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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-11-15 · 46 (15.11.1912) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
46 (15.11.1912)
Date
1912-11-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Gelle 780 Dr. Blvchs Wochonschrfft Nr. 46 Die Erfolge eines jüdischen Bildhauers. Newyorker Blätter widmen jetzt den künstlerischen Erfolgen des jüdischen Bildhauers Julius Vutensky größere Aufsätze, denen wir die folgenden Daten entnehmen: Vutensky, der heute im 42. Lebensjahre steht, stammt aus Rußland, ging als 17jähriger junger Mann nach Wien, wo er fünf Jahre die Akademie absolvierte. Setzte dann seine Studien bei Professor Zumbusch fort. Später kam er nach Paris und lebt seit 1904 in Newyork. Das Newyorker Metropolitan-Museum besitzt bereits eine hübsche Anzahl von Werken Butenskys. Unter diesen befindet sich manche Arbeit aus dem jüdischen Leben und der jüdischen Geschichte. Zu diesen gehört sein „Weltfrieden". Es stellt den Propheten Jesaias dar, dsr die Schwerter zu Pflügen schlägt. Eine weitere Arbeit, „Die Verbannung", stellt einen russischen Juden im Kaftan dar, der vom Winde getrieben, in die Verbannung geht, auf'einem Arm ein Kind hält, während er mit der anderen Hand die Bibel an sein Herz preßt. Große Anerkennung fand Vutensky für seine Statue des Dichters Jehuda Halevy, auf den Ruinen des heiligen Landes trauernd. Gegenwärtig arbeitet Vutensky an einer Statue, die rnenschliche Natur darstellend. Eine Frauenfigur hält Kain und Abel als ihre kleinen Kinder in ihren Armen, Abel liegt an der Mutterbrust, während aus dem Gesichts chen Kains der Neid spricht und die Mutter ihn zu beruhigen sucht. Der älteste Freiwillige aus döm amerikanischen Bürgerkriege. In Chicago fand dieser Tage ein Festbankett zu Ehren des Kapitäns Benjamin Hecht statt. Den Anlaß hiezu bot die Ueberreichung der goldenen Verdienstmedaille an Kapitän Hecht, der der älteste lebende Freiwillige aus dem amerikanischen Bürgerkriege ist. Kapitän Hecht, der 85 Jahre alt ist, hat sich seinerzeit in verschiedenen Schlachten durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. Vermischtes. Krauzablösuugsspeudeu zugunsten der Chcwra-Kadischa in Wien l. Seitenstettcngasse 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens des sel. Philipp Spechter: Von Dr. Moriz Haas K 5, Armin Biel K 10, Heinrich Grün K 10. Zusammen K 25. Anläßlich des Ablebens des sel. Fritz Popper: Von Wilhelm Popper K 30. Anläßlich des Ablebens der sel. Charlotte Kappelmacher: Von Emanuel Ehrentheil K 20. Anläßlich des Ablebens des sel. Josef T u s ch a k: Von Dr. Hermann und Immanuel Brüch K 25. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob Jellinek: Von Emil Beck K 5, Oskar Nassau K 5. Zusammen K 10. Anläßlich des Ablebens der sel. Hermine Geiringer: Von Mondschein & Hofbauer K 20, Hermann Geiringer K 10, Philipp Braun K 10 Zusammen K 40i Anläßlich des Ablebens der sel. Jenny Deutschland: Emil Wiener 20.— Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel Hermann Kreilisheim: Von seiner Familie 50.— Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Jakob Herzberg: Therese Herzberg 5, Wolf Deutsch 10, Rechard Kohn 10. Zusammen 25 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Alerander Jelinek: H. Goldstein und Frau 10, Friedr. Lewith und Frau 5, Josef Hermann, Budapest, 5, Leon Bloch, Mühlhausen, 5, Julius Sauerbrunn 20. Zusammen 45 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Therese Weiner: Julius und Rosa Schück 20 Kronen. Anläßlich des Ablebens des sel. Dr. Julius Stern: Doktor Siegmund Schornstein und Frau 20, Wiesner 20. Zusammen 40 Kronen. Zur Wiederkehr des Todestages des sel. Herrn Leop. Ni. L ö w y: Von dessen Gattin Kronen 10.—. Anläßlich des Ablebens des sei. Dr. Mar Kopetzky: A. Passer 20, Dr. Ludwig Frei 20, Julius Benedikt 10, Sigm. Sticker 5, Mar Benedikt 5, Salo Sendrowicz und Frau 5, Salo und Camilla Cohn 30, Prim.-Arzt Dr. Wslh. Rosenfeld 20, Dr. Leopold Reininger 10, Arthur Bittner 20. Zusammen 145 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sel. Berta Ehrenzweig: Adele Ehrenzweig 20 Kronen. Anläßlich des Ablebens der sei. Helene B o n d y: Brüder Jelinek 10, Orlik 2, I. Guth 5. Zusammen 17 Kronen. Wien. Der erste Chefarzt der Wiener Bezirkskrankenkasse Dr. Moritz Sch nepp feiert am 17. d. sein vierzigjähriges Doktorjubiläum und den vierzigsten Jahrestag seiner Hochzeit. Dr. Schnepp ist auch seit fünfundzwanzig Jahren Chefarzt und hat auf dem Gebiete der sozialen Hygiene Bedeutendes geleistet. Als Vizepräsident des israelitischen Tempelvereines im IX. Bezirk steht er seit Jahrzehnten im Mittelpunkt des jüdischen Lebens in diesem Bezirke und erfreut sich wegen seines allseitigen humanitären Wirkens in weiten Kreisen gerechter Sympathien. Auch seine Kinder nehmen geachtete Stellungen ein und einer seiner Söhne ist der wohlbekannte Verteidiger Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Friedrich S ch n e p p. Wien. (Silberne Hochzeit.) Am 20. d. M. feiert Herr Isidor L ö w i t, Kantor der türkischen Gemeinde, mit seiner Gattin Josefine, geborene A l b a ch a r y, das Fest der silbernen Hochzeit. Wien. (Vorlesungen am „Wiener Bethamid r a s ch".) Herr Dr. A. K a m i n k a ist von seiner Palästina-Reise zurückgekehrt und beginnt nächsten Mittwoch seine Vorlesungen für das laufende Wintersemester, und zwar bis auf Weiteres wie im vorigen Jahre: jeden Mittwoch von 7 — 8 Uhr abends: Maimonides Religionsphilosophie (More Nebuchim, Teil III); jeden Donnerstag 6 — 7 Uhr abends: Talmud, Traktat Sanhedrin. Wien. „(Beförderung.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat den k. k. Turnlehrer Professor Max G u t t m a n n in die 8. Rangsklasse befördert. Tod einer Wohltäterin. Mittwoch vormittags ist in ihrer Wohnung, Landstraße Reisnerstraße Nr. 51, Frau Ernestine T h o r s ch, die Witwe nach dem ehemaligen Bankier Philipp Thorsch, gestorben. Die Verblichene war eine ungemein wohltätige Dame. Erst vor einiger Zeit hat sie zugunsten des israelitischen Versorgungshauses in Wien eine Summe von 600.000 K. gespendet. Wien. (E h r u n g.) Sonntag den 10 d. M. fand im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde die Enthüllung eines von der Lehrerschaft gestifteten Porträts des in den Ruhestand getretenen Religionsinspektors Dr. L. Langfelder statt. Die Festrede hielt in gewohnt meisterhafter Weise Prof. M. Kanitz. Inspektor I. Brann wandte in sinniger Weise eine Bibelstelle auf den Gefeierten an, der über der Lehrerschaft mit seinem Wissen, neben der Lehrerschaft als t euer Kollege, bei denselben als hilfsbereiter Mensch stand. Landesschulrat Dr. G- Kohn rühmte die edlen Eigenschaften des Inspektors, der von dem gesamten Vorstande geschätzt und gewürdigt werde. Er versprach, das gestiftete Porträt in seinem Arbeitszimmer unterzubringen, wo es von Tausenden bewundert werden und zu pflichtbewußter Arbeit anregen wird. Mit tränenerstickter Stimme dankte der Gr feierte allen für die große Ehrung, welche ihm den Lebensabend verschönert und zu einem glücklichen gestaltet haben. Wien. (Kranken - und Unter st ützungsverein der L e m b e r g e r in Wien.) Dieser Landsmannschaftsverein, der bereits vor fast zwei Jahren gegründet und der Sammelpunkt der in Wien. weilenden Lemberger geworden ist, hat unter der bewährten Leitung leines Obmannes Herrn Ignatz Platz an Mit- Fliederzahl derart zugenommen, däß der Verein seine statutarischen Satzungen zu erweitern in der Lage war. Es wurde em Witwen- und Waisenfonds-Verein ins Leben gerufen und von den Mitgliedern des Vorstandes ein ansehnlicher Betrag als Gründungsfonds gesammelt. Mit Rücksicht auf die gemeinnützigen Bestrebungen und aus die statutarischen Wohlfahrtseinrichtungen, die in

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