraße lt. Anfang 8 Uhr abends. Samstag den 1. August 1914: Die Seder-Nacht. Komische Oper tte in 4 Aufingen von I. Lateiner. Sonntag den 2. August 1914: SulaÄith. Operette in 4 Aufzügen von A. Goldfaden/ Znr gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere gesckätzlrn Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnemrntsgrbuhr, damit dir Zusendung des Mattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man fick des der letzten Nummer beigelegten Posterlag» »ehernes bedienen. Oie Administration. Donat Tmrssig'sche Armen-Stiftung. Anzahl du Plötze: 40 int Betrage von je Kr. 143.—. Bewerbungsbervchligt sind: a) dem jüdischen Glauben angehörige männliche, ledige, verarmte, gebrechliche, kränkliche, erwerbsunfähige Personen, welche das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, in einem der im Reichsrate verttetenen Königreiche und ßättbcr mit Ausnahme Galiziens geboren und dahin zuständig sind, min- K*ftens seit einem Jahre in Wien wohnhaft sind, der Effektenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, eine kriminelle Abstrafung nicht erlitten und auch nicht falliert haben. In Ermangelung derartiger- Mischer Bewerber sind zum Einschreiten berechtigt: männliche, ledige, gänzlich verarmte, gebrechliche, kränkliche, arbeitsunfähige Personen christlicher Konfession, die das 60. Lebensjahr zurückgelegt haben, dem Handels- oder Gewerbestande angehören, in einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder geboren und in Wien zuständig sind, der Effettenbörse als Mitglied weder angehören, noch angehört haben, keinekriminelle Abstttafung xrlitten haben und seit mindestens einem Jahre. in Wien wohnhaft find. Bevorzugt find: Unter sonst gleichen Verhältnissen Bewerber, welche mit dem am 18. Oktober^ 1907 verstorbenen Stifter Herrn Donat Taussig nicht über den -6. Grad der Seitenlinie hinaus/ver? wandt stud. Letzter Tag' der Einreichungsfrist: 31. August 1914. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). _ Die näheren Bestimmungen dieser Stiftung sowie die erforderlichen Beilagen für die Gesuche sind aus den Ausschreibungen aus dem schwärzen Brette der Gemeindebethäüser sowie im Stiftungsamte der Kultusgemeinde zu ersehen und werden in diesem Amte auch nähere Auskünfte etteilt. , Wien, 15. Juli 1914. Der Vorstand der ifzall. Kultusgemeinde Wien. Wochenschrift Nr. 31 »Kol to If. Teil vonOberkantop und Chordirektor Josef Hellepin Brünn. Ein synagogales Musikwerk für die taokenFesttage. Das Werk enthält auf Grundlage des alten und echten Chasonusin größter Vollständigkeit die gottesdienstlichen Vorträge für welche sowohl dem modernen als auch dem konservativen Gottesdienste angepaßt sind (über 800 Nummern, darunter lOOvier- und mehrstimmige Chöre mit und ohne Orgelbegleitung, zirka 25 Sologesänge mit Orgelbegleitung sowie fünf Anhänge, und zwar sämtliche jTfjpp^D» weiters row 'iWiöVi hrh yiym ferner n .vb nn:o schließlich mehrere Chöre und Gesänge für den Freitagabend-Gottesdienst.) — Bezugspreis für Gemeinden K 60.—, für Kantoren K 45.—. Das Werk ist gegen Voreinsendung des Betrages oder mittelst Nachnahme vom Autor oder vom Verlage Carl Winiker, k. k. Hofmusikalienhandlung in Brünn, zu beziehen. Konkurs An der israelitischen Kultüsgemeihd^ in Tuzla (Bosnien) ist die Stelle eine RABBINERS welcher,auch;den;iReHgions-dJnterrichUan«den« Mittelschulen zu besorgen hat, per 15. August 1914 zu besetzen. — Nur Berufene werden vergütet. — Gehalt 2400 K nebst 600 K Wohnungsbeitrag, daher zusammen 3000 K jährlich. T u z 1 a, 24. Juli 1914. Moritz Llsska Präses. Konkurs An der siebenklassigen ösierr.--Ungar, israelitischen Schule (Go ldschmidt-Stiftung) ist mit dem 1. September die Stelle eines DIREKTORS zu besetzen. Bewerber jüdischer Religion und österreichischer Staatsangehörigkeit müssen den Nachweis der Lehrbefähigung für Bürgerschulen beibringen und bereits einige Jahre an einer mit dem Oeffentlichkeitsrecht ausgestatteten Volks- oder Bürgerschule gewirkt haben. Anfangsgehalt 3600 Kronen mit zweijähriger Aufbesserung bis zu einem Marimalgehalt von 5000 Kronen nebst einer aus 5 Zimmern, Küche und Vorratskammer bestehenden Wohnung und Setzung. Ferner ist an dem gleichen Institut mit dem 1. September 1914 die Stelle eines seminaristisch gebildeten ledigen Volksschullehrers mit einem Ansangsgehalte von 1900 Kronen mit zweijähriger Aufbesserung bis zu einem Marimalgehalte von 3000 Kr. nebst einer Junggesellenwohnung und Heizung zu besetzen. Für diese Stelle kommen auch deutsche Staatsangehörige in Betracht und erhalten Bewerber mit musikalischer Bildung den Vorzug. Eine Jcchresprämie von 250 Kronen wird an eine/ Versicherungsgesellschaft ' zugunsten der Lehrer während ihrer . Tätigkeit an der Anstalt aus der Schulkassa gezahlt. .. Anmeldungen mit Originalzeugnissen oder behördlich beglaubigten Abschriften sind spätestens bis zum 10. August zu richten an: Herrn Elias Grünberg, Direttor der Firma S. S t e i n, K 0 n st a n t i n 0 p e l. ||~1 gesetzten Alters, das gut kochen kann, mit r rctUiClll langjährigen Zeugnissen, bittet um Stelle als Wirtschafterin oder Stütze der Hau sfr au. ZU schrittest unter »J. W.« II., Blumauerg. postlagernd. G