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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-05-09 · 19 (9.5.1913) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
19 (9.5.1913)
Date
1913-05-09
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 350 Dr. WMs Wochenschrift. Nr. 19 Kriefkaste«. R. L. Nach amtlichen Angaben betrug die Zahl der jüdischen Einwanderer nach den Vereinigten Staaten im Jahre J 912 81.106 Seelen. Von diesen landeten im Hafen von New-Dork 64./38 Personen, in Philadelphia 7505, in Baltimore 4364, in Boston 2634 und in Galveston 1575. Im Jänner 1913 landeten im New-Uorker Hafen 5346 Juden, in Philadelphia 352, in Baltimore 386, in Boston 362 und in Galveston 127. Von den Einwanderungsbehörden zurückgewiesen wurden im Jänner d. I. in allen genannten Hafenstädten 88 Juden. Die 5364 jüdischen Einwanderer, die im Jänner d. I. in New-Iork landeten, .brachten Barbetrage in der Höhe von 136:000 Dollar in ihre neue Heimat mit. E. G. Das Schlachten für den eigenen Bedarf kann der Vorstand nicht verbieten, ebensowenig die Abhaltung emc Hauöandacht. \ft. L. Die Leiche des verewigten Reichsgerichtspräsidenten, Erzellenz Dr. Josef Unger, wurde in der Familiengruft auf der israelitischen Abteilung des Zentralfriedhofes beigesetzt — gemäß der ausdrücklichen Bestimmung im Testamente des Verewigten. A. Wien-Przemysl. Der Artikel über Saadja eignet sich wenig für unseren Leserkreis. K. in Budapest. Der , jüngst in Budapest verstorbene berühmte Mathematiker König, der irrtümlicherweise von der jüdischen Presse für einen Juden gehalten wurde, hat schon vor vielen Jahren sich taufen lassen. In eingeweihten Kreisen wurde auch, daran erinnert, daß König noch unter der Ministerprüsidentschast des Grafen Szapary, der von den konfessionellen Verhältnissen Königs keine Kenntnis hatte, als „hervorragende jüdische Persönlichkeit" für das Magnatenhaus in Aussicht genommen war, Graf Szapary jedoch von dieser Ernennung Abstand nehmen mußte, weil König bereits getauft war. Laut derselben Quelle wollte man dann Professor Böke, der einst Vorstandsmitglied der Pester israelitischen Religionsgemeinde war, zum Magnatenhausmitglied ernennen, doch auch dieser war bereits voreilig getauft. Und so erging es auch mit mehreren anderen in Aussicht genommenen „jüdischen Notabilitäten". Da machte, wie der eingeweihte Berichterstatter mitteilt, der Staatssekretär dem Kabinettschef den Vorschlag, Oberrabbiner Dr. Samuel Kohn zum Mitglied des Magnatenhauses zu ernennen. „Ganz gut!" soll Graf Szapary humorvoll erwidert haben, „nur wird man sich nach den bisherigen Erfahrungen vorher erdigen müssen, ob nicht auch er schon getauft ist!" Äutrni! Cm den Bestand der hierortig-en deutschen Volksschule der Israeliten-Stadtgemeinde zu sichern, sollen auswärtige Kinder im schulpflichtigen Alter gegen ein sehr mäßiges Honorar, das eventl. von der Kultusgemeinde ergänzt wird, bei Ortsleuten untergebracht werden. Eitern oder Vormünder, welche die Absicht haben, Kinder herzuschicken, mögen sich an den Vorstand der israelitischen Knltnsgemeindejin Ung.-Ostra (Mähren) wenden. Der Bürgermeister: Der Kultusvorsteher: Samuel Adler. Julius Diamant. Benedikt Karpius Stiftung für Gewerbeschüier. Anzahl der Platze: 2 im Betrage von je K 50.—. Bewerbungsberechtigt sind: israelitische junge Leute, welche die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besuchen oder besucht haben. Verleihungstag: 20. Juli 1913. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Studienzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, U. Stock (Einreichungsprotokoll) . L G. Goldstein’sche Heirats-Ausstaitungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 320.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme verwaiste israelitische Mädchen. Bevorzugt sind: Verwandte des Stifters L. G. Goldstein, geboren zu Altstadt in Böhmen (ehemaliger Kreis Tabor), oder seiner Gattin Katharina, gab Landauer, bis einschließlich des 3. Grades. Verleihungstag: 4. August 1913. GesuchsbeÜagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, Nachweis der Verwaisung (Totenschein etc.), eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Albert Gansl-Stiftung für israelitische Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen im Betrage von K 370.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige Israeliten. Bevorzugt sind: Bewerber, welche mit der, Familie des am 9. Juli 1896 verstorbenen Herrn Albert Gansl oder mit den Nachkommen des Ehepaares Heinrich und Begine Kohn, geh. Gansl, verwandt sind. Verleihungstag: 2. August 1913 (28. Thamus). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventl. Verwandtschafts nachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Ettel Goldschmidt-Stiftung für Schüler der Wiener höheren Gewerbeschulen. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 200.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische Schüler der Wiener höheren Gewerbeschulen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Schulzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1913. Einreichstelle: I., Seitenstet'tengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Salomon Altmann-Waisen-Stiltung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K B5.—. Bewerbungsberechtigt sind: Elternlose arme israelitische Schüler ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, und a) mit der Familie des Stifters Herrn Salomon Altmann verwandt sind, oder b) aus Oesterreichisch-Schlesien stammen, öder c) von Mitgliedern der "Wiener israelitischen Kültusgemeinde abstammen. Bevorzugt sind: Bei gleicher "Würdigkeit die unter Kategorie a) und b) angeführten Bewerber. Verleihungstag: 24. August 1913 (21. Ab). Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenscheine, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, letztes Schulzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juni 1913. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). KONKURS. Infolge Berufung unseres Rabbiners Herrn Dr. Friedrich Weis nach lglau gelangt, bei der israel. Kultusgemelnde Eger in Böhmen die Stelle eines Rabbiners zur Besetzung. Bewerber, welche den gesetzl. Bestimmungen entsprechen, den Doktortite! besitzen und befähigt sind, den Religionsunterricht an den Mittelschulen zu erteilen, wollen ihre gehörig instruierten Gesuche bis spätestens 55. Mai an den gefertigten Kultusvorstand einbringen. Mit diesem Posten ist ein Jahresgehalt von K 2400.—, K 400.— Quartierbeitrag und K 800.— Remuneration für den Mittelschulunterricht verbunden, nebst reichlichen Emolumenten und Erträgnisse der Matrikenführung. Eger, am 5. Mai 1913. Der Kultusvorsteher: Eduard Löwy. KONKURS. In der israel. Kultusgemeinde Graz gelangt die Stelle eines Religionslehrers der in den der Grazer Kultusgemeinde zugewiesenen Ortschaften den Religionsunterricht zu versehen haben wird, vom Beginn des nächsten Schuljahres ab, zur Besetzung. Bewerber, welche das dreissigste Lebensjahr nicht überschritten haben, mögen ihre mit einem ausführlichen curriculum vitae, Zeugnisabschriften und Photographie ordentlich belegten Gesuche bis 1. Juni a. c. an den gefertigten Vorstand richten. Gehalt und Reisediäten nach Uebereinkommen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. G r a z, im April 1913. Israelitische Kultusgemeinde Graz. Der Sekretär: Dr. Lemberger. Der Präses: Simon Kendl.

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