Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1914-02-13 · 7 (13.2.1914) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
31 (1914)
Issue
7 (13.2.1914)
Date
1914-02-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3022089-3022097--22881-3048050
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

«»eile 108 Dr. Blochs Wochenschrift. 7 mv. Gsfäll Hermine, Private, geb. 28. Oktober 1876, Wien, Hietzinger Hauptstrasse 123. Holzer Israel, geb. 1861, Oczkow, X., Laxenburgerstrasse 7. Kaiser Engenie, geb. 7. April 1879, Wien, II., Gzerninplatz 1. Kle|n Irene, Kontoristin, 27. Februar 1890, Wien, II., Rothensterngasse 31. ' Mias Isak, Schlossergehiife, 13. August 1889, Trawnik, XX., Pasettistrasse 24-. Linz. Am 7. d. M. hielt Herr med. Dr. Eduard Bloch im Interesse des hiesigen Tempelvereipes im Hotel „Erzherzog Karl" einen Vortrag über das Tema: ..Tie Lichtgestalt Mosis." Wie fasziniert lauschte die große Zuhörerschaft in atemloser Spannung den Worten des großen Redners, dessen glänzender Leistung stürmischer? Beifall gezollt wurde. Wir fühlen uns Herrn Tr. Bloch, der stets bereitwilligst sein profuses Wissen, sein glänzendes Rednertalent in den Dienst der Oeffentlichkeit stellt, zu großem Tanke verpflichtet. Eger. Sonntag, den 8. ds. fand im Restaurant Heller die Generalversammlung des Frauenvereines statt. >Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Grünfekd, als auch die Vorstandsdame Frau Emma Abeles hoben in ihren Ansprachen dir Verdienste der Präsidentin Frau Charlotte Kohn, die nahe an 30 Jahren dem edlen Vereine vorsteht und mit geistigen und materiellen Opfern dient. Nach Verlesung des Rechenschaftsberichtes durch den Schriftführer Herrn Heinrich Kohn wurden bei der Neuwahl des Vorstandes per Akklamation nachstehende Damen gewählt: Frau Charlotte Kohn, Präsidentin : Iosefine Schnabl, deren Stellvertreterin; Frau Emma Abeles, Frau Dr. Bäumel, Frau kais. Rat Kohn, Frau L. L o w e n st e i n, Beiräte; Frau Therese Kohn, Frau Klara Ko h n, Frau Marie F l e i s ch l, Frau Kamilla F ü r i h, Frau Louise G o t t l i e b, Frau Fanni Herr mann, Herr Oberkan'tor Wilko witsch. Frau Kamilla Lang, Frau M. Hübsch. Vergnügungs-. ausschuß. - OderbE. Vor kurzem entstand hier ein Literaturverein jüdischer Mädchen, zur Präsidentip würde Frau Rabbiner Fanny Friediger gewählt, die am 8. Februar im Hotel „Austria" den ersten Vortragsabend mit einer Ansprache eröffnete, die vielen Beifall ausgelöst hat. Den ersten Vortrag hielt Rabbiner Dr. Friediger über „Wanderung durch die jüdiesche Literatur der Neuzeit". Mit Spannung folgte das Publikum den interessanten Ausführungen des Redners, für die er großen Beifall erntete. Erzherzog Josef und der israelitische Frauenverein. Der Budapest er israelitische Frauenverein veranstaltete -an Stelle des üblichen jährlichen Maskenballes, in den Sälen der Redoute ein Promenadekonzert, dem das Erscheinen des Erzherzogs Josef und der Erzherzogin Augusta ein besonderes Lustre verlieh. Außer dem erherzoglichen Paar waren auch die Erzherzoge Josef Franz, ferner Graf Thomas Batthyany, Hofdame Baronin M a j 1 h e n y i und Oberleutnant Kratochwill erschienen. Die hohen Gäste wurden vom Präsidium: von den Damen Frau Karl von Neumann, Frau An'ton von Deutsch, und dem Magnatenhausmikglied Adolf von llllmann empfangen. Das erzherzogliche Paar wurde vom Publikum mit stürmischen Eljenrufen begrüßt. Beim Cercle' wurden die Mitglieder des Ausschusses vorgestellt. Budapest. Der Advokat Dr. Ferdinand Baumgarten wurde zum Richter am Verwaltungsgerichtshofe ernannt. Nagybecskerek. Das Leichenbegängnis des hier» am 15. ds. im Alter von 37 Jahren verstorbenen Sekretärs der Staatsfinanzdirektion, Moritz R e v, gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung. Anwesend waren der Ober- und Vizegespan des Torontaler Romitats, der königl. Gerichtshof, sämtliche Beamten der Finanzdirektion mit den Ministerialräten T o t h und A p o r an der Spitze, ferner Bürgermeister Dr. Perisics mit der städtischen Repräsentanz. Nach dem Absingen der üblichen Trauergesänge schilderte Oberrabbiner pr. Moriz RI e i n den allmählichen Aufstieg des so früh seinem ehrenvollen Berufe Entrissenen zu einer der verantwortungsschwersten Rangsstufe im Bereiche der Beamtenhierarchie, rühmte in tiefergreifender Weise den unverfälscht jüdischen Sinn des Dahingeschiedenen, sowie dessen stets reges Interesse für Gemeinde und Schule. Es sprachen noch ferner jder zweite Sekretär R o l b und Handelsschulprofessor Perl ergreifende Worte der Trauer. Anton Bauer Serhth. Bei der am 8. Feber d. I. stattgefundenen Generalversammlung des Serether Frauenkrankenunterstützungsverein wurden nachstehende Damen wiederbezw. neugewählt: Frau Regina Achner, Präsidentin, Frau Bronia Gläsel, Vize-Präsidentin, Frau Pepi Drach, Schriftführerin, Frau Gusta Klausner, Kassierin, Fr. Fanny Haller, Kontrollorin, ohne Funktion Frau Bürgermeister B er all, Frau Dr. Benkendorf, Frau Dr. H u r 'r i g, Frau Eszti Schreiber, Frau Pariser/ Frau Malza Goldschläger und Frau Jetti E redin g e r Berlin. (Trauung.) Sonntag, den 8. Feber 1914 um 1 Uhr fand im Teinpel Fasanenistraße die Trauung des Fräulein Nelly Tlsemarie Solomons, Tochter des Rittergutsbesitzers Leon Solomons, mit Herrn Viktor Emanuel Polläk, Sohn der Frau kais. Rat Berta Pollak aus Wien, statt. Feuilleton. Zur Geschichte der?«den in Kelgieri. Thamas von AquMv Mer Judem Dr. Salomon Ullmann erzählt in seinen unlängst erschienenen „Studien zur Geschichte der Juden in Belgien" (Verlag S. Kah an.Antwerpen) über die Geschichte der Juden in Belgien folgendes: Eines der größten jüdischen Gemeindewesen Belgiens war die ehemalige ,Judengemeinde in Brüssel. Die jüdischen Einwanderer hallten sich in einem besonderen Stadtniedergelassen und die alte Judengasse ist noch heute zum Teile erhalten. An dem Orte, wo ihre Synagoge gestanden hat, erhebt sich eine Kapelle, die nach der Judenvertreibung (1370) an Stelle der konfiszierten Synagoge errchtet worden ist. Die zahlreichen jüdischen Bewohner Brüssels waren verpflichtet, den Herzogen von Brabant eine Abgabe zu entrichten, wofür ihnen der fürstliche Schützt zugesagt wurde. Die H erzöge förderten daher ihre Niederlassung und führten sie dem Handel zu. Vis zur Regierungszeit des Herzogs Heirich III. gaben sich die Juden zum großen Teile mit Darlehensgeschäften ab, und diese Geldgeschäfte scheinen sehr beträchtlich gewesen Zu sein. In seinem Testamente bestimmte jedoch Heinrich III. (1250), daß die Juden aus seinem Herrschaftsgebiete vertrieben werden sollen, wenn sie die Darlehensgeschäfte nicht aufgeben; falls sie aber wie die anderen Kaufleute vom Handel leben wollen, dann könnten sie in seinem Lande Zurückbleiben. Nach dem Tode Heinrichs III. übernahm seine Geschäft. Auch sie beschäftigte sich nicht der Angelegenheit mahlin, die Herzogin Alir von Brabant die Regentder jüdischen Bevölkerung. Die Herzogin setzte sich selbst mit Thomas von Aquino in Verbindung um seine Ansicht betreffend „die Judenfrage" zu hören. Auf ihre Frage, ob man den Juden Steuern auferlegen dürfe, erwiderte Thomas von Aquin, daß die Landesherren

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.