Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 25 (19.6.1914)
- Date
- 1914-06-19
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Sette 438 Dr. Bloch's Wochenschrift Nc 25 Wien. (Verlobung.) Herr Kamillo H i t s ch - mann hat sich mit Fräulein Emmy L a n g st e i n, Tochter des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Gustav Längste in, verlobt. Technologisches Gewerbe-Museum. Der größte Teil der Sammlungen dieser Anstalt wird derzeit in das neue „Technische Museum für Industrie und Gewerbe" gebracht und gelangt dort zur ständigen Aufstellung. In den Sammlungsräumen, IX., Eisengasse 9, werden in Hinkunft nur jene Objekte verbleiben, welche für den technologischen Unterricht der Schüler dieser Anstalt benützt werden. Der Besuch der Sammlungen bleibt bis aus weiteres geschlossen. Wie«. (Tode 8 fall.) Am '4. Juni laufenden Jahres wurde d:r langjährige Tempeldiener des Btthausvereines „Beth Israel" ll.. Leopoldsgaffe 31, Moses Margulis im Alter von 40 Jahren zu Grabe getragen. Da die Witwe mit 6 unmündigen Kinder gänzlich mittellos zurückgeblieben ist, haben feine Berufskollegen eine Sammlung zur Linderung ihrer trostlosen Lage eingeleitet. Gütige Spenden nehmen die Herren Jg.Hah«, Temp.'linsp ktv ', I., Seitenstettengaffe 4 (L'guidatur) und Moriz Paschkus, Tempelfunklionar, VIII., Neudeggergaffe 12 entgegen. Die Spenden werden in diesem Blatte aukgewiesen. Jüdische Turnerschast 2. Kreis (Westöfterreich), Wien IX., (Liechtensteinstratze 23). Am 21. Juni findet auf der Schreibwaldwiefe in Brunn das 2. Kreisschauturnen des 2. Kreises der Jüdischen Turnerschaft statt. Der hohe Aufschwung, len die Turnsache in den letzten zwei Jahren bei uns m Westösterreich genommen hat — die Zahl der Kreisvereine ist um fast zwei Drittel gestiegen, jene Vereine nicht gerechnet, die aus finanziellen Gründen dem Verbände noch nicht beitreten konnten — der rege Eifer' der in den Vereinen herrscht» begünstigt durch den Umstand, daß eine Woche später, am 28. Juni, ein deutsches Turnfest und ein All-Sokoltag stattfindet, berechtigt zu den schönsten Erwartungen für das Fest. Montag, den 22. Juni, führt der Brunner Jüdische Turnverein „Makabi" seine Bruderoereine und Gäste in die Mährische Schweiz (in die neuentdeckten Slouper Höhlen und in die Macocha). Die Wiener Vereine fahren gemeinschaftlich mit den' Festteilnehmern in einem Sonderzuge (über Lundenburg) nach Brünn. Der Zug geht vom Wiener Nordbahnhose am 21. Juni 6 Uhr 40 Min. früh, ab und führt (noch an demselben Tage) die Gäste, die an dchn Ausfluge nicht teilnehmen, 8 Uhr 30 Min. abends zurück. »Me anderen Turnvereine veranstalten Gesellschaftsreisen. Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt von Wien nach Brünn: beide Fahrten per Sonderzug Kr. 6.— pro Person,- Hinfahrt per Sonderzug, Rückfahrt in aufgelöster Gesellschaft Kr. 7.50 pro Person. Preise der Karten: Tribünenkarten ä Kr. 4.— und 3.—; Sitze ä Kr. 2.— und 1.—; Stehplatz Kr. —.50. Fahrkarten zu haben in sämtlichen Wiener jüdischen Turnvereinen: II., Taborstratze 11b; IX., Liechtensteinstratze 20; X., Larenburgerstratze 8; XV., Herklotzgasse 21; XVII., Rötzergasse 9—11; XIX., Peter Jordansttatze 17; für die Teilstrecke Lundenburg—Brünn beim I. T.-V. Lundenburg. Anfragen an den 2. Kreis der Jüdischen Turnerschaft, Wien, IX., Liechtensteinstratze 20. Austritte aus dem Judentum. Vom 7. Juni bis 13. Juni 1914. Berenyi Gisela, Schneiderin, geb. 5. Jänner 1893, Wien, VII. Lerchenfelderstrasse 21. Bock Regiiie, geb. 10. Mai 1886, Wien, XVII, Blumengasse 53. Dreier Beile Paula, geb. 27. September 1882, Leipnik, V., Reii.- prechtsdorferstrasse 8. Greger geb. Willner Amalia, Private, geb. 27. November 1886, Teplitz, Böhmen. Kanner Max, geb. 8. August 1872, Wien, X., Wielandplatz 7. Lehmann Henriette Valentine, geb. 27. Juni 1877, Wien, I., Seibrstätte 11. Lehmann Melanie Emma, geb 4. April 1870, Wien, I., Seilerslätte 11. Lehmann geb. Redlich Jenny, geb. 28. November 1848, Znaim, I, Seilerstätte 11. Lövy Resa, geb. 26. Mai 1888, Belgrad, II., Ferdinandstrasse II. Tänzer geb. Stein Therese, geb. 18. Jänner 1876, Wien, XVI., Klausgasse 32. Vasinger Johanna gesch. Grimm, geb. 7. Oktober 1888, GumpoldsTurchen, II., Herminengasse 6. Veltsch Margarethe, geb. 4. November 1884, Wien, wohnhaft Pi ag. * * * Rücktritt zum Judentum. Mariendad. Desidor Karl S z i l ü g y i, Hoteldirektor in Marienbad, geboren am 2. Oktober 1885 in Dunasöldvar, ist zum Judentum zurückgekehrt. Prag. Montag, den 15. Juni 1914, fand hier im Festsaal der Deutschen Karl-Ferdinands-Universität (Karolinum) die Promotion von Fräulein Agathe Stern, Tochter der Rabbinerswitwe Franziska Stern, aus Triesch, zum Doktor der gesamten Heilkunde statt. kreslauer Ferienkurse in Religionswissenschaften für jüdische Lehrer. Der diesjährige Ferienkursns in Religionswissenschaften beginnt Montag, den 6. Juli und schließt Donnerstag, (len 23. Juli. Es werden lesen: Semiuarrabbiuer Prof. Dr. Lcwv: Misclina (berachoth) (dreimal wöchentlich). Prof. Dr. Braun: 1. Jüdische Geschichte: Geschichte der deutschen Juden bis zu den Kreuzzügen (zweimal wöchentlich). 2. Exegese: Der Prophet Jesaia (zweimal wöchentlich). 3. Methodik und Didaktik des Gebetübersefzens mit anschließenden Probelektionen (einmal wöchentlich). Dozent Dr. Horovitz: 1. Religionsphilosophie: Ueber Jchuda Halevi (zweimal wöchentlich). 2. Homiletik: Hebungen (einmal wöchentlich). Dozent Dr. Lewkowitz: Ethik des Judentums (zweimal wöchentlich). Rabbiner Dr. Zuckerma n d e 1: Ritualgesetze über die Festtage (dreimal wöchentlich). Der Kursus ist unentgeltlich und steht jüdischen Lehrern und Lehrerinnen allgemein offen. Auswärtigen Teilnehmern werden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel Subventionen gewährt. Neben der' wisse'nscliäftlichen' Arbeit sollen’ an den freien Nachmittagen Museen, gemeinnützige Institute unter sachkundiger Führung besucht Werden. Auch für Fortbildung im Kantorat wird Gelegenheit geboten sein. Anmeldungen zur Teilnahme sind baldigst an den Schriftführer der Kommission zur Vorbereitung der Kurse, .Lehrer M o o s i s, Breslau, Ohlauerstraße 1, zu richten, der gern weitere Auskunft erteilt, den Studienplan übersendet und auch den Nachweis von Wohnungen mit und ohne Beköstigung übernehmen will. — An dieser Stelle sei besonders betont, daß auch Teilnehmer aus dein uns befreundeten Nachbarreiche Oesterreich-Ungarn stets willkommen sein werden. Zum Brande des Eisenstädter Ghettos. Am Montag, 12 Uhr mittags, sprach eine Abordnung des Kismartoner isr. Schulstuhles, bestehend aus den Herren Oberrabbiner Dr. Hermann Klein und Dr. Ignaz H a n t o s, beim Fürsten Nikolaus Esterhazy im Schlosse vor. Die Herren wurden sehr freundlich empfangen. Dr. H. Klein sprach dem Fürsten den tiefgefühlten Dank der Gemeinde für die eifrige Betätigung an den Löscharbeiten während der Brandkatastrophe aus. Sodann trug er die Bitte vor, Se. Durchlaucht möge der Kultusgemeinde bei Lösung der Platzsrage zur Erbauung der neuen Schule an die Hand gehen. Der Fürst bekundete für die Angelegenheit das wohlwollendste Interesse und versprach, er werde einen seiner Beamten entsenden, der mit der Gemeinde in Verhandlung treten solle. Vinkovei. (Oberrabbiner-Jnstallatio n.) Dienstag, den 26. Mai, fand hier die Installation unseres neuen Oberrabbiners, Ehrwürden Herrn Dr. Moritz Frankfurter, in feierlichster Weise statt. Programmgemäß fuhr dem neuen Oberrabbiner eine Deputation mit dem Kultusvorsteher Herrn Albert Beck an der Spitze, bestehend aus den Herren Josef Zi 1 z e r, A. M. Marberger und Jsak Schlesinger nach Brod a. S. entgegen, wo dem aus Daruvar, seiner bisherigen Wirkungsstätte kommenden Oberrabbiner mit seiner Familie der erste Willkommengrutz zuteil wurde. Um 4 Uhr nachmittags traf Herr Dr. Frank-