Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 40 (4.10.1912)
- Date
- 1912-10-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3021981-3022022--21522-3046620- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette 682 Dr. Bkochs Wochenschrfft Nr. 40 Lu der raschen Folge seiner Auflagen kundgibt. Modernes und durchaus religiöses Empfinden spricht hier zu gebildeten Hörern und doch in jener Schlichtheit, die sich bestrebt, das Ungewöhnliche mit gewöhnlichen Worten zu sagen und darum bei jedem Hörer wenigstens der Aufmerksamkeit gewiß sein darf. M. A. Rothschild, Erlebtes. Berlin 1912, Louis Lamm. Preis Mark 2.—. Endlich wieder einmal ein gutes Buch für die jüdische Jugend- Von dem Verfasser erhoffen wir uns noch mehr von dieser Art. B,. „Willkommen“ — ist der Name einer neuen illustrierten 10-Pfennig-Büeherei, von der die ersten 6 Bändchen jetzt vorliegen, deren Einblick aber uns veranlaßt, in das neue Losungswort „Willkommen“ auch unsererseits aus voller Ueberzeugung mit einzustimmen. In der Befreiung des Volkes von der Schundliteratur bedeutet die neue 10-Pfennig-Bücherei' einen ganz gewaltigen Schritt vorwärts. Wenn es auch schien, als ob auf dem deutschen Büchermärkte schon längst das Aeußerste in Preis und Inhalt dem Volke geboten werde, so hat der bekannte Verlag von Hermann Hillger in Berlin W. 9 durch Herausgabe der neuen Bücherei „Willkommen“ doch noch alles bisher Gebotene übertroffen. Die eingesandten Proben verdienen alles Lob. »Die Hilfe.« Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedrich Naumann. Nummer 39. 26. September 1912. Aus dem Inhalt: Friedrhh Naumann : Welthandelsfragen. — Wilhelm Heile : Der sozialdemokratische Parteitag. — Ernst Jäckh: Der Blouff von Toulon. — M.ria Bernays: Neue Beiträge zur Arbeiterpsyi hologie II. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Hermann Uli mann : Vom österreichischen Beamten. — Hans Rothhardt : Musikalische Volksbüchereien. — Fritz Müller: Die Laternenanzünder.' — August J a n s s e n : Die Agitationsreise nach Knüppelshagen. — Büchertisch. — Politische Notizen. Fortschritt (Buchverlag der »Hilfe«), G. m. b. H., Berlin-Schöneberg. Le Traductenr, The Translator, 11 Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Zweck dieser Blätter ist es, dem Lernenden eine gründliche Kenntnis der Schrift- und Umgangssprache zu vermitteln. Die Methode führt den Lernenden auf na'ürlichem Wege in frischer, anregender und origineller We se zum Verständnis der fremden Sprache und bietet auch dem Fortgeschrittenen noch reichlich Gelegenheit, seine Sprachkenntnis-e weiter auszubilden und zu vervollkommnen. In den mit Geschick und gutem Geschmack bearbeiteten Gesprächen nehmen sie die gesprochene fertige Sprache zum Ausgangspunkt und wissen über eine Fülle täglicher Vorkommnisse zu belehren. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag d^s »Traducteur« in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). KriefKaste«. Gand. med. D. Jules Verne war der Sohn eines polnischen Juden. Er hat in seinen naturwissenschaftlichen Abenteuer-Romanen bekanntlich das Ünterseebot, den lenkbaren Luftballon, die Flugmaschine und manches andere vorausgeahnt und deutet in einem seiner Bücher auch auf das deutsche Neu-Kamerun hin In seinem am französischen Kongo spielenden Roman „Das Dorf in der Luft“, der in einer Zeit geschrieben wurde, als noch kein Mensch an die Abtretung vom Kongo» gebiet an Deutschland dachte, lautet eine Stelle: „Nun, wer weiß, ob nicht eines Tages sich von Kamerun aus eine Spedition auf den Marsch macht, dies Dorf in den Lüften in die deutsche Machtsphäre einzubeziehen? Und, wenn den Deutschen nicht etwa England zuvorkommen sollte, das der Wald- und Urmenschen schon mehr zu seinen Reichsangehörigen zählte, so wollen wir ben Deutschen von Herzen zur Annexion dieses Halbaffenvolkes gratulieren." Mehrere Einsender. Die Diskussion über „Machser" ist bereits abgeschloffen und wir können die neuen Zuschriften, die in großer Anzahl eingelaufen find, nicht weiter abdrucken. Notiz. Midische Bühne. Direktion: M. S i e g l e r. „Hotel Stefanie", H., Taborstrabe 12. Ab Freitag den 4. Ditobet 1912 und täglich: Zum erstenmale: „Der wahre Jude." Operette von B. W i l e n s k i. Mufik von Rumschinski. — Sonntag den 6. Oktober 1912, halb 4 Uhr nachmittag bei ermäßigten Preisen: „Herzale Mejiches" von M. Richter In Vorbereitung: „Schir Haschirim." In Studium: „Die H. Judith.« Sonderfahrten nach Spanien. Die Austro-Americana veranstaltet am 12. und 18. Oktober je eine selbständige Sonderfahrt nach Spanien, von denen jede am 5. November in Triest endet. Die Fahrten werden auf den großen Ozeandampfern der Gesellschaft unternommen und kosten ohne Laudreise 380 respektive 250 K. Wie uns mitgeteilt wurde, hat diese seltene Gelegenheit, Spanien ohne die langwierige Landreise dahin zu besichtigen, großen Anklang gefunden. Einige Kabinenplätze 1. und II. Klaffe sind noch in dem Bureau der Austro-Americana, L, Kärntnerring 7, Reisebureau Schenker & Co., I., Schottmriiig 18 und Passagebureau der Austro-Americana, II., Kaiser Josefsstraße 36, im Reisebureau Cook & Sons, sowie in sämtlichen anderen Reisebureaux zu haben. Nähere Auskünfte erteilt auch die Direktion der Austro - American«, Triest, Via Molino Piccolo 2. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, dnmit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man fick des in der heutigen Nummer beigelegten Püsieriagsefaeines bedienen. Die Administration. Samuel Süssermanrr-otiftung für Taimudschüler. Anzahl der Plätze: 2 ä K 200.—. Bewerbung ^berechtigt sind: Schüler einer hiesigen Mittelschule, »welche sich beim Unterrichte in d> r Bibel und im Talmud durch Fleiss und besondere Erfolge hervortun«. Die mit dem Stipendium Bedachten haben sich bei dem von dem Vorstand der Kultusgemeinde bestimmten Lehrer dem Talmudunterrichte zu unterziehen. Bevorzugt sind: Unter übrigens gl-ichen Verhältnissen jene Mittelschulbesucher, welche aus der, Talmud-Thora-Vereinsschule in die Mittelschule übergetreten sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse und Nachweis des e r-f ö 1 g r e i ch e n B i b e 1- und Talmud-Studiums. Letzter Tag der Einreichnngsfrist: 15. Oktober 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Dr. Adolf ^chmiedl'Widmunj für Taimudschüler. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von je K 100.—. Bewerbungsberechtigt sind: Israel, bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudien betreiben. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des schulmäss geh Talmudstudiums, Sludienzeugn sse. Letzter Tag der Einreichnngsfrist: 15. Oktober 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Dr. Mpx Bardach’sche Stiftung für israel. Witwen un; Waisen nach Zahnärzten. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 60.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme hilfsbedürftige isr. Witwen oder Waisen nach Zahnärzten, welche Doktoren der Medizin waren, dem mosaischen Glauben angehörten und in einem der im Reich «rate vertretenen Königreiche und Länder ihre Praxis ausübten. Verleihungstag : 21. Dezember 1912. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugsnis, Totenschein des Gatten bezw\ Vaters, Bescheinigung der zuständigen Aerztekammer, dass derselbe Doktor der Medizin war und den Beruf eines Zahnarztes in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern ausüble. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Ludwiu B'eitauer-Fonds zur Armenbeteüung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt zusammen im Betrage von K 430.-. Bewerbungsberechtigt sind: Besonders bedürftige jüdische Arme. Verleihongstag: 30. Dezember 1912. Gesnchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichnngsfrist: 15. Oktober 1912. Einreichstelle : 1., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll).