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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-04-18 · 16 (18.4.1913) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
16 (18.4.1913)
Date
1913-04-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 290 Dr. Bwchs Wochenschrift. Nr. IS 20.— , Leopold Kolm 10. , Leopold Lohn lSechsbaus) 6. , Simon Lohn 10.08. L. H. 100.-, Alois Löwy 8.—, Frau Leontine Neurath 10.—. Franz Neumann 4. . Dr. Jakob Ornstein 10.- , Jakob Pinkas 10. —, Rachmiel 2.10, Michael Sternselb 20.—. Berthold Stroh 6.-, Wilhelm Stroh 20.-, Tomech Ewjonim 20.—. Toffler 2.—. S. Wahl 10.—, Ernst Wols 50. . Altlengbach: Alfred und Theresia Heller 15.—. Altona: Anonym 2.—. Baden: Jakob Neumann 5. -. Braunsbach, Württemberg : 83.- . Brünn: Moriz Broda 5.08, Frau Hedwig Arnstein 20.—, I. S. 2.—. Berlin: C. Heinrich Feuchtwang 23.50. Budweis: Arnstein Agner 4.--. Czernowitz: Jak. Lunstädt 1.10. Cöln: Benno Hirsch 6.— . Dambosih: durch Rabbiner Doktor Hahn: Frauenoereiu 10.— , Gmilas Chesed 5.—, Egqenberg bei Graz: Anton Trautmann und Sohn 4.—-. Einreuth: Leovold Emreuther Mark 2.—. Frankenvisheim: Lehrer Lilsinger 3.51. Frankfurt a. M.: Ferdinand Mayer 35.25, N. N. Mark 20. -, Lazar Lewissohn 20.- . Hermann Cramer 10.—. N. Schwabacher 10. — , M. Aumann 11.75. Fulda: Rab.-Ass. B. Lrustadt 5. . Georgensmünd bei Nürnberg: S. Tachauer 11.75. Harburg: G. Badian 3.51. Holleschau: Carl Beer 30.— idurch Rabbiner Jungreis). Jchenhausen: N. N. 3. -. Karlsruhe: Rabbiner Doktor Ad. Salvendi 10.- . Lippenheim bei Ettenheim: S. I. Wertbeimer 5.86. Lönigsfeld. Mähren, Edm. Back 5. . Listingen: Rabb. Dr. Bamberger Mark 5. . Langenschwalbach: Hermann Latz 6. . Marchegg: Samuel Pisk 10. . Marienbad: Gottlicb Leitner 10.— . Mergentheim: Julius Stamm 2. . Me^an: Emil Löwy 3. . Miblitz: Rabbiner Bela Diamant 5. -. Nikolsburg: durch Lehrer Jakob Zwicker iJ. Llein 1. , Oser 1. ). Nimburg: I. Goldstein 2.- . Paris: Anonym Franken 50. . Pille,r: M. Raumann und Sohn 20. . Prag: Frau Ada Bauer 6. . Rozsahegy: Therele Roth 10. . Segeberq i. H.: Moriz Steinhof 28.20. St. Gallen: Rabbiner Emil Schlesinger 20. . Stuttgart: Lronen 5.—, Mark- 3. . Troopau: M. Soiegel 3.06, durch denselben: Mar Breda 5. . Wsetin: durch Religionsleheer Leop. Blau 25. - -«'Blau 5. , L. M. Schön 10.—. Joh. Weinstein, Llobuk, 10. l. Zolkiew-Gloshütte: Adele Steinberg 2. . Wien, 6. Nissan 5673 -13. April 19131. Rabbiner S. Fürst ,'Schisfschull II., Gr. Schiffgasse 8. Rabbinat und MatrikMmt in Tulza (Bosnien«). Infolge des Aufrufes in der „Oesterr. Wochenschrift", Nr. 14, sind für die jüdischen Grenzsoldaten beim Unterzeichneten folgende Spenden eingegangen: Israelitische Lultusgemeinde in Wien Kronen 200. , Israelitische Lultusgemeinde in Lemberg 50.—, Israelitische Lultusgemeinde in Brünn 40.—, Israelitische Lultusgemeinde in Kolomea 10.-, Sammlung des Herrn Ludwig Glaser in den jüdischen Gemeinden Bielitz und Biala 163.60, Sammlung des Herrn Rudolf Loste! in Bielitz 10.—, Herr N. N. Qr. 777 12.06, Herr Alfred Heller in Altlengbach 10.—, Herr A. Plisch in Wien, XVI., 7.—, Herr Sigmund Doktor in Dürrmaul bei Marienbad 5. —, Herr Jul. Platschek in Strahnitz 2.—, Herr Berthold Sachs Edler von Sachsenhall in Wien 2.--, Herr Doktor D. Spiegel in Altona a. E. 1.— und Pessach-Hagadas 40. . Allen edelherzigen Spendern fei bestens gedankt. Tuzla, am 13. April 1913. Dr. Samuel Llein Rabbiner der ifr. Lultusgemeinde. St. Pölten. Ani Samstag den 19. April feiern Herr und Frau Rabbiner Dr. Schächter die Bar Mizwah ihres einzigen Sohnes Erich. Pilsen. ''Ernennung.) Herr Religionslehrer Müller in Pilsen wurde vom Prager hohen k. k. Oberlandesgericht des Königreiches Böhmen zum beeideten ständigen Gerichtsdolmetsch für die ungarische Sprache, zur Translation ins Deutsch? und Böhmische für den Sprengel des k. k. Lreisgerichtes in Pilsen ernannt. Prerau. Die langjährige Präsidentin des israelitischen Frauenoereines zu Prerau, die mit Liebe und Hingebung höchstverdienstvoll zur Förderung und Hebung dieses humanen Vereines gewirkt hat, legte das Präsidium nieder, da ihr Mann, Herr Prof. Dr. Jakob Tauber, Ritter des Franz Joseph-Ordens, in Ruhestand als Rabbiner gestorben, um seinen ruhmreichen Wirkungskreis zu verlassen. Der neue Vorstand des Frauenoereines ernannte Frau Dr. Jofefine Tauber, in dankbarer Würdigung ihrer unermüdlichen Leistungen, zur Ehrenpräsidentin des Frauenoereincs, da sie nicht nur liebevoll die Armen und Hilfsbedürftigen aussuchte und stützte, sondern auch bestrebt war, Mädchen beruflich ausbilden zu lassen, Studierende herzhaft zu unterstützen und ihre Humanität allenthalben betätigte. Die neugewählte Präsidentin, Frau Eäcilie Horner jr., überreichte das herrlich ausgestattete ^Ehrcndiplom in Begleitung der Damen des Vorstandes und hielt eine schöne Ansprache an ihre Vorgängerin. Zu Ehrenmitgliedern des Frauenvereines wurden auch vom Vorstände ernannt die wohltätig für den Frauenoerein wirkenden Damen: Fabrikantin Frau Ernestine Lulla und Frau Rosa Schmied und die Ehrendiplome ihnen in dankbarer Anerkennung ihres Wirkens überreicht. Lemberg. Der k. k. Landesschulrat in Galizien hat Herrn Rabbiner Dr. Meir Tauber zum k. k. Religionsprofessor ad p*rsonam an der zweiten t. k. Oberrealschule in Lemberg ernannt. Berlm. Militärische Trauungen in Synagogen sind bei uns in Oesterreich keine Seltenheit, anders 'n Deutschland. wo es jüdische Offiziere überhaupt nicht gibt. Einiges Aufsehen erregte daher die am 10. April in der Synagoge Oranienburgerstraße stattgesundene Vermählung des Oberleutnants Sigmund Bodek, des Sohnes des in Lemberg verstorbenen Regimentsarztes Dr. Isidor Bodek, mit Fräulein Erna Schönfeld, einer Tochter des Direktors vom Thaliatheater Herrn Alfred Schönfeld. In dem herrlichen, blumengeschmückten Gotteshause hatte sich eine sehr zahlreiche und distinguierte Gesellschaft, darunter viele Vertreter der Berl'ner Bühne, eingesunden. Vom österr. Infanterieregimente Nr. 74, bei denf der Bräutigam eingereilt ist, waren drei Offiziere erschienen, außerdem auch als Familienangehöriger Oberstabsarzt Dr. Pick aus Prag. Nachher fand ein Festmahl in den Prachtsälen des Brüdervereines statt. Dem Brautpaare sind viele Hunderte Glückwunschtelegramme, darunter auch von hochstehenden Militärs, zugekommen. Breslau. Am 10. April verschied Hierselbst der frühere Holzkaufmann Albert Silberberg. Mit ihm ist eine in den weitesten Kreisen der Breslauer Kauf j Mannschaft bekannte Persönlichkeit dahingegangen. Väterlicherseits einer angesehenen, hochachtbaren Familie cm-> gehörend, entstammte der Verewigte mütterlicherseits der bekannten, altjüdischen Familie Frey,hau, die zu den ältesten der Breslauer Synagogengemeinde gehört und deren Mitglieder sich von jeher durch.wahre, mit hoher Geistesbildung gepaarte Frömmigkeit auszeichneten. Getreu dieser Tradition, vereinigte auch Albert Silberberg sittlich ernste und tiesempfundene-Herzensfrömmigkeit mit den edelsten Eigenschaften des Charakters und Gemütes. Seinen Hauptstolz erblickte er darin, wenn er im Stillen, ohne daß die Welt etwas davon erfuhr. Werke der Nächstenliebe üben durfte, und namentlich nahm er sich verlassener und bedrückter Mitglieder des wertverzweigten Verwandtenkreises an. denen er stets ein gütiger Berater war und mit tatkräftiger Hilfe zur Seite stand. Ein aufrechter, grundehrlicher Mann, der alles Unlautere und Unwahre verabscheute. Dabei war er von einer seltenen Bescheidenheit, wies Ehrungen stets zurück und von Dankesbezeugungen wollte er niemals etwas hören. An dem Feldzug 1870 nahm Albert Silberberg mit -militärischer Auszeichnung teil und häufig konnte man ihn von den schweren Tagen, die er vor Paris zugebracht, erzählen hören. So erwarb er sich denn bei Juden und Christen das höchste Ansehen und aufrichtige Verehrung, von der auch das große Trauergefolge Zeugnis ablegte. Professor Dr. Guttmann widmete ihm einen tiefempfundenen Nachruf. Jakob Nothwand. Vorige Woche starb in Warschau der pensionierte erste Sekretär der dortigen Judengemeinde Jakob Nothwand im hohen Alter von 95 Jahren. Nothwand wurde im Jahre 1818 geboren, absolvierte die Warschauer Rabbinerschule, wurde 1843, nachdem er einige Jahre als Lehrer gewirkt hatte, zum Sekretär des damaligen Lultuskomitees 'ernannt. Seinen Bemühungen war es zu danken, dast dieses Lultuskomitee zu einer Lultusgemeinde auf breiter Grundlage mit ziemlich weitgehender Autonomie ausgebaut wurde. Nach den Ereignissen des Jahres 1863 wurde er nach Sibirien verbannt, nach zweijähriger Verbannung wurde ihm die Rückkehr gestaltet, wo er abermals die Stelle eines Sekretärs bei der Lultusgemeinde erhielt. Diese Stelle bekleidete er bis zum Jahre 1884, zu welcher Zeit er in den Ruhestand trat. Nothwand war einer der Schöpfer der ersten jüdischen Zeitung in polnischer Sprache „Jutrzenko". Er ist der Verfasser des wertvollen Buches über die jüdischen Namen in Polen und hat zusammen mit Liebkind die Geschichte der Juden in polnischer Sprache herausgegeben. Von ihm wurden auch viele hebräische Gebete in die polnische Sprache übersetzt.

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