Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 30 (1913)
- Issue
- 33 (15.8.1913)
- Date
- 1913-08-15
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 594 Dr. Klochs MochenUrfft Nr. 33 Goldschmiedes. Aus der elfteren dringt lautes Aechzen und Kreischen hervor, aus der anderen sanftes, melodiöses Wimmern. Da ruft das Gold dem Eisen zu: „Warum schreist und jammerst du so laut unter den Hammerschlägen, während ich darunter nur leise und linde klage?" Stöhnend erwidert das Eisen: „D u, Gold, w i r st von fremdem Eisen gehämmert, ich aber, selber Eisen, werde vom Bruder Lisen geschlagen. Das tut gar wehe, doppelt wehe!" . . . Pl. f Briefkasten. Dr. A. in S. Einem klerikalen Staatsfunktionär einen Nachruf zu widmen, dazu ist der Raum in den Spalten der „Oesterr. Wochenschrift" zu kostbar. „Leser der Wochenschrift". Die Frage des kaufmännischen Befähigungsnachweises glauben wir hinreichend erledigt zu haben. A. Kling«. Die Rezitation des Kolnidre-Eebetes wurde in d« Aufklürungsepoche, z. Z. des verewigten Predigers Mannheimer durch ein anderes Gebet ersetzt. Aus Anlaß der antisemitischen Agitation der Ernst Schneider und Genossen wurde gerade der alte Wortlaut des Kolnidre-Eebetes in mehreren Tempeln wieder eingeführt. Zar gefälligen Beachtung! Wrr ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man lich des zugesaudten Posterlagscheines bedienen. Die Administration. Ijnaz Theumann-Heiratsausstattungs- Stiftung. Anzahl der Platte: Einer im Betrage von K 2000.—;. Bewerbungsbcrechtigfc sind: Mit dem Stifter Herrn Ignaz Theumann s. A. Verwandte arme israelitische Mädchen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, Verwandtscliaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich1 vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Heinrich Stern’sche Ausstattungs-S iftung. Anzahl der Plätzie: Einer im Betrage von je K 265.—. Bewerbungsberechfcigt sind: Arme, brave jüdische Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters, Herrn Heinrich Stern, gestorben in Wien, am' 14. September 1887. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis, eventuell Verwandtschäftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., 'Seiteüstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, verlieren den Anspruch an dieselbe. Heinrich L. Reitiinger-Wohitätigkeits-Stiftung für verarmte würdige israelitische Familien. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 210.—;. Bewerbungsberechtigt sind: Die Oberhäupter verarmter, würdiger israelitischer Familien, welche in Wien wohnhaft sind und in deren Mitte Sinn für Religion herrscht. Verleihungstag: 27. Oktober 1913 (26. Tiscliri). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Bestätigung des Rabbinates über die sittlich-religiöse Lebensführung des Petenten und seiner Familie. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). . Josef und Cäcilie Adler-Stiftung für Wohnungsmietebeiträge. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, in Beträgen von je K 40.— bis K 60.—, zusammen K 230.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, israelitische Personen. Berücksichtigung finden in erster Linie: Verwandte der Stifterin, Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem1 Lehrfache ungehörige Personen. Verleihungstag: 26. Oktober 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armhtszeugnis, eventuell Totenschein des Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). Adam Harzfeld’sche Ausstattungs-Stiftung für im Braut stände befindliche Verwandte. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 230.—-. Bewerbungsberechtigt sind: Mit dem Stifter verwandte, arme, sittsame Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis', Sitten- Zeugnis, Brautstandszeugnis und Nachweis der Verwandtschaft. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. August 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, IC. Stock (Einr eichungspro tokoll). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Kundmachung. Es wird hie|mit zur Kenntnis gebracht, daß an den hohen Festtagen im Grossen Sofien-Saale, 111., Marxergasse 13, Grossen Musikvereins-Saale, I., Dumbagasse 3, Hotel Continental, II., Taborstrasse 4 feierliche stattfinden werden. Jene Parteien, welche auf die Sitzplätze, die sie im Vorjahre inne hatten, auch heuer reflektieren» können die betreffenden Karten vom 15. September bis 19. September an der Betsitzkarten-Kassa der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, täglich von 9 Uhr vormittags bis. 1 Uhr nachmittags1 beheben. Ab 22. September a. c. gelangen die nicht im Vorverkäufe behobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. Wien, im August 1913. , Israel. Kultusgemeinde Wien. KONKURS. An der Oesterr.-Ungar. Israel. Schule, Goldschmidt-Stiftung, in Konstan'inopel ist die Stelle einer geprüften Kindergärtnerin sofort zu besetzen. Gehalt 100 Francs monatlich nebst Wohnung und Heizung. Bewerberinnen, die der deutschen Sprache mächtig sind und etwas hebräisches Wissen besitzen, haben ihre Befähigungsnachweise und Zeugnisse über ihre bisherigen Stellungen unter folgender Adresse einzusenden: Herrn Ei. Grünberg, Direktor der Firma S. Stein, Konstantinopel. Vnrbe.ter für die hohen Feiertage w w A w v l v a d. J. werden aufgenommen. Offerte an das Sekretariat des Mariahilfer Tempel- Vereines, Wien, VI., Schmalzhofgasse 3. f Staatsbeamtentochter, isr., 26 Jahre alt, sehr «Et hübsch, fesch, K 10.000 nebst Ausstattung, sucht behufs Verehelichung pass. Bewerber (Beamte, Reisende), der sein Domizil in Prag hat. — Photographie nebst Briefe an die Redaktion dieses Blattes unter „Prager Glück“.