Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 31 (1914)
- Issue
- 4 (23.1.1914)
- Date
- 1914-01-23
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Dr. Blochs Wochenschrift. d. I. die erste Sitzung nach seiner Generalversammlung unter dem Vorsitze des neugervähllen Obmannes des Rabbiners Herrn Dr. M- Rosenmann?.£, wobei nach Erledigung laufender Vereinsangelegentzeiten zur Wahl der vom Obmann angeregten Iugendschriften-Kommission geschritten wurde. In dieselbe wir den gewählt: Rabbiner Dr. Rosenmann. Professor Dr. H. P o l l a k, Rabbiner Dr. D. Feuchtroang. Inspektor Professor Kanitz, P.ofessor Dr. Goldhammer, Professor Dr. Redisch und Dr. Kupfer. Freitagabend-Vorträge im Beth Hamidra^^ „Talmud-Thora." (II., Malzgasse 16. Auch Frauen zugänglich.) Am 23. Jänner hält Herr Rabbiner L. G o l d st e i n einen jüdisch-geschichtlichen Vortrag Am 30. Jänner spricht Herr Professor Moritz Antsch er l über „Sabbatlieder am Familientisch." Beginn jedesmal um l/a8 Uhr abends. Vortrag ans jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur. Donnerstag den 29. Jänner 1914, ‘/28 Uhr abends findet im Festsaale des Ingenieur- und Architekten-Vereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Bortrag des Herrn Oberrabbiners Dr. Julius Diamant aus Vukovar statt. Thema: „Jüdische Kultur." Eintritt frei — ohne Karten. Jüdische Toynbeehalle. (XX , Othmargaffe 46.) SamStag den 24. Jänner: Konzert (Gesang und Klavier), Frau Kamilla und Fräulein Hilda König. Fräulein Kagan. — Sonntag den 25. Jänner: Einiges über Armut. Herr Sekretär Siegfried Fleischer. — Montag den 26. Jänner: Musikalische Aufführung' Beethovenscher Werke.' „Jngendbünd". Dienstag den 27. Jänner: Bilder aus dem Rechtsleben (Zyklus). Dr. M. Reiß. — Mittwoch den 28. Jänner: Industrie und Landwirtschaft in gemeinsamer Arbeit. Professor Dr. Otto Neurath. — Donnerstag den 29. Jänner: Jüdische Geschichte (Zyklus). Professor Dr Rosenfeld. — Freitag den 30. Jänner: Bibelvortrag. Herr Rosner. — Wien. Zu Gunsten des „Humanitärer Geselligkeits- und Kranken-Unterstützungs-Berein der Kolomeaer und Umgebung in Wien", veranstaltet ein Komitee unter der Leitung der Damen» Frauen: Dr. C o st i n e r, Dr. E b n e r, Irma Hecht, Lina K r u h, Annie S ch r e ck i n g e r und Dr. Z i p s e r, eine Damen-Soiree am 15. Februar 1914 im Saale des Cafe P r ü ck l, und zwar verbunden mit Borträgrn und Tanzreunion. Karten in beschränkter Anzahl find erhältlich im Cafe Rembrandt, II.. Untere Augartenstraße 11, im Cafe Adlon, I., Rothgasse 1. wie auch bei allen Ausschuß- und Komiteemitgliedern. Wien. (Akademischer Verein „Jüdische Kultur.") Mittwoch, den 28. d. M. halb acht Uhr abends findet im Lokale der jüdischen Lese- und Redehalle (IX., Türkenstratze 9) ein Vortrag des Schriftstellers B. Borochow über „Die jüdische Kolonisation in Palästina" statt. Entree frei. Gäste willkommen. Wien. (Verlobung.) Der Internist Dr. Samuel -Bondi. Sohn des Herrn Markus Bondi aus Wien, bat sich mit Fräulein Helene H i r s ch, Tochter des verstorbenen Stadtrates Gabriel Hirsch in Halberstadt verlobt. Wien. Sonntag den 18. d. M. fand die Ueberreichung des Diploms an den zum Ehrenmitgliede des Verbandes der israelitischen Religionslehrer an den österreichischen Mittelschulen ernannten früheren Obmann Professor Dr. H. P o l l a k durch die neue Verbandsleitung Rabbiner Dr. R o s e n m a n n und Schriftführer Dr. Huß statt. Wien. Am 11. Iänner fand die Generalversammlung des Israelitischen Humanitätsvereines für den X. Wiener Gemeindebezirk statt. In Vertretung des israelitischen Kultusvorstandes erschien der Obmann der Bezirkskom Mission. Herr Komerzialrat Moritz Hacker. Tie bis hörigen Vereinsvorsteher wurden mit Stimmeneinheit wie dergewählt. u. z.: Dr. Richard Back. Hermann Frank l, Iacob S ch i m e k. Friedrich S e l i g m a n n und Frau Fanny Sieger, neugewählt Herr I. W. Salzberg. Vor der Generalversammlung fand ein Trauergottesdienst statt. „Beth Haam" (Jüdisches Bolksheim) XVI., Wurlitzergoss 11. Samstag öen 24. Jänner: „Aberglaube in der Medizin" Herr Dr. Heinrich Grün. Mittwoch den 26. Jänner: Die Juden im modernen Roman." Dr. Hirschl. - Um 7 Uhr wird der Tee verabreicht. Beginn der Vorträge halb acht Uhr abends. Gintritt frei für jeden Erwachsenen. Anmeldungen von Vorträgen nnd Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Präsidenten Dr. Martin Förster, XVI.. Thaliastraße 22 gelangen lassen. Beth-Hamidrasch Talmud Thora II. Malzgasse 16 Als eine wahre „Sudab schel mizwa" kann der „Sijum" bezeichnet werden, der nach mehrjährigem Intervall am Dienstag den 6. d. M. besonders feierlich begangen wurde. Nach Vortrag des Schlutzkapitels durch Se. Ehrwürden Herrn Rabbiner H. 3 ch e n k und der Verrichtung des Marro-Gebetes begaben sich die zahl reichen Festgäste ins Restaurant P i n k a s, znm Festmahl, das bis Mitternacht dauerte und dessen vorzüglichste Würze die Thora worte waren, die unter großer Aufmerksamkeit von Jung und Alt angehört wurden und den Vortragenden verdienten Beifall brachten. Ihr Fernbleiben hatten entschuldigt: Herr Landesschulrat Dr. Gustav Lohn. Vize-Präsident der israelit. Kultusgemeinde, und die Herren Rabbiner Dr. W. G r u n w a l d, B a u m g a r te n. F l e i s ch m a n n, Fürst, G o l d st e i n u. a. m. Der Obmann Herr Leopold Hirsch begrüßte mit warmen Worten die große Festversammlung, die. Kopf an Kopf an der riesigen, .hufeisenförmig geformten und elegant gedeckten und dekorierten Festtafel saß und wurde sein Willkommengruß zum Thoramahle mit rauschendem Bei falle ausgenommen. Ten Reigen der religiösen Vorträge eröfsnete Herr Rabbiner Schenk und es folgten die Herren Rabbiner F l e s ch, Wolf Pappenheim. Rabbiner B e n e d i k, Honig sb e r g, Professor A n t s ch e r!, Vertreter im Kultusvorstande Herr Adolf S ch r a m e k und die Herren Warkany und Redakteur P o r g e s. Alle Redner t raten mit besonderem Eifer und großer Begeisterung für die Förderung des Thorastudiums ein und fanden ungeteilte Zustimmung. Hebräische Gesänge exekutierten meisterhaft Herr Kantor L ö w n von der Talmud-Thora-Synagoge und Oberkantor M ü Iler von der „Schiffschule" und die vom Kantor D u c e s z, dem Spezialisten im Reimen, vdrgetragenen den „Nagel aus den Kopf" immer treffenden improvisierten Reime trugen zur Erbeiterung der Zuhörer wesentlich bei. Am das Entstehen des „Benschen" entspann sich ein reger frommer Wettstreit im Interesse des „Bethamidrasch" und schon glaubte wie bei ähnlichen Anlässen, Herr Klug, ein Mann mit gutem Herzen für Bedrängte es erlangt zu haben, als Herr Vertreter Adolf S ch r a m e k, der nimmermüde Förderer humanitärer .und religiöser Interessen Den Sieg davontrug, undden Vortrag des „Mefuman" Herrn Rabb. Schenk übertrug. Bis zum Schluffe harrten alle aus und verließen sichtlich gehoben den Ort einer wahren und innigen, echtjüdischen Festesfreude. Wien. Samstag, den 24. Iänner 1914. ha'b neun Uhr abends findet?rm sgrof en Saale des Hotel G u 1 h. II.. Stefaniestratze 14, ein Hausball (zu Gunsten des Personales) statt. Erste Jugend-Andacht im Wiener Kaiser Franz Josef I. Huldigungstempel. II., Pazmanitengasse 6. Vier Monate sind bald verstrichen, daß das herrliche, an die Kaiser Josefs-Straße im zweiten Bezirke angrenzende Gotteshaus in besonders feierlicher Weise eröffnet wurde, und sind heute die zahlreichen jüdischen Bewohner dieses ausgedehnten bis weit hinaus nach dem ehemaligen „Zwischenbrücken" sich ansdehnenden und immer mehr sich entfaltenden Stadtteils darin einig, daß mit der Erbauung dieses Gotteshauses eine dringend notwendige und eine der Großstadt würdige Andachtsstätte geschaffen wurde. Besonders segensbringend wird dieselbe auch für unsere Jugend