Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 23 (5.6.1914)
- Date
- 1914-06-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 23 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 397 1. nTrnz'tax je ein Buchstabenpaar 10, 2. je ein Buchstabenpaar 100. 3. crr ja” pp'pp je ein Buchstabenpaar 1000. Die Endbuchstaben y *\ I o -j bedeuten der Reihe nach 500, 600, 700, 800, 900. Da aber die Buchstaben nund "[ nach diesen: System mit keinem anderen Buchstaben verbunden waren, so werden sie zu einer besonderen Gruppe vereinigt.i;‘) Daß der Zahlenwert der Buchstaben den Kindern in der Schule gelehrt zu werden pflegte, scheint auch aus einer Deutung hervorzugehen, welche der Midrasch den ersten Worten des Satzes Deuter. 32, 2 gibt. Wie der Regen anfangs nur gering ist, allmählich aber sich verstärkt, so auch das Erwerben der Thora. Zuerst liest man a -r die kleinen Zahlen und steigt dann zu den großen Zahlen 'i 'P auf.115) Im r-r-o-s sehen wir jedoch den Zahlenkreis bedeutend erweitert. Auf die außerhalb '/der Wirksamkeit als Jugendlehrer liegende Lebensgeschichte dieses großen Tannaiten einzugeheu, liegt außerhalb der uns gestellten Aufgabe.5') (Fortsetzung folgt.) Korrespondenzen. Chewra-Kadischa Wien. Mittwoch den 2 7. Mai l. I. fand die Eröffnung des Erholungsheimes in Baden statt, welches die Chewra-Kadischa anläßlich der Vollendung ihres i 50jährigen Bestandes errichtete und zu dessen dauernden Erhaltung der Präsident der Chewra- Kadischa Herr Salo Cohn bei der Chewrasude am 2h. April l. I. außer den bereits zu einem früheren Zeitpunkte gewidmeten K 50.000 — weitere K 100.000 - spendete. Der Eröffnung, welche im beschränktesten Kreise vorgenommen wurde, wohnten außer dem in Baden weilenden Präsidenten der Knltusgemeinde Herrn Dr. Alfred Stern der Präsident der Chewra- Kadischa Herr Salo C o h n, der Vizepräsident Herr Doktor Markus Spitzer, die Herren Vorstandsmitglieder Moriz B r e i t n e r, Moritz E i ß l e r, Samuel G o l d m a u n, Jakob K a n n, Jgn. K l e i n, Philipp K o h n, Carl L a n g, Carl L e m b e r g e r, Leopold Otto und Samuel Steine r, ferner in Vertretung der Delegierten des Vorstandes der Chewra-Kadischa die Herren Josef B e e r, Alois G r u b e r, Fritz Mar m o r e k und David T ä n z e r bei. Telegraphische Glückwünsche sandte das in Karlsbad weilende Vorstandsmitglied Herr S. S i m o n. Die Besichtigung des Heimes löste bei allen Teilnehmern der intimen Feier die lebhafteste Befriedigung aus. Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten sprachen noch weiters: Präsident Dr. Alfred Stern, Vizepräsident Doktor Markus Spitzer und Vorstandsmitglied Jakob K a n n, welch letzterer sich um die Einrichtung des Institutes in Oiemeinschalt mit seiner Gattin Frau Marie K a n n und seiner Schwägerin Frau S p i c g l e r in hingebungsvollster Weise betätigte, ferner namens der Delegierten Herr David T ä n z e r. Im Vestibüle des Hauses ist eine Tafel folgenden Inhaltes angebracht: „Aus Anlaß des 150jührigen Bestandes der Chewra- Kadischa Wien wurde im Jahre 1914 dieses der Nächstenliebe geweihte Haus gegründet. Bei der Jubiläumsfeier am 20. April 1914 sicherte der Präsident der Chewra-Kadischa Salo Cohn durch eine hochherzige Widmung die dauernde Erhaltung dieses Heimes." I5) Auf diese Eigenschaft der Buchstaben n ,3 hinweisend, deutet der Midrasch die Worte Bileams p2r' “nn*? cp jn, daß Israel ein Volk bilde, welches sich mit den Heidenoölkern nicht vereinigt. «.Exodus r. XV. 7). '«) Tanchuma Ed. Wien zur Stelle. ") Ausführliche Biographien R. Chias: Orient, Literatnrblatt 1848 S. 611, Magazin XVII, 1890. Aus einer zweiten Tafel ist der zurzeit fungierende Vorstand der Chewra-Kadischa verzeichnet: eine dritte Tafel ist den Stiftern gewidmet. Auf dieser Tafel sind bis nun folgende Stifter verzeichnet: Marie Kann, Philipp Kohn, Leopold Otto, Mitglieder der Humanitätsvereine Wien und Eintracht, „B'nai B'rith"; die Delegierten des Vorstandes der Chewra-Kadischa Wien. Die ärztliche Leitung des Institutes hat in uneigennützigster Weise der bekannte Badener Knrarzt Herr Doktor M. Goldberger übernommen. Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchen- und Arbeiterinnenheim. Am 25. v. M. fand die diesjährige ordentliche (Generalversammlung des Kaiserin Elisabeth- L e h r m ä d ch e lt - u. A rbcitevi lt nenhei in s statt. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste gaben ein beredtes Zeugnis für das lebhafte Interesse und die großen Sympathien, welche sich dieser um die Jugendfürsorge hochverdiente Verein in allen Kreisen der Bevölkerung erworben hat. Unter den erschienenen Güsten konnte der Präsident insbesondere die um den Verein hochverdiente Frau Baronin Charlotte K ö n i g s luartcr in herzlichster Weise begrüßen, ferner Se. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Grunwald, die Gemeinderäte Neu stad tl und Dr. S ch w a r z - H i l l e r, Herrn Bezirksrat Pollak, den Herausgeber der „Oesterreiehisehen Wochenschrift" Herrn Dr. Bloch, Herrn Amtsleiter Kraus und Herrn Offizial Ungar, den Sekretär der Zentralstelle für jüdisches Armemvefen Herrn Dr. Löwy, Herrn Dr. Albert Kuh und als Vertreter der israelitischen Kultusgemeinde Herrn Dr. Josef W i n t e r n i tz: weiter Frau Dr. G l o g a u als Vertreterin des Vereines „Frauenhort", Frau Dr. K r e lt 6 c ic g e r und Frau Biermann in Vertretung des HieyiNiger Frauenwohltätigkeitsvereines, Frau Professor T h e u nt a it lt, Frau N e u mann und Herrn Dr. Sl a pralit in Vertretung des Vereines „Providentia", Frau Dr. Weiß und Frau Rusizka in Vertretung des Brigilteuauer Wohlrätig'eitsvereines, Frau Nathans o h it und Frau W e i n w u r nt in Vertretung des Vereines zur Bekleidung armer Frauen, Herrn Löw, Obmann des Vereines der Hollefchauer, Frau Dr. K ahn und viele andere. Ihr Fernbleiben hatten entschuldigt: Das Kuratorium der Baron Hirsch-Stiftung, die Direktion der Ersten österreichischen Sparkasse, das Gremium der Wiener Kaufmannschaft, Herr kais. Rat Dr. Ascher, die Herren Rabbiner Dr. Bach und Dr. R o sengt an n, Herr und Frau Regierungsrat Dr. Horow i tz und Frau Dr. G e l l e r. Nach Begrüßung der Erschienenen gedachte der Präsident kais. Rat Dr. K r ü g e r in tiefempfundenen Worten der Wiedergenesung unseres geliebten Monarchen und erbot sich die Ermächtigung der Versammlung zur Absendung eines Huldigungstelegrammes an die Kabinettskanzlei Sr. Majestät. Sodann erstattete die Schriftführerin Frau Tr. Lina Weiß unter lebhaften Beifallskundgebungen der Versammlung den Rechenschaftsbericht, welcher ein klares Bild der Tätigkeit der Vereinsleitung und der erzielten Erfolge aus dem Oiebiete der Jugendfürsorge bot. Hierauf wurde von der Kassaverwalterin Frau Dr. Stein der Kassabericht erstattet, laut welchem für die Erhaltung des vom Vereine gegründeten Heimes, beziehungsweise der in demselben untergebrachten Schützlinge in den abgelaufenen zwei Jahren mehr als 73.000 Kronen verausgabt wurden, in welche Summe selbstverständlich die zahlreichen dem Vereine zugewendeten Naturalspenden nicht inbegriffen sind. Nach diesem beifälligst aufgenommenen Berichte wurde auf Antrag der Revisoren Professor Steif und