Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 49 (5.12.1913)
- Date
- 1913-12-05
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 902 Dr. Blochs Wochenschrift. N--. "9 Die Freistatt. Alljüdische Revue. Jahrgang 1913, Novcmber-Hcft. Inhalt: F. M. Kaufmanu: Krakau. — F. M. Kaufmaun: Wien. — Nathan Birnbaum: Nach dem XI. Ziouistenkongreß. — Maxim Anin: Wer ist angeklagt? — Ben Mordechai: Der Anteil der Juden an der Textilindustrie im Ansiedlungsravon. — Ludwig Strauß: Die Dichtungen Arnold Zweigs. — Isaac Schreiyer: Verse. — Jiddische Dichtung, VII. — Büchereinlauf. — Bücherbesprechungen. — Vom jüdischen Leben und Schaffen. — Verlag der Freistatt: Esch weder. Gerem Hamaloth. Verlag des Verfassers Schewach Knobel, Tysmienica, Galizien. A. M. Luncz, Jerusalem. Literarischer Palästina Almanach für das Jahr 5674 (1913—14). XIX. Jahrgang. Jerusalem 1913. Druck und Verlag des Herausgebers. „Nord und Sftd", Dezemberheft (Herausgeber und Chefredakteur: Professor Dr. Ludwig Stein, Berlin W., Lüizowufer 5a. — Verlag: Schlesische Buchdruckerei, Kunst - und Verlagsanstalt v. 8. Schottlaender, A.-G., Breslau. — Preis pro Quartal 6 M.). Nach einigen einführenden Worten des portugiesischen Ministers des Auswärtigen, Antonio Maeieiro, in Form eines „Offenen Briefes an den Herausgeber“, bespricht Joao Chagas, portugiesischer Gesandter in Paris, „Die Ziele Portugals“. — Eingehender werden „Die portugiesischen Finanzen“ von Sidonio Paes, dem portugiesischen Gesandten in Berlin, betrachtet. — Die Entwicklung „des portugiesischen Handels“ verfolgt Carlos Gomes, Vizepräsident der Handelskammer in Lissabon, ziffernmäßig für die Jahre 1900 bis 1912. — Auch „das portugiesische Heer“ lag, wie Vitorino Gadinho, Hauptmann im Generalstab, ausfülirt, unter der Monarchie sehr darnieder. Die republikanische Regierung erließ zuerst ein neues Rekrutierungs gesetz, das die allgemeine Wehrpflicht, den obligatorischen persönlichen Militärdienst in Wirklichkeit durchführte, während bis dahin durch das Loskauf-System die vom Gesetz wohl im Prinzip geforderte allgemeine Wehrpflicht durchbrochen worden war. — Der frühere Minister Estevao de Vascaiicellos berichtet über die Maßnahmen, die seitens der republikanischen Regierung Portugals auf dem Gebiete der „Sozialen Reform“ getroffen wurden: die Einrichtung für Kinderschutz, den Ausbau des Sparkassenwesens, der schon gute Erfolge gezeitigt hat, und verschiedene Gesetzentwürfe sozialreformerischen Charakters. — Oswald Briill charakterisiert die literarische Kunst, die Schreibweise, die Weltanschauung „Thomas Mann’s“ an der Hand der Werke des Schriftstellers. — Einen Heberblick über die Entwicklung „des Theaters“ in jüngster Zeit, insbesondere im Jahre 1913, gibt Ferdinand Gregor! unter Berücksichtigung aller irgendwie einschlägigen Verhältnisse. Kriefkaste«. Pros. Dr. SB. u. Gern. i. P. Vielen Dank und Gruß. Alles wohl. Teut. Daß die Neo-Germanen für sich gar Wolfgang Goethe reklamieren, ist eine Blasphemie. Wie hätte auch ein Goethe dauernd dem Geiste der Unduldsamkeit huldigen können, der über Lefsings Nathan (Hempels Ausgabe Bd. 28 S. 719) schrieb: „Möge doch die bekannte Erzählung, glücklich dargestellt, das deutsche Publikum auf ewige Zeiten erinnern, daß es nicht nur berufen wird, um zu schauen, sondern auch um zu hören und zu vernehmen! Möge zugleich das darin ausgesprochene göttliche Duldungs¬ und Schonungsgefühl der Nation heilig und wert bleiben." L- B. In Odessa traf der Bürgermeister von Kiew, Diakoff, ein, der vor zwei Tagen von einer mehrwöchigen Reise nach London zrnückqekehrt ist. wohin er sich mit zwei Mitgliedern der Kiewer Stadtverwaltung zu dem Znnck? beaeben batte, für die Stadt Kiew eine Anleihe in Höhe von 1.545.000 Pfund Sterling aufzunehmen. Der Bürgermeister erklärte Pressevertretern gegenüber, es wäre nickt möglich gewesen, am Londoner Markte die gewünschte Anleihe aufzutreiben, weil man von der Stadt Kiew durch den Mordprozeß Beilis einen zu schlechten Eindruck gewonnen habe. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. S i e g 1 e r. „Hotel Stefanie", II., Taborstraße 12. Freitag den 5. und Samstag den 6. Dezember: Neu! Zum erstenmale: „Macht der Liebe", Lebensbild in 4 Aufzügen von L i b i n. Sonntag den 7. Dezember: „Heilige Opfer". Operette in 4 Aufzügen von Lateiner. Sonntag den 7. Dezember, halb 4 Uhr nachmittags bei halben Preisen: ,.Emes in Scheker". Montag den 8. Dezember: „Mamou", Operette in 4 Aufzügen von I. Lateiner. Montag den 8. Dezember, halb 4 Uhr nachmittags bei halben Preisen : „Esra". Dienstag den 9. Dezember: „Die weiße Sklavin". Mittwoch den 10. Dezember: ..Herzale Mejiches". Donnerstag den 11. Dezember: „Awner und Rache". In Vorbereitung : „Das heilige Land", Operette von Ch. W o 1 f s t h a 1. Jüdisches Theater. II., Untere Augartenstraße 8 („Zum König David"). Direktor: H. Weinberg. Wochenprogramm: Freitag den 5. Dezember: „Die Meschimeides". Samstag den 6. und Sonntag den 7. Dezember: „Dora". Sonntag nachmittags halbe Preise: „Zhdüwka". Montag den 8. Dezember: „Schmiel borget" (hochkomisch). Dienstag den 9. Dezember: „Der wilde Mensch" von S. G o r d i n. Mittwoch den 10. Dezember: Ehrenabend des hier beliebten Schauspielers M. R u b i n st e i n, zur Aufführung gelangt „Die zwei Sergenten" mit Herrn R u b i n st e i n in der Titelrolle. Donnerstag den 11. Dezember: „Schmie! Gorgel". Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsarehühr im Rückstände sind, die znr Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zn wollen. Hie A dnoinist.ratinn Lori Baunriqarten-Stiftung für herzkranke Frauen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Iv 38.—. Bewerbungsberechtigt sind: Bedürftige, herzkranke Frauen Israel. Glaubensbekenntnisses. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, ärztliches Zeugnis. Letzter Tag der Einreihungsfrist: 15. Dezember 1913. Verleihungstag: 14. Februar 1914 (18. Schebat). Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Salomon Ho^owitz-Widmung für Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 70.—. Bewerbungsberechtigt sind: Würdige jüdische Arme, unter welchen verarmte Abstämmlinge des Herrn Salomon Horowitz - in erster Reihe berücksichtigt werden sollen. Verleihungstag: 28. Jänner 1914 (1. Schebat). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Nachweis der direkten Abstammung von dem Widmungs- Namens träger. Letzter Tag der Einre1nbunor,-fri<ät: 15. Dezember 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Jacob Fischl’sche Familien-Stiftung Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Beträge von zusammen K 380.—. Bewerbungsberechtigt sind: Bedürftige und würdige isr. Personen, welche mit dem am 18. Mai 1893 verstorbenen Herrn Jacob Fischl oder mit dessen Geschwistern in absteigender Linie blutsverwandt sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). David Neumann’sche Familien Stiftung. __ Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen im Betrage von K 360.—. Bewerbungsberechtigt sind: Die armen Verwandten des Stifters, Herrn David Neumann, oder seiner Gattin Helene, geb. Kohn. Verleihungstag: 5. März 1914 (7. Adar). Gesuchsbeilagen: '"Geburtsschein, Armutszeugnis, Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). "ftlficf aus Lehr gutem Hause sucht Posten nUytlivlKl 0Hl 1)1 als Hofmeister oder Hauslehrer eines Gymnasiasten. — Gefl. Anträge erbeten an F. H., XVIII., Schulgasse postlagernd. G.