Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 6 (6.2.1914)
- Date
- 1914-02-06
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette *4 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. b meii'l haben, aber nicht möchten wir uns von eien Vorfahren übertreffen lassen, in der ehrfürchtigen Liebe zu diesem majestätischen Buche." (Worte Mosis, Seite L). Der Erziehungswert des Eünfouches als Quelle religiöser Belehrung bleibt von aller Kritik so unberührt, wie beispielsweise der Schönheitswert der homerischen Epen von der Homerkritik. So durften in dem großen Chor der Weisheit der Völker" die „Worte Mosis“ nicht fehlen. Die kleine, systematische Auswahl, die B e r g in a n n getroffen hat, und die in den Abschnitten „Gott“, „Die Weltschöpfung", „Gott und Mensch", „Von Mensch zu Mensch", die wichtigsten Worte in gut lesbarer, weder pedantisch treuer noch allzu freier Uobersctzung wiedergibt, ist als durchaus gelungen zu bezeieün. n. Aus den Dichtungen der Thora sind der Sang am Schilfmeer, Lied und Segen Mosis, anhangsweise auch der Moses zugeschriebene ,9(J. Es ahn au.sge wählt, einige erzählende Stücke aus dem Leben der Patriarchen, der Josefgemlndi e und die E no.ie Bank-Bileam bilden den Schluß. Was aber diese Anthologie weit über den Kahmen ähnlicher Arbeiten liinaushebt, das ist die stimmungsvolle Einleitung, die ohne im geringsten in einen -..iban, sv llen oder pathetischen Ton zu verfallen, mit echter Begeisterung und warmer Liebe' geschrieben ist. Der Leser fühlt, daß es de Au o/., ti.ii dem, was er ausführt heiliger Ernst ist, und vertraut ihm um so mehr, als ihm — wie seinem Vorbild Achad ha-am — nicht Amt oder äußerer Beruf sondern nur die Ueberzeugung die Feder führt. An der Hand der Bibel und der Tradition, die das Leben Mosis natürlich reich ausschmückt und alle Lücken des Bibelwortes in ihrer Art ausgefüllt hat, entwirft Bergmann ein lebendiges Bild von der Tätigkeit des Propheten., ein Bild, das auch eine treffliche Charakteristik des israelitischen Prophetentums überhaupt und manche Ausblicke in unmittelbare Gegenwart enthält. Zugleich zeigt diese kurze, durchaus moderne Skizze über ein uraltes Thema, wie vielerlei Auffassungen die schlichten Bibelworte Baum geben. Man muß sich übrigens nicht mit allem einverstanden erklären, was Bergmann ausführt; aber wie immer auch man seiner Einführung gegenüberstehen mag, 'den Geist, von dem seine Worte durchweht sind, muß jeder Jude, dem die Bibel noch etwas ist, freudig begrüßen. Das Endziel des Herausgebers aber ist es, zu den Quellen selbst zurückzuführen. „Nichts wäre verderblicher, als wenn irgend welche Umarbeitung, den Weg zu ihnen versperrte." Der Verlag hat das 236 Seiten starke Buch, das die g iunmoe iiepi od iki <>n des .Mon<*s von Mi.-neliinge.o zeit. so hr vornehm und würdig ausgestattet. Für eine zweite Auflage würde ich im Anschluß un die Literatur-Uebersicht und das Register noch eine Tabelle der angeführten Bibelstellen und aus rein sachlichen Gründen, um nämlich das Buch als Geschenkwerk für die Jugend und als Hilfsbuch für die Schule verwerten zu können, die Hinweglassung einiger sexual-hygienischer Gebote empfehlen. Sehr wünschenswert wäre es auch, wenn Verlag und Herausgeber den Worten Mosis, bald „Worte der Propheten" folgen ließen. Dr. J. P.lla*. Prag. Dr. M. ©cuiutfllfc, Rabbiner der israel. Kultusgemeinde in Wien. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde, 17. Jahrgang, 1. Heft. (Der ganzen Reihe 49. Heft.) Diese Mitteilungen erscheinen zugleich als Organ der Gesellschaft für jüdi'che Volkskunde in Hamburg. Inhalt: A. Z. Idelsohn: Aus dem geistigen Leben der echtorientalischen Juden in Vorderasien. — Sal. G o l d - schmidt. — A. Marmor st ein: Zeena ureena. — S. Eure s ch i tz : Jüdische Volkslieder aus MohIIew. — Das Testament Wolf Wertheimers. — Bücherschau. — A.l: Sendungen werden erbeten an die Adresse des Herausgebers: Wien, II., Ferdinandsstrotze 23. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Jsraelite Universelle, 14. Jahrgang, Heft 2, Februar 1914. Inhalt: Geh. Reg. Rat. Pros Dr. Hermann T o h e n: Das Gottesreich. — Dr. S. M. M e l a m e d, Zur Geschichte des Ehief-Rabbinats in England (mit 4 Porträts). — Dr. S. Bernseid: Die Glanzzeit des osmanischen Reiches. — Der Turm der Hoffnung (mit Illustration). — Pros. A. Freud: Die jüdische Gemeinde von Triest (mit 2 Illustrationen). — Dir. Dr. Sigmund Feist: Jüdische Spuren im mittelalterlichen Zentralasirn. - Dr. S i d o n: Eine Ra-Anbeterin im Hause Abrahams. Die Zimbel. (Noten). — Mitteilungen d. Zrntral-Komitees d. Aft liance Jsrae.ite Universelle in Paris: Erklärung. — Rabb. Dr. Adolf Salvendi (mit Porträt). — Fortbildungsschulwerk für die schulentlassene Jugend. — Dir Schulrn der Alliance in den Jahren 1911—1913. — Notizen. — Dr. N. M. N a 1 h a n: Michael Friedmann. — Dr. Emanuel Lasker: Schach. — Verlag „Ost und West". Leo Winz, Charlottenburg, Knesebeckerstratze 32. Kriefkasteu. Dr. Joseph Una, Oberlehrer, Maimonides. Ein Lebensbild für die jüdi.che Jugend 1914. Verlag von Louis L a m m, Berlin. Dr. D. Hofmann. Die erste Mischna und die Kontroversen der Tannaim. Aus Anlatz seines 70Mhrigen Geburtstages namens seiner Schüler, ins Hebräische übersetzt von Samuel G r ü n b e r g, Berlin 1913. Verlag von Louis Lamm. L. B. Innsbruck. Solche Karten an jüdische Adressen zuzusenden, wie Ech Sie eine erhielten, ist selbstverständlich eine namenlose Frechheit und ein Zeichen von der moralischen Gesunkenheit und der sittlichen Rohheit der Absender, welche als gute Arier des Profites wegen zu jeder G.chncinheit fähig sind. Daß die k. k. Postämter dazu Handlangerdienste leisten, ist offenkundiger Mißbrauch. M. St. Klagenfurt. Wir haben diesen mit Hilfe des k. k. Postamtes verübten Unfug zur Kenntnis des Staatsanwaltes gebracht. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. Hol-l Stefanie, II., Tabo nrutze >2. Fr itog den tt. F^viuai Dav ds Geige. Samstag den 7. Februar Bas Jeriichulajim Sonulug de,. 8. und Montag den 9. F.brnai Muschiaclis Zateu. in 4 Auf Laen van A. Goldfaden. Sonntag Iiocbm> mg« J/24 Uf)r Jehuda Halewy. Dun-tag den 10. F-bruar Die Neschume von I srul. M-r-wich den II. Februar, Verein „Auiche Gans". Cbusen Kale Tonne's»ag den It. Februar, Ehrenaoend des Herrn M. Streng, Der lustige Vogel. An unsere geehrten Abonnenten! Wir bitten um rechtzeitige Erneuerung des Abonnements, damit in der Zusendung d.s Blattes keine Verzögerung eintrete. Die geehrten Abonnenten werden ersucht, bei Einsendung des Abonnementsbetrages den zugesandten Posterlagschein zu benützen. Bezugspreise: Für Oesterreich-Ungarn: Ganzjährig K 16.—, halbjährig K 8-, vierteljährig K 4.—. Für Deutschland und alte übrigen Länder: Ganzjährig K 23.—, halbjährig K 10.— vierteljährig K 5.—. Die Administration II/1, Pcalerstrahe 9 Danksagung. Anläßlich der Bar-Mizwah unseres Sohnes Erich sind uns so überaus zahlreiche Beweise freunddcher Gesinnung zuteil geworden, datz wir vorläufig nur auf diesem Wege unserem innigen Danke Ausdruck zu geben vermögen. Wien, im Februar 1914. Guido Fuchs gelb und Frau. Aufruf. Das goldene jüdische Herz! Wieder ist leider Gelegenheit gegeben, Die schöne Bedeutung dieses sich immer und jederzeit bewährten und als Tatsache zu bezeichnenden Wortes zu bekunden, und zwar für einen vom Schicksale verfolgten Familienvater, der vor der Delogierung, die ihm droht, zu retten wäre! Bei einer solch bitteren grimmigen Kälte delogiert zu werden, kein teilweise vor den Unbilden des Winters schützendes Dach zu haben, — welcher Jude könnte das über sich bringen, einem anderen, wahrhaft rechtgläubigen nicht davor zu bewahren! Der betreffende Familienvater hat außer seinen körperlichen Gebrechen, die ihn wohl nicht hindern, seinem schönen Berufe sich zu widmen, noch das Unglück, durch fortgesetzte Schikanen seitens eines höheren Funktionärs seelische Depressionen zu erleiden, durch die er einen starken Rervenchok erlitten, so datz sich alles vereint, einen nur durch Eottesvertrauen sich erhaltenden Menschen kaum vor dem Aergsten zu bewahren! Schnelle, ausgiebige, reiche Hilfeleistung ist daher dringendst von Nöten! Möge das goldene jüdische Herz sich wieder voll und ganz betätigen! Spenden, möglichst rasch und ausgiebig, werden erbeten von,der SammelstelleEmil Jelinek, Wien, I., Seiten st ettengasse 5. Rabbinatskanditat ülsä: rieht in französischer, ungarischer und hebräischer Sprache, Bibelkommentar u. Talmud. Knaben werden mit bestem Erfolge zur Barmizwa vorbereitet. — Bela Fiseber, Rabbinatskanditat. Vif.. Burggasse 122 a. G.