Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 13 (27.3.1914)
- Date
- 1914-03-27
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 13 Dt. Blochs Wochenschrift. Seite 213 d Mit Gegenwärtigem gebe ich allen meinen hochgeehrten Kunden, Gönnern und Freunden zu wissen, daß ich infolge vorgerückten Alters und Ruhrdedürfnisfes Frau Am. Schwarz als Teilhaberin meines seit 42 Jahren bestehenden streng rituell T£'2 geführten Milch- und Molkereiprodukteu-Geschästes ausgenommen und dasselbe in b i s h e r i g e r Weise a u ch weiter unter der Mithilfe von Frau Schwarz führen werde. Ich danke allen meinen hochgeehrten Kunden für des n r bis der erwiesene Vertrauen und bitte dieselben, dieses ungekürzt auf meine Teilhaberin zu übertragen, denn sie wird stets bemüht sein und Sorge tragen, datz den strengsten Anforderungen in seder Hinsicht, wie bisher bei mir, Rechnung getragen wird. Zu den nahenden Osterfeiertagen beehre ich mich mitzuteilen, daß meinerseits bereits alle Vorkehrungen getroffen wurden, datz eine strenge, für die hohen Pessach-Fciertage entsprechende Beaufsichtigung durchgeführt werde, und bitte ich meine hochverehrten Kunden um rechtzeitige Mitteilung des erhöhten Bedarfes. Gleichzeitig mache ich alle hochgeehrten Familien darauf aufmerksam, datz ich auch quantitativ bei vorzüglicher Qualität derart Vorsorge getroffen habe, datz ich in der Lage bin, auch solche, die nicht zu meinen Stammkunden gehören, ohne Preisunterschied, ins Haus gestellt oder in meinem Geschäfte abgeholt, zu bedienen, und bitte ich auch da um rechtzeitige Bekanntgabe des Quantums. Hochfeine Teebutler, Emmentaler, Imperial, Groyer- und Tuappister-Käse sstreng koscher) ebenso frischer Topfen am Lager. Hochachtungsvoll Antonie Spitzer II., Erotze Schiffgasfe 2. Izr. bogostovna opcine u Koprivnici. Konkurs. Bei der gefertigten isr. Kultusgemeinde ist die Stelle eines I. Kantors zu besehen. Gefordert wird: a) Genaue Kenntnis der Liturgie. b) Gründliche musikalische Bildung zur Leitung und Heranbildung des Tempelchores. cf Erteilung des Unterrichtes im Hebräisch-Lesen an ^ch'.üd) Vortrag mit Orgelbegleitung, lindern. e) Die Qualifikation eines cn 'c und u" ,7 um im Notfälle vertreten zu können. Gehalt 1800 Kronen, 200 Kronen Quartierbeilrag und 200 Kronen für den Unterricht im Hebräisch-Lesen, zusammen 2200 Kronen pro anno, nebst den in der Gemeinde stipulierten Stola-Gebühren. Antritt des Postens am 1. Juli a. c. Bewerber, welche ungarisch-kroatische Staatsbürger sein müssen, wenn nicht, ist dieses Staatsbürgerrecht zu erwerben, das 35. Lebensjahr nicht überschritten, haben ihre Gesuche über Alter, Familienstand, nebst Originalzeugnissen über erlangte Qualifikation, über sittlich-moralischen Lebenswandel und der bisherigen Berufstätigkeit bis zum 1. Mai a. c. an die gefertigte Kultusgemeinde einzusenden. Zum Probevortrage werden nur Berufene zugelassen und die Reisespesen bloß dem Akzeptierten vergütet. K o p r i v n i c a, (Kroatien), am 19. Mürz 1914. Israelitische Kultusgemeinde. Der Sekretär: Der Präses: Spiegle r. Hirschler. Israelitische Kalicsgemeinde Acspifz. Konkurs In der hiesigen Gemeinde gelangt die Stelle einf s Kantors, Koreh und Schocket zur Besetzung. Das fixe Gehalt desselben beträgt K. 1500.— nebst freier Wohnung und Nebeneinkünften. — Der Anzustellende muß österr. Staatsbürger, musikalisch gebildet sein und gleichzeitig die Sekretariatsgeschäfte besorgen, Mascbgiach sein und Fleisch reinigen können. — Nur dem Akzeptierten werden die Rei.-espesen vergütet. Der Dienstantritt kann eventuell auch sofort erfolgen. — Nur Bewerber welche allen obigen Eigenschaften voll entsprechen u. das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Gesuche bis Ende März d. J. an den Unterzeichneten Kultus- Vorsteher einsenden. Auspitz, am 17. März 1914. Heinrich Dorisch Kultus-Vorsteher Stiftungs-Verleihung. Aus der Siegfried Hillerschen Hachnosaus-Kalo-Stiftung gelangt der Betrag von 589 Kronen zur Verleihung. Anspruch aus diese Hochzeitsaussteuer-Siifiung haben in erster Reh: Verwandte des 2ti,ters und bei Abgang solcher ärmere, wohlerzogene Turnauer Iudenmäüchen. Bewerberin um diese Stiftung hat mit dem Nachweis des Verwandtschaftsgrades gleichzeitig die Bestätigung zu erbringen, datz selbe Braut ist, und erfolgt die Auszahlung des Stiftungsbetrages nur gegen Beibringung des Nachweises der erfolgten Verehelichung, die drei Monate, längstens aber im Laufe eines Jahres nach erfolgter Zuerkennung des Stiftungsgenufses erfolgen mutz, bei sonstigem Verluste der zuerkanuten Stiftungsgebühr. Gesuche sind an den gefertigten Vorstand längstens bis 30. April 1914 zu richten. Turnau, am 15. Mürz 1914. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. AUFRUF Die Krisen der letzten Jahre forderten eine verschärfte Aufmerksamkeit unseres Vaterlandes ganz besonders für das erpornierte Bosnien, welches an die seinerzeit kriegführenden Balkanländer angrenzt. Dies hatte zur natürlichen Folge, datz hier im Verhältnis zu den früheren Jahren die Anzahl der hier dienenden jüdischen ooltmten eine größere ist. Nun steht das Passahfest bereits vor der Türe, und sollen die religiösen Gefühle Ser jüdischen Soldaten, welche, abgeschnitten von ihrer Familie und ihrer Heimat, ihrem Vaterlande hier dienen, zumindest für dieses große Fest geschont werden, so müssen alle Mittet ausgewendet werden, um ihnen die Einhaltung der traditionellen und religiösen Vorschriften hinsichtlich der koscheren Verpflegung für diese Feiertage möglich zu machen. Leider ist die hiesige jüdisch: Gemeinde zu klein und nicht entsprechend begütert, um für diese großen Kosten ganz aufzukommen. Das gefertigte Rabbinat bittet daher im Flamen der jüdischen Soldaten in Tuzla, durch entsprechende Geldgeschenke es ihnen möglich zu machen, das bevorstehende Passahfest in rituell gebotener Weise zu halten. Spenden nimmt das gefertigte Rabbinat entgegen. Rabbinat und Matrikelamt in Tuzla ^Bosnien). Rabbiner Dr. E. Franke 1. Jüdisch theologisches Seminar Breslau, Wallstraße ' b Aufnahme-Prüfungen am 26. und 27. April d. J. — Beginn der Vorlesungen am 28. April. — .Meldungen an den derzeitigen Vorsitzenden des Lehrer-Kollegiums Prof. J. Lewy. I raalitische Knltnsgemeinde Kuttenplan. KONKURS In Kuttenplan bei Marienbad ist die von der Rabbinerstiftung mit 1171,50 Kronen und von der Kultusgemeinde mit 1228,50 Kronen, zusammen mit 2409 Kronen, bar nebst freier Wohnung dotierte Steile eines K.abbiaers uad zugleich Vorbeters ab 1. Juli l. I. zu besetzen. Bewerber, welche zwar nicht Doktoren, doch aber Absolventen eines Gymnasiums fein müssen, wollen bis 15. April 1914 ihre über Alter und Befähigung belegten Gesuche an den gefertigten Vorstand in Plan richten, woselbst auch nähere Auskünfte einzuholen sind. Plan, am 22. Mürz 1914. Vorstand der israelitischrn Kultusgemeinde Kuttenplan. IllDr. Adolf Fiedler. lunge stimmbegabie Leute ungebildet bei D Eibenschütz, Chordirigont, II., Patzmanitenäasse 21, Tür 3. G.