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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-07-11 · 28 (11.7.1913) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
28 (11.7.1913)
Date
1913-07-11
Page
– (sequence 14)
Language
German
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6rfte 514 Dr. Bkochs Wochenschrfft Nr. 86 Esther im Kino. Im Saalbautheater in Mannheim finden seit einiger Zeit Aufführungen von der altbiblischen Erzählung „Esther“ statt. In meisterhafter Darstellung wird der Stoff des Dramas dem Publikum in prächtigen Bildern vor Augen geführt. Die Wirkung dieses Wunderwerkes der Kinemathographie wird noch erhöht durch eine vorzüglich zusammengestellte Musik, so u. a. durch den Vortrag der althebräischen Melodie „Kol Nidrei“ von Max Bruch. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. — Organ der Alliance Israelite Universelle. XIII. Jahrgang. Heft 7. Juli 1913. Inhalt: Fünfundzwanzig Jahre deutscher Kaiser. — Dr. Pli. Bosen: Die Palästina-Arbeit und der Zionismus. — Karl Schwarz: Friedrich Beer (mit 7 Illustrationen). — X. M. Gelber: Dow Ber Meiseis .(Ein Beitrag zur Geschichte der polnischen Juden in den Jahren 1861—63). — Siegfried Mehring: Wolf und Itzig zur Einholung des Königs in Breslau im November 1861 (mit einer Einleitung von Sigmar Mehring). — Prof. Ermanno Loevinson, Born: Die Juden Italiens (V) (mit 9 Porträts)'. ,— Dr. Tli. Zlocisti: Adolf Baginsky (mit Porträt). — Dr. Simon Bernfeld: Ein volkstümlicher Beligionsphilosoph (Bach ja’ ign Pakuda) (mit Illustration). — König Ba’amses II. (mit Illustration). — Wahre Tränen (Koren). — Mitteilungen des Zentral-Komitees der Alliance Israelite Universelle: Die Juden in Bunxänien. — Aus den Alliance-Schulen. — Das Manna in Kirmanscliah. — Notizen. — „Die Königin von Saba“. — Dr. Emanuel Lasker: Schach. — Inserate. — Verlag Ost und West Leo Winz, B e r 1 i n - C h a r 1 o 11 e nb u r g, Knesebeckstraße 32. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden. Berlin C 2, An der Spandauer Brücke 15. Schriftleitung: Dr. Bruno Blau. — 9. Jahrgang. Heft Nr. 6. Juni 1913. Inhalt: I. Abhandlungen. L. Horwitz, Kassel: Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Kurhessen. — Dr. Bruno Blau, Berlin: Die Kriminalität der Juden in Preußen im Jahre 1910. — Wlad. W. Ivaplun-Kogan, Köln: Jüdische Kreditgesellschaften auf Gegenseitigkeit in Kußland. — II. Statistisches Archiv: Die Kriminalität der Christen und Juden in Deutschland in den Jahren 1907/08 und 1909/10. — Ehescheidungen im Jahre 1910 in, .Bayern. — Selbstmorde im Jahre 1910 in Bayern. Die . Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Krakau von 1787—1910. — Jüdische Kürschnerarbeiter in Paris. — Ergebnisse der Volkszählung 1910 in Ungarn. — Ergebnisse der Volkszählung 1911 in Neu-Seeland. — III. Mitteilung. Elfter Geschäftsbericht (1912) des Hilfsvereins der Deutschen Juden erstattet der Generalversammlung am 13. April 1913. Berlin 1913. Krieflmste«. Jtoist. Aus Anlaß der Herausgabe des Berichtes über die Angola-Erpedition weist »Daily Cluonnle« auf ein interessantes historisches Faktum aus dem Anfänge des 18. Jahrhunderts hin. Hiernach wäre es damals beinahe den Juden gelungen, in England eine unabhängige autonome Siedlung zu gründen. Ein Abgesandter der Juden wäre demnach bei der Königin erschienen und hätte behufs Ankaufes der Stadt Brentford eine halbe Million Pfund Dollar angeboten und die Garantie dafür übernommen, daß sich in dieser Stadt, die vollständig den Juden überlassen würde, nur reiche Kaufleute niederlassen würden. Der damalige Minister Godolphin hat sich jedoch gegen dieses Projekt, dem die Königin gar nicht abgeneigt war, ausgesprochen, und schließlich die Ablehnung des Anbotes, das auf eine ganze Million Pfund erhöht wurde, durchgesetzt. Brentford ist eine Stadt in der Nähe Londons. Statistiker. Laut dem Bericht des Palästina-Komitees sind im Jahre 1912 von Rußland allein 2220 jüdische Auswanderer nach Palästina gegangen. Es handelt sich natürlich nur um jene Auswanderer, die die Intervention des Odessaer Palästina-Komitees in Anspruch nahmen. Der größere Teil — 60 % — dieser Emigranten waren männlichen Geschlechts. — Die Zahl der jüdischen Auswanderer, die im Laufe des Jahres 1912 nach Argentinien kamen, betrug 13,416. Eine so große Zahl jüdischer Einwanderer hat Argentinien bisher noch in keinem Jahre zu verzeichnen gehabt. Ealizianer. Die „Federation der Juden aus Galizien und der Bukowina in Newyork" umfaßt gegenwärtig 232 verschiedene Vereinigungen. Es gibt noch eine ganze Anzahl von galizischen Und bukowinaer jüdischen Landsmannschafts-Vereine in Newyork, welche der Federation noch nicht angehören. Alle diese Vereine haben die Erhaltung des Kultus, Uebung von Wohltätigkeit und Versicherung für den Krankheits- und Sterbefall zum Zweck. Jüdischer Staatsbeamter. Dr. F. rst Mitglied der isiaelitischen Kultusgemeinde. Der Austritt ist bis nun nicht angemeldet worden. „Deutschtum und Judentum". Zum Teile bereits bis zum Ueberdruß gesagt worden, das übrige ist grundfalsch und durch die Tatsachen widerlegt. Jüdischer Kürschner. In Paris arbeiten gegenwärtig 500—600 jüdische Arbeiter in der Pelzbranche, die wohl zu 80 Prozent die Kürschnerei nicht erlernt haben. Der größte Teil davon stammt aus Rußland, der übrige Teil ist von Galizien und Oesterreich- Ungarn gekommen. So wie Tausende dieser jüdisch-russischen Arbeiter nach den verschiedenen Ländern vertrieben wurden, und sich in den meisten Fällen eine neue Existenz suchen mußten, um das nackte Leben zu retten, so sind auch diese jüdischen Arbeiter in die Pariser Kürschnerei geraten und haben hauptsächlich bei den Kammermeistern eine „Eristenz" gefunden. Es ist nun klar, daß diese Leute, die von der Kürschnerei nichts verstanden und nur als Hilfsarbeiter zum Schneiden auf billige Artikel und Zwecken angelernt wurden, wenig verdienen konnten, aber ebenso klar und verständlich ist, daß diese ungelernte Arbeitskraft durch die Notlage nach allen Regeln der Kunst ausgenutzt wurde, wenngleich ein großer Teil bei jüdischen Kammermeistern beschäftigt wurde. Am 15. November 1907 wurde eine jüdische Kürschnerarbeitersektion gegründet, die im.Jahre 1908 auf ca. 100 Mitglieder stieg, um 1909 wieder auf 40 Mitglieder zu fallen. Die Beziehungen der jüdischen Sektion zur Chambre Synuicale sind aus einer Reihe von Gründen sehr gespannt. Notiz. Glücket von Hameln. Vorliegender Nummer ist ein Prospekt des Jüdischen Verlages, Berlin W. 15 über das Werk »Denkwürdigkeiten der Glückei von Hameln.«, aus dem Jüdisch- Deutschen des 17. Jahrhunderts übersetzt und herausgegeben von Dr. Alfred Feilchenfeld, beigelegt. M. L. Biedermann-Waisen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 5900.—. Bewerbungsberechtigt sind: In erster Linie: Hilfsbedürftige Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht' erreicht haben und direkte Nachkommen der nächbenannten Personen 'sind, ’ unfl "zwar* (der Herren M. L. Biedermann, Simon Biedermann, Josef Biedermann jun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann sen., Samuel Biedermann, J. Goldschmidt, 8. J. H. Goldschmidt, J. L. Hofmann Edler von Hofmannthal, Aron Hermann, B. M. Kaula, Jacob Löwy, J. N. Mannheimer, M. Stroß, H. Edler von Wertheimstein und der Frau Amalie Lang. In zweiter Linie und insoweit nach Beteilung der obenbezeichneten Bewerbüngsberechtigten noch ein Erträgnisrest verbleibt: Hilfsbedürftige israelitische Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deren verstorbene Väter Mitglieder der israelitischen Kultusgemeinde Wien waren. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein, Verwandtschaftsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Therese Werthsim-Brautausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 340.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, mütterlicherseits oder gänzlich verwaiste israelitische Mädchen aus der hiesigen Kultusgemeinde. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstands-Nachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). ( Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. Ignaz Klepetasch-Heirats-Ausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich zu verehelichen im Begriffe stehen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Bi’autstands-Nachweis, Totenschein. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). / Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jeden Anspruches an dieselbe verlustig. i

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