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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-12-26 · 52 (26.12.1913) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
52 (26.12.1913)
Date
1913-12-26
Page
– (sequence 14)
Language
German
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\ > i I? 4m sss M Li iE ^_ e4MWM>MHDlKWMMAaS-Mische Ar memvefstt" M' zwart.HönWgstnMt/rrksch einen Sammelpunkt geschaffen;wir Grauen 'wollen uns auch durchaus nicht absondern und trennen von der Arbeit Her Männer, sondern gemeinsam mit ihnen die mo- 'i^evnen Ideen sozialer Fürsorge zur Aussührung bringen. Aus dieser lokalen Arbeit wird dann eine iveitumsassendere ideelle Wirksamkeit entstehen. Für die Wohlfahrt des jüdischen Volkes, das noch in-M^n Kulturländern der Not und der Unterdrückung preisgegeben ist, tft eine einheittiche Koalition nach außen, wie sie die Schaffung eines . ..Bundes bedeutet, doppelt notwendig. Weil es das; Mhicksal der Anden ist, in allen Ländern verstreut zu i Wen, so s o l j e nsie in derHilfe, die sie ihren j G l au he n s genossen b r!n gen, eine innere ' Einheit für alle Länder schassen. (Anhaltender ^lauter Beifall.) In den großen, bereits erwähnten Männerorganifationen wird diese Arbeit zum Teil geleistet, nun ist auch den Frauen in einem eigenen Verband dieser Weg ^rei gegeben. Wenn auch in Oesterreich durch die Verschiedenheit der Nationen und Sprachen die Grndung eines hWtscheK Frauenbundes größere Schwierigkeiten bieten.wtrd als in Deutschland, so wäre es vielleicht doch nröglich, von Wien aus eine Verbindung mit Städten ... iM anderen Kronlänöern für einen österreichischjüdischen F r a u e n ü u n d anzubahnen. Die erste mühsame Pionierarbeit in der jüdischest Frauenarbeit ist überwunden, doch nun gilt es fortführen und weiterbauen, und alle, alle jüdischen Frauen sollten teilnehmen an der allgemeinen Arbeit, der derMichrspruch von .Louise Otto, der. Gründerin, der deutschen Frauenbewegung, zugrunde liegt: Alle für Eine, Eine für Alle. Diese- Idee der Solidarität in die Tat umzusetzen und die Frauen zur Mitarbeit aufzurufen sowohl an den allgemeinen Problemen wie an den eigenen Interessen, bedeutet das ideale Programm des jüdischen Frauenbundes, das die Vorsitzende des Bundes gelegentlich der 4. Delegiertenversammlung mit folgenden Worten zum Ausdruck brachte: „Jeder Mensch hat etwas Gutes in sich und Jeder soll den Mut finden, dieses latente Gute in bewegliches Gute umzuwandeln. Der Bund soll unter den jüdischen Frauen die larenten Kräfte aufsuchen, sie zu beweglichen, zielbewußten Kräf ten machen. Das Ziel der praktischen wie der idealen Arbeitest es, der Frau den Wunsch und den ZMrt zur Erhaltung der jüdischen Eigenart zu geben, sie der modernen sozialen Entwicklung und chen, damit sie, fest in dem Boden angestammter jüdischer Ethik, Mitträgerin der allgemeinen Kulturausgaben werde." (Großer Beifall.) Könnte ich hoffen, daß diese keineswegs er- 'schöpfende Schilderung der deutschen jüdisch-sozialen -Frauenarbeit Anregung zur Zusammenfassung und .-Vertiefung auf dem hiesigen vielgestaltigen Schaffensgebrete gegeben hat, so wäre es im allgemein-jüdischen 'MrltstrinterMe sehNwichtig unöi erfreulich, die W i e- " r Frauen ö l sha ld^in; de r G rün düng ei st er ^MeW ÄWen. F ü x sv r g e" sind , eines M e st. - j Ird^ - - FrÄ u e n b um.de s" oereinigt zü DtzerU lALßchnriner stürmischer, sich stets erneuernder KteeMv. Dar alte israelitische Friedhof an Worms a. Bh. 12 Kunstblätter mit Vorwort; von M ax L e y y. Verlag von Chr. H e r b s t, Hofphotograph, Worms. S. Rothschild hat in verschiedenen Veröffentlichungen vor allem in seiner Schrift »Aus Vergangenheit und Gegenwart der Israel. Gemeinde Worms« (jetzt besonders durch die Afaasse- Nissim-Erzählungen nach der Grunwald*sehen Bearbeitung erweitert, in 5. Auflage erschienen) die Forschungen Levysohns über die Geschichte dieser uralten, ehrwürdigen Gemeinde und ihres Friedhofes fortgesetzt und in mancher Hinsicht ergänzt und berichtigt. Und nun beschenkt uns der Vorsteher der Gemeinde Max Levy im Verein mit Chr. Herbst mit ein r Kunst gäbe, die in ihren historischen Daten auf jenen wissenschaftlichen Arbeiten beruht und die den Herausgebern wie der Gemeinde selbst zur Ehre gereicht. In durchaus würdiger Ausstattung werden uns noch vorgeführt die Grabsteine Rabbi Meirs von Rottenburg, des mit den Schicksalen des berühmten Mannes innig verbundenen Alexander Wimpfen, des Maharil, des Juspa Schammasch, des R. Jair Chajjim Bacharach, Namen die allein genügen, die Wichtigkeit dieser Veröffentlichung darzutun. Bei den nahen Beziehungen der Wormser Juden zu denen in Wien dürfte dieses schöne Werkchen in unserer Gemeinde besonderem Interesse begegnen. L. R. Der neueste Schiller-Roman und der Jude. Eine Erwiderung. Die wahrhaft vornehme Art, in welcher der Verfoffer deö Schiller-Romans, 2. Teil, „Im Tttanenkawps" auf das Rlsirat in Nr. 47 vom 21. November otes Blattes, zurückkowmt, nötigt den Referenten, ihm w erwidern, ichon aus dem Grunde, damit eS nicht heiße: »Qui tacet, consentire videtur«. Vor allem tut es dem Referenten aufrichtig leid, daß er dem von ihm hochgeichätzten Verfoffer, der „Um's Menfchirtun" kämpft, durch feine Worte „Schmerz" bereitet habe. Das beabstchtrvte er nutzt. Auch sogt er in fernem Referate nirgends, daß der Dichter Sch ller herabs tzen wollte. Gestatte der Herr Verfasser, dvß der Referent feine Worte zitiere; „Jeder Kenner der modernen L'.teratur weiß, daß eine neuere Richtung der Ute arischen Forschung auch vor den geistigen Heroen: Goethe, Herder. Lefsmg. Wielani und unserem G illparzer nicht Halt macht, und sie, von ihren Piedestalen hebend^ unS im menschlichen, Mzü^iueoschüchrn," Gewände zeigt"'. V l" ist doch kein Tadel, wie jedermann einsteht. eher ein Lob. Der R-ferent wetß ganz gut, daß in der Kunst die Polit k zu schweigen habe, er wetß, trotzvem er nur die zwer Teile des Schtller-Rouians des Herrn Verfassers las, daß dieser eine edle, wahrhaft humane Dichternatur ist. Fern lag eS dem Referenten, herausgertffene Sätze des Romans politisch zu deuten, oder den Herrn Verfoffer persönlich zu tristen. Worin aber der Referent dem Verfoffer Recht gibt, ist: Ja, unsere Z t der nationalen und konfrffionellen Käupfe hat uns Juden enpfi blich gemacht. wir suchen nicht „das Schlechte d e i m R ä ch st e n", wir sind nur vorsichtig geworden und werden es nicht zugeben, daß Anschauungen, über das Judentum vrrbre tet werden, die den Tatsachen nicht entsprechen. Nenne man uns deshalb in gewiffen Kreisen „überreizt". Der Referent sagte nichts anderes als: Die Zeichnung des Juden Jfaoc fei bizarr. Man löre: ein Jude der »im Geheim ante!" den „Nathan" liest, über das teuere Geld feilscht und sich als moderner „Jüdisch-Nationaler" entpuppt. Der Referent sprach davon, daß der Lehrer Mühe habe, der jüdischen Jugend andere Anschauungen über daS Judentum beizubringen, wobei er bemerkt, daß er nicht so „überempfindlich" ist, anzuerkennen, auch das Judentum habe unwürdige Vertreter. Fern sei es von dem Referenten, des Verfofferedle Absichten zu verkennen, er reicht ihm die Hand für das Wmken auf dem Boden der „Verbrüderung". Im übrigen bemerkt der Referent, daß er den neuesten Schiller" Roman zur Anschaffung für eine Schüler-Blibliothek empfohlen habe» trotz des Juden Jsaac. Daß die Erwiderung des Herrn VerfafferS erst nach einem Monate erschien, erklärt sich der Referent damit, daß si: einen Umweg über Brünn nach Wien zurvckzulegen hatte. Der Herr Verfasser genehmige 4m übrigen den Ausdruck der Hochachtung des ihn hoch verehrenden, aber immer die Wahrhett bekennenden und verteidigenden Referenten. — Damit erklärt auch er die Diskussion für beendet. Brünn, 21. Dezember 1913. Jang-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIV. Jahrgang Nr; 24; Prag, den 19. Dezember 19lS (20. Kislev 5674) ^Inhalt: -ß. W. :. Chanuka. — Kipiog: Chanukabetrachtung. —- Moriti Antsch er 1: Trenderl-Lied für Chanuka. — El. Lad ier: Chänukalicht. — H. J.: Sein Vormund. — Warum sich Geld nur im groben Sacke erhält — Emil De b mann: Die Menorah. — 0 est. WvKindemjtchmittgg in der. ^fien.er w Tojnbeehalle. — G uck; in die Welt. M ^bersetzungsauf^Be. — Rätseli r-^ Frage u nd Äntwqrtr-- Redaktion und Adminisjträtion: Prag, II.,.SCefang- ^asse 62S. 5-" - '

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