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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1913-03-14 · 11 (14.3.1913) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
30 (1913)
Issue
11 (14.3.1913)
Date
1913-03-14
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 11 Dr. Blochs Wochenschrift Sette 189 Radi tz, Bärenapotheke, II., Taborstraße 26; Restauration Herlinge r, II., Zirkusgasse 3; Leo Heller (Firma S. Schein) I.,. Bauernmarkt; Jakob Heber, II., Glockengasse 25. Wien. (Akademischer Verein jüdischer Mediziner IX.. Müllnergasse 35.) Es wurden in den Ausschuß gewählt: eand. meä. Otto Gersuny, Obmann; canck. weck. Moses Rebbach. I. Obmanustellvertreter; canä. med. Eduard Weiß II. Obmannstellvertreter; med. Isidor Klaber, Kassier; med. Otto Lichtwitz. I. Schriftführer; med. Ludwig Saul, II. Schriftführer; med. Jakob Presier, Oekonom; med. Jean Vesclev, Bibliothekar; Fräulein eand. med. Meta Bloch, Zeitungsvelweserm. Sabbatfreunds Wien. II.. Kt. Schiffgasse 10. Dienstag den 4. März hielt Herr Rabbiner Dr. Esra Munk aus Berlin im Verein der Sabbatsreunde vor einem überaus zahlreichen Auditorium einen Vortrag: „Der neuzeitliche Jude und der altväterliche Sabbat". In geistreicher, formvollendeter Weise führt Redner aus, daß der religiöse Jude, der im alten Judentum wurzelt, wenn er sich auch alle Errungenschaften und Fortschritte der Kultur zu eigen macht, an der Tradition sesthält. Der Sabbat wird gerade in unserer Zeit als Muster aller modernen sozialen Einrichtungen erkannt; durch den Sonntag kann er nicht ersetzt werden, weil der Schöpfer den Sabbat segnete und heiligte. Die geistige Weihe und Erhebung spendet nur der.Sabbat, der auch von den religiösen Juden in erster Linie als Tag der jüdischen Wissenschaft gefeiert wird. Nachdem Obmann, Herr Felsenburg, dem Redner den Dank der Versammlung und Vereinsleitung zum Ausdruck brachte, und den Erschienenen gedankt, begab sich eine Anzahl Freunde des Vereines zu einem gemütlichen Beisammensein in die Restauration P i n k a s, wo Herr Doktor Munk nochmals eine Rede hielt, und selber von mehreren Festteilnehmern in ernsten und launigen Reden nach Gebühr gefeiert wurde. Dieser Abend beschloß in würdiger Weise für diese Saison die Reihe der Vorträge der „Sabbatfreunde", die sich zu einer allseitig anerkannten Institution der Wiener Orthodoxie herausgebildet haben. Es wäre dringend zu wünschen, daß dieser Verein, der zur Erhaltung des religiösen Judentums in Wien viel beiträgt, größere Förderung seitens aller jener fände, die Sinn für unser altererbtes Judentum haben. Jüdische Toynbeehalle. XX., Othmargosse 46. Samstag den 15 März: Konzert. — Sonntag den 16. Mär;: „Hexenprozesse". Gemeinderat Dr. Rudolf Schwarz Hitler — Montag den 17. März: Literarischer Abend. Frau Annita Müller Rosenzweig. — Dienstag den 18. Mär;: Pflege und Ernährung der Kinder. (Fortsetzung.) Dr. Karl Griinfeld. — Mittwoch den 19. März: Salamon Maimon. Gemeinderabbiner Dr. M. Rosenmann. — Von Donnerstag den 20. bis inkl. Dienstag den 25. März d. I. bleibt die Toynbeehalle geschlossen. — Mittwoch den 26. Mär; findet ein von der G-sangsneisterin Frau Else Freund-Funk arrangierter Konzert-Abend statt. — Donnerstag den 27. März beschließt Prof. Dr. E. Kupfer seinen Vortrags-Zyklus aus jüdischer Geschichte. — Samstag den -9. und Sonntag den 30. d. M. finden zum Abschluß der Vortrag--Saison 1912/.3 Konzertabende statt. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. I. Saum ly, Wien I., Frscherstiege 6, gelangen lassen. „Beth-Haam" (Jüdisches Volksherm). Wien, XVII., Hormahrgasse 7 a. Samstag, den 15. März l. I., halb 8 Uhr abends, Bortrag des Herrn Rabbiner Dr. D. Feuchtwang: „Ein Gang^durch die jüdische Geschichte" (5 Uhr-Tee). Im dichtgefüllten Saale des „Krystall-Cafö" nahm Sonntag, den 9. d. M. der von der unermüdlichen Vizepräsidentin Frau Emilie Strauß und dem rührigen Damen-Komitee veranstaltete Tee-Abend einen überaus animierten Verlauf. Eingeleitet wurde der. Abend durch Duette, dis von den Damen Harry Günzburg und Annie Gtücksmann künstlerisch und temperamentvoll vorgetragen wurden. Sodann entzückte Herr Hugo Gottesmann durch seinen meisterhaften ^Biolinvortrag^ die Zuhörer. Rauschenden Beifall löste hierauf Frl. __ Harry Günzburg mit einigen Liedern, die sie mit natürlichem Humor und bestrickender Grazie vorzutragen wußte, aus. Auch Herr Grünhut hatte mit seiner schönen Tenorstimme reichen Beifall geerntet. Der Enthusiasmus erreichte aber seinen Höhepunkt, als Herr Dr. We.l (Homunkulus) mit seinen humoristischen Vorträgen eine halbe Stunde auf dre Zuhörer zwerchfellerschütternd wirkte. Den Abschluß des genußreichen Abends bildete eine Tanzunterhaltung. die die Jugend bis nach Mitternacht in fröhlicher Laune beisummenhielt. Das Publikum unterhielt sich köstlich und war voll des Lobes über die gelungene Veranstaltung, die dem Humanitären Zwecke des Vereines ein namhaftes Reinerträgnis zuführen dürfte. Anmeldungen von Vorträgen oder Mitwirkung bei Konzerten wolle man gefl. an den Präsidenten Herrn Dr. M. Förster, XVI., Thaliaftraße 22, gelangen lassen. Wien. (Wohltätigkeitskonzert.) Zugunsten hungernder Schulkinder fand im Turnsaal der Talmud-Thora-Vereinsschule, II Bezirk, Malzgafle 16, am Sonntag den 2. März 1913 abends unter der künstlerischen Leitung des bestbk kannten Mufikpädagogen Heinrich Antscherl ein Konzert statt, das in jeder Richtung eine vorzüglich gelungene Premiere war. Die Mitwirkenden waren der obengenannte Dirigent' Herr Aulscherl, der sein Enflmble musterhaft beisammenhielt. Virtuosin Fräulein Helene Kohn und Dr. Julius Flesch, Klavier, die Herren M. Menzer, Harmonium. Rattuer. Violine, Neman. Viola. Popoviei, Cello und Fräulein Else Guttmaun, Gesang. Die vorzüglichen Instrumente waren aus dem k. u. k. Hof-Etablissement Bernhard Kohn. Auf besonderes Verlangen der Leitung der Jüdischen Tohnbeehalle des XX. Bezirkes mußte Herr Mnsiklehrer Antscherl Sonntag den 9. d. M. dieses Konzert in der Toy 'beehalle neuerdings zur Anfführiina brinaen. Diesmal wirke als Klaviersolistin das geniale Fräulein Gisela Singer, Schülerin Alfred Giünselds, mit und erntete der Konzenleiter mit seiner Künstlerschaar abermals rauschenden Beifall. Wien. Der Ausschuß der „Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien" hat in seiner S'tzung vom 3. März d. I. neue Abzeichen für die Halleingesührt. Es wird hiemit dies allen verehrt.n Korporationen und Vereinen zur Kenntnis gebracht und gleichzeitig mitgeteilt, daß die alten Abzeichen eingezogen wurden. Austritte aus dem Ja den tum. Vom 2. März bis inklusive 8. März 1913. Benescli Rosa, Erzieherin, geb. 14. Dezember 1876, Wien, II., Hot'enedergasse 1 Bledy Laura, Private, geb. 19. April 1889, Budapest, II., Unter*' Donaustrasse 47 Gornel Ernst, Goldarbeiter, VIII., Josefstädterstrasse 58 Eisenschitz Dr. Emil, prakt. Arzt, VIU., Piaristengasse 18 Feldmann Maurice, geb. 17. März 1893, Bukarest, V., Reinprechlsdorferstrasse 34 Glaser Ida, Private, geb. 21. November 1890, Misgarn-Piesling, II., Stemeckplatz 11 Kürschner Ernst, geb. 25. Juni 1881, Olmütz, XII., Mandlg. 17/21 Kwartler Simon, geb. 4. Februar 1899, Wien, in Chrzanow wohnhaft Löbl Irma, Private, geb. 27. März 1888, Wien, II., Ennsgasse 21 Oblatt geh. Werner Joseiine, Private, geb. 1884, Wien, wohnhaft in Salzburg Ornstein Jonas Loebl, Tapezierer, VI., Laimgrubengasse 3 Pfeifer Malvine, Kontoristin, geb. 18. Februar 1887, Wien, XV., Sorbaitgasse 4 Plenk Otto, Privatbeamter, geb. 24. Dezember 1884, Wien, IV., Schellinggasse 22 Seidner Ernst, Privatbeamter, geb. 25. August 1892, Wien, II., Ausstellungsstrasse 35 Tafler Dr. Georg, Privat, geb. 30. April 1888, Wien, lll., Barichgasse 13 Zrraim. Dem Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde in Znaim Dr. Isidor K a H a n wurde vom Kultus- und Unterrichtsmrnister der Titel k. k. Professor verliehen. Ragy-Kauizsa. Am 22. Februar 1913 feierte Herr Moritz Halphen, hler, in aller Stille seinen 70. Geburtstag. In der Verwaltung der noch von seinem Vater auf ihn übergegangenen Gemeinde- Agenden entwickelte Herr M. Halvhen seit mehreren Jahrzehnten eine höchst ersprießliche Tätigkeit, mustergiltigen Eifer und unermüdlichen Fleiß. Gemeinde und Chewra-Kadischa sandten dem Jubilar ihre herzlichsten Gratulationen zu, die ihm von den Sekretären der Gemeinde in Gegenwart seiner sich allgemeiner Verehrung erfreuenden Familie. Gattin. Sohn, Tochter und der Schwester Frau Ludmilla Welisch .aus Wien, unter dem Umstande angemessenen Ansprachen überreicht wurden. U. Strakonitz Der Kaiser geruhte zum k. k. Feldrabbiner i. R. des Landwehrinfanterie-Regiments Nr. 28 Herrn Rabbiner Dr. Bernhard Wolfs, Strakonitz, zu ernennen. Turin. Hier starb im hohen Alter Professor Samuele L e v i, ein hervorragender Orientalist und Berfaffer eines großen hieroglyphisch-koptisch-hebräischen Wörterbuches. Unter seinen hinterlafsenen Manuskripten befinden sich ein Sanskrit-Wörterbuch. zahlreiche Popyrusübersetzungen und ein mit Spannung erwartetes unvollendetes Riesenwerk über egyptische Morphologie. Vügujhely. (Goldene Hochzeit.) Montag den 3. März feierten der Kreisarzt Herr Dr. Simon Friedländer in Ragykosztoläny mit seiner Gattin Frau Josefine geb. Fuchs die fünfzigste Jahreswende ihrer ehelichen Verbindung. Herr Dr. Friediänder wirkt seit dem Jahre 1869 als praktischer Arzt in Ragykosztolüny, und erwarb sich in seinem Berufe ein über die Grenzen

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