Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 46 (14.11.1913)
- Date
- 1913-11-14
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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Nr. 46 Dr. Bkochs Wochenschrift. Seite 855 A. Z. Idelsohn, Jerusalem. Die Maqameu der arabischen Mimik. Sonderabdruck aus ,,Sammelbände d. Internationalen Musikgesellfecha-ft“, Jalirg. XV, H. 1. KrirfKaste«. Jakob Färber. Baron Moritz Hirsch hinterlietz keine Kinder, sondern einen Adoptivsohn, der als Christ geboren war. Derselbe war auch Erbe des hinterlassenen Vermögens nach Abzug der Stiftungen. Leopold Ermann, Newyork. Besten Dank und Gruß. S. Liniz. Der genannte Kontre-Admiral ist kein Jude. B. D. in Z. Für uns ungeeignet. W. in E. Der betreffende katholische Religionslehrer muß nachdrücklich vor dem beabsichtigten Uebertritt zum Judentum gewarnt werden. Ihm kann es nur Unheil, Sorge und Verfolgung bringen und wir brauchen keine Proselyten, das Judentum genügt sich selber. F. D. 65. Mendel Beilis zu empfehlen, gegen die Wiener „Reichspost" wegen ihrer Preßausschreitung und Schmähungen gegen seine Person eine Ehrenbeleidigungsklage anzustrengen, die vor dem Wtener Schwurgericht zum Austrag gelangen würde, dazu können wir uns nicht entschließen. E H., Wie« VIII. Der Verein „Brockensammlung" bcfindet sich VIll., Lerchenfelderstraße 71. Notizen. Jüdische Bühne. Direttion: M. Siegler. Hotel Stefanie, II., Taborstratze 12. ' Freitag, den 14., Samstag, den 15. und Sonntag, den 16. November: Zum erstenmale: „Prinz Juan". Historische Operette in 4 Aufzügen von I. Lateiner, Musik von Spiral. — Samstag den 15. November, halb 4 Uhr nachmittags, bei halben Preisen: „Die Neschume von Jsruel". — Sonntag, den 16. November, halb 4 Uhr nachmittag, bei halben Preisen: „Der Jachsen". — Montag, den 17. und Dienstag, den 16. November zum 11. und 12. Male: „Die drei Matunes". Operette von Ch. Wolfs 1Hchl, Libretto von I. L. Peretz. — Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. November, zum ersten Male: „Der Fremder". Jüdisches Theater im Saale S. Bondi, II., Unt. Augarten straße 8, nächst der Augartenbrücke. Dirrklion H. Weinberg. Wachen- Programm: Freitag den 14., Samstag den 15, Sonntag den 16. November 1913 Premiere: „Ruchel, die jüdische Krojn". — Samstag nachmittags bei halben Preisen: „Der Pariser Bettler." — Sonntag nachmittags bei halben Preisen: „Eisches Chajil" mit Herrn und Frau M e l z e r in ihren Glanzrollen. — Montag den 17. November: «Die Hochzeit auf Spaß." — Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. November Premiere: „Die Jüdin Sahra" — Donnerstag den 20. November: „Opferung Jsaks" mit Herrn Melzer in der Titelrolle als Abraham. Komponist Oskar Streus-Widmu.ig für junge Musiker AnLsibl der Plätze: Einer im Betrage von K 37.—. Bewerbungsberechligt sind: Arme israelitische, der Musik beflissene Knaben, Jünglinge oder Mädchen. Verleihungstag: 20. Feber 1914 (24. Schebat). Gesuchsbeilägen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1913. Einreichstelle: Wien, I.,: Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll), Präsident Or. Alfred Stern-Jubiläums-Widmung eines Ungenannten. Ahzahl der Plätze: Einer bis vier im Betrage von zusammen K 800,—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme jüdische Bräute, welche selbst oder deren Eltern Angehörige der Wiener Kultusgemeinde sind oder waren und eine religio ns- und staatsgesetzlich gültige Ehe mit einem Juden eingehen wollen. Verleihungstag: 7. Adar, das ist 5. März 1914 (Sterbegedächtnistag des Herrn Julius Stern s. A.). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis des Bezirksrabbinates, Verlobungsnachweis, Nachweis darüber, daß die Bewerberin selbst oder deren Eltern Angehörige der israelitischen Kultusgemeinde sind oder waren. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1913. Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem oben bezeichneten Verleihungstage verehelichen, werden jedes Anspruches an diese Widmung verlustig. Gustav Spitz’sche Heiratsausstattungs- Stiftung für arme jüdische Mädchen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 220.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme jüdische Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. Bevorzugt sind: Würdige, rinne jüdische Bräute, welche mit dem Stifter, dem am 19. November 1907 in Wien verstorbenen Herrn Siegmund Spitz, oder mit dessen Gattin, Frau Johanna, geh. Königsgarten, verwandt sind. Als Verwandte sind anzusehen: a) Die eheliche Deszendenz des Stifters und seiner Gattin, b) jene Bewerberinnen, welche mit dem Stifter, de zw. dessen Gattin in der Seitenlinie, nicht über den sechsten Grad hinaus verwandt sind. Verleihungstag: 19. Februar 1914. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandszeugnisi, Sittenzeugnisi, gegebenenfalls Nachweis der Verwandtschaft mit dem Stifter, bezw. dessen Gattin. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1913. Einreichstella: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor dem VerleiKungstago verehelichen, werden des Anspruches an die Stiftung verlustig. Michael Strasser-Stiftung. Zu Ehren des Herrn Michael Strasser hat Herr 8alo Colin, Vorstandsmitglied der israelitischen Kultusgemeinde Wien, eine wohltätige Stiftung errichtet, deren Zinsen, im Betrage von K 244.So anläßlich des Sabbath-Chänuka, als dem Geburtstage des verewigten Vaters des Herrn Salo Cohn am Sonntag den 28. Dezember 1913 durch den Vorstand zur Auszahlung gelangen. Anspruch auf diese Stiftung haben mittellose, würdige Bewohner des VIII. Gemeindebezirkes in Wien, welche Israeliten, seit 5 Jahren im VIII. Bezirke ansässig sind und für eine Familie zu sorgen haben. Die Bewerber haben für diese Bedingungen einen glaubwürdigen Nachweis zu erbringen. Auch Personen weiblichen Geschlechtes, welche die obige Qualifikation ausweisen, haben einen Anspruch auf diese Stiftung. Das Ansuchen um Verleihung ist an den Vorstand Wien, VIII., Neudeggergasse (Tempelgebäude) zu richten. Das ordnungsmäßig instruierte Gesuch muß bis längstens 7. Dezember 1913 eingelaufen sein. KONKURS. Die israelitische Kultusgemeinde Kremsier akzeptiert ab I. Jänner 1914 einen Gemeindesekretär und hebr. Lehrer der gleichzeitig die Funktion eines Vorbeters, Thoralesers und Schächters zu versehen hat. Das Jahresgehalt beträgt K 1800.— nebst den üblichen Nebenemolumenten in Höhe von ca. K 600.—. Bewerber, österreichische Staatsbürger, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche nebst Zeugnisabschriften und curriculum vitae, welche nicht retourniert werden, längstens bis 30. November d. J. beim gefertigten Kultusvorstande einbringen. Ledige Bewerber welche die böhmische Sprache beherrschen, werden bevorzugt. Reiseauslagen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Der KuiiU8vor8teher: Karner! Rat Ignaz Knöpfelmacher. DANKSAGUNG. Besten Dank für die uns anlässlich unserer Vermählung entbotenen Glückwünsche. Wien, November 1913. Rabbiner Moritz Flgscb n. Frau, geb. Hofbauer. Der Israelitische Tempelverein für den XIX. Bezirk strebt die Errichtung einer Koscher-Fleischbank in Döbling an. Reflektanten wollen sich melden: XIX., Doilinergasse 3 oder bei Dr. Jakob Sohn, XIX., Döblinger Hauptstrasse 36, Telephon 20618.