Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 34 (22.8.1913)
- Date
- 1913-08-22
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Erich Kahler 1× ep/1026857
- Gustav Landauer 1× ep/1025282
- Jakob Wassermann 1× ep/1005248
- Karl Wolfskehl 1× ep/1025782
- Margarete Susman 1× ep/1025668
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Max Brod 1× ep/1024844
- Mordechai Eliyahu 1× ep/1006190
- Moritz Goldstein 1× ep/1025047
- Nathan Birnbaum 1× ep/1025934
- Theodor Herzl 1× ep/1007316
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©eite 610 Dr. VKM MochkMrfft. gedenke.. mir Stoff bieten, die auf die Rabbi Tarphon-Insehriff bezughabende Fußnote iii meinem Buche: Vorlesungen und Essais, zu Seite 103 f, zu rektifizieren. Die Entdeckung Dr. Grunwalds ist aber so interessant und läßt der Phantasie soviel Spielraum, daß es von großer Wichtigkeit wäre, die Steininschrift von Brunn-Enzersdorf zu photographieren und die Photographie in Ihrer geschätzten Zeitung zu bringen. Für die Aufnahme dieser Zeilen im Voraus bestens .dankend, verbleibt mit vorzüglicher Hochachtung Ihr Viroditica. Dr. Kaufmann. Dr. 8. Kircheuberger. k. u. k. Generalstabsarzt d. B.: „Lebensbilder hervorragender österreichisch-ungarischer Militär- und Marineärzte." Mit einem Titelbilde und 45 Bildnissen im Texte. Wien und Leipzig. Verlag von Josef Salär. 1913. Preis broschiert 6.— Kronen. Hoffentlich ist die Zeit nicht mehr fern, daß man mit der beschämenden Tradition — bei Würdigung des Werde- und Lebensganges hervorragender, dem Judentume an gehörender oder aus demselben hervorgegangener Persönlichkeiten, diese Zugehörigkeit ,bezw. Abstammung ängstlich verschweigen zu müssen — endgültig brechen wird. Gew iß ist es für die intellektuelle Gesellschaft ganz irrelevant, ob ein bedeutender Mensch dieser oder jener Konfession, dieser oder jener Nationalität angehört; aber dort, wo die Erwähnung biologischer Tatsachen geradezu zum Gegenstände der Würdigung gehört — beispielsweise bei Skizzierung von Lebensbildern —, dies „aus Rücksicht“ zu umgehen, ist empörend. Als ob das Judentum der Geschichte der Menschheit einen Kniefall schulden würde, wird in manchen -— leider nur jüdischen — Kreisen eine dieses Thema streifende Erwähnung möglichst vermieden. Um so dankenswerter ist es, wenn ein k. u. k. Generalstabsarzt, selber Jude, von der Lächerlichkeit solcher Gepflogenheiten Abstand nimmt. In seinem jüngst erschienenen, oben bezeichneten Druckwerke setzt Kircheuberger den tüchtigsten Angehörigen seines Standes, welche sich im Frieden und im Kriege durch ausgezeichnete Leistungen hervorgetan haben, ein Denkmal dankbarer Erinnerung. Es sind, nachdem die noch unter den Lebenden Weilenden in dieser Chronik nicht auf genommen wurden, nur 145 ausgezeichnete Militärärzte in Wort und.zum^ ,Teil auch im Bilde, in einem fließenden Lexikonstil ^m'gefuN''t. '1Riter diese'n hede'nteüMfl^MMheM sind es 14, diedas Judentum der Armee ,beigestellt, von denen wieder 8 bis ans Lebensende im Judentume verblieben, 6 aus dem jüdischen Religionsverbande ausgetreten waren. Das eine und das andere führt Kirchenberger nicht au, würde in seine Chronik auch nicht hineinpassen, aber am Schlüsse eines . jeden. Lebensbildes zitiert er alle jene Quellen, denen er die Biographien und Nekrologe unmittelbar oder mittelbar entnommen, und verfehlt, es nicht, bei jeder bezüglichen „das biographische Handbuch der in der k. u. k. Armee und Marine gedienten Offiziere, Aerzte etc. j ü (l isch e n Stammes“, von M. Frühling, anzuführen; protestiert implizite gegen eine. Auffassung, wonach „so etwas“ lieber verschwiegen werden soll. Eine ritterliche Denkweise, die wir leider — natürlich nur in diesem Belange — speziell bei vielen Herren, die des Kaisers Rock tragen, schmerzlich vermissen. Es ist ein, in emsiger Sammlerarbeit entstandenes, schönes Buch, das K. seinen Berufs- und Standesgenossen als kameradschaftliche Widmung übergibt. Unter vielen seinerzeit armeebekannten Namen finden wir darunter manche, die nur im Beginne ihrer Laufbahn Militärärzte waren, später jedoch als Universitätsprofessoren, als höhere Zivilsanitätsbeamte oder auf anderen humanitären Gebieten Hervorragendes geleistet und sich einen Namen gemacht haben. Die Militärärzte dürfen auf den inneren Wert des Korps, dem sie angehören, stolz sein. Mit Recht betont der Autor, daß alle daraus ersehen können, auf wie weiten Gebieten dem Militärarzt Gelegenheit geboten ist, sich durch Ausgezeichnete Leistungen hervorzutun. Die in diesem schönen Buche angeführten, aus dem Judentum hervorgegaugenen Militärärzte gereichen auch ihrem Volke zur Ehre. . Moritz Frühling. Vom Judentum. Ein Sammelbueh. Herausgegeben vom Verein jüdischer Hochschüler „Bar Kocliba“ in Prag. Erste Auflage. Ein prächtiges Buch, das wir jedem treuen Juden wärmstens empfehlen. Viel Geist, viel Belehrung, das ergibt sich schon aus nachstehendem Inhaltsverzeichnis: Hans Hohn: Geleitwort. — Jüdisches Wesen: Dr. Karl Wolfskehl (München): Das jüdische Geheimnis. — Jakob .Wassermann (Wien): Der Jude als Orientale. — Hans Kolm- Bar Kochba (Prag): Der Geist des Orients. —, Jüdische Religiosität: Dr. Martin Buber (Zehlendorf bei Berlin): Der Mythos der Juden. — Doktor Hugo Bergmann-Bar Kochba (Prag): Die Heiligung des Namens. — Elijahu Rappeport (Göttingen): Jeschuälegenden.' — Jüdisches' Denken: Margarete Susman (Büschlikon): Spinoza und das jüdische Weltgefühl. — Dr. Kurt M. Singer (Hamburg): Von der Sendung des Judentums. — Das neue Judentum: Moses Caivary (Crossen a. O.): Das neue Judentum und die. schöpferische Phantasie. — Dr. Erich Kahler (Wien): Ueber Pathos. — Dr. Alfred Wölfl (Berlin): Jüdische Bomantik. i— Das Werden der jüdischen Bewegung: Dr. Wilhelm1 Stein-Bar Kochba (Prag): Unsere Geschichte. — Adolf Böhm (Wien): Wandlungen im Zionismus. — Bobert Weltsch-Bar Kochba (Prag): Theodor Herzl und wir. — Die Aufgaben der jüdischen Bewegung: Dr. Arthur Salz (Heidelberg): Ver sacrum. — Dr. Oskar Epstein-Bar Kocliba (Prag): Erhaltung oder Erneuerung? — Ludwig Sfcrauss (Berlin): Die Eevolutionierung der westjüdischen Intelligenz. — Dr. Hugo Hermann-Bar Kochba (Prag): Erziehung im Judentum. — Der Jude und Europa: Dr. Moritz Goldstein (Berlin): Wir und Europa. — Arnold Zweig (München): Die Demokratie und die Seele des Juden. — Probleme der Gegenwart und der Zukunft: Dr. Nathan Birnbaum (Berlin): Das Erwachen der jüdischen Seele. — Gustav Landauer (Hermsdorf bei Berlin): Sind das Ketzergedanken? — Moritz Heimann (Berlin): Jüdische Kunst. — Dr. Max Brod (Prag): Der jüdische Dichter deutscher Zunge. — Aus alten Büchern: Micha Josef bin Gorion (Berlin): In Bethlehem, in Jerusalem und in Born. — Aus dem Buche Sohar: I. Subjekt und Objekt der Welt. — Der Mensch ein göttliches und gottmächtiges Wesen. — Die Sabbatheiligung. — Buhe und Wandel. — Uebertragung? von Dr. Hugo Bergmann-Bar Kochba (Prag). — II. Das Licht des Urquells. Uebertragung von Dr. Ernst Müller (Wien). — Preis Mark 3.50.— — Kurt Wolff-Verlag (früher Ernst Bowohlt), Leipzig, Königstraße 10. Briefkasten. L. B. Wir können bloß die Antwort wiederholen, die wir Ihnen bereits telephonisch übermittelt haben, daß die Gerüchts betreffend die Pensionierung des Herrn Rabbiners Mayersohn, unwahr sind. Woher die Gerüchte stammen, können wir nicht angeben, allein sie entsprechen durchaus nicht der Wahrheit. PH, KI Das Inserat kpMLy Sie fiesen in .dem ^ür. Jlrijchg. germanische - Rasseschönheit und RassetüchtlgWt'?gehen, die^ immer, mehr drohende und einr.eißende jüdische Rasseverschandelung kämpfenden führenden Antisemitenblatt der „Hammer" von Th. Fritsch, Leipzig, Nr. 266 vom 15. Juli 1913 mit folgendem Wortlaut: Lebensgefährtin, im Alter von 25 bis 35 Jahren, häuslich und tüchtig, liebevollen Wesens, wenn auch ev. mit körperlichem Fehler, die sich eine rechte Ehe wünscht, sucht einsamer Mann, 39 Jahre alt, gesund und jugendlich, 1.72 groß, schlank, ideal, ernster Charakter aber lebensfreudig, sehr häuslich, großer Natur- und Kunstfreund, christlich denkend, Staatsbeamter mit 3000 Mk. Einkommen steigend bis 4000 Mk. Gütige Zuschriften mit ausführlichen Angaben der Verhältnisse und mit Bild, das sofort zurückgesandt wird, erbeten bis zum 1. August unter „Harmonische Ehe" — an die Geschäftsstelle des -„Hammer", — Leipzig, Königstraße 27. I. W. in T. Ueber diese Emigrantenwanderung wurde bereits einmal in der „Oesterr. Wochenschrift" berichtet. Aufmerksamer Leser des „Hammer". Sie haben ganz recht. Es zeugt von einer geradezu teuftischen Bosheit der Juden, wie sie sich für ihren Ausschluß, aus dem schönen Borkum rächen- Das Organ des Herrn Th. Fritsch (s. erstes Augustheft) sieht sich nämlich zu der für alle Antisemiten sehr schmerzlichen Mitteilung veranlaßt, daß aus Borkum, wo kein Hebräer geduldet wird, die Gastwirte fast ausschließlich geschachtetes Fleisch verwenden. „Die ahnungslosen Deutschen müssen den Hebräern zuliebe geschachtetes Fleisch mitessen." F. in V. Professor Schleich, der für das Tuberkulofeheift mittel des Dr. Friedmann eine Lanze bricht, M nicht Jude, fast alle nennenswerten Gegner Friedmanns find Juden. Sie sehen also, wie unzutreffend die Behauptung der Antisemiten ist. ‘ Klara Krasnopolsky-Stiftung für Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen K 108.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische Arme. Bevorzugt sind: Arme Verwandte der Stifterin. Verleihungstag: 29. Oktober 1913 (28. Tischri). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Annutszeugnis. Letzter Tag der .Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. S.tock; (Ein.-; reich ungsprotokoll). > Wien, 15. August 1913. 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