Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 50 (12.12.1913)
- Date
- 1913-12-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 918 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 50 Aufsatz versucht, der zu überraschenden Ergebnissen führt. Interesse erregt auch die Arbeit Dr. Stephan Jv e k u 1 e s von Stradonitz über die Verwandtschaft Kaiser Wilhelm II. mit Bernhard Dernburg. sowie die Mitteilung von Dr. Ignaz S >-. h w a r z über das Paduaner Diplom eines jüdischen Arztes aus dem Jahre 1695. In einem Aufsatz, der sich mit der um die Wiener Gemeinde so verdienten Familie Leidersdorf beschäftigt, wird auf die überraschende Tatsache hingewiesen, daü der Präsident der Wiener jüdischen Gemeinde Dr. Alfred Stern und der gewesene Ackerbauminister Graf Leopold Auersperg entfernte Vettern sind. Die Memoiren von Simeon v. Geldern, Heinrich Heines G r o 1.1 o h e i m. die zum erstenmal im »Archiv« in deutscher Sprache veröffentlicht werden, sind eine wichtige Quelle zur Kulturgeschichte der Juden im 18. Jahrhundert und werden allgemeines Interesse erregen. Wir können die m ue Zeitschrift, die in so gediegener und anregender Weise der jüdischen Wissenschatt neue Gebiet * eis'-hlielb. nur aufs wärmste begrüben-. Jung;-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere .Jugend. 1-1. Jahrgang. Nr. 28, Prag, den 5. Dezember 1916. (0. Kislew 5b71.) Inhalt: Thekla Skorra: Juda. — Den Jehuda: Haphtaruli. — Prof. Dr. Nathan Grün: Die Prager israelitische Gemeinde im 18. Jahrhundert. — Alessandro Carasso: Ortiama. — Ida Bock: "Warum der Kuekuek kein Nest baut. — AL Heim: Napoleon und der Baal Schein. — Benjamin, Pelaehia, Alontezinos. — A. AL Tendlau: Der vergeßliche Schüler. —■ Dr. Hans Fröhlich: Gesundheitssciiädigungen beim AA'armbaden. — Guck in die Welt. l'ebersetzungsaufgabe. — Frage und Antwort. — Deduktion und Administration: Prag, II., Stefansgasse 629. Dr. M. Brann. Geschichte der Juden und ihrer Literatur.- Dritter Teil. Von der Vertreibung der Juden aus der pyrenäischen Halbinsel bis zur Gegenwart. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage. Breslau 1913. Verlag von Al. ik H. Marcus. Dr. J. iWolilgemutli. Gesetzestreues und liberales .Judentum. Eine Entgegnung. Frankfurt am Alain 1913. Verlag von .1. K auffma n n. Rabbiner Dr. J. Horovitz. Rede über die Richtlinien, gehalten am vierten Tage des Chanukafestes 5673. Heransgegeben vom A'orstand und Besuchern der ünterlindau- Synagoge. Frankfurt am Alain 1913. Verlag von J. Kauft'- m a n n. Kriefkaste«. 91. in L. Wie unwahr die Behauptung antisemitischer Blätter ist, das; in der berüchtigten Tantmany-Hall, der politischen Organisation, welche die demokratische Partei in der Stadt Newport vertritt, die Ariden eine einflußreiche oder gar maßgebende Nolle spielen, geht aus folgender Tatsache hervor, die wir einer Newhorker Korrespondenz der „ftölu. Volksztg." vom 5. 10. entnehmen: Tie Tammany-Soeiety oder Colombian Order, wie der Name lamet, wird von dreizehn Sachems oder Häuptlingen geleitet, hon denen gegenwärtig acht von irischer Geburt oder Abstammung, drei Amerikaner, einer Deutscher und einer Jude.ist .... Tammauy hat einen Führer in jedem der 35 Bezirke, die einen Abgeordneten für das Staats-Parlament wählen. Davon sind 27 Frländer, 4 Amerikaner, 2 Juden und einer Deutscher. W. 10. Das Elberselder „Reformierte Wochenblatt" lvirsl dem bekannten Bildhauer Lederer, dem genialen Schöpfer des gewaltigen Bismarckdcnkmales in Hamburg, erst Charakteriosigkcit und in einem etwas später erschienen Artikel doppelte Charakterlosigkeit vor. Und weshalb dieser schwere Vorwurf? Weil Lederer an der Arbeit für ein Heinedcnkmal ist! — Manche Antnemitenblätter sind resoluter, indem sic Lederer einfach zum stnden stempeln. H. in C. Fn der am 29. Oktober in Breslau abgehaltencn Generalversammlung des schlesischen .stcglerklubs legte (nach einem Bericht der konservativen Schles. Ztg.") Herr Nothmann, der dem Vorstand seit 1906 als erster Schriftführer angehärt Hatte, sein Amt nieder mit der Begründung, daß er einem Bunde, dessen Mitglieder antisemitischen Tendenzen Huldigten, nicht länger angeboren könne. Trotz lebhafter Proteste der christlichen Mitglieder, daß sie ein derartiger Vorwurf überrasche, daß ihnen ein solches Vorgehen außerordentlich leid tue, und trotz ihrer Bitte, dadou abzustehcn, legten alle jüdischen Mitglieder des Vorstandes ihre Aemter nieder und erklärten: „Wir Juden haben es nicht nötig, uns in einem .Klub dulden zu lassen!" Baan. Ein SnnHt r tuirD mwöhnlicki nro-ecferef; w "Dre Semester in Anrechnung zu h ittflnt bleibt d<m E mess.i ier F -ku'tät anheimgkgrben. Notizen. Jüdische Bühne. Dircklion M. Siegler. Hotel rtefan^ , II., Taborstraße 12. Freitag den 12. und Samstag den 13. Dezember: Zum ersten Male! „Macht der Liebe". Lebensbild in 4 Aufzügen von Z. L i b i n. — Sonntag den 14. Dezember, 8 Uhr abends: „Piutale Jiid". Operette in 4 Aufzügen von B. Towasch evsky. — Sonntag den 14. D zember, halb 4 Uhr nachmittags, bei Halden Preisen: „Jakob und Essow". — Montag den 15. Dez-mder: „Die Sch'chite'. Von I. Gordin mit Fräulein Loni GorSkaya als »last — D i e n s t a g den 16. Dezember, zu Gunsten des Vercines „Josef Pe:l„: „Die drei Matunes" Opnctte in 3 Anfügen von Eh. Wo Isst ha 1. — Mittwoch den 17 Dezember zu Gunsten des „Kaiser Jubiläums Krank n-, Witwen- und Waisen-Ultterstützunge-Ventiies": „Pintale Jüd". — Donnerstag den 18. Dezember zu G nisten des Veremes der „Friedliebende": ,,Dus Tojrale'b Jüdisches Theater. 1L, Untere Augartenstraße 8 („Zum König David"). Direktor: H. W einher g. Wochenprogramm : Freitag den 12., Samstag den 13., Sonntag den 14. Premiere: „Das polnische Jüng'l". Sonntag Nachmittagsvorstellung, halbe Preise: „Der Jüd: Gutes/' Dienstag, den 15. Dezember; neu: .Der Eskomptist." Mittwoch, den 16. Dezember, Wohltätigkeitsvorstellung: „Die beiden Knni LemelGroßer Lachersolg! Ecöffnungsanzeige. Die bestrenuomierte Selchwarenfabrik Lazar hat eine Niederlage ihrer Selchwaren II., Praterstraße 17, eröffnet. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebflhr im Rückstände sind, die zur Emhebimg derselben von uns versendeten Postauf träge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Verein Kr nnentgeitKcben Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon 13.920) Am ÄS. November 1913 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arb 4 Anst: eicher 2 Auipapper 2 Bäcker 1 B anntweinverschl. und Sch.tnkbuischo 2 i-tuC' binder 1 Buchdrucker — Dreciisler 1 Elek lOmonteur — Fassbinder 2 Fleischhauer Friscuie 2 Gas- und Wasserleitungs-Installateure 1 G a er 2 Gold u. Silberar beiter — Gürtler 18 Hausknechte, Gesebäits u. Bureaudien. 41 Hilfsarbeiter und Taglöhner 1 Hutmaeher 1 Kellerarbeiter 2 Kellner — Korbflechter 3 Kürschner u. Kappenmacher 3 Kutscher 1 Lautbursche — Lederzurichter — Lehrling 2 Magazineure — Maschinist u. Heizer 1 Mechaniker e i t e r. 1 Metallarbeiter — Monteure — Riemer und Sattler 25 Schlosser 28 Schneider 1 Schriftsetzer 1 Schuhmacher — Selcher 5 Spengler 1 Steinmetze 3 Tapezierer 1 Taschner 14 Tischler 1 Uhrmacher — Zeichner 1 Zimmermalet 1 Zuckerbäcker Tüohtiga und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmän 14 Buchhalter u. Korrespondenten 4 Inkassanten 0 Kanzlisten und Schre iber 06 Kommis diverser Branchen 34 Komptoris'en und Strazzisten Weiblich 4 Bonnen u. Kindergärtnerinnen 4 Buchhalterinnen 11 Expcdieminnen u. Manipulant 6 HtBearbeiterinnen 1 Kassafräulein 2 Kelmer nnen — Kindermädchen 62 Komptoiristins en u. Kanzlistin. 72 » Anfängerinnen — Lehrmädchen ische Angestellte. 6 Manipulanten und Expedienten 8 Platz-Agenten und Veitieter — Praktikanten 2 Reisende Abteilung. 5 Maschin- und Handnähei innen 5 Modistinnen 6 Praktikantinnen 6 Schneiderinnen — Sitzkassierin 33 Verkäuferinnen — Verschleis-erin — Weissnäherin 2 Wirtschafterinnen und Stützen der Hauslrau II. Klasse: Geistige Arbeit: 10 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hoch schülcr, wetc e Gymnasiasten und Realschü er unterrichten) 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Das Bureau des Vereines bat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis in kl. 29. November 1913 42.025 Vermittlungen durchgefühlt Josef Spitz ir-Stiftung für des E näh ers beraubte Familien. Anzahl der Plätze: Drei oder vier im Betrage von zusammen K 252.—. Bewerbungsberechtigt sind: Jüdische Familien, welche des Ernährers, sei es durch den Tod, sei es durch andere I mstande beraubt wurden. Gesuelisbeilagen: Geburtsschein des entschreitenden Familienmitgliedes, sowie Bescheinigungüber den Abgang des bisherigen Familienernährers, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1913. Einreielistelle: I., Seitenstettengasse -1, II. Stock (Einr e ieliun gs p ro lo ko 11).